Professor Dr. Albert Wunsch deckt auf, was sich hinter der „Bedarfsermittlung“ zum Krippenausbau versteckt.
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Diakonie diffamiert Eltern
Verband Familienarbeit
Pressemeldung
07. Mai 2012
Anlässlich der Jahreshauptversammlung des „Verbands der Familienfrauen und -männer e.V. (vffm)“ am 05. 05. 2012, wurde eine Namensänderung beschlossen zu „Verband Familienarbeit e.V.“ Zugleich wurde einstimmig folgende Resolution verabschiedet:
Diakonie diffamiert die Eltern
In einer Pressemeldung vom 27. 4. 2012 nimmt die Diakonie der Evangelischen Kirchen in Deutschland die geplante Anrechnung des Betreuungsgeldes bei Sozialleistungen zum Vorwand, es abzulehnen. Die Bildungschancen für die unter 3-jährigen Kinder seien in einer Krippe besser gegeben als bei den Eltern. Das ist schon angesichts der selbst im 8. Familienbericht beschriebenen qualitativen Mängel in den meisten Krippen eine abwegige Behauptung. Dazu kommt, dass in diesem Alter die Bindung zu mindestens einer festen Bezugsperson wichtiger ist als Bildung, denn eine gelungene Bindung ist Voraussetzung für das spätere Neugierverhalten und den Lernwillen des Kindes und damit für Bildung. Schließlich unterstellt diese Behauptung aber auch in unverschämter Weise, Eltern vernachlässigten generell ihre Kinder.
Zur scheinbaren Rechtfertigung beruft sich die Diakonie auf den `Kinderreport 2012` des Deutschen Kinderhilfswerks, der zur Auffassung kommt, dass die Mitbestimmung von Kindern in `Kitas` (Kinderkonferenzen, Kinderräte, Kinderparlamente) einen positiven Einfluss auf die Kinder habe. Damit können aber am ehesten Kindergärten, also Kinder über 3 Jahren, gemeint sein, die gar nicht Gegenstand der Diskussion um das Betreuungsgeld sind.
Die in der Bezeichnung `Kita` begriffliche Vermischung von Kinderkrippe und Kindergarten wird hier offensichtlich gezielt eingesetzt, um die Öffentlichkeit und die Eltern irreführend zu informieren und die Aussage des Kinderreports zu missbrauchen.
Wenn die Diakonie die Anrechnung des Betreuungsgeldes bei Sozialleistungen für falsch hält, sollte sie dessen Nichtanrechnung fordern, um einen Beitrag zum Abbau der Familienarmut zu leisten, statt es insgesamt abzulehnen. – Statt dessen wird der Ausbau von Krippen gefordert, die monatlich mindestens 1000 € pro Platz kosten, während den Eltern für die Betreuung ihrer Kinder nicht mal 150 € gegönnt werden. Damit lässt die Diakonie erkennen, dass sie in erster Linie an die Interessen der in ihren Einrichtungen Beschäftigten denkt, nicht dagegen an das Kindeswohl und die berechtigten Interessen von Eltern.“
Manege frei!
Viele ernstzunehmende Schreiber sprechen sich in den Foren der Internetblätter für eine Beendigung der Krippensubventionierung bei gleichzeitigem Verzicht auf das Betreuungsgeld aus.
Was würde – reine Utopie – passieren, wenn die Subventionierung von Krippenplätzen beendet würde? Welche Folgen hätte dies für die Wirtschaftswachstum, für die Demographie, das Sozialwesen der künftigen Jahrzehnte, für die Eltern, die Familien, die Kinder?
Bitte diskutieren Sie mit, und halten Sie sich nicht zurück mit Ihren Ideen, Fantasien, Einschätzungen!
Klicken Sie auf die Sprechblase rechts oben und lassen Sie Ihren Gedanken freien Lauf! Los geht´s!
Danke für Ihren Beitrag! Bärbel Fischer
Hannelore Kraft: Alle Kinder müssen in die Kita
Hannelore Kraft (SPD) spricht sich dafür aus, dass alle Kinder in die Kita gehen. Cem Özdemir (Grüne) sowie Norbert Bischof (SPD-Minister für Arbeit und Soziales in Sachsen-Anhalt) wünschen sich eine Kindergartenpflicht. Dies alles im Kontext des Betreuungsgeldes, bei dem es um Kinder von 0 bis 3 Jahren geht. Lesenswerte Kommentare!
Alexander Kissler kontert in Focus-online:
Staat subventioniert gefährlichste Form der Betreuung
Das Familiennetzwerk äußert sich in einer Pressemeldung zur einseitigen Subventionierung von Krippen und damit einer hochriskanten Betreuungsform.
http://www.presseschleuder.com/2012/04/diskussion-um-betreuungsgeld-geht-am-thema-vorbei/
Herdprämie? „Eine Frechheit. Das beleidigt die Intelligenz der Frauen.“
Alle scheinen sich einig zu sein: Das Betreuungsgeld konserviert die alte Gesellschaft: Küche, Kinder, Kirche. Wirklich? Die Frauen in Bayern erzählen eine ganz andere Geschichte.
Von GEORG MECK
Aberwitzig
Aberwitzig erscheint der Bevölkerung diese groteske Debatte um das geplante Betreuungsgeld. Da wetzen die Politiker aller Couleur ihre Messer, da findet sich kein Blatt, das nicht das andere mit Schlachtrufen übertönt, da werfen sich Frauen mit bemerkenswerter Kampfbereitschaft in die Arena, als ob es einen Todfeind gälte abzuschrecken. Auf ihrem Banner steht in großen Lettern: Kinder in die Krippe, Frauen in den Betrieb!
Goliath gegen David?
Ohne den Grund dafür in den persönlichen Biographien zu suchen, muss mit dem Vorhaben B ein sehr schmerzhafter Punkt getroffen worden sein. Warum begehrten jüngst im SPIEGEL kluge Frauen wie Frau Rita Süßmuth so heftig auf, inwieweit schädigt das Almosen B eine Frau Gesine Schwan, welche Einbuße fürchtet Uschi Glas? Wird der Krippenplatzbonus wegen des Betreuungsgeldes auch nur um einen Cent gekappt? Geht es überhaupt ums Geld?
Nein, es geht nicht um Geld, sondern um das Frauenbild. Frauen, die nicht dem Wunschbild der„zeitgemäßen, modernen, emanzipierten Karrierefrau“ entsprechen, gelten als altbacken, „rückwärtsgewandt“, dümmlich, und vor allem als sozial schwach und bildungsfern. Sie versauen sozusagen das wunderbare deutsche Hochglanzfrauenbild.
Weit würden die SPIEGEL-Damen den Vorwurf von sich weisen, sie schrieben Frauen vor, wie diese zu leben haben, oh nein! Jeder darf bei uns leben wie er will! Jeder schon, nur Frau nicht. Aufrecht und selbstbewusst gegen den staatlich und medial forcierten Trend Tag und Nacht in der Familie präsent zu sein, sein Kind in den eigenen Armen zu behalten, es von Krippengeschrei und Abfütterung fern zu halten und ihm Abschiedstränen und Heimweh zu ersparen, das geht dann doch entschieden zu weit! Gelebte Mutterschaft sich auch noch bezahlen lassen? Mit 125 Euro! Da müssen besagte Damen im SPIEGEL schon einmal die Gouvernante raushängen und mit dem Finger drohen.
Wie widerlich!
Darf ich, werte Frontfrauen, Sie daran erinnern, dass paradoxerweise Sie es selbst sind, die mit Ihrem SPIEGEL-Feldzug B e z a h l u n g verlangen, indem nämlich der Steuerzahler den Frauen ihr verfassungsmäßiges Recht ( Art. 6, Abs. 3 und 4 GG ) auf Zeit und Präsenz mit und bei ihrem Baby a b k a u f t . Und zwar mit 1000 Euro acht mal so teuer.
Wie widerlich!
Aber wie gesagt: Ums Geld geht es ja gar nicht!
Bärbel Fischer
Heiße Phase!
Interessanterweise finden sich in der FAZ immer häufiger krippenkritische Artikel:
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/kinderbetreuung-das-glueck-in-der-krippe-11711030.html
Verfassungsgericht fordert „Wertschätzung der Erziehungsleistung“
Schon wieder ist ein heftiger Streit um das in der Koalition für 2013 vereinbarte Betreuungsgeld im Gange. Bereits im Juli 2011 hatte der Leiter des Heidelberger Büros für Familienfragen (HBF), Kostas Petropulos, im Auftrag des Familiennetzwerkes eine Expertise erstellt, die das „Betreuungsgeld als verfassungsrechtliches Minimum“ ansieht und zentrale Einwände dagegen auf den Prüfstand stellt.
Hier die Expertise (pdf-Dokument) zum Nachlesen.
Die dunkle Seite der Kindheit
Der Kinder- und Jugendarzt mit Schwerpunkt Neuropädiatrie und Leitende Arzt des Sozialpädiatrischen Zentrums Bielefeld-Bethel, Dr. Rainer Böhm, zeigt in einer detaillierten Abhandlung in der FAZ auf, welche Gefahren für die körperliche und seelische Gesundheit unserer Kinder von der Erziehung in Krippen ausgehen.
http://www.familie-ist-zukunft.de/seite/wp-content/uploads/2012/04/boehm-faz-040412.pdf