Diskriminierungsfreie „Vielfalt der Lebensentwürfe“ ?

Pressemeldung des Verbands Familienarbeit:

UNVOLLSTÄNDIGE  VIELFALT,  06.06.2014

Anlässlich des „Diversity-Tages“ am 3. Juni veröffentlichte die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig, ein schwungvolles Bekenntnis zu einer diskriminierungsfrei lebbaren „Vielfalt der Lebensentwürfe“, … „damit sich alle als gleichberechtigter Teil unserer Gesellschaft fühlen“. Die Vielfalt der Herkunft und der Kulturen sieht die Ministerin als „Chance für die Zukunft Deutschlands“. Allem Rassismus, Sexismus, aller Homophobie und Diskriminierung wird auf Dauer der Kampf angesagt. So weit, so gut.

Gertrud Martin, Vorsitzende des Verbands Familienarbeit e.V. stellt dazu einige Fragen:

  •  Inwiefern kommt der traditionelle Lebensentwurf von Eltern, die ihre Kinder überwiegend    selbst erziehen wollen, in Schwesigs Vorstellung von Diskriminierungsfreiheit überhaupt vor ?
  • Was unternimmt sie, um auch diesen Lebensentwurf gleichberechtigt zu achten?
  • Ist es angemessen, Bedingungen zu schaffen, die Eltern dazu drängen, ihr Kind nach dem ersten Lebensjahr in eine Kita zu geben, damit sie beide voll erwerbstätig sein können, auch wenn ihr Lebensentwurf eigentlich die überwiegend selbstverantwortliche Erziehung der Kinder durch Vater oder Mutter vorsieht?
  • Ist die Minderbewertung der elterlichen Erziehungsarbeit bei gleichzeitiger milliardenschwerer einseitiger Förderung der Fremdbetreuung etwa keine Diskriminierung?
  • Ist es richtig, dass sich das Elterngeld als ‚Lohnersatz‘ allein an dem vor der Geburt eines Kindes erzielten Erwerbseinkommen orientiert und damit die Erziehungsleistung der Mütter und Väter, die vor einer Geburt zugunsten der Betreuung älterer Geschwister nicht mehr oder eingeschränkt erwerbstätig waren, als Nichtleistung einstuft?

Aus unserer Sicht erfolgt hier eine Bestrafung elterlichen Engagements, auf jeden Fall aber eine Diskriminierung von Eltern mehrerer Kinder. Der Verzicht auf Anerkennung und Honorierung der elterlichen Erziehungsleistung ist keinesfalls eine ‚Chance für die Zukunft Deutschlands‘. Weder Lebensentwürfe ohne Kinder noch die Vereinbarkeit von Familie und Erwerbsarbeit sind zu kritisieren. Aber schon angesichts der demografischen Entwicklung ist es an der Zeit, Lebensentwürfe von Müttern oder Vätern, die ihren Schwerpunkt „nur“ auf die Erziehung mehrerer Kinder legen, als gleichberechtigt anzuerkennen und finanziell ebenso abzusichern wie bei „Nur“-Erwerbstätigen, ohne dass am Ende die Altersarmut steht.“

Bundesvorstand

Vorsitzende Gertrud Martin, Tel.: 07721/56124, E-Mail: bundesvorstand@dhg-vffm.de ,

Stellv. Vorsitzende Dr. Johannes Resch, Tel.: 06346/9890628, E-Mail: Johannes.Resch@t-online.de, Web-Seite: www.johannes-resch.de

Birgit Kelle, E-Mail: bkelle@dhg-vffm.de , Web-Seite www.birgit-kelle.de

Schatzmeisterin Ulrike Rau, Tel.: 07563/2637, E-Mail: ulrike-rau@t-online.de

Beisitzerin Wiltraud Beckenbach, Tel.: 06356/963445, E-Mail: w.beckenbach@gmx.de

Beisitzer Karl Simpfendörfer, E-Mail: ksimpfendoerfer@dhg-vffm.de

Beisitzerin Silke Bürger-Kühn, Tel.: 0718164596, E-Mail: sbuergerkuehn@dhg-vffm.de

Beisitzerin Ute Steinheber, Tel.: 07051/4810, E-mail: ute.steinheber@web.de

Geschäftsstelle Gudrun Nack, Tel.: 0761/4002056, E-Mail: geschaeftsstelle@dhg-vffm.de , Vaubanallee 4, 79100 Freiburg

Internet http://familienarbeit-heute.de

Bankverbindung Volksbank Schwarzwald Baar Hegau, BLZ 69490000, Konto Nr. 25410904

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„Klug erkannt und klar benannt“

Pressemitteilung: KRFD dankt  Ministerpräsident Tillich.

Mönchengladbach, den 6. Juni 2014. „Klug erkannt und klar benannt hat Stanislaw Tillich, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, die notwendige Förderung und gesellschaftliche Anerkennung für kinderreiche Familien“, sagt Dr. Elisabeth Müller, Vorsitzende des Verbandes kinderreicher Familien Deutschlands e.V. (KRFD).

„Die ungerechte Besteuerung, die überproportionale Belastung mit Verbrauchssteuern, die ungenügende Berücksichtigung der Erziehungsleistung bei der Rente und die sich zuspitzende Wohnungsnot für Familien graben den Kinderreichen das Wasser ab“, fasst sie die Situation der Kinderreichen in Deutschland zusammen.

Es sei Ministerpräsident Tillich zu danken, dass er auf die absurde Entscheidung aufmerksam macht, wonach der 1. Juni, bislang Internationaler Kindertag, nun auch der Tag des Hundes sein soll. In Deutschland gibt es immer weniger Familien mit mehr als drei Kindern. „Das widerspricht allerdings dem Wunsch der Familien, nach dem immerhin 19% gern mehr als zwei Kinder hätten“, so Müller. „Die Politik ihrerseits kann mit klugen Weichenstellungen bei Besteuerung und Wohnungsbauförderung die Kinderreichen enorm unterstützen und die Familienwilligen ermutigen“, appelliert Müller.

Den Wortlaut des persönlichen Schreibens von Frau Dr. Müller an Herrn Ministerpräsidenten Tillich finden Sie hier.                                                                       Ende der Pressemitteilung

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Der Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V. ist im Jahr 2011 aus der Initiative engagierter kinderreicher Familien entstanden, vertritt 1.2 Millionen kinderreicher Familien in Deutschland und setzt sich in Politik, Wirtschaft und Medien für die Interessen von Familien und Kindern ein. Der Verband versteht sich als Netzwerk von Mehrkindfamilien, die sich untereinander unterstützen und die Öffentlichkeit für ihre Anliegen erreichen wollen. Der Verband ist überkonfessionell und überparteilich.

Link zu dieser Pressemitteilung: http://www.kinderreichefamilien.de/pressemitteilungen/articles/pressemitteilung-klug-erkannt-und-klar-benannt-krfd-dankt-ministerpraesident-tillich.html

Herausgeber / Pressekontakt: Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V.       Florian Brich, Korschenbroicher Str. 83, 41065 Mönchengladbach, Tel. 02161-3030953

presse@kinderreiche-familien.de                                              www.kinderreichefamilien.de

Familien nicht gegeneinander ausspielen

Sorgfalt beim Umbau der Grundschulen zu Betreuungseinrichtungen gefordert

München  – Der Landesvorsitzende des Familienbundes der Katholiken in Bayern  hat sorgfältige Konzepte für die Ganztags-Betreuung von Grundschülern gefordert. Insbesondere dürften nicht Familien gegeneinander ausgespielt werden.

Landesvorsitzender Dr. Johannes Schroeter: „Der Umbau der Grundschulen zu Betreuungseinrichtungen erfordert große Sorgfalt. Das Konfliktpotential ist um einiges größer als beim G8-Gymnasium.“

Besonders kritische Punkte:

·         Die Betreuungsqualität. Schon die Erfahrung mit Kindertagesstätten zeigt, dass sowohl die Betreuung wie auch die Verpflegung häufig unter den notwendigen Standards liegen. Daraus können sich Dauerkonflikte zwischen Eltern und Schulträgern entwickeln.

·         Die Rechte der Familien. Keine Familie darf gezwungen werden, andere Mengen an außerfamiliärer Grundschulbetreuung hinzunehmen, als sie wünscht. Das betrifft besonders die Umwandlung kompletter Schulen mit örtlichen Mehrheitsbeschlüssen. Dabei dürfen keinesfalls Familien gegeneinander ausgespielt werden.

·         Finanzielle Umverteilungen zwischen Familien. Nach ersten Schätzungen müsste der Freistaat die Betreuung an Grundschulen mit jährlich 100 Millionen EUR fördern. Verwendet werden dafür Steuermittel aller Eltern, unabhängig von der tatsächlichen Nutzung durch die jeweilige Familie. Das darf nicht zu faktischen Umverteilungen zwischen Familien führen. Ähnlich wie beim Betreuungsgeld im Krippenalter wird eine finanzielle Anerkennung für die Familien benötigt, die Mittagsverpflegung und Hausaufgabenbetreuung ihrer Kinder selber verantworten.

Schroeter: „Der Umbau der Schulen zu Betreuungseinrichtungen muss sorgfältig bedacht werden. Hier geht es um massive Eingriffe in das Familienleben. Das G8-Gymnasium ist ein warnendes Beispiel, wohin hemdsärmeliger Pragmatismus und Ignoranz gegenüber den Betroffenen führen können.“

 

Dr. Johannes Schröter

 

Elterngeld PLUS beschlossen – totaler Bluff!

Abgesehen von der Tatsache, dass das 2007 beschlossene Elterngeld wegen seiner Ungleichbehandlung von Müttern als verfassungswidrig gem. Art 3 GG gelten muss, stößt das von Manuela Schwesig geplante EG+ auf erhebliche Skepsis. Denn nicht mehr, sondern weniger Zeit fällt künftig für Familie ab! Für wie blöd hält uns eigentlich unsere Regierung?

http://www.tagesschau.de/multimedia/politikimradio/audio122848.html

Hier ein Leserbrief an die Schwäbische Zeitung zu ihrem Interview mit  der derzeitigen Familienministerin vom 4. Juni 2014:                                                       Zu: „Mehr Zeit für Familie und Beruf“                                                        Schwäbische Zeitung MEINUNG & DIALOG, 4. Juni 2014

Schon die Parole über dem Interview mit der süß lächelnden SPD-Familienministerin: „Mehr Zeit für Familie und Beruf“ ist (bewusst) irreführend gewählt. Sie soll vorgaukeln, dass sich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen lassen. Die Betriebe buhlen ebenso um die Präsenz/ Arbeitskraft der jungen Leute, wie deren Kinder sich die liebevolle Nähe ihrer Eltern ersehnen. Zeit lässt sich aber leider nur einmal nutzen: mehr Zeit für Familie bedeutet weniger Zeit für den Betrieb und umgekehrt. Wenn neuerdings nach dem Willen der deutschen Familienministerin Vater und Mutter eines Neugeborenen je 32 Std. ihrem Betrieb zur Verfügung stehen sollen, so genießt ihr Säugling wöchentlich nur noch 8 Stunden mütterliche, und 8 Stunden väterliche Zuwendung,  also im Endeffekt 24 Stunden weniger Zeit mit den Eltern als bisher.  In zwei Jahren bedeutet dies, ausgehend von jährlich 42 Arbeitswochen, für das ersehnte  Wunschkind einen Verlust von 84 mal 24 Stunden, also 2016 Stunden zärtlicher Innigkeit. Und diesen Verlust verkraftet nicht jedes Kind. Im Übrigen ist auch Vätern ein Einkommensverlust wegen Familienarbeit ebenso wenig zuzumuten wie Müttern!

Frage: Wie ist das mit Müttern ohne Einkommen wegen bereits vorhandener zwei, drei oder weiterer Kinder? Werden die 300 Euro Elterngeld  auch halbiert, falls die Mutter aus purer Not eine Putzstelle annimmt?

Weil sich nur in den wenigsten Fällen das beschlossene Schwesig-Modell mit den Vorgaben der Betriebe verwirklichen lässt, werden die meisten Paare sich resigniert  für Vollzeitjob  und Vollzeit-Krippe entscheiden, was ja wohl auch der politisch erwünschte Effekt des Elterngeld-PLUS-Modells ist – zum Schaden der Kinder.

Wie hieß das Versprechen doch gleich? Mehr Zeit für Familie?  Kann es sein, dass unsere Kabinettsmitglieder allesamt nicht rechnen können? Oder will man uns mit einem Taschenspielertrick den Zeitverlust als Gewinn verkaufen?  Für wie dämlich hält uns eigentlich unsere Regierung?

 Bärbel Fischer, Leutkirch

„Kinder und Arbeitswelt – Propaganda statt Problemlösungen“

Die Arbeitswelt und die Kinder konkurrieren um die gleiche, kostbare, begrenzte Ressource: Die Kraft, die Zeit, die Zuwendung der Eltern. Damit ist der Konflikt gegeben, und die Frage ist, wie man ihn löst.

Die Kommunisten haben den Konflikt in der ihnen eigenen brutalen Art gelöst, indem sie die Interessen der Arbeitswelt absolut setzten und die Kinder in Krippen abgeschoben haben. Das schaurige Schicksal der rumänischen Kinder, die unter dem Diktator Ceaucescu heranwuchsen, der sich in der Sache besonders hervortun wollte, sollte als abschreckendes Beispiel genügen. Übrigens haben die Propagandisten des „Karpatengenies“ – so die damaligen Bezeichnungen des Diktators in rumänischen Zeitungen – sich in genau der Weise vernehmen lassen, wie die Propagandisten der jetzigen, unsriger Krippenanbieter: Es sei für das Kind, gerade wenn es besonderer Förderung bedürfe, viel besser, es in professionelle Hände zu geben, als es zu Hause zu lassen; es sei geradezu gegen das Wohl des Kindes gerichtet, ihm das staatliche Angebot vorzuenthalten. Wer fühlt sich da nicht an die Sprüche der jetzigen Familienministerin erinnert, welche nicht müde wurde, das Almosen namens Betreuungsgeld als „Fernhalteprämie“ und als „Herdprämie“ zu verunglimpfen und die Empfänger desselben als vorgestrige Unbelehrbare hinzustellen, die ihr Kind den staatlichen Wohltaten entziehen und die dafür auch noch bezahlt werden wollten….

Aber wie es schon in der Antike hieß: vestigia terrent: Spuren schrecken. Die seelischen Krüppel, die aus den Krippen hervorgekommen sind, ob in dem besonders krassen Beispiel Rumäniens oder andernorts, lassen sich nicht verstecken.
Das ist ein ständiges Ärgernis für die, welche den Konflikt kompromisslos ebenfalls ganz im Sinne der Arbeitswelt lösen wollen. Denn ein Arbeitnehmer, der ein schlechtes Gewissen hat, ist weit weniger wert als einer, der davon nicht geplagt wird. Also muss man ihm das schlechte Gewissen nehmen. Dazu dient das ganze sattsam bekannte Propagandagetöse sowie die Benachteiligungen und Schikanen, die Eltern erfahren, wenn sie dem Druck Richtung Krippe nicht folgen. Man macht es wie alle Propagandaabteilungen zu allen Zeiten: Wiederhole einfach das, was du in die Köpfe hineinhämmern willst, immer wieder, lass es aus tausend Stimmen auf die Opfer niedergehen, es wird am Ende wirken. Kümmere dich nicht um Tatsachen, verleumde, schreie nieder, mache den Gegner lächerlich, zersetzte ihn.

Und wenn die ersten Nachrichten aus der Nachmittagsbetreuung der Propaganda widersprechen sollten? Wie könnte dann die zweite Stufe der Propaganda aussehen? Alles schon einmal da gewesen; das Rezept in diesem Fall lautet: Suche einen Dummen, dem du die Schuld geben kannst, den Versager im Einzelfall, welcher der guten Sache schadet. Wen denn? Was die Nachmittagsbetreuung betrifft, am besten die Lehrer! Denn diese „Sesselfurzer“ (Oskar Lafontaine) und „faulen Säcke“ (Gerhard Schröder) sind doch wie gemacht als Zielscheiben. Manche dieser Leute sind auch noch so dämlich, sich die Zielscheibe an die eigene Gartentür zu malen, auf dass hineingeschossen werden kann: Wie oft habe ich es als Schulleiter erlebt, dass sich Kollegen geradezu anheischig machten, nicht nur ordentlich zu unterrichten – als wenn das eine Kleinigkeit und Selbstverständlichkeit wäre – , sondern in dem „heute zunehmend erforderlichen Maße“, wie es mit getreuem, unterwürfigem Blick hieß, auch noch die Erziehungsaufgaben zu übernehmen…

Es wird Zeit, meinen Kommentar abzubrechen, aber, wie es im Matthäus –Evangelium heißt: Wes das Herz voll ist, dem gehet der Mund über. Danke dem Leser für seine Geduld!

Dr. Gerd Brosowski

„Mehr Geld für die Bildung: Drei Vorschläge, die nichts kosten“.

Angesichts des sinkenden deutschen Bildungsniveaus und des Schreis nach mehr Geld für Bildung erinnert der Oberstudiendirektor Dr. Gerd Brosowski i. R. an die Strukturen an Schulen, die man in den letzten Jahrzehnten leichtfertig zugunsten des Spaßfaktors aufgegeben hat. Er ruft auf zu einer Strukturreform  für eine kostenneutrale, aber erwiesen effektivere Bildung:  

Hier ein paar Vorschläge, wie man den Erfolg der Bildung an weiterführenden Schulen sehr erhöhen könnte, ohne einen einzigen Euro mehr auszugeben. Ich muss mich auf weiterführende Schulen beschränken, da ich nur diese wirklich gut aus eigenem Erleben kenne.

1) Abschaffung des Kurssystems in der Oberstufe des Gymnasiums und Wiedereinführung der Altersklassen bis zum Abitur. Würde Unmengen an Nerven, Zeit, Geld sparen und zugleich den Unterrichtserfolg erhöhen.

2) Wiedereinführung des Unterrichts am Samstag. Würde den zeitlichen Druck von Schülern, Eltern und Lehrern nehmen. Die Schüler hätten im Schnitt pro Tag weniger als sechs Unterrichtsstunden. Sie kämen erstens weniger müde und zweitens etwa eine Stunde früher zu Hause an; sie hätten drittens zum nächsten Tag weniger Fächer vorzubereiten- drei Schritte in die richtige Richtung, um ihren Tag zu entzerren.
Der Skandal, dass an weniger als 180 Tagen im Jahr überhaupt Unterricht stattfindet, dass also an der Mehrzahl der Jahrestage die Schulen leer stehen und der normale Unterrichtstag zum seltenen Ereignis wird, wäre beseitigt.

Die Lehrer müssten keine Minute länger unterrichten; ihr Unterricht wäre auf mehr Tage verteilt. Sie kämen weniger erschöpft und früher zu Hause am Schreibtisch an und müssten sich auf eine Stunde weniger am nächsten Tag vorbereiten. Im übrigen nehme ich keinem Menschen ab, dass er mehr als fünf Stunden am Tag seriös unterrichten kann. Und ich nehme keinem Schüler ab, dass er mehr als sechs Schulstunden am Tag verkraftet.

Die Vereine würden aufatmen, da die Schüler mehr freie Zeit die Woche über hätten, die Schüler würden Selbständigkeit lernen, da sie ihren Tag wenigstens zur Hälfte selbst organisieren könnten (und müssten); der ganze staatlich angezettelte und organisierte Nachmittagszirkus könnte erheblich zurückgefahren werden und die Freiräume und der Verantwortungsbereich der jungen Leute könnten im gleichem Umfang erweitert werden.

3) Zusammenstreichen der unterrichtsfremden Aktivitäten, welche Unterrichtszeiten fressen. Berufspraktika gehören in die Ferien verlegt – wenn man sie denn überhaupt braucht. Kinobesuche während der Unterrichtszeit, Berufsberatung statt des Unterrichts, Politikerbesuche am Vormittag in den Schulen, Sportwettbewerbe statt des Unterrichts, sog. Pädagogische Tage an Unterrichtstagen,  und so endlos weiter: Alles auf den Müll oder in die unterrichtsfreie Zeit zu verlegen. Dann würde sich übrigens auch zeigen, wie wertvoll und wichtig für den Schüler diese Veranstaltungen tatsächlich sind.

Inklusion: Wahlfreiheit für alle!

Auf die Berichte der Schwäbischen Zeitung zu der Forderung seiner Mutter, Henri  trotz seiner Trisomie ins Gymnasium aufzunehmen, antwortet eine Mutter mit folgendem Leserbrief. Dabei beklagt sie auch das leichtfertige Aufgeben der Errungenschaft Sonderschule zum Schaden behinderter Kinder.

Wahlfreiheit für alle

Als Mutter von Kindern ohne bisher festgestelltem sonderpädagogischem Förderbedarf fühle ich mich in der aktuellen Inklusionsdebatte durch das politische Einbahnstraßendenken diskriminiert.

Wir können uns in Deutschland glücklich schätzen, ein hochqualifiziertes und spezialisiertes Schulsystem etabliert zu haben, das den Talenten und Möglichkeiten der Heranwachsenden passgenau entgegenzukommen versucht, Bildung für alle ermöglicht und die meisten Kinder zu einem ihrem Potential entsprechenden Schulabschluss führt mit dem Ziel sozialer Teilhabe und Unabhängigkeit von subsidiären Leistungen.

Sollte aber in Zukunft alles an allen Bildungsstandorten dank Inklusion eingefordert werden, der Wille der Eltern darüber entscheiden, wo ihr Kind zu welchen Konditionen beschult wird, so darf das nicht nur in eine Richtung gedacht werden. Warum sollte nur Eltern behinderter Kinder Wahlfreiheit zugestanden werden?

Vielmehr fordere ich das Recht, selbst auch den Schulort meiner Kinder frei wählen zu können. Ich würde dann z.B. eine Förderschule wählen mit kleinen Klassen von 5 Schülern, individualisiertem Lehren und Lernen, sonderpädagogischer Begleitung, einem organisierten Fahrdienst zur Schule und zurück, der helfenden Unterstützung von Sozialpädagogen und Psychologen… verbunden selbstverständlich mit der Forderung, dass Fachlehrer des Gymnasiums die Vorbereitung auf das Abitur sicherstellen, so wie umgekehrt Sonderpädagogen alle Henris am Gymnasium unterrichten.

Lioba Konrad, Friesenhofen

8 Grundsätze für Familien und Kinder in EUROPA

Die Initiative Familienschutz hat deutsche Kandidaten aller Parteien für das Europaparlament anhand von 8 Grundsätzen zu ihrer Haltung befragt:

http://www.familien-schutz.de/kandidatenbefragung-zur-europawahl-europaische-grundsatze-fur-familie-und-kinder/

Hier finden Sie die Auflistung der EU-Kandidaten, die die acht Grundsätze unterzeichnet  haben:

 http://www.familien-schutz.de/diese-kandidaten-haben-die-grundsatze-fur-familie-und-kinder-unterzeichnet/