Video: Wie Familien übers Ohr gehauen werden

Zur jüngsten Studie der Bertelsmann-Stiftung, die sich mit der Benachteiligung der Familien aufgrund unseres Rentenrechts beschäftigt, gibt es einen kurzen sehr informativen Film ( 3 einhalb Minuten ), dem eine weite Verbreitung zu wünschen ist ( Bild und Ton ).

Der Link hierzu: http://www.youtube.com/watch?v=h5d6GeUT_TM

Liebe Leser unserer Seite, bitte leiten Sie diese Information  in Ihren Verteilern weiter!

Folge 2 stellt einen Lösungsvorschlag vor: http://www.youtube.com/watch?v=-ufFmALwdJI

Freundliche Grüße                                                                                                          Bärbel Fischer

Sozialistische Umstrukturierung der Gesellschaft

Zitat

Der Doktorand an der LM-Universität München, Martin Voigt, arbeitet an einer Dissertation über Mädchenfreundschaften unter dem Einfluss von Social Media.

 Daraus zwei Zitate:

Bereits 1970 schrieb der Erziehungswissenschaftler Hans – Jochen Gamm:                   „Wir brauchen die sexuelle Stimulierung der Schüler, um die sozialistische Umstrukturierung der Gesellschaft durchzuführen und den Autoritätsgehorsam einschließlich der Kinderliebe zu den Eltern zu beseitigen.“ Er bezog sich auf Freud: „Kinder, die sexuell stimuliert werden, sind nicht mehr erziehungsfähig. Die Zerstörung der Scham bewirkt die Enthemmung auf allen anderen Gebieten, eine Brutalität und Missachtung der Persönlichkeit der Mitmenschen.“

Martin Voigt in:  „Mal zotig, mal vulgär: die Selbstsexualisierung unter Mädchen“            FAZ – Fr 31. Januar 2014 / Nr. 26, Seite 7  BILDUNGSWELTEN

 

„Wirklich selbstbestimmt ist, wer Sexualität in einer beginnenden Freundschaft hintanstellt, aber die Aussicht auf eine dauerhafte Bindung nicht als Einengung, sondern als Erweiterung empfindet.“

Martin Voigt in:  „Mal zotig, mal vulgär: die Selbstsexualisierung unter Mädchen“            FAZ – Fr 31. Januar 2014 / Nr. 26, Seite 7  BILDUNGSWELTEN

 

Bertelsmann-Studie – gut gemeint, aber irreführend

Der Leiter des Heidelberger Familienbüros, Kostas Petropulos, sieht die neue Bertelsmannstudie zur Rentenversicherung / Prof. Dr. Martin Werding – Ruhruniversität Bochum http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/SID-103B2725-EA851FC7/bst/hs.xsl/nachrichten_119663.htm

als  „völlig ungeeignet an, um die einschneidenden wirtschaftlichen Konsequenzen junger Paare bei der Entscheidung für oder gegen eigene Kinder angemessen darzustellen“ und empfiehlt dringend, hierzu die Perspektive des Grundgesetzes und des Bundesverfassungsgerichts zu wählen.

http://www.heidelberger-familienbuero.de/HBF-Premium/Archiv-2014-I/Bertelsmann_Fiskalbilanz_Studie_170114.html

Petropulos rechnet vor, dass von den durchschnittlichen RV- Beiträge eines Sohnes / einer Tochter per Umlage die Allgemeinheit zu 95% profitiert, die eigene Mutter aber nur zu 5% ( ausgehend von 3 Rentenpunkten pro Kind )!

 

Familien als Lastesel unseres Rentensystems

Die STUTTGARTER  ZEITUNG veröffentlicht heute das Ergebnis der jüngsten Bertelsmannstudie von Prof. Dr. Martin Werding  und Dr. Jörg Dräger mit dem Ergebnis, dass zugunsten kinderloser Paare Familien  m i t   Kindern die Hauptlast für unser Rentensystem abgeknöpft wird.  Was Insidern längst bekannt ist, wird nun wissenschaftlich erhärtet.

http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/SID-103B2725-EA851FC7/bst/hs.xsl/nachrichten_119663.htm

Wie  die Verantwortlichen in Politik und Medien mit dieser Studie umgehen, und  welche K.O. -Argumente jetzt vermutlich auf den Tisch kommen werden, wird sich zeigen. So, wie sich die Regierungen seit Jahrzehnten weigern, die verfassungsgemäßen Urteile aus Karlsruhe umzusetzen, wird es eine breite Lobby geben, die zu verhindern sucht, was unseren Sozialstaat noch retten könnte: Familiengerechtigkeit!

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.studie-der-bertelsmann-stiftung-rentensystem-benachteiligt-familien.47a1f451-0b35-438c-99bb-f3dba6ae6d94.html

„PISA gefährdet unser Bildungssystem“

Im Interview mit der WIRTSCHAFTSWOCHE äußert sich der Bildungsforscher Volker Ladenthin sehr kritisch zum PISA-Ranking: „Was da gemessen, quantifiziert und zu BLAMING und NAMING der Länder verarbeitet wird, hat mit wahren Bildungszielen nichts zu tun!“

Inhalt

  1. S1 „PISA gefährdet unser Bildungssystem“
  2. S2 „Blaming and naming“
  3. S3 Bei PISA geht es nicht um soziale Gerechtigkeit
  4. S4 Die Folge ist ein Verlust an Kultur

Ein überaus erhellender Beitrag, der die wahren Beweggründe der OECD demaskiert!

http://www.wiwo.de/erfolg/campus-mba/bildungsforscher-volker-ladenthin-pisa-gefaehrdet-unser-bildungssystem/9149594.html

 

Zitate aus „Sozialstaatsdämmerung“ von Dr. Jürgen Borchert

DIESE  ZITATE SIND  DEM O.G. BUCH AUS DEM RIEMANN-VERLAG ENTNOMMEN ( Quelle: Deutscher Familienverband )

http://www.deutscher-familienverband.de/index.php/19-familie/familienpolitik/190-sozial-ungerecht-und-auf-kosten-von-familien

  • „Unglaublich, aber wahr: Je weniger Kinder wir haben, desto schlechter werden sie behandelt. Eine der reichsten Nationen der Welt lässt ihren Nachwuchs verkommen.“
  • „In der Hierarchie der notwendigen Schritte steht die Sozialversicherung an der Spitze. Sie schafft Probleme, vor denen sie eigentlich schützen soll, und mit ihr muss deshalb jede Reform beginnen.“
  • „Die schätzungsweise 200.000 Paragrafen des Steuer- und Sozialrechts, mit denen hierzulande die öffentliche und soziale Lasten- und Leistungsverteilung geregelt wird, haben mit Gerechtigkeit oft nur noch formal zu tun.“
  • „Mütter, die mit ihrer Kindererziehung den Löwenanteil dafür geleistet haben, dass ihre Jahrgangsteilnehmer im Ruhestand von ihren Kindern gut versorgt werden, müssen selbst von Almosen leben.“
  • „Die strikte Koppelung wirtschaftlicher Freiheit an soziale Verantwortung, die das Markenzeichen der sozialen Marktwirtschft war, existiert bei uns schon lange nicht mehr.“
  • „Bei Familien kumulieren und kulminieren die Verteilungsfehler des Systems, die alle Arbeitnehmer in der unteren Hälfte treffen – je schwächer, umso brutaler.“
  • „Steuern und Sozialversicherungsbeiträge müssen der Leistungsfähigkeit folgen, jeder hat die öffentlichen Lasten je nach seinen Kräften mitzutragen. Hier gilt: Weniger ist mehr!“
  • „Wir brauchen nur ein semantisches Großreinemachen, damit die Leute ihre Sozialsysteme überhaupt kapieren können, und dann ein transparentes Steuer- und Sozialsystem, damit Verantwortung wieder wahrnehmbar wird. Das Teilen setzt Ur-Teilen voraus.“
  • „Dass der Gesetzgeber die klaren Karlsruher Urteile jedoch missachtet, zeigt, dass das Staatsschiff, mit dem wir den Orkanen des Jahrhunderts wohl oder übel trotzen müssen, nicht nur falsch beladen, sondern auch durch und durch morsch ist.“
  • „Aus falschen Begriffen resultieren unweigerlich fehlerhafte Vorstellungen.“
  • „Nicht ein Cent von den Beiträgen heute wandert in die Altersvorsorge von morgen.“
  • „Der Gesetzgeber hat der Gesellschaft damit ein Kuckucksei in den ‚Generationenvertrag‘ als Nest gelegt: Eltern werden in ihm gezwungen, auf Privatkosten und damit auch zu Lasten der eigenen ‚Brut‘ die Altersvorsorge für ihre lebenslang kinderlosen Generationsgenossen mit zu erbringen.“
  • „Reichtum, das zeigt sich auch hier, ist wie Mist: Auf einem großen Haufen stinkt er und vergiftet das Grundwasser, fein verteilt bringt er das Land zum Blühen.“
  • „In der Steuer- und Sozialpolitik wimmelt es vielmehr von semantischen Verhüllungen, Verzerrungen und Verwirrungen. Sie alle wirken fatal.“
  • „Die semantischen Igel sind des Sozialstaatshasen Tod.“
  • „Tatsächlich ist es in Deutschland so, dass Familien riesige Lasten für Kinderlose schultern müssen: deren komplette Altersvorsorge nämlich.“
  • „Wie lange noch wird der Gesetzgeber die Geduld des Bundesverfassungsgerichts auf die Probe stellen?“
  • „Solange aber die Instrumente nicht zum Zweck passen, wirkt das staatliche Geben und Nehmen wie der sinnlose Versuch, Wasser mit einem Sieb umverteilen zu wollen.“
  • „Es ist ein auffallender Widerspruch der Rechtsordnung, dass die nur der Bemessung nach Leistungsfähigkeit verpflichtete Einkommensteuer das Existenzminimum schont, hingegen die dem Solidarprinzip verpflichteten Solidarsysteme dies nicht tun; sie belasten vom ersten verdienten Euro an.“
  • „In Deutschland werden die öffentlichen Lasten zu weit über 60 Prozent aus Sozialbeiträgen und Verbrauchssteuern und somit in einer Weise getragen, welche die unteren Einkommen ungleich härter belastet als höhere und Arbeitnehmer weit mehr als jede andere gesellschaftliche Gruppe.“
  • „Weil Löhne Markteinkommen sind, sind sie vollkommen blind für die Frage, wie viele Mäuler davon zu stopfen sind.“
  • „Wenn die reichsten 10 Prozent des Landes, die über circa ein Drittel aller Einkommen und zwei Drittel der Vermögen verfügen, sich mit vielleicht 15 Prozent an den Gemeinlasten beteiligen, so ist das gewiss kein Ruhmesblatt für den Sozialstaat. Sondern eine moralische und politische Schande.“
  • „Es ist ersichtlich sinnlos, dort Einkommensüberhänge entstehen zu lassen, wo der Bedarf gering ist, und dort, wo der Bedarf hoch ist, zum Beispiel bei jungen Familien, durch Staatszugriff die Einkommen in den Mangelbereich zu drücken.“
  • „Die sogenannten Finanzmärkte dienen der Menschheit genauso wenig wie die organisierte Kriminalität.“
  • „Wo früher das Währungsventil den Überdruck regulierte, pfeift heute europaweit der Arbeitsmarkt auf dem letzten Loch.“
  • „Wer das bedingungslose Grundeinkommen für die Antwort auf die Zukunftsfragen hält, gibt das Prinzip der Verantwortung als Grundgesetz menschlichen Zusammenlebens auf.“
  • „Ausgerechnet hinter der ehrwürdigen Fassade unserer ‚Solidarsysteme‘ findet eine Umverteilung von unten nach oben, von Jung zu Alt und von Familien zu Kinderlosen statt, die auf breiter Front Armut und Unterversorgung hervorruft und insbesondere für die doppelte Kinderarmut ursächlich ist.“
  • „Der Mindestlohn schließlich ist auch nur ein Notbehelf, das Pflaster auf der Wunde sozusagen, und lässt die Ursachen der Verletzungen völlig unberührt.“
  • „Wie wir die Dinge auch drehen und wenden: Am Anfang muss die Einsicht stehen, dass der Sozialstaat alter Konstruktion am Ende ist!““Die Lebensrisiken, die jeden Bürger treffen können, sind in einem einheitlichen System abzusichern: Alter, Krankheit, Pflege.“
  • “ Verantwortung kann nur dort greifen, wo sie wahrnehmbar ist: Das Teilen kommt nach dem Urteilen. Damit unvereinbar ist ein Sozialstaat, der Verantwortung in unterschiedlichen Systemen je unterschiedlich regelt und jeden gemeinsamen Maßstab verliert.“
  • „Von der Politik wird deshalb nur verlangt, das zu tun, was sie ohnehin zu tun verpflichtet wird: nämlich verfassungskonforme Zustände herzustellen und die ihr längst erteilten Verfassungsaufträge umzusetzen.“
  • „Die Politik muss Farbe bekennen, was ihr wichtig, wichtiger, am wichtigsten ist. Die Ziele sind für die Frage der Verteliungsinstrumente im Übrigen präjudiziell: Ein stärkerer Motor ist fatal, wenn der Kurs falsch ist.“
  • „Der überfällige Elternaufstand wird deshalb kommen, früher oder später, und mit dieser verfassungswidrigen Politik, die Familien finanziell erdrosselt, abrechnen.“
  • „Politik ist zwar die Kunst des Möglichen, Gerechtigkeit ist aber nicht die Kunst des Unmöglichen. Man muss nur dem Fixstern des Grundgesetzes folgen, das Gleichheit und Freiheit durch Verantwortung verbindet, dann dämmert schon die Morgenröte.“

 

Von der „kreativen Zerstörung“ der Gesellschaft

Sehr geehrter Herr Professor Burchardt,

mit großem Interesse verfolgte ich heute auf SWR 2/Wissen Ihren ausgezeichneten Vortrag über die Ökonomisierung der Gesellschaft.

http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/dollarzeichen-im-auge/-/id=660374/nid=660374/did=11948904/1vlg58n/index.html

 

Schon längst ist mir klar, dass hinter unserer Gesellschaft Strippenzieher am Werk sind. Ich vermutete allerdings eine eher sozialistische, antidemokratische „Verschwörung“. Aber nun fiel es mir wie Schuppen von den Augen: eine totalitäre Wirtschaft, ein neuer Imperialismus, der vor keinem gesellschaftlichen Bereich Halt macht.

Wir von der  ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT  spüren den Wandel seit Jahren und versuchen verzweifelt, uns dagegen zu stemmen.  Familien werden systematisch zerschlagen, damit möglichst alle Erwachsenen vollzeitig den Betrieben zur Verfügung stehen. Daher die wahnsinnige Krippenoffensive, die  zum Hohn auch noch der Steuerzahler zu berappen hat, während die Wirtschaft sich ins Fäustchen lacht. Dazu habe ich Ihnen zwei meiner Beiträge auf unserer Internetseite                                             www.forum-familiengerechtigkeit.de                                                                         angehängt ( DIABOLUS und „Mit der Brechstange in die Familien“)

Am meisten aber macht uns das Wolfsgeheul aller Parteien nach BILDUNG, BILDUNG, BILDUNG stutzig. Dabei sagt niemand, was unter BILDUNG zu verstehen ist. Klar ist nur eines: Das bisherige System, weil als „veraltet“ deklariert, muss zerschlagen werden!

Erst kürzlich kam das so genannte „GENERATIONENMANIFEST“ auf meinen Bildschirm http://www.generationenmanifest.de/manifest/.

Unter Warnung ( 8 ) finden Sie folgende Klage:

Unser Bildungssystem versagt kläglich angesichts der Herausforderungen, die die Zukunft an uns stellt. Alle Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft wissen, dass unser Bildungssystem ungerecht und undurchlässig ist und die Lerninhalte unsere Kinder nicht auf zukünftige Anforderungen vorbereiten. Aber es mangelt an Mut zur radikalen Veränderung.

und folgende Forderung ( 9 ):

Wir fordern eine umfassende bundeseinheitliche Reform des Schul- und Ausbildungssystems, denn Bildung ist die effektivste, sozialste und wirtschaftlichste Form der Zukunftssicherung und der Treibstoff unserer Gesellschaft. Sie ist Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe und schafft das Innovationspotenzial für unser Land. Alle jungen Menschen müssen unabhängig vom Einkommen ihrer Eltern gleiche Zugangs- und Aufstiegschancen im Bildungssystem erhalten. Lehrpläne, Unterrichtsformen und Notensysteme der Vergangenheit müssen überprüft und so gestaltet werden, dass die Lust am Lernen, die Leistungsbereitschaft und die Talente von  Jugendlichen in ihrer Vielfalt gefördert werden und ihr Selbstbewusstsein gestärkt wird. Schule muss ein Ort der Begeisterung, der Stärkung des Selbstbewusstseins, der Entfaltung individueller Potentiale werden und auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereiten. Denn die werden gewaltig sein.

( Bisher habe ich auf meine Kritik von den Initiatoren  des Generationenmanifestes keine Antwort bekommen, was ja Bände spricht! )

Werter Herr Professor Burchardt, mit allem, was mir an Verbreitungsmöglichkeit zur Verfügung steht, werde ich auf Ihren Vortrag hinweisen. Die Propaganda muss entlarvt werden, damit sie Macht verliert.

Im Übrigen darf ich Sie auch auf den AULA-Beitrag vom 3. Oktober von Herrn Kostas Petropolus, dem Leiter des Heidelberger Büros für Familienfragen und soziale Sicherheit, hinweisen, der auf die „Populären Irrtümer zur Demografie“ hinweist. Auch hier greifen die Instrumente zur Umerziehung der Gesellschaft perfekt.

http://www.swr.de/-/id=11948318/property=download/nid=660374/1ugpa1z/swr2-wissen-20131003.pdf

Mit seinem neuen Buch: „Sozialstaatsdämmerung“  ( Riemann-Verlag ) hat der Darmstädter Sozialrichter Dr. Jürgen Borchert ebenfalls eine sehr deutliche Aufklärungskampagne gestartet.

Werter Herr Professor Burchardt, ich grüße Sie dankbar

Bärbel Fischer von der ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT

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Matthias Burchardt lehrt am Institut der Erziehungswissenschaft an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Seine Schwerpunkte sind: Allgemeine Pädagogik, Anthropologie, Archäologie des Zeitgenössischen.

 

Wirtschaftsinstitute beurteilen Effektivität von Familientransfers

Hat der Bundesverkehrsminister je schon mal evaluieren lassen, ob die staatlichen Leistungen für sein Ressort ökonomisch sinnvoll, bzw. effektiv sind? Oder hat sich die Bundesjustizministerin etwa je darum bemüht, Einsparungspotentiale in ihrem Verantwortungsbereich  ermitteln zu lassen? Nein? – Ach!

Ganz anders Frau von der Leyen!  Als ehemalige Familienministerin war es ihr und Herrn Schäuble ein Herzensanliegen, gleich vier Wirtschaftsinstitute ( Prognos, DIW, ifo, ZEW ) damit zu beauftragen, staatliche Zuwendungen an Familien  auf ihre Effektivität / Rendite zu untersuchen. Seit wenigen Tagen liegen die Ergebnisse nun auf dem Tisch.

Nun müssen die Institute von ihrem Zahlmeister und Auftraggeber natürlich Vorgaben bekommen, auf welche Kriterien sich die zu ermittelnde Effektivität zu beziehen hat. Diese lauteten:

  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf,
  • Wahlfreiheit,
  • Gute Entwicklung von Kindern,
  • Wirtschaftliche Stabilität von Familien und Nachteilsausgleich,
  • Erfüllung von Kinderwünschen.

Wirtschaftinstituten geht es um Investition und Rendite, um Wettbewerb und Bilanzen,  humane Faktoren jedoch bleiben in deren Recherchen naturgemäß außen vor. Wer also wissen will, was dem  W o h l  von Kindern und Eltern dient, was Familien stabilisiert, wie sie autonom bleiben, darf für eine Evaluation keine Wirtschaftsinstitute  beauftragen, sondern der muss Mediziner, Juristen, Psychologen, Pädagogen und Sozialarbeiter befragen.

Dies aber war offensichtlich nicht die Absicht einer Frau Ursula v.d. Leyen. Sie wollte keine Erhebung über das  W o h l b e f i n d e n  von Familien in diesem Land, sondern sie wollte einzig Antworten auf die Frage bekommen: Welche Leistungen steigern, bzw. mindern die Erwerbstätigkeit von Müttern, wenn schon nicht mehr Geburten zu erwarten sind? Wie vom Auftraggeber erwünscht ( und bezahlt ) ermittelten die Institute, dass Kindergeld, Betreuungsgeld und Ehegattensplitting für die Steigerung mütterlichen Erwerbs schädlich seien ( Kindergeld am besten einfrieren! ), Elterngeld demgegenüber aber zu befürworten sei, da es die Mütter bereits 12 Monate nach der Geburt wieder in die Betriebe zurückführe. Ein Ergebnis, das, mit Verlaub, auch jeder  Sechstklässler hätte ermitteln können! Wer einen Musiker nach der Effektivität verkehrsbedingter Transfers befragt, bekommt eine ähnlich unqualifizierte Antwort wie sie ein Metzger abliefert, der die Transfers für die Universitäten beurteilen soll.

Worum ging es Frau von der Leyen? Nicht weniger als der Einsatz von sage und schreibe 13 Millionen unseres Steueraufkommens war es ihr wert, beweisen zu lassen, dass Transfers in Familien sich erst dann lohnen, wenn eine höhere Müttererwerbsquote und damit mehr Steuern für die Staatskasse herausspringen. Alle anderen unterstützenden Maßnahmen für Familien „lohnen“ sich demnach nicht. Dies allein war zu beweisen, und dies konnten auch nur Wirtschaftsinstitute ermitteln, weil ihnen humane Kriterien gar nicht zur Verfügung stehen.

Zudem haben die „Wissenschaftler“ schlicht  v e r g e s s e n,  den Kosten familienbezogener Transfers deren langfristigen Nutzen (ifo errechnete 2006 den Nutzen auf das Fünffache der staatlichen Transferbeträge)  gegenüber zu stellen.              V e r g e s s e n  haben Experten leider  auch, dass das Kindergeld gar keine Transferleistung ist, sondern Rückerstattung illegaler Besteuerung des Kinderexistenzminimums. Eine „wissenschaftliche“  Glanzleistung!

Die gegenwärtig prall gefüllte Steuerkasse ist  zu einem nicht unerheblichen Teil jenen Müttern zu verdanken, die auf Kosten der sicheren Geborgenheit ihrer Babys  und Kleinkinder ihrem Betrieb dauerhaft zur Verfügung stehen ( Tränengeld ) Aber wie gesagt, auf humane Kriterien kommt es heute gar nicht mehr an. Es zählt nur der Profit.

Wird nun die künftige Familienministerin die „untauglichen Transfers“ kassieren, falls Kindergeld und Ehegattensplitting als solche überhaupt durchgehen? Oder dämmert es unserer Regierungsmann/frauschaft doch allmählich, dass bei der gegenwärtigen Gesetzeslage viele Familien bereits unter der Armutsgrenze dümpeln? Dann müsste man ihnen zumindest das lassen, was ihnen von Rechts wegen zusteht ( Kindergeld, Ehegattensplitting, Betreuungsgeld ). Ergo waren die Studien völlig überflüssig, und die  13 Millionen Euro  wurden zum Fenster hinaus geworfen. Die Institute mögen sich freuen. Wie wär´s denn, wenn der Steuerzahler  Frau von der Leyen zur Kasse bäte?

Bärbel Fischer

ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT                                                         Dieser Beitrag ging am 6. Oktober 2013 an das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen ( – Männer?) und Jugend, Berlin                                                                         Siehe auch:

http://www.onprnews.com/die-gesamtevaluation-wissenschaftlich-inkompetent-und-teuer/

 

 

 

Mythen und Legenden zur Verschleierung der demographischen Wahrheit

In seltener Deutlichkeit wies der Leiter des „Heidelberger Büros für Familienfragen und soziale Sicherheit“ HFB, Kostas Petropulos, in seinem Vortrag POPULÄRE  IRRTÜMER  ZUR  DEMOGRAFIE auf die Mythen hin, mit denen Politik und Medien die schläfrige Bevölkerung in dem Glauben wiegen, die demographische Katastrophe könne mit einfachen Tricks und Kniffen aufgehalten werden. In der Sparte WISSEN ( AULA ) am 3. Oktober auf  SWR 2 demaskierte er die einzelnen populären Rezepte der Politik  als  Irrtümer und wies nach, dass allein ausreichender Nachwuchs den Niedergang bremsen kann. Das einzige effektive Rezept ist demnach, unsere Kinder, die Eltern, Lehrer und alle, die für den Nachwuchs Verantwortung tragen, zu hegen und zu pflegen.

Der Vortrag kann in Schriftform oder als Audio-Version abgerufen werden.                     Wir empfehlen eine möglichst weite Verbreitung.

http://www.swr.de/-/id=11948318/property=download/nid=660374/1ugpa1z/swr2-wissen-20131003.pdf

AUDIO-Version zum Nachhören:

 

13 Mio. EUR fragwürdig verwendet: Familienbund schaltet Rechnungshof ein

Studie zur „Gesamtevaluation familienbezogener Leistungen“ enthält gravierende fachliche Mängel – 13 Millionen EUR fragwürdig verwendet

Landesverband Bayern                                                                                    Geschäftsstelle Rochusstr. 5                                                                                           80333 München Telefon 089-2137-2226 Telefax 089-2137-2225            www.familienbund-bayern.de

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München – Der Familienbund der Katholiken in Bayern bittet den Bundesrechnungshof, die Verwendung von 13 Millionen EUR aus Bundesmitteln zu prüfen. Das Geld ist für eine „Gesamtevaluation familienbezogener Leistungen“ ausgegeben worden, die schwerste fachliche Fragwürdigkeiten aufweist.

Die Bundesregierung hat 13 Millionen EUR gezahlt, um von einem Netzwerk von Instituten die „familienbezogenen Leistungen“ in Deutschland bewerten zu lassen. Die resultierende Studie enthält schwerste fachliche Fragwürdigkeiten:

  • Den staatlichen Leistungen stehen Leistungen der Familien gegenüber. Diese werden in der Studie generell übergangen. Dadurch wird der Netto-Zahler Familie zum Wohlfahrtsempfänger kleingerechnet. Beispiel Gesetzliche Krankenversicherung: Die Eltern zahlen erheblich mehr Beiträge, als sie und ihre Kinder an Kosten erzeugen. In der Studie werden die elterlichen Zahlungen übergangen. Gewertet werden nur die Krankenkosten der Kinder. Deren Betrag wird als Familienförderung verbucht.
  • Als Maßstab für die Wahlfreiheit zwischen Familie und Beruf wird die Häufigkeit der Entscheidung für Beruf verwendet. Optimale Wahlfreiheit herrschte demnach, wenn sich niemand mehr für Familie entschiede.
  • Bei der Kosten-Nutzen-Abwägung der außerfamiliären Betreuung werden die Kosten von Halbtags-Kindergärten angesetzt, aber der Nutzen von Ganztags- Krippen.
  • Als Qualitätsmaßstab der Familienpolitik gilt in der Studie die Steigerung der Anzahl der Menschen, die der Wirtschaft zur Verfügung stehen, und die Höhe ihrer Steuern und Sozialabgaben. Die Qualität der Entwicklung von Kindern ist nebensächlich.Landesvorsitzender Dr. Johannes Schroeter: „Die Studie enthält schwerste fachliche Fragwürdigkeiten. Sie kann deshalb kaum ihren Zweck erfüllen, Orientierung für die Familienpolitik der Zukunft zu bieten.“ Der Familienbund der Katholiken in Bayern bittet den Bundesrechnungshof um Prüfung, ob das Ergebnis den Aufwand von 13 Millionen EUR aus Bundesmitteln rechtfertigt.

    Weitere Informationen: Landesvorsitzender Dr. Johannes Schroeter, Tel. 0171- 5411761

Unser Bundesverband hat die scheinbaren Familienleistungen in Höhe von 200 Milliarden EUR kritisch geprüft:

http://www.familienbund.org/images/stories/galerie_2012/fdk_200_milliarden_beispiel.gif