Das große TABU

Immerhin hat die demografische Pleite in Deutschland die Bundesregierung dazu bewogen, einen Demografiegipfel einzuberufen. Hier wird alles thematisiert, nur nicht die intergenerationelle Verteilungsfrage. Offensichtlich ist die jahrzehntelange Bestrafung von Familien politisch leichter zu verantworten als eine gerechte Verteilung der Lasten. Der Studie: „Zur demographischen, wirtschaftlichen und sozialen Lage Deutschlands“ von Professor Dr. Hermann Adrian, Universität Mainz, sind folgende Resumees entnommen. Sie zeigen sehr deutlich, wer in Deutschland belohnt, und wer bestraft wird, und wie  Deutschland aus dem Dilemma käme.

Kasten 1: Der Staat bevorzugt und beschenkt Kinderlose!
Fasst man alle Aspekte zusammen, so kommt man nicht umhin festzustellen:
  • Kinderlose leisten die geringste Lebensarbeitsleistung, haben die meiste Freizeit, bleiben zeitlich ungebunden und tragen die geringste Verantwortung.
  • Dafür erhalten sie von unserer Gesellschaft den höchsten Lohn und müssen bezogen auf das Pro-Kopf-Einkommen die niedrigsten Steuern bezahlen.
  • Und obwohl sie keine Kinder aufgezogen haben, werden sie auch im Alter noch überreichlich beschenkt, denn der Staat zwingt die Kinder der Familien dazu, den Hauptteil ihrer Wirtschaftskraft fremden kinderlosen Alten zu schenken und damit zwangsläufig die Fürsorge für ihre Eltern stark einzuschränken.

Nimmt man alle diese Aspekte zusammen, so werden heute Eltern von zwei Kindern mit durchschnittlichem Einkommen (40.000 Euro/Jahr) durch zu hohe Steuern (fehlendes Familiensplitting), zu hohe direkte und indirekte Sozialbeiträge und zu geringe Renten im Laufe ihres Lebens um ca 200.000 Euro netto pro Person betrogen. Gleichzeitig werden Kinderlose mit 350.000 Euro pro Person beschenkt. Im Lebensalter vom 20. bis 75. Lebensjahr (660 Monate) haben Väter und Mütter damit pro Monat jeweils im Mittel 300 Euro zu wenig, Kinderlose erhalten 500 Euro zu viel.

Kasten 2:  Familien brauchen keine Almosen sondern Gerechtigkeit!
  • Die weitaus überwiegende Mehrzahl unserer Familien braucht keine Almosen des Staates, wenn man sie denn durch ein Familiensteuersplitting steuerlich gerecht behandeln würde und ihnen die Früchte ihrer Erziehungsleistung in Form von niedrigen Sozialbeiträgen und ausreichend hohen Rentenzahlungen beließe.
  • Nur das ärmste Viertel der Familien müsste durch Transferleistungen des Staates in Form eines „echten Kindergeldes“ zusätzlich unterstützt werden, was bei einer guten demografischen Entwicklung und prosperierender Wirtschaft leicht möglich wäre.
  • Wenn der Staat die Familien nicht durch ungerechte Steuer- und Sozialgesetze ausrauben, und das so geraubte Geld an lebenslang Kinderlose verschenken würde, kämen viel mehr junge Menschen auf die Idee, eine Familie zu gründen und Kinder aufzuziehen.

Kasten 5:  Der Weg aus der Krise kann nur so aussehen!

  • Man muss der Bevölkerung mitteilen, dass der wirtschaftliche Niedergang unseres Landes durch Nachwuchsmangel verursacht wird und wir unseren Wohlstand unweigerlich verlieren, wenn wir es nicht schaffen, unser Geburtenrate in kurzer Zeit auf ein bestandserhaltendes Niveau zu steigern.
  • Politiker und Medienleute müssen endlich die Tatsache öffentlich diskutieren, dass unsere heutigen Sozial- und Steuergesetze ungerecht sind, die Familien ausbeuten und Kinderlose belohnen. Diese Diskussionen sind nötig, um den Boden für die nötigen Änderungen zu bereiten.
  • Man muss der Bevölkerung klar machen, dass die Einführung gerechter Steuer- und Sozialsysteme eben keine Bestrafung der lebenslang Kinderlosen ist, sondern nur die Beendigung der Ausbeutung der Familien durch die Kinderlosen bedeutet.
  • Wir können es uns nicht mehr leisten, Kinderlose zu beschenken. Im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung muss folgendes Prinzip gelten: Jeder leistungs- fähige Mensch muss alles was er im Laufe seines Lebens konsumiert oder an Dienstleistungen in Anspruch nimmt – von der Geburt bis zur Beerdigung – letztlich selbst erarbeiten. Heute konsumieren Kinderlose im Laufe ihres Lebens etwa ein Drittel mehr als sie selbst erwirtschaftet haben.
  • Die benötigte Steigerung der Geburtenrate können wir leicht erreichen, wenn wir gerechte Sozialgesetze einführen mit einer von der Kinderzahl abhängigen Staffelung der Beiträge und der Leistungen. Ferner bedarf es eines gerechten Steuersystems mit Familiensplitting.
  • Die Finanzierung der Sozialsysteme durch Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge und durch Steuerzuschüsse ist falsch, da sie die tatsächlichen hohen Kosten der sozialen Sicherung verschleiert. Die Arbeitgeberbeiträge sind dem Bruttolohn zuzuschlagen und auszuzahlen, damit die Bürger sehen, wie teuer soziale Sicherung ist. Alle Bürger des Landes sind in ein einheitliches System von Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung einzubeziehen. Die Staffelung der Beiträge und Leistungen nach Kinderzahl würde die Sozialversicherungen tatsächlich zukunftsfest machen, weitgehend unabhängig von der demografischen Entwicklung. Gleichzeitig würden die Lohnkosten und die Kosten der sozialen Sicherung entkoppelt.
  • Würde man die geschilderte Reform der Sozialsysteme einführen, könnte der Steuerzuschuss sehr schnell zurückgeführt werden. Die freiwerdenden Mittel würden ausreichen, um ein Familiensplitting in das Steuersystem einzuführen.

Demografiegipfel

„Politik für alle Generationen“ verheißt der Demografiegipfel der Bundesregierung. Der Arbeitskreis „Familie als Gemeinschaft stärken“ befasst sich jedoch weder mit Familie noch mit den Ursachen für den ausbleibenden Nachwuchs, sondern mit Vereinbarkeitsstrategien:

Professor Dr. Hermann Adrian von der Uni Mainz sieht die Stärkung der Familie als Gemeinschaft vielmehr so:

Wir können die Familien massiv stärken, wenn wir endlich ihre Ausbeutung beenden!

Den kleinen Beitrag Kinderloser zur Kinderfinanzierung zahlen die erwachsenen Kinder bereits dadurch zurück, dass sie alle staatlichen Einrichtungen wie z.B. Rettungsdienste und Polizei finanzieren, die auch kinderlose Alte retten und schützen.

Weil Kinderlosen heute aber in ökonomisch absurder weise auch noch Ansprüche an fremde Kinder auf Rente, Gesundheit und Pflege zugesprochen werden, allein dafür, dass sie durch ihre Beiträge die Alterskosten ihrer eigenen Eltern getragen haben, bekommen sie sehr viel mehr zurück als ihrem kleinen Anteil an den Kinderkosten entspricht. Diese Geschenke an Kinderlose von 400.000 Euro für ein Paar werden finanziert durch eine Ausbeutung einer Familie mit 2 Kindern von 200.000 Euro, die sich in ungerechten Rentenkürzungen, reduzierten Gesundheitsleistungen und unwürdiger Pflege der alten Eltern, aber insbesondere auch in einer ungerechten, übermäßigen Belastung der erwachsenen Kinder manifestiert.
Relativ zum Aufziehen zweier Kinder belohnt der Staat lebenslange Kinderlosigkeit so mit 600.000 Euro und unterdrückt damit den natürlichen Kinderwunsch. Eine Verbesserung der Familienförderung um 20.000 Euro pro Kind durch Erhöhung des Kindergeldes und Einführung des Elterngeldes kann gegen diesen „Moral Hazard“ von 300.000 Euro pro Kind die Geburtenrate nicht erhöhen.
Kardinalfehler der Gesetzlichen Rente ist ihre Beitragsbezogenheit. Dadurch wird sie behandelt, als wäre sie durch das eingezahlte Kapital gedeckt, das die Eltern längst verbraucht haben. Die Rente ist umlagefinanziert und deshalb ausschließlich durch die Kinder gedeckt. Deshalb kann nur die Kindererziehungsleistung ökonomisch gerechtfertigte Ansprüche begründen. Lebenslang Kinderlose haben keinen gerechtfertigten Anspruch auf Renten-, Gesundheits- und Pflegeleistungen im Alter. Sie müssen die ersparten Kinderkosten kapitalgedeckt anlegen, um ihre Alterskosten selbst zu bezahlen. Nur so werden die Sozialsysteme „demografiefest“, die Ausbeutung der Familien wird beendet und die Geburtenrate steigt.
Wir stehlen einen Teil unseres Wohlstands von den Kindern der Familien durch ausufernde Staatsverschuldung, mangelnde Investitionen und ungerechtfertigte Belastung durch kinderlose Alte. Wenn wir das nicht endlich beenden, werden unsere Kinder und Enkel zu Arbeitssklaven für Kinderlose herabgewürdigt.

http://www.politik-fuer-alle-generationen.de/DE/Mitreden/01_Familie/Einzelansicht/Einzelansicht_node.html?idIdea=26

Ausgerechnet Eltern von Kindern…

… sollen nach dem Willen der OECD

http://www.wiwo.de/politik/konjunktur/rente-mit-67-oecd-raet-zu-laengerem-arbeiten/6736198.html

länger arbeiten, um  ihre eigene und die Renten Kinderloser zu sichern. Als ob Eltern durch die Sorge um Ihren Nachwuchs nicht schon mehr als genug für die Sicherung künftiger Renten getan hätten. Nicht im Traum denken die Autoren der neuesten Studie daran, die prekäre finanzielle Situation von vielen Familien der komfortablen Lage Kinderloser anzugleichen. Nicht im Traum fällt der OECD ein, man könnte etwa durch ein Erziehungseinkommen jungen Eltern Mut zu zwei oder mehr Kindern machen. Eine Verbesserung des Familieneinkommens durch Abgabengerechtigkeit oder eine Sicherung des Arbeitsplatzes für junge Eltern wird überhaupt nicht in Erwägung gezogen. Im Gegenteil! Der Keil, den die OECD zwischen die deutsche Gesellschaft treibt, spaltet diese immer tiefer.

Die ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT  IM LANDKREIS  RAVENSBURG spricht sich explizit gegen eine  Verlängerung der Lebensarbeitszeit von Eltern aus. Sie will bei der Berechnung der Rentenansprüche von Eltern deren Lebensleistung durch Kindererziehung deutlich berücksichtigt wissen.

i. A. Bärbel Fischer

 

 

Feminismus 2012: „Mein Bauch gehört dem Betrieb!“

Antje Schmelcher zweifelt in der FAZ daran, dass allein Erwerbsarbeit Frauen glücklich macht und blickt kritisch auf das, was Frauen Frauen diktieren.

Dorothee Bär zur Demografie-Reserve

Sehr geehrte Frau Fischer,

vielen Dank für Ihre unterstützende E-Mail zum Vorschlag der Jungen Gruppe unserer Fraktion zur Demographie-Reserve. Mit dem Vorschlag hat die Junge Gruppe eine Diskussion angestoßen, die ich für sehr berechtigt halte. Ich lege Ihnen gerne dar, warum:

Heute haben Menschen eine weit höhere Lebenserwartung als früher. Nach dem Eintritt in den Ruhestand stehen ihnen noch viele Lebensjahre offen, in denen die meisten von ihnen auf Zahlungen aus der Rentenkasse angewiesen sind, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Dass die Menschen immer älter werden, ist eine erfreuliche Entwicklung. Doch gleichzeitig werden immer weniger Kinder geboren, so dass die nachwachsende Generation zahlenmäßig immer kleiner wird.

Dieser demographische Wandel stellt unser Land – und vor allem unsere umlagefinanzierten Sozialsysteme – vor große Herausforderungen. Das Umlageverfahren der Sozialversicherungssysteme beruht als Generationenvertrag auf der Bereitschaft, Kinder zu bekommen und zu erziehen, so dass auch künftig Beiträge gezahlt werden können. Kinderlose entziehen sich – gewollt oder ungewollt – dieser im System implizierten Aufgabe. Sie sind nur teilweise an den Kosten der Kindererziehung beteiligt.

Auch unser Rentensystem ist umlagefinanziert. Das heißt, dass immer die erwerbstätige Generation für die Renten der vorherigen Generation aufkommt. Die Beiträge der aktiv Erwerbsstätigen ermöglichen der Eltern- und Großelterngeneration das finanzielle Auskommen in der Rentenbezugsphase. Dieses System fußt darauf, dass es immer genügend junge Erwerbstätige gibt, die in die Rentenkasse einzahlen. Doch da seit Jahren die Geburtenrate auf relativ niedrigem Niveau  verharrt, gibt es immer weniger jungen Menschen, die dies tun können. Diese Entwicklung führt entweder dazu, dass die künftigen Rentner mit weniger Rente auskommen müssen oder die junge Generation durch immens hohe Beitragsleistungen über die Maßen belastet würde.

Beides können wir nicht wollen. Daher müssen wir überlegen, wie wir die demographischen Lasten gerecht verteilen. Da Eltern einen doppelten Beitrag für den Erhalt des umlagefinanzierten Rentensystems leisten – sie zahlen Beiträge für den Erhalt dieses Systems und ziehen andererseits auch künftige Beitragszahler groß – ist es nur fair, darüber nachzudenken, wie sie angemessen entlastet werden können.

Die von der Jungen Gruppe in die Diskussion eingebrachte Demokratie-Reserve zur finanziellen Entlastung von Eltern hat nichts mit „Strafe“ zu tun, sondern mit der Notwendigkeit, zu einem fairen Lastenausgleich zu kommen. Angesichts der vehementen Ablehnung des Diskussionsbeitrages wird dieser Weg sicherlich nicht weiterverfolgt. Aber die Politik steht weiterhin vor der Aufgabe, die sozialen Sicherungssysteme zukunftsfest zu machen und dabei zu berücksichtigen, dass Paare, die bereit sind, Kinder zu bekommen und zu erziehen, schon einen erheblichen Beitrag für den Generationenvertrag leisten.

Der Vorschlag der Jungen Gruppe hat eine wichtige Diskussion angestoßen, die wir jetzt dringend führen müssen.

Mit freundlichen Grüßen Ihre Dorothee Bär

 

Entlasten statt bestrafen

Familien entlasten, statt Kinderlose belasten und das als Beitrag zur Systemerhaltung „verkaufen“ – ein Beitrag also, von dem auch Kinderlose profitieren. So könnte man versöhnen statt spalten und die Gerechtigkeitslücke schließen.

von Jürgen Liminski

http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display-mit-Komm.154+M50eaaa83e03.0.html

Nicht zielführend, Frau Merkel

Leserzuschrift zum Bericht der Schwäbischen Zeitung zur Sonderabgabe von Kinderlosen

Nicht von ungefähr fiel das neueste Machtwort in Merkels selbstherrlicher „basta“-Politik in den Beginn der närrischen Zeit: Eine Narretei ist es, eine dringend gebotene Weichenstellung wie den sog. „Kindersoli“ als (böse) „Einteilung in Menschen mit und ohne Kinder“ zu bezeichnen und, typisch Merkel-verschwurbelt, als „nicht zielführend“ abzukanzeln. Strafabgabe für Kinderlose? Ein bewußter Dysphemismus unseres linken Establishments, geht es doch nicht um Bürgerbestrafung, sondern um eine Korrektur des Adenauer´schen Fehlkonstrukts Generationenvertrag: Unsere Abgaben in die Rentenversicherung landen schließlich nicht in einem Tresor, den wir dann bei Anbruch der Rentenzeit öffnen und uns über die angesparte „Altersversorgung“ freuen können, sondern direkt in den Taschen der jetzigen Rentner. Sind wir dann mal Rentner, erwarten wir dasselbe von – unseren Kindern, von wem denn auch sonst? Kinder sind deshalb kein „Luxus“, sondern systemimmanente Notwendigkeit, und ohne Kinder keine Zukunft! Mithin übrigens auch kein Markt und kein Geldwert, ein nurmehr angespartes Rentenvermögen wäre also wertlos, darum ja überhaupt erst der Generationenvertrag zwischen Rentnern und Erwerbstätigen – und deren vergessenen Kindern. Es ist höchste Zeit, die lächerliche Almosenalimentierung für deutsche Familien endlich durch konkrete, politische, gesellschaftliche und rentenrechtliche Schritte abzulösen und die – aus welchen Gründen auch immer – Gebärverweigerer daran zu erinnern, wer auch für ihre Zukunft heute die Lasten trägt.

Frieder Kammerer, Herdwangen

Koalition aus Ignoranz und Egoismus

Deutschland braucht mehr Kinder, ansonsten werden unsere sozialen Sicherungssysteme kollabieren. Doch eine Große Koalition aus Ignoranz und Egoismus ignoriert die Fakten – dabei ist klar: Wer keine Kinder hat, muss auf andere Weise seinen Beitrag leisten, meint der Erziehungswissenschaftler Dr. Albert Wunsch.

http://www.theeuropean.de/albert-wunsch/10045-belastung-kinderlosigkeit