Sehr geehrter Herr Beckmann!

Sehr geehrter Herr Beckmann,

aufmerksam verfolgte ich am vergangenen Donnerstag Ihre Sendung: Woher kommt das Böse? Dieses Thema interessiert mich sehr, weil ich 30  von 45 Dienstjahren sog. erziehungsschwierige, früher „verhaltensgestörte“ Kinder unterrichtete. Einige dieser Kinder hatten bereits mit 14 Jahren eine kriminelle Karriere hinter sich.

Als Ergebnis Ihrer Sendung könnte man vielleicht festhalten, dass es das durch gesellschaftlichen Druck ausgelöste Böse gibt, das durch eine entsprechende Therapie beeinflusst werden kann, und andererseits das kaum therapierbare immanent Böse im Menschen.

Hier sind wir bereits bei meiner Kritik. Denn leider hatten Sie den bedeutenden Neurobiologen Prof. Joachim Bauer von der Uni Freiburg nicht eingeladen, der zu einem ganz anderen Ergebnis kommt. Er weist in seinem Buch SCHMERZGRENZE ( Blessing 2011) nach, dass erst frühe  Ausgrenzung, Vernachlässigung und Demütigung in unserem Gehirn wie bei einer Schmerzerfahrung Aggression auslöst. Auch lernen wir, dass es einen geschichtlichen Hintergrund gibt, warum im Laufe des zivilisatorischen Menschheitsprozesses zu einer dramatischen Zunahme zwischenmenschlicher Gewalt kommen musste. Bauer wehrt sich, wissenschaftlich untermauert, gegen Freuds These vom Aggressionstrieb, also gegen die Immanenz des Bösen im Menschen. Vielmehr muss in der Konsequenz seiner Forschung das große Ziel sein, jungen Menschen Erfahrungen des Unwertseins, der Vernachlässigung und der Missachtung zu ersparen. Diese Gefühle entwickeln Kinder, wenn sie keine emotional zugewandte, und vor allem keine präsente Bindungsperson vorfinden, wenn sie von einem Arm in den anderen wandern, wenn sie keine Zeit bekommen, sich festzumachen, wenn Stimme, Geruch, Geschmack und Blick der Mutter immer wieder verloren gehen. Die Folge ist eine völlige Verunsicherung und Traumatisierung des Kleinkindes.

Von daher müssen wir, wollen wir vermeiden, dass Kinder aus dem Gleis geworfen werden, alles dafür tun, dass ihnen wenigstens drei Jahre ununterbrochene, opferbereite  Präsenz von Mutter / Vater zugestanden werden. Unsere Politik, den Forderungen der Wirtschaft hörig, will aber Mütter wenige Monate nach der Niederkunft wieder im Betrieb sehen. Nun passiert genau das, was Schmerz/Aggression im Kind auslöst: abgeschoben, missachtet, ausgegrenzt  zu werden. In dem Krippenparadies der früheren DDR sprießen Erziehungsheime wie Pilze aus dem Boden. Was sagt uns das?

Sehr geehrter Herr Beckmann, wetten, dass Sie bei dem Wort „Opferbereitschaft“ zusammengezuckt sind? Dieses Wort fehlt im politischen und medialen Vokabular von 2012, ja es disqualifiziert den Moderator sogar. Mit „Opferbereitschaft“  lassen sich Wahlen nicht gewinnen.

Und doch sage ich Ihnen: Wenn uns egal ist, dass unser Nachwuchs emotional verarmt, dass die Gewaltbereitschaft und das Suchtverhalten unserer Jugendlichen ( sie suchen nach Wärme und Geborgenheit) zunehmen, dann stecken wir weiterhin  unsere Kleinsten in Fremdbetreuung. Ob es billiger wird? Wohl kaum. Ein Betreuungsplatz im Heim (Personalschlüssel fast 1:1) kostet heute den Steuerzahler ca. 4500 Euro.

In diesem Sinne, Herr Beckmann, wäre eine Horizonterweiterung im Sinne von Joachim Bauer durchaus diskutabel. Vielleicht gibt es in Ihrem Angebot die Gelegenheit, den Wissenschaftler zu Wort kommen zu lassen.

Dies wünscht sich mit besten Grüßen

Bärbel Fischer, www.familiengerechtigkeit-rv.de

 

FDP treibt ihre familienpolitische Verlogenheit auf die Spitze

 Verband Familienarbeit e.V.
Pressemeldung

                                                                                                                                             Datum 27.09.2012

Einseitige Krippenförderung kontra Wahlfreiheit für Eltern

Familienministerin Christina Schröder berichtet in ihrer Pressemeldung vom 26.09.2012 (http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/kinder-und-jugend,did=190182.html), dass für zusätzliche 30.000 Krippenplätze 580,5 Mio. € an Investitionszuschuss (pro Platz 19.350 € – nicht eingerechnet die Zuschüsse für den laufenden Betrieb) bereitgestellt werden.

Dazu erläutert die Vorsitzende des Verbands Familienarbeit e. V. Gertrud Martin:

Die Verfassungskonformität des definitiv beschlossenen Rechtsanspruchs auf öffentlich finanzierte Krippenbetreuung für alle 1–2-Jährigen ist mehr als zweifelhaft, denn dieses Konzept schließt alle anderen Betreuungsformen, die Eltern als für ihre Kinder förderlicher ansehen, von der Bezuschussung aus. Es ist aber laut Grundgesetz das den Eltern vorrangig zustehende Recht, die Art und Weise der Betreuung für ihre Kinder zu bestimmen.“ Martin verweist auf das Bundesverfassungsgericht:

Die Eltern haben das Recht, die Pflege und Erziehung ihrer Kinder nach ihren eigenen Vorstellungen frei zu gestalten und genießen insoweit, vorbehaltlich des Art. 7 GG, Vorrang vor anderen Erziehungsträgern.“(BVerfG 24, 119, S. 143)

Neben der Pflicht, die von den Eltern im Dienste des Kindeswohls getroffenen Entscheidungen anzuerkennen und daran keine benachteiligenden Rechtsfolgen zu knüpfen, ergibt sich aus der Schutzpflicht des Art. 6 Abs. 1 GG auch die Aufgabe des Staates, die Kinderbetreuung in der jeweils von den Eltern gewählten Form in ihren tatsächlichen Voraussetzungen zu ermöglichen und zu fördern.“ (BVerfGE 99, 216, S. 234)

Martin kritisiert: „Mit der einseitigen milliardenschweren Finanzierung nur der Krippenbetreuung werden diese verfassungsrichterlichen Vorgaben eindeutig unterlaufen. Für alle anderen Formen der Betreuung – einschließlich der durch die Eltern – ist eine gleichwertige Finanzierung zu fordern!“

Und im Blick auf den aktuellen schwarz-gelben Koalitionsstreit um das Betreuungsgeld macht die Bundesvorsitzende deutlich: „Die Blockadehaltung der FDP ist an Dreistigkeit und Verlogenheit nicht mehr zu überbieten. Seit jeher präsentiert sich die FDP als die Partei der persönlichen Freiheit und privaten Verantwortlichkeit. Wo bleibt diese Maxime im Zusammenhang mit der Freiheit der Eltern und ihrer privatesten Verantwortlichkeit für ihre Kinder? Es geht der FDP ganz offensichtlich nur um die Freiheit der Wirtschaftsunternehmen und deren Versorgung mit preisgünstigen Arbeitskräften. Deshalb hat für die FDP die gnadenlose Gängelung der Eltern und die Verhinderung des Betreuungsgeldes als Minimalansatz zur Verbesserung von Wahlfreiheit für Eltern oberste Priorität.“

Pressestelle des Verbandes Familienarbeit e. V.

Das Ei des Kolumbus – TOLL!

Momentaufnahme in einem süddeutschen Kindergarten:

Die Leiterin stellt fest, dass die Infektionserkrankungen, vor allem Magen-Darminfekte, enorm zugenommen haben seit auch zweijährige Kleinkinder aufgenommen werden müssen. Durchfälle, Erbrechen, Erschöpfung und Heimweh bedeuten für das Personal eine kaum zu bewältigende Mehrbelastung. Wie kann ein solches Problem bei abwesenden Müttern gelöst werden ? Der Kinderarzt wird zu Rate gezogen. Er erklärt, dass das Immunsystem von Zweijährigen noch nicht so vollständig ausgereift ist, um das Übermaß an Keimen von 10 oder 20 Kindern abzuwehren, was der geschützte Rahmen in der Familie hätte gewährleisten können und bisher gewährleistet hat.

Das Ei des Kolumbus – eine verblüffend einfache Lösung war schnell gefunden:

Die Mütter sollen in der Nachbarschaft ein Netzwerk bilden, wobei die „Hausmütter“ zusätzlich die „verwaisten“ kranken Nachbarskinder in ihre Familien aufnehmen sollen, um  einerseits die berufstätigen Mütter, also auch deren Firma, sowie andererseits das Kindergartenpersonal zu entlasten. Toll!

Nicht zur Sprache kam, dass …

  • auch Kummer und Heimweh das kindliche Immunsystem schwächen.
  • dem erkrankten Kind auch in der Nachbarschaft die Mama, sein Bett und seine Spielsachen fehlen, die Genesung sich also hinziehen  wird.
  • vorausgesetzt wird, dass ein Gastbett im Nachbarhaus bereit steht.
  • der Infekt also nun in die gesunde Nachbarsfamilie wandert. Hier wischt man doch gerne Erbrochenes auf und freut sich über jede volle Windel! Auch die zusätzliche Wäsche dürfte kaum ein Problem sein!!!
  • der Infekt die eigenen Kinder und die Mutter selbst  erwischen könnte. Ein solches Risiko nimmt man als Nachbarin doch gerne in Kauf!!!
  • die „Hausmutter“  im Gegenzug jedoch keine Gelegenheit hat, ihr eigenes  Kind kurzzeitig von der erwerbstätigen Nachbarin betreuen zu lassen, denn die ist ja auswärts im Betrieb.
  • man Kleinkinder schon wieder rücksichts- und bedenkenlos dieser Belastung aussetzt.

Dieses „Netzwerk“ ginge also nur eingleisig zulasten von erwerbslosen Familienmüttern und zugunsten der sowieso schon privilegierten Erwerbsmütter, bzw. deren Arbeitgeber.

Wenn Familienmütter nicht ganz auf den Kopf gefallen sind, werden sie eine solche Leistung ablehnen. Will sagen: Dieses hirnrissige Netzwerk kann niemals funktionieren! Damit liegt das Problem weiter im Kindergarten.

Auf die Idee, dieses „Politikum“ einmal öffentlich anzuprangern und dem Krippen(un)wesen seine Tauglichkeit abzusprechen, kam der Arzt offenbar nicht. Oder erwog er dies vielleicht doch? Er konnte sich jedoch leicht ausrechnen, dass damit seine Klientel schrumpft und seine Reputation leidet.

Wagt heute überhaupt noch jemand, den Mund aufzumachen und den Finger in eine offene Wunde zu legen?

ELTERNINITIATIVE FÜR FAMILIENGERECHTIGKEIT im LKR. Ravensburg

i. A. Bärbel Fischer

 

Ehrennadeln heute wertlos!

An den CARITASVERBAND Diözesangeschäftsstelle, Strombergstr.1, 70188 Stuttgart

Sehr geehrte Damen und Herren!

Im Laufe meiner Tätigkeit ( 01. 01. 1973 – 31. 08. 1999 ) als Lehrerin an der Heimsonderschule für Erziehungshilfe am Kinderheim St. Anna in Leutkirch hatte ich über den Stiftungsvorstand vom CARITASVERBAND  zweimal eine silberne Ehrennadel für meinen  langjährigen  Einsatz überreicht bekommen. Meine  Arbeit mit Heimkindern hat mir zu der Gewissheit verholfen, dass nichts so bedeutend für eine sicher gebundene und ungestörte Entwicklung  einer stabilen Persönlichkeit ist wie ein fürsorgendes Elternhaus, das dem Kind Geborgenheit, Sicherheit und  Nähe durch verlässliche Präsenz schenkt.

Dass es heute vielen Eltern gar nicht mehr möglich ist, ihr grundgesetzlich verbrieftes Recht auf Erziehung und Pflege ihrer Kinder ( Art. 6 GG ) wahrzunehmen, liegt an der immer prekärer werdenden finanziellen Lage von immer mehr Familien in Deutschland, welche junge Mütter wenige Monate nach der Geburt zurück in den Betrieb zwingt. Damit bleibt vielen Müttern gar keine andere Wahl, als ihr Kind in die Krippe zu geben.  Eine vorzeitige und stundenlange Trennung ist für Mutter und Kind erwiesenermaßen mit heftigem psychischen Stress verbunden und führt häufig zur Traumatisierung der Kinder und zum Burn-out der Mütter.

Selbstverständlich soll jede Familie ihre Kinderbetreuung nach ihren eigenen Bedürfnissen frei wählen können. Aber einer großen Zahl von Eltern wird diese Wahl zunehmend erschwert: friss oder stirb! Anstatt einer Politik der Defamilisierung entgegen zu treten, reiht sich die CARITAS nun auch noch in den Chor derer ein, die ein Betreuungsgeld für Eltern ablehnen, wenn diese ihr Kind selbst betreuen wollen ( PM 10. 05. 2012). Auch wenn ich das Betreuungsgeld in der geplanten Fassung wegen seiner skandalösen Unzulänglichkeit ablehne, bedaure ich, dass die CARITAS mit ihrer offiziellen Deklaration jenen 60 % der Eltern in den Rücken fällt, die täglich neu ihre mühe- und liebevolle Familienarbeit leisten. Nach meiner Ansicht sollte die CARITAS ihren Einfluss geltend machen, um den Eltern  ihr ureigenstes Recht nachteilsfrei zu erhalten. Ebenso müsste sie sich auf politischer Ebene für eine gleichwertige Anerkennung von Familienarbeit und eine humane und  gerechtere Familien- und Beschäftigungspolitik einsetzen. Familienpolitik ist nach meiner Einschätzung inzwischen zu einer stupiden Vereinbarkeitspolitik verkommen, weil die Gesellschaft, also auch die CARITAS, den gesellschaftlichen Wert einer gesunden Familie aus dem Blick verloren hat. Anstatt daran zu arbeiten, dass Heime überflüssig werden, indem man Familien professionell stützt, werden heute in großem Stil Heimkinder in Krippen  gezüchtet.

Mein Einsatz galt immer dem Wohl der Kinder. Empört über den Wertewandel der CARITAS, m. E.   zum Schaden von Kindern und Eltern, bedeutet mir Ihre Auszeichnung nichts mehr. Daher gebe ich heute meine Ehrennadeln an die CARITAS zurück.

Nach lebenslanger Treue zur CARITAS  grüße ich Sie tief enttäuscht

Bärbel Fischer

… und die Wirtschaft lacht sich ins Fäustchen!

Die ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT wendet sich an die Unterzeichner des Bannschreibens von Wirtschaftswissenschaftlern gegen das von der Bundesregierung beschlossene Betreuungsgeld.

http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2012-09/24569729-zeitung-wissenschaftler-kritisieren-betreuungsgeld-scharf-003.htm

Nachdem die Unterzeichner des Pamphlets gegen das Betreuungsgeld fast ausschließlich aus der Wirtschaft kommen, wundert ihr Aufschrei nicht. Es geht ihnen weder um Einsparungen noch um das Kindeswohl, sondern ausschließlich um die Besetzung von betrieblichen Arbeitsplätzen. Die größte Sorge dieser Damen und Herren ist, Mütter könnten auf ihrem, vom GG Art. 6 verbrieften Recht bestehen und ihre Säuglinge selber betreuen, also volle drei Jahre dem Arbeitsplatz fernbleiben. Als Totschlagargument wiederholen sie bis zum Erbrechen, dass man gerade Kindern aus „sozial schwachen“ Familien die Segnungen einer kollektiven Krippenbetreuung nicht vorenthalten dürfe.

Wenn dem so ist, warum übernimmt dann nicht die Wirtschaft die Kosten der Krippenbetreuung? Schließlich profitiert doch gerade sie von den Arbeitsplätzen! In den Niederlanden werden diese Kosten zu je einem Drittel den Eltern, der Wirtschaft und dem Steuerzahler abverlangt. Hierzulande aber soll der Steuerzahler den Hauptanteil berappen, die Wirtschaft ihrerseits lacht sich ins Fäustchen.

Überdies wird die Krippenbetreuung noch scheinheilig als „Infrastruktur“ verkauft, obwohl sie diesem Anspruch bei weitem nicht genügt. Denn erstens muss Infrastruktur von a l l e n   Bürgern genutzt werden können und nicht von lediglich 35% aller U3-Kleinkinder, und zweitens ist die Krippenbetreuung nur eine von mehreren Alternativen zur Kinderbetreuung. Der Unterschied besteht nur darin, dass die Krippenbetreuung einseitig und verfassungswidrig subventioniert wird, während alle anderen Alternativen völlig ausgespart bleiben. Die Frage heißt nicht: Betreuung ja oder nein?, sondern Betreuung individuell oder kollektiv? Beide Alternativen müssen, wenn schon, nach dem grundgesetzlichen Gleichheitsprinzip in gleicher Höhe ausgestattet werden. Das Almosen Betreuungsgeld ist dazu jedenfalls zu schäbig und zu schamlos. Wären die Damen und Herren nicht mit Haut und Haar der Wirtschaft verpflichtet, müssten sie sich demokratisch für Gleichwertigkeit einsetzen.

Nicht dass den Damen und Herren Wirtschaftswissenschaftlern diese Umstände nicht bekannt wären – jeder Hauptschüler entlarvt heute mühelos deren gewinnorientiertes Trachten! Vielleicht denkt auch der eine oder andere Schüler darüber nach, wie viele Euros ein solches Papier jedem der Unterzeichner einbrachte?! Es entzieht sich jedoch unserer Kenntnis, ob dem einen oder der anderen bei seiner / ihrer Unterschrift nicht doch die Schamesröte ins Gesicht schoss.

Bärbel Fischer

Differenz 100 000 Euro!

Der Mediziner und Sozialexperte Dr. Johannes Resch hat sich die Mühe gemacht, die staatliche Bezuschussung von zwei Familien mit je drei Kindern und einem Jahreseinkommen des elterngeldberechtigten Elternteils vor der ersten Geburt von 34 000 Euro zu vergleichen. Dabei gibt Familie B ihre Kinder ab dem 13. Monat in die Krippe, Familie A betreut ihre Kinder in den ersten drei Jahren selbst. Bei einem Vorteil / Nachteil von 100 000 Euro nach 7 Jahren ist für Dr. Resch der Beweis erbracht, dass der Staat verfassungswidrig die Erziehungsform zugunsten staatlicher Krippenerziehung beeinflusst.

 

EG KT BTex

Konzerne haben ein wirtschaftliches Interesse an früher Fremdbetreuung

Die Psychologin Antje Kräuter deckt auf, wie die Pharma- und Medienkonzerne von der frühen Trennung von Mutter und Kind profitieren und hohe Gewinne einfahren. 
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitstreiter, Sympathisanten und Freunde,
durch einen Artikel im „Fluter“- einem Magazin der Bundeszentrale für politische Bildung- gewann ich die niederschmetternde Erkenntnis, dass hinter der enormen Medienkampagne für eine angebliche Bildungsmöglichkeit der Babys und Kleinstkinder in der Krippe (entgegen aller wissenschaftlichen Erkenntnisse, diese findet man auf unserer Seite www.frühe-kindheit.net, darunter Fachliches, darunter
Betreuung, darunter Krippe und Stress von Dr. Böhm ) Konzerne wie Bertelsmann stecken, sogar der Klett-Verlag und andere unterhalten über Tochterfirmen Kitas, Krippen und Ganztagsschulen. Hier bieten sich ihnen auf Grund des grandiosen und nicht zu verantwortenden Krippenausbaus (ohne ausreichende liebevolle Betreuer und mit dem hohen Risiko für die Grundgesundheit der nächsten Generationen) enorme Gewinne für diese Medienkonzerne über Bildungsangebote und Ausbildungsmaterialien
für unzählige Bildungsträger und Universitätslehrgänge.

Der Schlag gegen die Mütter und Ihre Kinder ist komplett möglich, da sich diese Fremdbetreuungsideologie mit den gesellschafltichen Bedingungen der Billiglöhne (v.a. im Osten) und der finanziellen Not der Familien deckt. Sie deckt sich sogar mit den Idealen der Opposition- die, die sonst den kapitalistischen Markt hinsichtlich seiner sozialen Verträglichkeit kontrollieren könnten und die Bildungskonzerne stoppen würden,
hängen der Ideologie des Sozialismus, der werktätigen Frau an mit ihrer angeblichen Befreiung aus den häuslichen Fesseln  ( sie sind jedoch nicht befreit, sie haben ja doch die Hauptlast von Kind und Beruf zu tragen! Dazu ihr schlechtes Gewissen als Mutter und die Krankheiten und Störungen ihrer Kinder).

Und sie fallen auf den fruchtbaren Boden der meisten erwachsenen Bürger Ostdeutschlands, die selbst so groß geworden sind bzw. die selbst ihre Kinder in Krippen gegeben haben. Sollten diese Menschen wirklich bereit sein, ihr Leben oder das ihrer Kinder als früh verunsichert wahrzunehmen?

Somit haben die Medienkonzerne genauso freie Fahrt, wie die Pharmaindustrie, die für die ständig steigende Zahl psychisch kranker Menschen und Kinder ihre Pillen anbieten: Antidepressiva und Ritalin gegen ADHS. Dass mindestens 30 bis 40 % aller Europäer psychisch krank sind, was ständig publiziert wird, macht keinen Politiker stutzig. Kinder leiden an Ängsten, Depressionen, somatoformen Störungen und u.a. auch an Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsstörung, alles möglicherweise Folgen ihrer Verunsicherung durch Trennung von ihren und durch psychische Probleme ihrer Bezugspersonen. Diese Folgestörungen von Bindungsunsicherheiten haben sie
erworben, beispielsweise durch Muttermangel (meist im Osten) und Muttervergiftung (meist im Westen) nach dem Psychoanalytiker Maatz ( siehe auch: Der Lilith-Komplex ).

Die Ideologie gegen Kinder entstand im Nationalsozialismus, die Kampagnen gegen das „Verwöhnen“ und die Erziehung zu Härte vor allem durch die NS-Ärztin Haarer. Nun haben wir die dritte Diktatur: Nach Faschismus und DDR-Diktatur nun die Wirtschaftsdiktatur. In allen drei Diktaturen richtet(e) man sich vehement gegen die Mutter-Kind-Bindung. (Man könnte sich zusätzlich auch noch fragen, ob diese Störung der Mutter-Kind-Bindung beabsichtig ist: alle konsumorientierten Industrien würden von kranken und süchtigen Menschen profitieren, diese streben nach materiellen Befriedigungen, da ihnen die Befriedigung durch Urvertrauen und Liebe vorenthalten wird.)

Und die Ideologie der „guten Bildung in Krippen“ findet auch ihren Nährboden in den Menschen selbst, die auch an den Störungen infolge Geburtserschwernissen (Kaiserschnitt, Frühgeburten) und eigenen traumatischen Kindheitserlebnissen leiden: ihnen fällt es nicht leicht, in einer isolierten Kleinfamilie den ganzen Tag für ein Baby
da zu sein, was zugegebenermaßen auch biologisch ( aus der Menschheitsgeschichte heraus erklärt) nicht von der Natur vorgesehen ist: „Um ein Kind groß zu ziehen, bedarf es eines ganzen Dorfs“- afrikanisches Sprichwort. Wenn dann der Ausweg noch in ein glorreiches Licht getaucht wird:“frühe Bildung in Krippen ist
gut“- dann atmen sie auf. Ihnen sollten wir helfen, vielleicht in neuen Projekten des Zusammenlebens in sozialen Gemeinschaften. Die Stillgruppen sind der beste Start dafür.

Wir sollten immer wieder und an jeder Stelle dazu beitragen, auf die enormen Risiken der frühen Fremdbetreuung hinzuweisen. Ich wünsche dazu viel Kraft und Entschlossenheit!
Und ich bin auch dankbar für Rückmeldungen und einen fruchtbaren Dialog.

Ihre/Eure Antje Kräuter
Dipl.Psychologin
Psychologische Psychotherapeutin für Erwachsene
Traumapsychotherapeutin
Elternberaterin von 0 bis 3
Stillberaterin AFS

antje.kraeuter@t-online.de

 

Kreißsaal in die Kita!

Pressemeldungen zufolge sind Vollzeitmütter in den Augen von Manuela Schwesig, Arbeitsministerin von Mecklenburg-Vorpommern, nichts anderes als „Gebärmaschinen“. Birgit Kelle sieht in dieser Schmähung  den Tiefpunkt  der Diffamierungsskala erreicht. Ihr u. a. Artikel kontert facettenreich. Ein wahres Lesevergnügen, das Sie sich nicht entgehen lassen sollten! Auch die Kommentare sind lesenswert.

http://www.theeuropean.de/birgit-kelle/11708-familie-im-kapitalismus?page=3#comments

Kommentar der ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT im Lkr. Ravensburg:

Wunderbar, Frau Kelle! Treffend analysiert, ! Fabelhaft! Danke!

Ich werde Ihren Beitrag direkt an Frau Schwesig schicken. Allerdings nehme ich an, dass diese Dame völlig blind und taub ist, was  M ü t t e r l i c h k e i t  angeht. Kann man einem Blinden den Regenbogen erklären? Kann man einem Tauben den Klang eines Streichquartetts vermitteln? Wo das Sinnesorgan ausfällt, ist jede Mühe vergeblich. Nur – Blinde und Taube werben nicht für ihr eigenes Handicap und sie diffamieren auch nicht jene, die sehen und hören können. Frau Schwesig aber findet immer neue und immer beleidigendere  Abwertungen für Mütter, die ihre Mütterlichkeit in der Familie vollzeit leben. Vermutlich will die forsche Dame auf der SPD -Karriereleiter rasch nach oben kommen. Wenn es denn mit Grips nicht geht, dann eben mit Tritten.

Bärbel Fischer

Hopplahopp und billig! Krippen in Deutschland

Das folgende Schreiben von Herrn Dennis Riehle je an Frau Ursula von der Leyen und an Frau Schröder deckt auf, welchen Wert unsere Regierung auf die so viel gepriesene „frühkindliche Bildung“ legt, nämlich gar keinen. Alles Schaumschlägerei. Es geht lediglich um Parkplätze für Babys!

Sehr geehrte Frau Bundesministerin,

bis zu 5000 „Hartz IV“-Empfänger wollen Sie ausbilden und in den Kindertagesstätten des Landes einsetzen lassen. Mit dieser Meldung wurden erste Forderungen der Kommunen unterstützt, die gefordert hatten, Ungelernte auf den unbesetzten Erzieher-Plätzen arbeiten zu lassen.

Abgesehen davon, dass eine Kurzzeitausbildung im Schnellverfahren für keinerlei auch nur im Ansatz nötige Fachkenntnis und den Erwerb von Qualifikation, Erfahrung und Sensibilität im Umgang mit Kindern in den ersten Lebensjahren taugt – Ihr Schritt dürfte auch verfassungsrechtlich bedenklich sein.

Der Zwang zur Umbildung dürfte bereits an mehreren Artikeln unseres Grundgesetzes scheitern. Statt willkürlich zu versuchen, Erwerbslose auf allen Wegen und mit allen Mitteln zurück in irgendeine Arbeit zu bringen, wäre es vonnöten, sich tatsächlich über Fähigkeiten von Arbeitslosen einerseits und den wirklichen Bedarf an Fachkräften in jeglichen Berufsbereichen andererseits zu informieren. Es nutzt niemandem, wenn verpflichtete „Hartz IV“-Empfänger mit Unmut und Resignation einem Job nachgehen, der nicht ihren Interessen und Fettigkeiten entspricht – und den sie lediglich durch eine nötigende Weiterschulung „aufs Auge“ gedrückt bekommen haben.

Erziehung ist ein Beruf, der Leidenschaft bedarf. Hier geht es nicht darum, quantitativ Lücken zu füllen, sondern qualitativ gesicherte Angebote für Eltern zu bieten, die ihre Kinder in einer fachlich einwandfreien Betreuung wissen möchten. Welch einen Eindruck wirft es auch auf die Politik, wenn aus Not heraus kaum vorbereitete Hilfskräfte letztlich eine verantwortungslose Kita-Arbeit bieten? All der Jubel, der auf den Rechtsanspruch an Betreuungsplätzen hernieder gegangen ist, wird umgehend zu Fassungslosigkeit – das Vertrauen, nicht nur in Ihr Ministerium, wäre dahin.

Und nicht nur das: Mit solchen Plänen wird die Entwicklung unserer Kinder fahrlässig aufs Spiel gesetzt. Ihre Verantwortung liegt darin, Eltern eine adäquate Alternative zur Betreuung zuhause anzubieten. Abgesehen davon, dass eine Kita nie das mütterliche und väterliche Umfeld ersetzen kann – würde die Kita-Betreuung von eilig Herangeschulten übernommen, zeigt dies deutlich auf, dass das Gesamtkonzept in sich gescheitert sein muss. Eine realistische Planung konnte unter dem Zeitdruck, den sich die Koalition gesetzt hat, nicht verwirklicht werden. Daher wäre es nun die Aufgabe der Regierung, ein „Ende mit Schrecken“ zu veranstalten – und den rechtlichen Anspruch von Eltern auf einen Platz für ihre Kinder in der Kita ab 2013 zurückzunehmen.

Beginnen Sie zunächst damit, fachkompetentes Erziehungspersonal zu gewinnen – sonst wird der Ausflug ins Kita-Zeitalter ein „Schrecken ohne Ende“!

Freundliche Grüße

Dennis Riehle, Martin-Schleyer-Str. 27, 78465 Konstanz

Besuchen Sie auch meine Homepage unter www.riehle-dennis.deMeine neuesten Artikel, Kommentare, Berichte sowie Privates unter www.dennis-riehle-blog.de.   

 

 

Hat jemand überhaupt mal die Kinder gefragt?

Der dänische Erziehungswissenschaftler Jesper Juul ( 64 ) bezeichnet es als Plage, Kinderbetreuungseinrichtungen als eine Art Mini-Schulen zu betreiben. Der Grund dafür sind keineswegs die Bedürfnisse der Kinder. Der Grund ist das kühle und strategische Kalkül von Politikern, die Bildung und Frühförderung als den einen Weg betrachten, in Zukunft Produktion und Wohlstand zu steigern.