Raffelhüschens Worthülsen

Pressemeldung Verband Familienarbeit e.V.                 17.02.2014

Direktor des Forschungszentrums Generationenverträge (FZG) kritisiert den Generationenvertrag

Zitat aus einem Interview mit Prof. Raffelhüschen, Direktor des FZG in Freiburg laut Focus-Magazin Nr. 2/2014:

Wir geben den Müttern ein Geschenk, und die Kinder müssen zahlen. Ich glaube, dass die Mütter mit dem Geschenk nicht so froh wären, wenn sie das verstehen würden.“

Raffelhüschen bezog sich dabei auf die Anerkennung eines zweiten Rentenentgeltpunktes für Mütter, deren Kinder vor 1992 geboren wurden. Für ab 1992 geborene Kinder werden schon drei Entgeltpunkte pro Kind angerechnet.

Der Stellv. Vorsitzende des Verbands Familienarbeit e.V. Dr. Johannes Resch meint dazu:

Raffelhüschen scheint das Wesen des Generationenvertrages nicht begriffen zu haben, das in der Altersversorgung der Eltern durch ihre Kinder besteht. Das ist kein Geschenk sondern Gegenleistung für erbrachte Kindererziehung. Dazu gehört selbstverständlich die Leistung der Mütter. Weder Mütter noch Väter brauchen ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn ihre Renten von den Sozialbeiträgen ihrer Kinder bezahlt werden. Wenn Renten als ‚Geschenk‘ der Kinder betrachtet werden, dann kann das am ehesten für kinderlose Rentner gelten, denen die Kinder nichts Vergleichbares verdanken. Durch ihre Sozialbeiträge wurden ja lediglich die Renten von deren Elterngeneration finanziert, aber nichts für die eigene Rente angespart.“

Nach Auffassung unseres Verbandes zeigt die Äußerung des als Rentenexperte geltenden Professors, wie weit sich unsere Gesellschaft vom Grundgedanken des Generationenvertrages entfernt hat und den Begriff nur noch als irreführende Worthülse benutzt.

Mehr Leistungen von Familien als Leistungen für Familien

Der Darmstädter Sozialrichter Dr. Jürgen Borchert müsste die Verdienstmedaille bekommen für sein unermüdliches Engagement. Er räumt auf mit dem Märchen, Familien schmarotzten in unseren Sozialsystemen und zeigt auf, dass das Gegenteil der Fall ist. Familien werden nirgendwo in Europa dermaßen ausgebeutet wie in Deutschland.

http://www.freiewelt.net/mehr-leistungen-von-familien-als-leistungen-fur-familien-10024406/

Grundlegender Systemfehler bei der Rentenversicherung

Hier der Beitrag von Dorothea Siems in der Welt zu dem Thema. Die Verfasser der Studie sagen, der „grundlegende Systemfehler in der Konstruktion des Rentenversicherungssystems führt dazu, dass Familien – anders als kinderlose Erwerbstätige – neben ihrem finanziellen Betrag an die Rentenversicherung einen zusätzlichen Betrag durch Investitionen von Zeit und Geld in ihre Kinder leisten“. Den Beitrag finden Sie hier:

http://www.welt.de/wirtschaft/article123932260/Das-deutsche-Rentensystem-beutet-die-Familien-aus.html

Auch die FAZ berichtet wie viele andere Zeitungen über die Berechnungen und spricht die traurige Wahrheit klar aus: „Kinderlose Arbeitnehmer ziehen nach einer Studie der Bertelsmann-Stiftung ungerechtfertigte Vorteile aus der gesetzlichen Rentenversicherung: Ihre spätere gesetzliche Rente werde unter dem Strich von den Kindern anderer Beitrags- und Steuerzahler finanziert, ohne dass diese dafür vom Staat angemessen an anderer Stelle entlastet würden. Den Beitrag finden Sie hier:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/bertelsmann-stiftung-kinderlose-belasten-die-rentenkasse-12755301.html

Sehr geehrter Herr Bundesverfassungsrichter…

Sehr geehrter Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts,                                         sehr geehrter Herr Professor Dr. Ferdinand Kirchhof,

als Mitglied der ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT  verfolgte ich aufmerksam Ihre Rede „Schräglage zulasten der jüngeren Generation vermeiden“ vom 29. November 2013 bei der Konrad-Adenauer-Stiftung. Unserer Initiative geht es ausschließlich um gerechte Strukturen zwischen den Generationen und innerhalb der Generationen.

Darum werde ich mit diesem Schreiben speziell auf Ihre Behauptung eingehen, heute würde in der öffentlichen Diskussion kinderlosen Mitbürgern vorgeworfen, sie erfüllten ihre Aufgabe im Gemeinwesen nicht, weil sie keine Kinder aufziehen. Das wäre dann in der Tat ein Verstoß gegen Art. 2 Abs. 1 GG, der besagt, dass der Staat sich nicht in die individuelle Lebensgestaltung seiner Bürger einmischen darf.

Es geht aber gar nicht darum zu fordern, alle Paare müssten Kinder aufziehen, sondern es geht darum, die KONSEQUENZEN für seinen persönlichen Lebensentwurf zu tragen. Hier ist leider festzustellen, dass Kinderlose sich nicht ausreichend an den Kosten beteiligen, die eine junge Generation beansprucht. Denn heute sind Familien mit Kindern zum Lastesel der Nation geworden, wie Sie unschwer dem Buch des Sozialrichters Dr. Jürgen Borchert SOZIALSTAATSDÄMMERUNG (Riemann Verlag, München 2013 ) entnehmen können. Auch Sie wissen, dass die Kinderarmut / Elternarmut rasant zunimmt, sich seit 1965 sogar versechzehnfacht hat. Bürger ohne Kinder profitieren aber enorm von den Abgaben der Eltern, ohne dass sie dies selbst weder beabsichtigen noch wissen. Denn es ist die Struktur unseres Sozialsystems, die Elternschaft bestraft und Kinderlosigkeit belohnt. Denn je mehr Kinder ein Elternpaar hat, desto mehr Abgaben fließen an den Staat. Es geht allein darum, diese skandalöse  „Schräglage“ zu beseitigen, nicht darum, Leuten ihre Kinderlosigkeit vorzuwerfen.

Nicht nur für nachwuchslose Bürger, sondern auch für uns Eltern, Herr Dr. Kirchhof, muss Art. 2 GG Geltung haben. Leider aber sehen wir, dass der Staat uns dieses Recht mehr und mehr einschränkt. Nicht nur, dass unser Sozialsystem sich weigert, unseren generativ-gesellschaftlichen Beitrag als LEISTUNG AUF DIE ZUKUNFT zu würdigen, sondern auch, dass uns weder zeitlich noch finanziell mehr gestattet wird, unsere Kinder SELBST zu erziehen. Krippenbetreuung wird mit mehr als 1000 Euro mtl. bezuschusst, während selbsterziehende Eltern leer ausgehen. Wir sehen darin einen groben Verstoß gegen die Freiheit der persönlichen Lebensgestaltung, die sich schon heute nur sehr betuchte Eltern noch leisten können.

Sehr dankbar registrieren wir, Herr Dr. Kirchhof, dass Sie die Fürsorgepflicht des Staates für Familien so hoch einschätzen. Aber dann ist der Staat auch in der Pflicht, es Paaren überhaupt zu ermöglichen, sich für Kinder zu entscheiden.

Nicht nur Eltern, sondern auch Nichteltern haben eine Verantwortung gegenüber der nachwachsenden Generation, von der sie im Alter zusätzlich profitieren. Daher müssen nicht nur Eltern, sondern auch Nichteltern die Konsequenzen für ihren persönlichen Lebensentwurf tragen. 

Dies meint jedenfalls die  ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT, vertreten durch

Bärbel Fischer

mit freundlichen Grüßen in der Hoffnung auf Ihre geschätzte Antwort.

PS: Ich lege Ihnen die Tabelle des Deutschen Familienverbandes DFV bei, die deutlich nachweist, wie dramatisch Familien mit jedem weiteren (so sehnlichst erwünschten) Kind weiter ins existenzielle MINUS abgleiten.

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Lesen oder hören Sie die ganze Rede:

http://www.kas.de/wf/de/33.36198/

 

 

„Mütter für Rentengerechtigkeit“ kritisieren den Koalitionsvertrag

Die Aktionsgruppe „Mütter für Rentengerechtigkeit“ unter Ulrike Adler nimmt Stellung zu der Ungleichbehandlung von Müttern gegenüber kinderlosen Frauen im ausgehandelten Koalitionsvertrag und macht Vorschläge zur Korrektur bei der Staatsfinanzierung:

http://www.muetter-fuer-rentengerechtigkeit.de/sites/muetter-fuer-rentengerechtigkeit.de/files/StellungnahmeUA%20zu%20KoalVertrag.pdf

Auch wenn die Frage der Alterssicherung von Müttern eine zentrale Bedeutung hat bei der Entscheidung eines Paares für oder gegen Nachwuchs, so darf darüber nicht vergessen werden, dass die „Kinderrente“ ( also die Umverteilung  zum Unterhalt von Kindern ) gegen alle Ermahnungen vonseiten des Bundesverfassungsgerichts noch immer auf sich warten lässt. Bis heute tragen die Eltern, neben ihren Beiträgen zur Rente für die vorangegangene Generation, die finanziellen Lasten für ihre Kinder so gut wie allein.

Auch diese Gerechtigkeitslücke schien, obwohl längst bekannt, den künftigen Koalitionären keine Silbe wert zu sein.

Volkskrankheit Kinderarmut

Herrn Caritasdirektor                                                                                                     Wolfgang Tripp                                                                                                                 Diözese Rottenburg-Stuttgart                                                                              Strombergstr. 11

70188 STUTTGART

Betr.: Ihr Interview in der Schwäbischen Zeitung, 16. 11. 2013

Sehr geehrter Herr Tripp!

Interessiert las ich heute das Interview, das Sie der Schwäbischen Zeitung zur Kinderarmut in der Region gaben. Wie schnell vor allem Alleinerziehende *) in die Armut, und damit in eine Elendsspirale rutschen, das muss uns allen sehr zu denken geben.

Noch erschreckender finden wir von der ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT im Landkreis Ravensburg, dass in Baden Württemberg jedes 15. Kind von Armut bedroht ist. In anderen Bundesländern sieht es noch schlimmer aus, und in manchen Stadtteilen der Großstädte gibt es Quoten von fast 50%. Bundesweit ist jedes 5. Kind armutsgefährdet, so das Statistische Bundesamt. Obwohl sich seit 1965 bis 2012 die Zahl der Geburten von 1,3 Millionen auf rund 650 000  halbiert, und der Reichtum in Deutschland sich seit damals ver-zigfacht hat, darben 2,5 Millionen Kinder hierzulande Tag für Tag.

Herr Tripp, es handelt sich hier eindeutig um ein politisches Problem, das durch alle Anstrengungen der CARITAS nicht behoben werden kann. Daher wundert uns sehr, dass die CARITAS nicht schon längst auf die Barrikaden gegangen ist, um unsere Politiker wachzurütteln. Denn der Skandal unseres armutsfördernden Sozialsystems stinkt zum Himmel! Der ausgewiesene Sozialexperte Dr. Jürgen Borchert,  leitender Richter am Hessischen Landessozialgericht Darmstadt, hat in seinem, im Mai 2013 erschienenen Buch SOZIALSTAATSDÄMMERUNG, Riemann-Verlag München, Klartext gesprochen. Eine glasklare Analyse! Dass materielle Armut ganz schnell zur Bildungsarmut wird, das haben Sie, Herr Tripp, ja eindrücklich beschrieben. Borchert: “Das ist nicht nur eine Schande, sondern Zukunftsvernichtung!“

Es lässt sich unschwer feststellen, dass unser System Armut erzeugt, anstatt sie zu beheben. Das liegt vor allem daran, dass Eltern die gleiche Abgabenlast in die Systeme zu zahlen haben wie Singles, so als hätten sie keine Kinder zu versorgen. Außerdem zahlen die Eltern ein Vielfaches an Verbrauchssteuern, die sich erspart, wer keine Kinder zu versorgen hat. Es kann doch nicht sein, dass die jungen Familien als Melkkuh der Nation herhalten müssen!

Dabei gibt es mehr als ein Konzept, wie GERECHTIGKEIT unter den Generationen wieder hergestellt werden kann. Nur für alle diese Vorschläge ist unsere Politik blind und taub. Im Vierjahresrhythmus kümmern sich unsere gewählten Regierungen darum, wie Wählerstimmen erhalten oder dazu gewonnen werden können. Pflege, Fürsorge und Investitionen für die nachwachsende Generation scheinen nicht in ihr blutleeres Konzept zu passen. An der Einsicht, dass junge Pflanzen nährstoffreiche Böden brauchen, damit die Ernte gesichert ist, fehlt es in Deutschland fundamental.

*) Sie vergaßen zu erwähnen, dass ganz normale Familien mit ein oder zwei erwerbstätigen Eltern und mehr als 2 Kindern auch schon gefährlich nahe ans Prekariat geraten, denn, so der Deutsche Famiienverband e. V., bei einem Jahreseinkommen von 30 000 Euro landet die fünfköpfige Familie trotz Kindergeld mit einem Betrag von 3 427.- unter ihrem Existenzminimum, während bei gleichem Einkommen das kinderlose Ehepaar im Jahr über 5 977.- frei verfügen kann. Kinderlose Singles leben noch üppiger. Eltern mit mehr als drei Kindern verlieren noch mehr an ihrer existenziellen Basis. http://www.deutscher-familienverband.de/jdownloads/Publikationen/Horizontaler_Vergleich_2013.pdf )

Werter Herr Caritasdirektor, diese Bilanz muss Ihnen doch mehr als zu denken geben! Vielleicht versteht sich die CARITAS  lediglich als Notarzt. Aber ohne eine effektive Verkehrs-und Gesundheitspolitik sind auch unsere Notärzte überfordert. Die Unfälle und die Kollapse würden die Kapazität der Ärzte weit übersteigen.

So bitten wir, als eine Vereinigung besorgter Eltern, Sie inständig, sich nicht nur um Notfälle zu kümmern, sondern wirklich einmal aktiv zu werden, um die Missstände deutscher Sozialpolitik aufzuklären und anzugehen.

Dabei geht es nicht nur um das Wohlergehen der Kinder, sondern auch um das Ansehen eines der reichsten Länder der Welt. Wir mästen unsere Bankkonten und setzen unseren Kindern einen billigen Fraß vor, damit sie nicht sofort verhungern.

Damit, sehr geehrter Herr Tripp, grüßen wir Eltern Sie in der Hoffnung, dass auch die CARITAS sich nicht weiter an Symptomen abarbeitet, sondern sich politisch vernehmbar mit der Diagnose der Volkskrankheit KINDERARMUT beschäftigt.

Für die ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT

Bärbel Fischer

Dieser Brief ging mit gleicher Post zur Information an 42 Bürgermeister des Landkreises Ravensburg, und an den Caritasverband Deutschland.

 

 

Mütterrenten – ein Skandal!

Leserbrief zu „Die Mütterrrenten sorgen für ein deutliches Plus“, 

Schwarzwälder Bote, 04.07.2013

nach aktueller Rentenerhöhung bekomme ich für die Erziehung von fünf tüchtigen, (vor dem 1. Januar 1992 geborenen) Kindern insgesamt.140,64 € Rente. Die Kinder zahlen ein Vielfaches davon jeden Monat in die Rentenkasse ein. Diese Einzahlungen gehen postwendend an die heute empfangsberechtigten Rentner/innen wieder raus und zwar in überdurchschnittlicher Höhe an jene, die – weil sie keine eigenen Kinder aufgezogen haben  – , keine Lücken in ihrer Erwerbsbiografie haben. Auch ungewollte Kinderlosigkeit ändert daran nichts, so tragisch diese im Einzelfall sein mag.

Aus diesem Sachverhalt ergibt sich eindeutig: die überfällige Anpassung der Renten für alte Mütter ist nicht aus Steuergeldern zu finanzieren, sondern sie muss innerhalb des Systems der Rentenversicherung umgelegt werden. Diejenigen, die seither überproportional von der elterlichen Leistung der Erziehung nachwachsender Rentenzahler profitiert haben, müssen künftig etwas zurückstecken. Das ist nicht mehr als gerecht.

Gertrud Martin, Seb.-Kneipp-Str. 110,  78048 VS-Villingen, Tel. 07721 56124

 

In Deutschland zahlen Eltern für Kinderlose mit

Viele Kinderlose fühlen sich ungerecht behandelt: Sie kommen mit ihren Steuern für 156 verschiedene Familienleistungen auf. Neue Berechnungen zeigen jedoch, wer tatsächlich die größte Last trägt.

Von Anette Dowideit

 http://www.welt.de/wirtschaft/article118446013/In-Deutschland-zahlen-Eltern-fuer-Kinderlose-mit.html

Wo bleibt die Gleichstellung der Eltern?

Leserbrief an die Schwäbische Zeitung auf ihren heutigen Artikel zum Urteilsspruch des BverfGs bezüglich der steuerlichen Gleichbehandlung von homo-und heterosexuellen Lebensgemeinschaften unter dem Titel: FDP drückt bei Gleichstellung aufs Tempo 

Das BverfG hat gesprochen und die völlige steuerliche Gleichstellung von homo- und heterosexuellen Lebensgemeinschaften gefordert. Außer Teilen der CDU haben es alle anderen Parteien sehr eilig, das Urteil umzusetzen. Und genau an dieser Stelle drängen sich zwei Fragen auf: Weshalb feiern, völlig schizophren, nach diesem Urteil gerade die Grünen, die sich doch schrill für die Abschaffung des Ehegattensplittings einsetzen, plötzlich ein Freudenfest? Und zweitens: Warum werden die vier Urteile des BverfGs zur Gleichstellung von Eltern und Nichteltern seit Jahrzehnten  n i c h t  umgesetzt? Längst könnte die Benachteiligung der Familien mit Kindern beseitigt sein, wenn sich die Politik nicht konstant weigerte, die Urteile aus Karlsruhe zu beherzigen. Hätte sie diesen überfälligen Schritt getan, so könnten Eltern, genau so wie der Arbeitnehmer ohne Nachwuchs, über 11 000 Euro jährlich frei verfügen. Denn schon ab dem zweiten Kind bleibt bei einem Jahreseinkommen von 30 000 € kein Cent mehr zur freien Verfügung übrig.  Eltern mit drei und mehr Kindern rutschen dem entsprechend weit unter ihr Existenzminimum. Wo bleibt da die Gleichstellung der Eltern mit Zeitgenossen, die keinen generativen Beitrag leisten?

Nicht die Berechtigung auf Steuersplitting für zumeist kinderlos homosexuelle Paare ist das eigentliche  Problem, sondern die strukturelle Vernachlässigung derjenigen, die sich unter enormen Einbußen tagtäglich, und nicht nur mit ihrem Einkommen um den Nachwuchs des Landes kümmern.

Bärbel Fischer, Leutkirch

 

 

Deutsche Familienpolitik als Einladung zur Kinderlosigkeit

Im Gegensatz zum SPIEGEL sieht Kostas Petropulos, der Leiter des Heidelberger Familienbüros, die deutsche Familienpolitik nicht am maßlosen Geldregen gescheitert, sondern daran, dass sich der Staat bevorzugt an Familien bereichert.  Die arbeitsmarktfixierte Familienpolitik führe nicht zur Zukunft, sondern zum Tod unserer Gesellschaft .

http://www.freiewelt.net/blog-4984/die-lebensl%FCge-der-deutschen-familienpolitik.html