Nicht zielführend, Frau Merkel

Leserzuschrift zum Bericht der Schwäbischen Zeitung zur Sonderabgabe von Kinderlosen

Nicht von ungefähr fiel das neueste Machtwort in Merkels selbstherrlicher „basta“-Politik in den Beginn der närrischen Zeit: Eine Narretei ist es, eine dringend gebotene Weichenstellung wie den sog. „Kindersoli“ als (böse) „Einteilung in Menschen mit und ohne Kinder“ zu bezeichnen und, typisch Merkel-verschwurbelt, als „nicht zielführend“ abzukanzeln. Strafabgabe für Kinderlose? Ein bewußter Dysphemismus unseres linken Establishments, geht es doch nicht um Bürgerbestrafung, sondern um eine Korrektur des Adenauer´schen Fehlkonstrukts Generationenvertrag: Unsere Abgaben in die Rentenversicherung landen schließlich nicht in einem Tresor, den wir dann bei Anbruch der Rentenzeit öffnen und uns über die angesparte „Altersversorgung“ freuen können, sondern direkt in den Taschen der jetzigen Rentner. Sind wir dann mal Rentner, erwarten wir dasselbe von – unseren Kindern, von wem denn auch sonst? Kinder sind deshalb kein „Luxus“, sondern systemimmanente Notwendigkeit, und ohne Kinder keine Zukunft! Mithin übrigens auch kein Markt und kein Geldwert, ein nurmehr angespartes Rentenvermögen wäre also wertlos, darum ja überhaupt erst der Generationenvertrag zwischen Rentnern und Erwerbstätigen – und deren vergessenen Kindern. Es ist höchste Zeit, die lächerliche Almosenalimentierung für deutsche Familien endlich durch konkrete, politische, gesellschaftliche und rentenrechtliche Schritte abzulösen und die – aus welchen Gründen auch immer – Gebärverweigerer daran zu erinnern, wer auch für ihre Zukunft heute die Lasten trägt.

Frieder Kammerer, Herdwangen

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