Die Kampagne gegen die Zahlung von Bargeld an Eltern, die ihre Kleinstkinder persönlich oder mit Hilfe von Verwandten, Freunden, Nachbarn betreuen, widerspricht jeglicher Vernunft, meint der Journalist Georg Paul Hefty in der FAZ.
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Von der Leyen – und kein Ende!
Leserbrief zu verschiedenen Berichten in Ihrer Zeitung über Sinn und Unsinn des Betreuungsgelds und den Rechtsanspruch auf staatlich subventionierte Betreuung der unter Dreijährigen
Wenn eine Familienministerin von der Leyen einen Rechtsanspruch auf staatlich subventionierte Betreuung der unter Dreijährigen durchsetzt, gilt dieser für 100% der betreffenden Kinder. Wenn dann für nur 35 % davon Krippenplätze finanziert werden (10000 € pro Platz für die Einrichtung und dann monatlich 1000 .€ für den laufenden Betrieb), müsste trotzdem – wenn das Ganze seriös gerechnet ist – für die übrigen 65 % das entsprechende Finanzvolumen bereitstehen. Überdies müsste der Personalbedarf auf dem gewünschten qualitativen Niveau gesichert sein.
Lt. unserem Grundgesetz, Art. 6, ist es allein Sache der Eltern zu bestimmen, wie und durch wen ihre Kinder erzogen werden sollen. Nach Lage der Dinge wird ihnen dieses Recht durch die einseitige Subventionierung der Krippenbetreuung regelrecht abgekauft. Das ist ein Skandal. Eltern, die ihre Kinder selbst betreuen oder individuell andere Betreuung privat organisieren möchten, sollten sich nicht mit lächerlichen 100 € Betreuungsgeld abspreisen lassen, sondern darauf pochen, aus dem oben genannten seriös berechneten Finanzierungspool der 65 % nicht in Krippen betreuten Kinder gleichwertig unterstützt zu werden.
Täglich wird allen Beteiligten klarer, welches Chaos Frau von der Leyen ihrer Amtsnachfolgerin eingebrockt hat. Von Seriosität keine Spur. Aber das ist zunehmend geradezu ein Kennzeichen politischen Handelns.
Gertrud Martin. Seb.-Kneipp-Str. 110, 78048 VS-Villingen, Tel. 07721 56124
Kindeswohl? – Vorrangige Ziele und Motive für den Krippenausbau
München – Der Landesvorsitzende des Familienbundes der Katholiken in Bayern hat auf zahlreiche Ziele des Betreuungsausbaus hingewiesen, die nichts mit dem Kindeswohl zu tun haben.
Sehr geehrter Herr Präsident des Kinderschutzbundes!
Sehr geehrter Herr Hilgers,
die ELTERNINITIATIVE FÜR FAMILIENGERECHTIGKEIT IM LKR. RAVENSBURG kritisiert Ihr Interview mit der Schwäbischen Zeitung, 30. 05. 2012, auf das Schärfste. Nicht nur, dass die Schwäbische Zeitung auf den Armutsbericht der UNICEF überhaupt nicht eingeht, wiederholt sie zum 100. Mal so beliebt wie abgedroschen ihre Ablehnung zum Betreuungsgeld. Offenbar hat die SZ in Ihnen einen prominenten Gegner des BGs gefunden. Die Leserschaft der SZ hat aber ein Recht darauf, angemessen informiert zu werden. Im Anhang sende ich Ihnen unser Schreiben an die Schwäbische Zeitung.
Mit freundlichem Gruß
i.A. Bärbel Fischer
Auch nach dreimaliger Lektüre Ihres Interviews mit Kinderschutzpräsident Heinz Hilgers finde ich nicht ein einziges Mal das Wort „Kinderarmut“ oder eine Stellungnahme zu dem Skandal, dass es in Deutschland viel mehr arme Kinder gibt als in vielen anderen Industrieländern. Und um dieses Thema geht es doch bei der UNICEF-Untersuchung. Statt dessen wird auf den beliebten Reizthemen Krippenausbau und Betreuungsgeld herumgeritten. Es findet sich in Ihrem Beitrag kein Wort zu der Tatsache, dass immer mehr Eltern mit mehreren Kindern, sowie immer mehr allein erziehende Eltern in Armut geraten, obwohl sie vollbeschäftigt sind und vor Jahren noch ein ausreichendes Einkommen hatten. Das heißt, dass unser Sozialsystem ein strukturelles Armutsgefälle aufweist, auf dem immer mehr Familien abrutschen. Es findet sich kein Wort zu der Entwicklung, dass das frei verfügbare Einkommen einer Familie mit jedem weiteren Kind dramatisch bis unter ihr Existenzminimum schrumpft. Es wird auch nicht auf die paradoxe Entwicklung hingewiesen, dass bei schwindenden Geburten ( also trotz staatlicher Einsparungen durch fehlende Kinder, der so genannten „demographischen Rendite“ ) die Armut der Kinder in einem der reichsten Länder der Welt ansteigt. Bemerkenswert wäre auch gewesen, dass Länder, die ein üppiges Betreuungsgeld an selbst erziehende Eltern zahlen (Schweden, Finnland. Frankreich bis über 500 Euro), in puncto Kinderarmut weit besser abschneiden als Deutschland.
Die Leserschaft reibt sich die Augen: Wurden die falschen Fragen gestellt? Wird das Thema Kinderarmut hier etwa zur Polemik gegen das Betreuungsgeld missbraucht? Was soll verschwiegen werden? Hat die Schwäbische Zeitung es nötig, ihre Leser zu täuschen?
Bärbel Fischer
Krippensubventionen in der Kritik
Steffen J. Roth ist Geschäftsführer des Instituts für Wirtschaftspolitik an der Kölner Universität. In einem ordnungspolitischen Kommentar hat Roth gefordert, lieber die Krippensubventionen auf den Prüfstand zu stellen, als das Betreuungsgeld „aus den falschen Gründen“ zu kritisieren. Was seiner Meinung nach die richtigen Gründe dafür sind, verrät er im Interview mit FreieWelt.net
Originaltext:
Direkt zu Angela Merkel
Frau Merkel hat offensichtlich ein Forum eröffnet, in dem Bürger ihre Anfragen direkt an sie richten können. Oliver Meineke will Antwort auf seine Frage: „Inwiefern können – aus Ihrer Sicht – Art 6 (2) GG i.V.m. möglichen langfristigen gesundheitliche Folgen einer Krippenbetreuung die Wahlfreiheit bei der Betreuungsform einschränken?“
http://www.direktzu.de/kanzlerin/messages/krank-durch-krippenbetreuung-40656
Dieses Forum bietet auch uns die Gelegenheit, Fragen ans Kanzleramt zu stellen.
Was sind uns unsere Kinder wert?
Laut SPIEGEL-online sollen ungelernte Hilfskräfte nun den Erziehermangel in Deutschlands Krippen überbrücken. Windelwechsel und Füttern im Akkord?
Ab in die Krippe?
Worüber streiten deutsche Politiker derzeit am heftigsten? Inflationsgefahr, galoppierende Staatsverschuldung, Euro-Rettungsschirme? Nein. Ob in Parlamenten, Podiumsdiskussionen oder Talkshows: Bei keinem Thema geht es so zur Sache wie beim Betreuungsgeld….
Thomas Wolf, FOCUS-MONEY- Redakteur schreibt ein erstaunlich sachliches Resümee.
http://www.focus.de/finanzen/news/tid-25856/betreuungsgeld-ab-in-die-krippe_aid_754919.html
Kinder brauchen Mütter
Hanne Kerstin Götze, die Familienberaterin und Autorin des Buches „Kinder brauchen Mütter“ spricht auf mdr-figaro mit Carsten Tesch über die risikoreiche Krippenbetreuung. Frau Götze macht anhand rein biologischer Fakten klar, wie risikoreich sich die staatlich propagierte Krippenbetreuung für unsere Kinder auswirkt, was natürlich der hirngewaschenen Krippeneuphorie zuwiderläuft.
CARITAS plädiert für Krippen
Der DCV lehnt die aktuellen Pläne zur Einführung eines Betreuungsgeldes ab. „Ein Betreuungsgeld, das nur bezahlt wird, wenn auf öffentliche Kinderbetreuung verzichtet wird, ist ungerecht und unterstützt die Wahlfreiheit von Eltern nicht“, macht Caritas-Präsident Peter Neher angesichts der aktuellen Stunde heute im Bund deutlich.
…Viel wichtiger als endlose Debatten zur Einführung einer familienpolitisch zweifelhaften Leistung ist die Konzentration auf den Ausbau der Betreuung für unter 3jährigen“, fordert Neher. So zeichne sich ab, dass das Ziel eines flächendeckenden Angebots entsprechender Plätze bis zum Sommer 2013 nicht überall erreicht wird. „Wer Wahlfreiheit für Familien will, muss auch Betreuungsplätze anbieten.“
http://www.caritas.de/fuerprofis/presse/pressemeldungen/geplantesbetreuungsgeldsozialungerecht
Antwort der ELTERNINITIATIVE FÜR FAMILIENGERECHTIGKEIT
Sehr geehrter Herr Neher!
In völliger Verkennung tatsächlicher Wahlfreiheit für Eltern fordern Sie im Namen der Caritas externe U 3-Kleinkindbetreuung, obwohl Sie wissen, dass die wichtigste Voraussetzung für die Entwicklung der menschlichen Persönlichkeit eine stabile Mutter/Vater-Kind-Bindung ist. Diese kann nicht in einer Krippe bei wechselndem Personal inmitten einer schreienden Säuglingsgruppe und unter Gleichaltrigen wachsen, wie Ihnen jeder Psychologiestudent im 5. Semester erklärt. Wer schon an einem Heim für Erziehungshilfe tätig war, der kennt die Tragödien zu früh getrennter Kinder. Fast jedes Kind erlebt die frühe Trennung von der Mutter als Abschiebung, Unwertsein, Vernachlässigung und tiefe Kränkung und speichert im Gehirn dieses Erlebnis als Trauma. In der Folge wird sich das Kind ein Leben lang Opfer suchen, die die Rache für die frühkindliche Missachtung abbekommen.
Meine Frage: Müssen Kinder zuerst geschädigt werden, um hinterher in CARITAS-Kinderheimen wieder aufgefangen zu werden?
Wahlfreiheit für Familienfrauen ist erst dann erreicht, wenn sie gegenüber Erwerbsfrauen keine finanziellen und gesellschaftlichen Nachteile erleiden müssen, wie es derzeit leider die Regel ist. Erst, wenn Familienarbeit und Erwerbsarbeit gleichrangig behandelt werden, wie es das BVerfG vor Jahren schon gefordert hat, ist Wahlfreiheit erreicht. Dafür, Herr Neher, sollte sich die Caritas einsetzen und sich nicht mit Peanuts abgeben. Dass über ein so lächerlich geringes Betreuungsgeld für die verantwortungsvolle und anstrengende Fürsorge um das Kleinkind, überhaupt gestritten wird, spottet jeglichem Gerechtigkeitsempfinden.
Aus der miesen Situation heraus, in der sich Mehrkinderfamilien heute befinden, entstand vor drei Jahren im Landkreis Ravensburg unsere ELTERNINITIATIVE FÜR FAMILIENGERECHTIGKEIT mit ihrer Internetseite: www.familiengerechtigkeit-rv.de. Hier kann die Bevölkerung täglich lesen, wie übel Wirtschaft, Politik und Medien den Familien mitspielen, wie sie gedemütigt und missachtet werden. Kindermangel in Deutschland ist hausgemacht und die Folge dieser Geringschätzung.
Sehr geehrter Herr Neher, ich bin völlig schockiert über Ihr unverständliches Plädoyer zugunsten der Krippenbetreuung. In Anbetracht des Sinneswandels bei der Caritas überlege ich mir inzwischen, ob ich meine CARITAS-Auszeichnung zurückgebe. Auch werde ich meine Spenden an die Caritas einstellen, für deren Projekte ich mich jahrzehntelang eingesetzt habe.
Bitter enttäuscht grüßt Sie
i. A. Bärbel Fischer