ARD verbreitet Märchen vom familienfreundlichen Deutschland

PRESSEINFORMATION

Stellungnahme des Bündnisses „Rettet die Familie“ zur ARD-Sendung                           „Der Kinderreport – Nachwuchssorgen im Wohlstandsland“,                                    Montag, 11 .August, 22 Uhr 20 – nachzuhören mit folgendem Link:

http://www.ardmediathek.de/tv/Reportage-Dokumentation/Die-Story-im-Ersten-Der-Kinderreport-/Das-Erste/Video?documentId=22889722&bcastId=799280

Das Thema hätte tatsächlich Gelegenheit geboten, grundsätzliche Konstruktionsfehler in unserer Gesellschaft aufzuarbeiten. Stattdessen war die Sendung ein Beispiel für die Gleichschaltung öffentlich-rechtlicher Medien mit der von der Wirtschaftslobby gesteuerten Regierungsideologie, die uns durch falsche Zahlen (Märchen von der „200 Mrd. € Familienförderung“) glauben machen will, Deutschland sei ein familienfreundliches Land.

Die im Gegensatz dazu stehende Mehrheitsmeinung der Deutschen, ihr Land sei familienfeindlich, wurde zwar in der Sendung erwähnt, aber in überheblicher Weise als „Selbsttäuschung“ dargestellt. Tatsächlich kommt aber das Empfinden der Bürger/innen der Wirklichkeit weit näher als die Meinungsmache der ARDLeute, die die eigentlichen Ursachen der Kinderfeindlichkeit unserer Gesellschaft sorgsam aussparten.

Mit keinem Wort wurde in der Sendung thematisiert, dass unsere Gesetzliche Rentenversicherung tatsächlich eine Enteignung der Eltern bedeutet, weil der Rentenanspruch fast ausschließlich an Erwerbsarbeit gebunden wurde, obwohl die Renten ausschließlich von den Kindern der Rentnergeneration bezahlt, also in Wirklichkeit allein durch Kindererziehung erarbeitet werden. Dieser Enteignungseffekt beträgt ein Mehrfaches des gesamten „Familienlastenausgleichs“ und ist der wichtigste Grund für die zunehmende Familienarmut.

Kein Wort von einem Elterngeldgesetz, das Eltern mehrerer Kinder gezielt diskriminiert, indem es die Betreuung bereits vorhandener Kinder vor einer weiteren Geburt wie Nicht-Arbeit behandelt und ausgerechnet diejenigen Eltern regelrecht bestraft, die die größten Opfer zugunsten der Betreuung ihrer Kinder erbringen, indem sie länger als ein Jahr auf eigene Erwerbstätigkeit verzichten.

Die Aufzählung ließe sich fortsetzen. Das in der Sendung vermittelte Bild einer kinderfreundlichen Gesellschaft ist ein Märchen, das – wie auch die in der Sendung genannten Meinungsumfragen zeigen – von den Eltern nicht geglaubt wird, weil es in krassem Widerspruch zur Wirklichkeit steht. Die Sendung war allerdings geeignet, Mitbürger/innen zu täuschen, die selbst keine Erfahrungen mit eigenen Kindern haben.

Bündnis Rettet die Familie – http://www.rettet-die-familie.de/                             Vorsitzende: Birgit Kelle, Stellv. Vorsitzender: Dr. Johannes Resch               Geschäftsstelle: Heidigweg 57a, 63743 Aschaffenburg;                                  Spendenkonto: Konto:6650; BLZ: 795 500 00; Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau

Elternführerschein – ja oder nein?

Die kritisch-christlich-unabhängige Zeitschrift Publik Forum stellt in ihrer neuesten Ausgabe ( 14 / 2014 ) den von der CDU-Abgeordneten  Christina Schwarzer  angeregten Elternführerschein zu Diskussion und Abstimmung. Frau Schwarzer bemängelt, dass Eltern sich für die Erziehung ihrer Kinder nicht mehr zuständig fühlen und plädiert für schmerzliche Geldbußen für den Fall, dass Eltern dem künftig verbindlichen Nachhilfeunterricht, genannt Elternführerschein, nicht nachkommen.  

Dabei bleiben die Fragen unbeantwortet, wer die so genannten Defizite bei Kindern feststellt und bewertet, welche Kriterien die „Kindesnorm“ bestimmen und welche ideologischen Kräfte Einfluss nehmen auf den potentiellen Elternführerschein.  

Freie Bahn für Ideologen aller Couleur?

Leserbrief

Es war schon vor 70 Jahren so, dass die kinderlose Tante am besten wusste, wie man Kinder richtig erzieht. In ihren Augen machten die Eltern schon damals alles falsch. Heute sitzt die Tante als CDU-Abgeordnete Christina Schwarzer im Parlament.

Bei ihrer Bestandsaufnahme vergaß die Dame allerdings, dass derzeit viele Eltern ihre eigenen Kinder und deren Emotionen kaum mehr kennen, weil sie bei der Arbeit, und die Kinder in der Ganztagsbetreuung sind. Die Erziehungspflicht liegt acht Stunden am Tag bei den BetreuerInnenn. Wundert uns, dass Eltern ihre Verantwortung an der Tür zu Krippe, Hort oder Schule abgeben? Nur,  wenn dann – total logisch – der erwünschte Erfolg ausbleibt, dann gelten die   E l t e r n  plötzlich als unfähig und verantwortungslos. Frau Schwarzer schiebt den Schwarzen Peter den Eltern zu, will sie aber gleichzeitig „an die Hand nehmen und unterstützen“.

Wie rührend!

Zuerst treibt man Eltern massenweise aus den Kinderzimmern in den Niedriglohnsektor, so dass sie mit einem Einkommen ihre Familie gar nicht mehr ernähren können. Eltern müssen zwei oder drei Jobs annehmen, nur damit Butter auf die Stulle kommt. Überdies  schröpft unser Sozialsystem Eltern mit familienblinden Abgaben und Verbrauchssteuern und verschont  kinderlose Arbeitnehmer. Und in den wenigen Stunden nach Sonnenuntergang sollen die müden Kinder ausgerechnet von ihren müden Eltern „Grundkompetenzen“ ( Fein-und Grobmotorik, Sprachkompetenz, gesunde Ernährung…) vermittelt bekommen?

Lebt Frau Schwarzer in Wolkenkuckucksheim?

Die üble Unterstellung, Eltern investierten lieber in schicke Smartphones als in ihre Kinder, erinnert fatal an die demütigenden Diskussionen  um das Betreuungsgeld ( Schnaps, Flachbildschirme ) und die völlig untauglichen Bildungsgutscheine aus der Ära  U.v.d. Leyen, CDU.

Weder Elternklatsche (Geldbußen) noch Klugscheißerei (Elternführerschein) hilft überlasteten Eltern weiter, sondern eine Politik, die  r e s p e k t v o l l  ihrer grundgesetzlichen Verantwortung gegenüber Familien gerecht wird !

Bärbel Fischer                                                                                             ELTERNINITIATIVE FÜR FAMILIENGERECHTIGKEIT

 

Ein Rap?

Kinder machen Eltern arm, deshalb schlagen wir Alarm!

Wer in Deutschland rechnen kann, / schafft sich keine Kinder an.                                 Denn als Single lebt sich´s fein, / hat sein Geld für sich allein,                                           wird von Schäuble hoch belohnt / weil von Abgaben verschont.

Kinder machen Eltern arm, deshalb schlagen wir Alarm!

Kinderkosten, oh wie toll, / machen Schäubles Kasse voll,                                               weil er kalt und ungeniert / Mehrwertsteuer abkassiert.                                                    Wer für Kinder sorgen muss, / zahlt viel Steuer voll Verdruss.

Kinder machen Eltern arm, deshalb schlagen wir Alarm!

Kindergeld, was für ´ne Nummer, / macht den Eltern deshalb Kummer,                           weil auf Kindesunterhalt / Steuern sie bereits bezahlt,                                                     denn Herr Schäuble, wie´s beliebt, / nimmt zuerst, bevor er gibt.

Kinder machen Eltern arm, deshalb schlagen wir Alarm!

Üppig lebt, wenn einst bejahrt, / wer sich Kinderkosten spart.                                          Alte Eltern, still und stumm, / dreh´n den letzten Cent noch um.                                     Armut heißt das bittre Los, / sind die Kinder endlich groß.

Kinder machen Eltern arm, deshalb schlagen wir Alarm!

Merkels Herz schlägt für die Alten, / will „Demografie gestalten“!                        Rentnerstimmen für Union sichern ihre Bastion.                                                              Ohne mütterlichen Schoß / geht der Schuss nach hinten los!

Kinder machen Eltern arm, deshalb schlagen wir Alarm!

Junge Leute sind nicht dumm, / schaffen sich nicht gratis  krumm,                              wollen keine Kinder mehr. / Kinder machen Beutel leer!                                                   Wer in Deutschland rechnen kann, / schafft sich keine Kinder an.

Kinder machen Eltern arm, deshalb schlagen wir Alarm!

Die Rente ist sicher – zu niedrig!

FRONTAL 21 beschäftigte sich am 10. Juni mit der (Fehl-)Konstruktion des deutschen Sozialgesetzes und den Auswirkungen auf die gesetzliche Rente. Informativ und realistisch!

Zum Nachhören und -sehen:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/460#/kanaluebersicht/460

Zum Internationalen Tag gegen Homophobie: Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Kretschmann, sehr geehrte Frau Ministerin Altpeter!

OFFENER  BRIEF Mit Anerkennung für Ihren Ideenreichtum, Ihr Engagement und den Aufwand an Steuermitteln, den Sie aufbringen für das Ziel, die Diskriminierung von Menschen abzubauen und die Akzeptanz  von LSBTTIQ zu fördern, las ich Ihre Pressemitteilung zum Internationalen Tag gegen Homophobie am 17. Mai ( Nr. 168 / 2014 ): Aktionstage, Workshops gleich in vier großen Städten und aufwendige  Onlinebefragungen zu „ Akzeptanz & gleiche Rechte Baden-Württemberg“ http://www.statistik-bw.de/Pressemitt/2014168.asp Selten hat die Landesregierung für ein Vorhaben so viel Zeit, Sorgfalt und Mühe aufgewendet, allein, um eine Bevölkerungsgruppe zu protegieren, die sich im Promilleverhältnis zur Gesamtbevölkerung des Landes bewegt. Chapeau!

Gleiche Rechte? 

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz  AGG schützt Menschen vor Verfolgung und Benachteiligung aus Gründen der Rasse oder ethnischer Herkunft, des Geschlechts, der Religion und Weltanschauung, Behinderung, des Alters  oder der sexuellen Identität. Jeder Mitbürger, der aus o.g. Gründen Nachteile oder Schmähungen erleidet, kann erfolgreich vor Gericht klagen. „Vergessen“ hat der Gesetzgeber allerdings die Menschen, die wegen ihrer Kinder diskriminiert werden, nämlich die Eltern. Benachteiligungen, die Eltern in Deutschland tagtäglich widerfahren, werden von keinem deutschen Gericht geahndet, weil die Gesetzesgrundlage fehlt. Bei der Elternschaft handelt es sich jedoch um eine vieltausendfach größere Gruppe als bei LSBTTIQ.

Lassen Sie mich einige wenige Beispiele nennen:

  • Wohnungssuche

Eltern mit  Kindern finden nur noch selten eine bezahlbare Mietwohnung. Für Wohneigentum müssen sie sich hoch verschulden. Gleiche Rechte? Junge Paare müssen den Vermietern versprechen zu „verhüten“ – ein diskriminierender Angriff auf ihre Persönlichkeitsrechte!

  • Verbrauchssteuern

Je mehr Kinder eine Familie aufzieht umso mehr Verbrauchssteuern ( Mehrwert-, Energie-, Mobilitätssteuern ) führt sie an den Staat ab. Steuern, die sich kinderlose Mitbürger sparen. Eine eklatante Ungleichbehandlung! Gleiche Rechte?

  • Kindergeld

Das so genannte Kindergeld ist keine Förderung des Staates, wie dieser gönnerhaft vorzugeben pflegt, sondern zu 2/3 die Rückerstattung der Steuer, die einem Elternpaar auf das Existenzminimum ihrer Kinder einbehalten wurde. Jeder erwachsene Arbeitnehmer bekommt sein Existenzminimum von Steuern freigestellt. Kinder nicht! Eine offensichtliche Benachteiligung von Bürgern mit Unterhaltspflichten für Kinder. Gleiche Rechte?

  • Elterngeld

Beim Elterngeld werden jene Mütter um monatlich 1000.- Euro im Durchschnitt betrogen, weil sie wegen eines zweiten oder weiteren Kindes kein Einkommen hatten. Dies entspricht diskriminierend einem Verlust von 12 000.- EURO in einem Jahr. Gleiche Rechte?

  • Krippensubventionierung

Während Eltern mit zweifachem Einkommen auch noch den Aufenthalt ihrer Kinder in Krippen mit mindestens 1000.- EURO Steuergeld monatlich versüßt bekommen, gehen 60% aller Eltern leer aus, weil sie ihren verfassungsgemäßen Erziehungsauftrag ( Art. 6 GG) selbst wahrnehmen. Gleiche Rechte?

  • Sozialabgaben

Egal, ob Beschäftigte keines oder sieben Kinder aufziehen, die Sozialabgaben sind gleich hoch (abgesehen von 0,25 % plus für Kinderlose bei der Pflegeversicherung ) Eltern werden diskriminierend zur Kasse gebeten, so, als hätten sie keine Kinder!  Dabei leisten sie den doppelten Beitrag – generativ und finanziell. Gleiche Rechte?

Sehr geehrte Frau Altpeter, sehr geehrter Herr Kretschmann,

einmal ganz abgesehen von der bekannten Diskriminierung von Vollzeitmüttern durch Ihre Mandatsträger ( Betreuungsgeld = Fernhalteprämie, Gymnasiumsfernhalteprämie, Gluckenprämie, Herdprämie etc. ) und von diesen als bloße Leistungsempfänger verunglimpft, allein die oben erwähnte kleine Aufzählung von Diskriminierung wegen engagierter Elternschaft müsste genügen, um den verfassungsgemäßen Schutz der Familie (Art. 6 GG ) mit Zähnen und Klauen zu verteidigen. Hauptanliegen der Regierung müsste die Schaffung  GLEICHER  RECHTE auch für Eltern sein.  Bisher ist unserer Initiative jedoch nicht bekannt geworden, dass sich die Landesregierung Baden-Württemberg jemals gegen Elterndiskriminierung stark gemacht hätte, weder mit Aktionstagen noch mit Workshops oder Onlinebefragungen. Nein, das HERZ unserer Landesregierung schlägt offensichtlich für LSBTTIQ, und nicht für traditionelle Familien von Vater-Mutter-Kindern, die allein unser Gemeinwesen stützen. Ein Blick ins europäische Ausland würde genügen, um beschämt zu erkennen, dass in Deutschland etwas gewaltig schief läuft.

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident, sehr geehrte Frau Ministerin,

die ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT  bittet Sie nun, mit mindestens dem gleichen Engagement die Diskriminierung von ELTERN zu bekämpfen und gleiche Rechte für ELTERN einzufordern. Solange Eltern in unserem Land nicht den gleichen Schutz und die gleichen Rechte genießen wie alle durch AGG-geschützte Personen, solange werten wir Ihre landespolitischen Bemühungen um Gleichberechtigung als reine parteipolitische Farce.

Am internationalen Tag der Familie, dem 15. Mai,  grüßt Sie mit der freundlichen Bitte um Antwort

im Auftrag  Bärbel Fischer

Mehr Gerechtigkeit für Familien

Familien sind in der Sozialversicherung vor allem eins – Nettozahler!, so schreibet Siegfried Stresing vom Deutschen Familienverband:

http://www.deutscher-familienverband.de/19-familie/familienpolitik/266-deutscher-familienverband-einsatz-fuer-mehr-gerechtigkeit-fuer-familien

In der aktiven Familienphase müssen Familien, beispielsweise in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), deutlich höhere Beiträge bezahlen als sie und ihre Kinder an Kosten verursachen. Sie sind also eine wichtige Stütze des Solidarsystems in Deutschland, ihnen selbst wird aber kaum Solidarität entgegengebracht. 

Anmerkung: Der Gemeinplatz „Familie ist da, wo Eltern für Kinder und Kinder für Eltern dauerhaft Verantwortung übernehmen“, scheint uns als Fazit des Gesprächs mit der Stuttgarter CDU  doch recht dürftig zu sein und wenig Hoffnung auf Änderung zu machen.

Bärbel Fischer

Leserbrief zur Weiterverbreitung

Der katholische Familienbund Freiburg bittet um die Veröffentlichung des folgenden Leserbriefes. Bitte kopieren Sie den Wortlaut und schicken Sie ihn als Leserbrief unter Ihrem Namen plus Postadresse an Ihre Regionalzeitung und weitere Zeitungen und an politisch Verantwortliche!

Herzlichen Dank! Bärbel Fischer

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„Nur Kinder reicher Leute sind der Bundesregierung etwas wert“

Das Kabinett hat den Haushaltsentwurf gebilligt und der Finanzminister lobt sich. Weniger neue Schulden und im nächsten Jahr gar keine mehr. Wie das finanziert wird? Der Griff in die Rentenkasse und in die Zuschüsse zur gesetzlichen Krankenversicherung einerseits und der Bruch des Wahlversprechens einer Kindergelderhöhung machen es möglich. Beides belastet die zukünftige Generation.

Aber halt, ein Teil der Gesellschaft wird locker mal ausgespart: Wer ein hohes Einkommen hat und Steuerfreibeträge geltend macht statt Kindergeld, der wird entlastet. Bei den Wohlhabenden, bei den Bürgern ohne Unterhaltsverpflichtung und bei den Diäten für die Abgeordneten wird nicht gespart, wohl aber bei der Normalfamilie bis hinunter zu den noch Bedürftigeren. Das bedeutet: die Entschuldung des Bundeshaushalts tragen allein die Arbeitnehmer ohne Steuervorteile. Merke: Wer Kinderfreibeträge geltend machen kann oder lieber erst gar keine Kinder aufzieht, ist fein heraus. Normalfamilien mit zwei und mehr Kindern schauen wieder mal in die Röhre.

  • Wen wundert‘s, dass viele Wissenschaftler ein immer weiteres Auseinanderdriften der Einkommen und der Vermögen feststellen?
  • Wen wundert‘s, dass  ausgerechnet die dringend benötigten Kinder in unserer Gesellschaft für ihre Eltern ein absolutes Armutsrisiko darstellen?
  • Wen wundert´s, dass Paare unter diesen Umständen auf Nachwuchs gerne verzichten?
  • Mit welchem Recht nennen sich unsere Regierungsparteien „christlich“ und „sozial“?

Auf Kosten der Schwächsten den Haushalt sanieren – eine wahrhaft  „christlich-soziale “ Glanzleistung!

Vor-und Familienname                                                                                                        Straße, Hausnummer                                                                                                          PLZ und Wohnort

 

Kindergeld – eine Lachnummer!

Unrechtmäßig besteuert der Finanzminister die Existenzminima der Kinder,  bevor er den Eltern, vom BverfGericht verordnet,  in Gönnerpose 184.- als so genanntes „Kindergeld“ zurückerstattet. Das deutsche Durchschnittskind kostet die Eltern monatlich 100.- direkte Steuer plus mindestens 120.- an Verbrauchssteuern. Somit zahlen die Eltern pro Kind und Monat über das Kindergeld hinaus den Betrag von monatlich 36.- allein dafür, dass sie überhaupt ein Kind aufziehen. Einen Vater von 3 Kindern  kostet demnach sein generativer Beitrag zum Sozialstaat monatlich zusätzlich  108.-, jährlich also fast 1 300.-! Merke: Je mehr Kinder eine Familie aufzieht, um so mehr Strafsteuer zahlt sie.

Weil das so genannte Kindergeld reine Rückerstattung bereits entrichteter Steuern ist, darf es nicht zur staatlichen „Familienförderung“ gezählt werden, wie das in zweifelhaften Studien und in den Medien genüsslich und wider besseres Wissen behauptet wird. Wollte der Staat, wie in Frankreich, Eltern von Steuern entlasten, so wären pro Kind und Monat 220.- nötig.

Nicht nur die irreführende Bezeichnung, sondern auch die erbärmliche Dürftigkeit des Kindergelds sind an sich schon eine Lachnummer, für die sich leider niemand schämt. Wer keine Kinder erzieht spart sich neben Kinderkosten auch diese 36.- Luxussteuer. Mit der geringeren Erhöhung des Kinderfreibetrages als bei Erwachsenen und dem Verschieben der Kindergelderhöhung vergrößert sich der Einkommensnachteil für Familien noch weiter.

Herr Schäuble, wo bleibt Ihr überfälliges Dankeschön an uns Väter und Mütter? Oder könnten Sie sich evt. dazu durchringen, Familien das Lasteseljoch  endlich abzunehmen?
Bärbel Fischer
für die ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT

Kinder als Armutsrisiko

Pressemeldung

DFV fordert Ende der Transferausbeutung von Familien

(Berlin). Familien brauchen eine angemessene Anerkennung ihrer Erziehungsleistung und finanzielle Sicherheit. Stattdessen tragen vor allem familienblinde Beiträge zur Sozialversicherung, die den Aufwand der Kindererziehung nicht berücksichtigen, dazu bei, dass Eltern am Monatsende kaum genug Geld im Portemonnaie haben. „Das Existenzminimum der Kinder wird in der Sozialversicherung nicht beitragsfrei gestellt“, kritisiert Dr. Klaus Zeh, Präsident des Deutschen Familienverbandes (DFV). „Dass Familien neben dem finanziellen Beitrag auch einen generativen Beitrag durch Kindererziehung erbringen, wird trotz einschlägiger Urteile des Bundesverfassungsgerichts noch immer nicht berücksichtigt.“

Die Ungerechtigkeit betrifft Alleinerziehende ebenso wie Paarfamilien, wie die neue Studie der Bertelsmann Stiftung „Alleinerziehende unter Druck“ untermauert. Der Deutsche Familienverband streitet seit Jahren für die politische Umsetzung der Bundesverfassungsgerichtsurteile. „Kindererziehung ist von zentraler Bedeutung für den Erhalt der Sozialversicherungssysteme“, betont Zeh. Wird das Existenzminimum der Kinder bei der Beitragsberechnung nicht freigestellt, kommt es zu einer doppelten Belastung von Eltern zu Gunsten Kinderloser. „Es muss jetzt gehandelt werden, um die Situation der Menschen, die mit Kindern leben, zu verbessern“, fordert der DFV-Präsident.

Die Öffentlichkeit nimmt offenbar den Alltag von Familien verschleiert wahr. „Erst wenn der Blick auf besonders belastete Situationen gelenkt wird, werden Schieflagen registriert“, sagt Zeh mit Blick auf die Bertelsmann-Studie. Mit dem Fokus auf Alleinerziehende gelingt es der Untersuchung, auf einen besonderen Brennpunkt von Familien hinzuweisen. Wer die Untersuchung genau liest, wird feststellen, dass es an vielen Stellen um Menschen geht, die mit Kindern leben – egal, in welchem Familienmodell.

Der Deutsche Familienverband ist die größte parteiunabhängige, überkonfessionelle und mitgliedergetragene Interessenvertretung der Familien in Deutschland.

10.03.2014

Deutscher Familienverband
Herausgeber: Bundesgeschäftsführer Siegfried Stresing
Luisenstraße 48
10117 Berlin

Tel: 030 / 30 88 29 60 / Fax: 030 / 30 88 29 61

http://www.deutscher-familienverband.de/presse/pressemitteilungen/258-dfv-fordert-ende-der-transferausbeutung-von-familien

 

Dicker Brocken: Beitragsfreie Mitversicherung!

Sehr geehrte Frau Lennartz,
Anlässlich Schäubles Griff in die Krankenkassenrücklagen zur Haushaltssaniereung kommentierten Sie in der Schwäbischen Zeitung heute, die Krankenkassen müssten doch „als dicksten Brocken“ die Milliardenkosten der „beitragslos mitversicherten Familienangehörigen“ stemmen. Dabei ist erst 2013 durch eine Bertelsmannstudie ( Dr. Frank Niehaus ) eindeutig und ohne Widerspruch klargestellt worden, dass es gerade die Familien sind, die als Nettozahler mit ihren Beiträgen die Krankenkosten der älteren Generation stemmen, ohne selbst wesentliche Kosten zu verursachen.
Ohne die Beiträge der Familien sähe es in der gesetzlichen Krankenversicherung ziemlich mau aus, was sich leicht an den statistischen Grafiken ablesen lässt.
Zum Anderen empfehle ich Ihnen folgenden Beitrag des Deutschen Familienverbandes zur Haltlosigkeit des Begriffes “Beitragslose Mitversicherung“. http://www.youtube.com/watch?v=EdiimwJ-Scc
Mit der Gründung einer Familie verpflichtet sich das Paar zum gegenseitigen Unterhalt und zu dem seiner Kinder. Damit teilt sich ein Familieneinkommen  bereits bei der Auszahlung in die Anzahl der Mitglieder, so dass Eltern von 3 Kindern nur noch je 1/5, also 20 % ihres Verdienstes zusteht, während ein Single seine 100 % zur Verfügung hat. Wenn also alle Familienmitglieder Beiträge aus ihrem 20 %-igen Anteil abführen, dann kommen die 100% wieder zusammen. Mithin zahlen alle ihren Beitrag, Eltern wie Kinder.
Die Vokabel „beitragsfreie Mitversicherung“ ist, gelinde gesagt, eine bewussteTäuschung“ der Bevölkerung. Auch gegen besseres Wissen wird in den Medien eben dieser trügerische Begriff gedankenlos und ohne Recherche weiter transportiert. Auf diese Zusammenhänge habe ich Sie, Frau Lennartz, in der Vergangenheit bereits mehrmals hingewiesen. Trotzdem wird der Leserschaft vermittelt, Familien seien Schmarotzer – obwohl  das Gegenteil ist der Fall ist ! Sowohl die nachwuchslose, als auch die ältere Bevölkerung profitiert von Familien mit Kindern. Nur: Zum Dank dafür wird Eltern das Mehrfache dessen, was sie an staatlicher Förderung erhalten, über Verbrauchssteuern und Sozialabgaben wieder abgeknöpft, so als seien sie Singles.
Sehr geehrte Frau Lennartz, aus der Erfahrung, dass solcher Klartext von der Schwäbischen Zeitung nicht abgedruckt wird, sende ich  Ihnen diesen persönlich, allerdings als offenen Brief, der im Internet aufzurufen ist.
Mit freundlichem Gruß
Bärbel Fischer
für die ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT