Deutschlands Kindergärten sind nach Einschätzung des Aktionsrats Bildung pädagogisch nur mittelmäßig. Die Wissenschaftler mahnen deswegen in ihrem neuen Jahresgutachten dringend eine gemeinsame Anstrengung von Bund und Ländern an, um die Ausbildung des Personals zu verbessern – und es besser zu bezahlen als bisher.
Entlasten statt bestrafen
von Jürgen Liminski
http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display-mit-Komm.154+M50eaaa83e03.0.html
Man muss es nur wollen
Birgit Kelle von Frau2000plus meint:
Natürlich müssen Kinderlose mehr in die sozialen Sicherungen investieren. Schließlich brauchen wir das Humankapital der Familien.
http://www.theeuropean.de/birgit-kelle/10020-gerechtigkeit-fuer-eltern
Nicht zielführend, Frau Merkel
Leserzuschrift zum Bericht der Schwäbischen Zeitung zur Sonderabgabe von Kinderlosen
Nicht von ungefähr fiel das neueste Machtwort in Merkels selbstherrlicher „basta“-Politik in den Beginn der närrischen Zeit: Eine Narretei ist es, eine dringend gebotene Weichenstellung wie den sog. „Kindersoli“ als (böse) „Einteilung in Menschen mit und ohne Kinder“ zu bezeichnen und, typisch Merkel-verschwurbelt, als „nicht zielführend“ abzukanzeln. Strafabgabe für Kinderlose? Ein bewußter Dysphemismus unseres linken Establishments, geht es doch nicht um Bürgerbestrafung, sondern um eine Korrektur des Adenauer´schen Fehlkonstrukts Generationenvertrag: Unsere Abgaben in die Rentenversicherung landen schließlich nicht in einem Tresor, den wir dann bei Anbruch der Rentenzeit öffnen und uns über die angesparte „Altersversorgung“ freuen können, sondern direkt in den Taschen der jetzigen Rentner. Sind wir dann mal Rentner, erwarten wir dasselbe von – unseren Kindern, von wem denn auch sonst? Kinder sind deshalb kein „Luxus“, sondern systemimmanente Notwendigkeit, und ohne Kinder keine Zukunft! Mithin übrigens auch kein Markt und kein Geldwert, ein nurmehr angespartes Rentenvermögen wäre also wertlos, darum ja überhaupt erst der Generationenvertrag zwischen Rentnern und Erwerbstätigen – und deren vergessenen Kindern. Es ist höchste Zeit, die lächerliche Almosenalimentierung für deutsche Familien endlich durch konkrete, politische, gesellschaftliche und rentenrechtliche Schritte abzulösen und die – aus welchen Gründen auch immer – Gebärverweigerer daran zu erinnern, wer auch für ihre Zukunft heute die Lasten trägt.
Frieder Kammerer, Herdwangen
Erst informieren, dann korrigieren!
Die Einteilung der Bürger in Menschen mit und Menschen ohne Kinder sei nicht zielführend, meint die Kanzlerin und unterbindet eiligst die Diskussion um ein gerechtes Alterssicherungssystem. Nicht die jungen aufmüpfigen CDU-Abgeordneten, sondern unser Gesetzgeber selbst sortiert seit fast 60 Jahren ungerührt und gegen die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts Eltern in die Schublade „Verlierer“ und Kinderlose in die „Gewinner“- Schublade.
Um keinen Zwist aufkommen zu lassen: Menschen ohne Nachwuchs können selbst gar nichts dafür, dass sie von dem Fehlkonstrukt Generationenvertrag profitieren. Das Gesetz sieht nämlich vor, dass über die Umlage Kinderlosen die gleichen Rentenansprüche zustehen wie Eltern, auch wenn sie niemals Kinderkosten zu tragen hatten. Meist fallen die Renten Kinderloser sogar höher aus, weil sie ununterbrochen erwerbstätig sein konnten, im Gegensatz zu Müttern oder Vätern. Bis auf 0,25% bei der Pflegeversicherung zahlen sie nicht einen Cent mehr an Sozialabgaben als Eltern von Kindern. Was Eltern für ihre, also u n s e r e Kinder leisten interessiert unseren Gesetzgeber einfach nicht. So kam es zu einer skandalösen Schlechterstellung der Familien mit der logischen Folge, dass sich in den letzten 50 Jahren die Geburtenzahlen halbierten. Wer will sich schon wegen Kindern ruinieren?
Längst ist absehbar, wohin die Reise geht, wenn nur noch in 28% aller Haushalte Kinder aufwachsen. Doch die Politiker trauen sich nicht an eine Korrektur. Zu lange haben sie dem Volk die wahren Zusammenhänge von Geben und Nehmen verschwiegen. Völlig blauäugig holen wir den Kindern die Butter vom Brot und den Eltern das Geld aus der Tasche.
Das muss aber so nicht bleiben. Zuerst informieren, dann korrigieren im Vertrauen auf die Einsicht demokratischer Bürger.
Bärbel Fischer
Koalition aus Ignoranz und Egoismus
Deutschland braucht mehr Kinder, ansonsten werden unsere sozialen Sicherungssysteme kollabieren. Doch eine Große Koalition aus Ignoranz und Egoismus ignoriert die Fakten – dabei ist klar: Wer keine Kinder hat, muss auf andere Weise seinen Beitrag leisten, meint der Erziehungswissenschaftler Dr. Albert Wunsch.
http://www.theeuropean.de/albert-wunsch/10045-belastung-kinderlosigkeit
Aus dem Lot
In der Südwestpresse Ulm äußert sich Martin Hofmann zum Thema Abgabengerechtigkeit und findet, dass unser Sozialsystem nicht mehr im Gleichgewicht ist.
http://www.swp.de/ulm/nachrichten/politik/Nicht-mehr-im-Gleichgewicht;art4306,1346071
Chance: Beteiligen wir uns am Zukunftsdialog!
Wie sieht Deutschland in fünf bis zehn Jahren aus? Wie wollen wir gegen Ende des Jahrzehnts leben? Diese Frage diskutiert die Bundeskanzlerin seit Frühjahr 2011 mit über 120 Fachleuten aus Wissenschaft und Praxis unter der Überschrift „Menschlich und erfolgreich. Dialog über Deutschlands Zukunft“.
Drei große Fragestellungen stehen dabei im Mittelpunkt:
1. Wie wollen wir zusammenleben?
2. Wovon wollen wir leben?
3. Wie wollen wir lernen?
Die Kanzlerin will aber nicht nur mit Wissenschaftlern und Praktikern über Deutschlands Zukunft sprechen, sondern auch die Ideen der Bürgerinnen und Bürger und der Zivilgesellschaft kennenlernen und diskutieren. Deshalb wird dem Dialog mit den Experten ein Bürgerdialog zur Seite gestellt.
https://www.dialog-ueber-deutschland.de/DE/00-Homepage/homepage_node.html#section-3
Unverständlich und zynisch
nennt Robin Alexander in WELTonline die Aufforderung der Kanzlerin, nicht zwischen Menschen mit Kindern und Menschen ohne Kinder zu unterscheiden und die Debatte zu beenden. Ob die Kanzlerin sich ihr Wählerklientel nicht vergraulen will, oder ob sie bloß „beratungsresistent“ ist was den sog. Generationenvertrag betrifft, sei dahingestellt. In jedem Fall scheint sie das Thema nicht sonderlich zu interessieren.
Viele Kinder – wenig Geld
Kinder- und Familienarmut haben trotz Aufschwung in den letzten 10 Jahren zugenommen, wie eine Armutsstudie zeigt. Das Armutsrisiko in Haushalten mit mehreren Kindern hat sich seit 1998 nahezu verdoppelt, bei 4 und mehr Kindern von 20,6 % auf 36,0 %.
http://www.zeit.de/2010/08/Kinderarmut
Deutlich wird das auch anhand dieser Tabelle vom DFV:
http://www.deutscher-familienverband.de/uploads/media/Horizontaler_Vergleich_30Tsd.pdf
Dazu von Dorothea Siems auf WELTonline eine Recherche:
http://www.welt.de/wirtschaft/article13875628/Windeln-Geige-Laptop-Was-Kinder-wirklich-kosten.html