Pressemitteilung des EAK zum Betreuungsgeld

Gute Entscheidung

Der Vorstand des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) der CDU Rems-Murr nahm in seiner letzten Vorstandsitzung mit großer Freude die Mitteilung der Fraktionsvorsitzenden von CDU, CSU und FDP im Deutschen Bundestag zur Einführung des Betreuungsgelds für selbst erziehende Eltern zur Kenntnis.

„Wir vom EAK Rems-Murr setzen uns seit über zwei Jahren innerparteilich, in Netzwerken und in der Öffentlichkeit für diese familienfördernde Leistung ein“, berichtet EAK-Vorsitzender David Müller. Von Anfang an sei der EAK Rems-Murr davon überzeugt gewesen, dass erst mit diesem Betreuungsgeld – in der Form der Barauszahlung  – Eltern in die Lage kommen, sich frei zu entscheiden, ob sie ihr Kleinkind selbst betreuen oder in eine Fremdbetreuung geben wollen. Mit dem Betreuungsgeld werde anerkannt, dass Eltern, die ihre Kinder selbst betreuen, für die Gesellschaft nicht weniger leisten als Eltern, die auch in dieser frühen Lebensphase ihrer Kinder einer Berufstätigkeit nachgehen müssen oder wollen und deshalb Betreuungsangebote brauchen.

Der EAK Rems-Murr, so David Müller weiter, unterstütze auch den bedarfsgerechten Ausbau öffentlicher oder privater Betreuungsangebote für Kleinkinder. Dies könne aber nicht die einzige Form der Kinderbetreuung sein, die von der öffentlichen Hand subventioniert werde. Auch Eltern, die sich in ihrer Verantwortung dafür entscheiden, ihre Kleinkinder selbst zu betreuen, hätten Anspruch auf Unterstützung. Dies sei ein Gebot der Gleichbehandlung und der Gerechtigkeit zwischen den Familien.

Krippensubventionen in der Kritik

Steffen J. Roth ist Geschäftsführer des Instituts für Wirtschaftspolitik an der Kölner Universität. In einem ordnungspolitischen Kommentar hat Roth gefordert, lieber die Krippensubventionen auf den Prüfstand zu stellen, als das Betreuungsgeld „aus den falschen Gründen“ zu kritisieren. Was seiner Meinung nach die richtigen Gründe dafür sind, verrät er im Interview mit FreieWelt.net

http://www.freiewelt.net/nachricht-9956/betreuungsgeld-aus-zweifeln-an-anderen-staatlichen-wohltaten-geboren—interview-mit-steffen-j.-roth.html

Originaltext:

 

Ab in die Krippe?

Worüber streiten deutsche Politiker derzeit am heftigsten? Inflationsgefahr, galoppierende Staatsverschuldung, Euro-Rettungsschirme? Nein. Ob in Parlamenten, Podiumsdiskussionen oder Talkshows: Bei keinem Thema geht es so zur Sache wie beim Betreuungsgeld….

Thomas Wolf, FOCUS-MONEY- Redakteur schreibt ein erstaunlich sachliches Resümee.

http://www.focus.de/finanzen/news/tid-25856/betreuungsgeld-ab-in-die-krippe_aid_754919.html

Bravo, Frau Haderthauer!

Die bayrische Familien-und Sozialministerin fasste in ihrer Rede vor dem Bundesrat am 11. Mai 2012 zusammen, was das vereinbarte Betreuungsgeld leisten kann und will, und warum es, auch in seiner beschämenden Geringfügigkeit kommen muss. Hier der vollständige Wortlaut:

http://www.haderthauer-direkt.blogspot.de/

Eltern brauchen mehr als nur ein Taschengeld

Der Leiter des Heidelberger Familienbüros, Kostas Petropulos, spricht sich für ein Erziehungsgehalt aus, das tatsächlich echte Wahlfreiheit für Eltern ermöglicht. Das geplante Betreuungsgeld ist nach seiner Ansicht nicht mehr als ein Taschengeld, und daher völlig unzureichend.

http://www.volksfreund.de/nachrichten/welt/themendestages/themenderzeit/Weitere-Themen-des-Tages-Eltern-brauchen-mehr-als-nur-ein-Taschengeld;art742,3160353

CARITAS plädiert für Krippen

 Der DCV lehnt die aktuellen Pläne zur Einführung eines Betreuungsgeldes ab. „Ein Betreuungsgeld, das nur bezahlt wird, wenn auf öffentliche Kinderbetreuung verzichtet wird, ist ungerecht und unterstützt die Wahlfreiheit von Eltern nicht“, macht Caritas-Präsident Peter Neher angesichts der aktuellen Stunde heute im Bund deutlich.

…Viel wichtiger als endlose Debatten zur Einführung einer familienpolitisch zweifelhaften Leistung ist die Konzentration auf den Ausbau der Betreuung für unter 3jährigen“, fordert Neher. So zeichne sich ab, dass das Ziel eines flächendeckenden Angebots entsprechender Plätze bis zum Sommer 2013 nicht überall erreicht wird. „Wer Wahlfreiheit für Familien will, muss auch Betreuungsplätze anbieten.“

http://www.caritas.de/fuerprofis/presse/pressemeldungen/geplantesbetreuungsgeldsozialungerecht

Antwort der ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT

Sehr geehrter Herr Neher!

In völliger Verkennung tatsächlicher Wahlfreiheit für Eltern fordern Sie im Namen der Caritas externe U 3-Kleinkindbetreuung, obwohl Sie wissen, dass die wichtigste Voraussetzung für die Entwicklung der menschlichen Persönlichkeit eine stabile Mutter/Vater-Kind-Bindung ist. Diese kann nicht in einer Krippe bei wechselndem Personal inmitten einer schreienden Säuglingsgruppe und unter Gleichaltrigen wachsen, wie Ihnen jeder Psychologiestudent im 5. Semester erklärt.  Wer schon an einem Heim für Erziehungshilfe tätig war, der kennt die Tragödien zu früh getrennter Kinder. Fast jedes Kind erlebt die frühe Trennung von der Mutter als Abschiebung, Unwertsein, Vernachlässigung und tiefe Kränkung und speichert im Gehirn dieses Erlebnis als Trauma. In der Folge wird sich das Kind ein Leben lang Opfer suchen, die die Rache für die frühkindliche Missachtung abbekommen.

Meine Frage: Müssen Kinder zuerst geschädigt werden, um  hinterher in CARITAS-Kinderheimen wieder aufgefangen zu werden?

Wahlfreiheit für Familienfrauen ist erst dann erreicht, wenn sie gegenüber Erwerbsfrauen keine finanziellen und gesellschaftlichen Nachteile erleiden müssen, wie es derzeit leider die Regel ist. Erst, wenn Familienarbeit und Erwerbsarbeit gleichrangig behandelt werden, wie es das BVerfG vor Jahren schon gefordert hat, ist Wahlfreiheit erreicht. Dafür, Herr Neher, sollte sich die Caritas einsetzen und sich nicht mit Peanuts abgeben. Dass über ein so lächerlich geringes Betreuungsgeld für die verantwortungsvolle und anstrengende Fürsorge um das Kleinkind, überhaupt gestritten wird, spottet jeglichem  Gerechtigkeitsempfinden.

Aus der miesen Situation heraus, in der sich Mehrkinderfamilien heute befinden, entstand vor drei Jahren im Landkreis Ravensburg unsere ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT  mit ihrer Internetseite: www.familiengerechtigkeit-rv.de. Hier kann die Bevölkerung täglich lesen, wie übel Wirtschaft, Politik und Medien den Familien mitspielen, wie sie gedemütigt und missachtet werden. Kindermangel in Deutschland ist hausgemacht und die Folge dieser Geringschätzung.

Sehr geehrter Herr Neher, ich bin völlig schockiert über Ihr unverständliches Plädoyer zugunsten der Krippenbetreuung.  In Anbetracht des Sinneswandels bei der Caritas  überlege ich mir inzwischen, ob ich meine CARITAS-Auszeichnung zurückgebe. Auch werde ich meine Spenden an die Caritas einstellen, für deren Projekte ich mich jahrzehntelang eingesetzt habe.

Bitter enttäuscht grüßt Sie

i. A. Bärbel Fischer

Ev. Diakonie delegiert ihren Auftrag

Mit folgendem Schreiben wandte sich die ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT an die Diakonie der Evangelischen Kirche:

Sehr geehrte Damen und Herren der DIAKONIE,

im Auftrag der ELTERNINITIATIVE FÜR FAMILIENGERECHTIGKEIT teile ich Ihnen das Entsetzen der hier vereinigten Elternschaft über die Meldung mit, wie die DIAKONIE und der Präses der Evangelischen Kirche, Dr. Nikolaus Schneider, die so wichtige Familienarbeit selbsterziehender Eltern gegenüber staatlicher Betreuung missachtet. Bewusst oder aus selbstverschuldeter Unkenntnis wirft die DIAKONIE Kindergarten und Krippe in einen Topf und beruft sich mit ihrer Empfehlung auch noch auf jene Eltern, die ihre Kinder tatsächlich vernachlässigen. Wir hätten erwartet, dass die DIAKONIE, wie es bisher zumindest üblich war, den Elternhäusern in schwierigen Verhältnissen Ihre gezielte Hilfe und Begleitung anbietet. Statt dessen übertragen Sie dieses Amt künftig an staatliche Kinderbetreuungseinrichtungen. Damit sind zwar den Eltern ihre Kinder genommen, ihnen selbst aber nicht geholfen. Gerade die DIAKONIE müsste sich engagiert dafür einsetzen, dass sich Babies während der ersten drei Jahre in aller Ruhe an Mutter/Vater binden können, um Lebenssicherheit und Selbstbewusstsein zu schöpfen. Denn aus Ihren Kinderheimen wissen Sie ja selbst, welchen Schaden frühe Vernachlässigung und mangelnde Bindung bei Kindern hinterlässt. Professor Dr. Joachim Baur von der Uni Freiburg hat nachgewiesen, dass Trennung/ Abschiebung im kindlichen Gehirn das Schmerzzentrum erregt und Wut und Aggression auslöst, die häufig ein Leben lang bei Unbeteiligten abreagiert werden.

Unsere Ansicht ist, dass Kinder unter drei Jahren am besten zuhause betreut werden und erst bei gelungener Bindung frei werden für weitergehende soziale Kontakte mit Gleichaltrigen im Kindergarten. Daher sollte alles getan werden, um Eltern, die Hilfe brauchen, bei ihrer häuslichen Betreuung zu unterstützen.

Vergessen Sie bitte nicht, dass die allermeisten Kinder unter der Obhut liebender und fürsorglicher Eltern aufwachsen, denen aber von unserer Gesellschaft heute nur Schmähung und Abwertung entgegengebracht wird. Mit dem Ruf nach der Krippe verkennt sie generell die aufopfernde Leistung von Vätern und Müttern. Als polit-mediales Ideal wird Propaganda gemacht für vollerwerbstätige Eltern , die Kinder haben sollen, als hätten sie keine.

Es ist für uns unverständlich, dass die DIAKONIE so leichtfertig Ihre ureigenste Aufgabe auf öffentliche Einrichtungen abwälzt und Ihren christlichen Auftrag neuerdings selbst geringschätzt.

Wir wollen die DIAKONIE daher auffordern, sich wieder hilfsbedürftigen Eltern und Familien zuzuwenden, anstatt in den Chor der Wirtschaftsverbände einzustimmen mit dem fragwürdigen Ruf nach einer sog. „frühkindlichen Bildung“, der eine verlogene Umschreibung ist für die Bindung elterlicher Arbeitskraft an die Betriebe.

So verbleiben wir mit der Empfehlung, sich auf unserem Internetportal über die miese Situation heutiger Eltern zu informieren und sich mit entsprechendem Engagement dafür einzusetzen, dass Familienarbeit wieder die Wertschätzung erhält, die sie durch alle Generationen auszeichnete.

Mit freundlichem Gruß                                                                                                                  i. A. Bärbel Fischer

Manege frei!

Viele ernstzunehmende Schreiber sprechen sich in den Foren der Internetblätter für eine Beendigung der Krippensubventionierung bei gleichzeitigem Verzicht auf das Betreuungsgeld aus.

Was würde – reine Utopie –  passieren, wenn die Subventionierung von Krippenplätzen beendet würde? Welche Folgen hätte dies für die Wirtschaftswachstum, für die Demographie, das Sozialwesen der künftigen Jahrzehnte, für die Eltern, die Familien, die Kinder?

Bitte diskutieren Sie mit,  und halten Sie sich nicht zurück mit Ihren Ideen, Fantasien, Einschätzungen!

Klicken Sie auf die Sprechblase rechts oben und lassen Sie Ihren Gedanken freien Lauf! Los geht´s!

Danke für Ihren Beitrag!                                                                                                     Bärbel Fischer

Vielfalt ermöglichen!

Familien sollen die freie Wahl haben darüber, wie sie ihren Alltag organisieren. Deshalb ist das Betreuungsgeld eine  g e r e c h t e   Idee, meint der Leiter des Heidelberger Familienbüros, Kostas Petropulos in seinem Gastbeitrag beim Tagesspiegel.

http://www.tagesspiegel.de/meinung/gastbeitrag-vielfalt-ermoeglichen/6596592.html

Kampagne: JA zum Betreuungsgeld – Mütter fordern Wahlfreiheit

Sie können sich über den u. a. Link am Abgeordneten-Check beteiligen und jeweils täglich wechselnd 10 Abgeordneten eine vorgefertigte Mail senden mit der Aufforderung, dem Betreuungsgeld zuzustimmen.

Bitte beteiligen Sie sich rege!

http://www.abgeordneten-check.de/email/larumdarum/86.html