Bildungsmonitor 2012 verspricht Milliardengewinne

Auf WELT-online belegt der Bildungsmonitor 2012, welche Bundesländer in Bezug auf die Rentabilität der investierten Bildungskosten am besten oder weniger gut abschneiden.

Bildungsmonitor 2012 Absolventen bringen Wirtschaft 9 Milliarden Euro – Nachrichten Wirtschaft – WELT ONLINE

Dazu eine Einschätzung der ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT:

Der Bildungsmonitor 2012 liest sich wie die Rentabilitätsaufstellung eines Betriebs für Mastviehhaltung. Jeder Cent, der investiert wird, muss sich mehrfach in barer Münze auszahlen. Die Tiere werden im Stall mit Kraftfutter schnell auf Gewicht gebracht, Auslauf im Freien entfällt, da unrentabel. Ziel ist die schnellstmögliche Schlachtung. Genauso sollen junge Leute „ausgeschlachtet“ werden: familienferne Betreuung in der Kinderkrippe (beide Eltern in den Erwerb), Ganztagsschule, G8, Abitur light (möglichst viele Studenten an die Hochschulen), Turbo-MINT-Studium mit Bachelor und Master. In den Betrieben werden die Absolventen dann erst einmal gemolken indem sie jahrelang unbezahlte Praktika abliefern dürfen.

Wir sehen: Es spielt für die Wirtschaft überhaupt keine Rolle, ob es sich um Vieh oder um junge Menschen handelt. Das System wird hochgejubelt, denn es winken ja offensichtlich utopische Milliardengewinne. Für wen?

Von Geisteswissenschaften verspricht man sich jedoch nicht viel, sie werden gar nicht vom Bildungsmonitor erfasst. Noch in den Siebzigern und Achtzigern galt Bildung als breite humanistische Allgemeinbildung, die Zusammenhänge unter den einzelnen Wissenschaften herstellt. Unter Bildung versteht die Wirtschaft heute lediglich, was Profit verspricht, möglichst hoch, möglichst schnell, möglichst spezialisiert, möglichst kostengünstig.  Ergo: Der Bildungsmonitor misst nicht Bildung, sondern Rentabilität.

Daher empfehlen wir, den so genannten Bildungsmonitor unter dem treffenderen Namen „Verwertbarkeitsmonitor“ einzuordnen.

i. A. Bärbel Fischer

Magere frauenpolitische Bilanz

Bei FOCUS online vom 22. 07. 2012 beklagt Frau MdB Elisabeth Winkelmeier-Becker CDU die „magere frauenpolitische Bilanz“ dieser Legislaturperiode. Sie  will daher, vorbei am Ministerium Schröder, die Frauen aus anderen Fraktionen für eine gemeinsame Aktion zur Erreichung einer gesetzlich festgeschriebenen Frauenquote starten.

http://www.focus.de/magazin/kurzfassungen/focus-30-2012-cdu-politikerin-beklagt-magere-bilanz-in-der-frauenpolitik_aid_785410.html

Mit folgendem  Schreiben wendet sich die ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT im LKR. Ravensburg an die CDU-Politikerin:

Sehr geehrte Frau Winkelmeier-Becker,

Sie beklagen im FOCUS vom 22. 07. 2012  die „magere frauenpolitische Bilanz“ dieser Legislatuperiode. Da stimme ich Ihnen voll zu. Die Bilanz ist sogar sehr, sehr mager. Das liegt aber an dem Focus der CDU- Themen. Um genauer zu sein: Für die CDU-Frauen gibt es nur ein einziges Thema, mit dem sie punkten wollen, die Quote. Sollte die Frauenquote  sich gesetzlich durchsetzen lassen, haben es etwa 300 Frauen leichter, in die Vorstände und auf die Chefsessel zu kommen. Die restlichen 30 Millionen Frauen schauen weiterhin  in die Röhre. Ist es das, was Sie Ihr „frauenpolitisches Image“ nennen? Sieht so Ihr erstrebtes  Profil aus?

Wie wäre es denn mit Themen wie: Erschöpfte Mütter in der Vereinbarkeitsfalle – Mütter im Burn out – Mehrkinderfamilien benachteiligt beim Elterngeld – Geburtenschwund, na und? – Familienarbeit, ein Nullsummenjob? – Vier Kinder großgezogen, Rente reicht nur zur Miete  – Deutsches Sozialgesetz beutet Familien aus – etc. …

Als Gremium, das vorgibt, sich speziell um die Lebensleistung von Frauen zu sorgen, hätten Sie also ein reiches Betätigungsfeld. Hier könnten Sie sich gerade beim weiblichen Fußvolk hohe Anerkennung verschaffen. Oder versprechen Sie sich davon kein Profil? Ist Ihnen ein schwarz-gelb-grün-rotes Quotenmäntelchen lieber als gute Politik, die Frauen und speziell Müttern, und damit den Familien das Leben erleichtert?

Werte Frau Winkelmeier-Becker, nie war die CDU frauen- und mütterfeindlicher als in dieser Legislaturperiode. Wir fühlen uns als billiger  „Wertstoff“ für wirtschaftliche  Gewinnmaximierung missbraucht. Allein zu diesem Zweck sollen wir unsere Kinder anderen Frauen in die Arme legen! Wissen Sie was? Die Paare lassen sich das nicht mehr gefallen. Sie treten in den Zeugungsstreik.

Basteln Sie getrost weiter an Ihrem Quoten-Image, der Geburtenschwund wird es Ihnen danken, denn der entpuppt sich als eine wirklich tödlich- magere Bilanz.

i. A. Bärbel Fischer

 

 

Konzerne haben ein wirtschaftliches Interesse an früher Fremdbetreuung

Die Psychologin Antje Kräuter deckt auf, wie die Pharma- und Medienkonzerne von der frühen Trennung von Mutter und Kind profitieren und hohe Gewinne einfahren. 
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitstreiter, Sympathisanten und Freunde,
durch einen Artikel im „Fluter“- einem Magazin der Bundeszentrale für politische Bildung- gewann ich die niederschmetternde Erkenntnis, dass hinter der enormen Medienkampagne für eine angebliche Bildungsmöglichkeit der Babys und Kleinstkinder in der Krippe (entgegen aller wissenschaftlichen Erkenntnisse, diese findet man auf unserer Seite www.frühe-kindheit.net, darunter Fachliches, darunter
Betreuung, darunter Krippe und Stress von Dr. Böhm ) Konzerne wie Bertelsmann stecken, sogar der Klett-Verlag und andere unterhalten über Tochterfirmen Kitas, Krippen und Ganztagsschulen. Hier bieten sich ihnen auf Grund des grandiosen und nicht zu verantwortenden Krippenausbaus (ohne ausreichende liebevolle Betreuer und mit dem hohen Risiko für die Grundgesundheit der nächsten Generationen) enorme Gewinne für diese Medienkonzerne über Bildungsangebote und Ausbildungsmaterialien
für unzählige Bildungsträger und Universitätslehrgänge.

Der Schlag gegen die Mütter und Ihre Kinder ist komplett möglich, da sich diese Fremdbetreuungsideologie mit den gesellschafltichen Bedingungen der Billiglöhne (v.a. im Osten) und der finanziellen Not der Familien deckt. Sie deckt sich sogar mit den Idealen der Opposition- die, die sonst den kapitalistischen Markt hinsichtlich seiner sozialen Verträglichkeit kontrollieren könnten und die Bildungskonzerne stoppen würden,
hängen der Ideologie des Sozialismus, der werktätigen Frau an mit ihrer angeblichen Befreiung aus den häuslichen Fesseln  ( sie sind jedoch nicht befreit, sie haben ja doch die Hauptlast von Kind und Beruf zu tragen! Dazu ihr schlechtes Gewissen als Mutter und die Krankheiten und Störungen ihrer Kinder).

Und sie fallen auf den fruchtbaren Boden der meisten erwachsenen Bürger Ostdeutschlands, die selbst so groß geworden sind bzw. die selbst ihre Kinder in Krippen gegeben haben. Sollten diese Menschen wirklich bereit sein, ihr Leben oder das ihrer Kinder als früh verunsichert wahrzunehmen?

Somit haben die Medienkonzerne genauso freie Fahrt, wie die Pharmaindustrie, die für die ständig steigende Zahl psychisch kranker Menschen und Kinder ihre Pillen anbieten: Antidepressiva und Ritalin gegen ADHS. Dass mindestens 30 bis 40 % aller Europäer psychisch krank sind, was ständig publiziert wird, macht keinen Politiker stutzig. Kinder leiden an Ängsten, Depressionen, somatoformen Störungen und u.a. auch an Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsstörung, alles möglicherweise Folgen ihrer Verunsicherung durch Trennung von ihren und durch psychische Probleme ihrer Bezugspersonen. Diese Folgestörungen von Bindungsunsicherheiten haben sie
erworben, beispielsweise durch Muttermangel (meist im Osten) und Muttervergiftung (meist im Westen) nach dem Psychoanalytiker Maatz ( siehe auch: Der Lilith-Komplex ).

Die Ideologie gegen Kinder entstand im Nationalsozialismus, die Kampagnen gegen das „Verwöhnen“ und die Erziehung zu Härte vor allem durch die NS-Ärztin Haarer. Nun haben wir die dritte Diktatur: Nach Faschismus und DDR-Diktatur nun die Wirtschaftsdiktatur. In allen drei Diktaturen richtet(e) man sich vehement gegen die Mutter-Kind-Bindung. (Man könnte sich zusätzlich auch noch fragen, ob diese Störung der Mutter-Kind-Bindung beabsichtig ist: alle konsumorientierten Industrien würden von kranken und süchtigen Menschen profitieren, diese streben nach materiellen Befriedigungen, da ihnen die Befriedigung durch Urvertrauen und Liebe vorenthalten wird.)

Und die Ideologie der „guten Bildung in Krippen“ findet auch ihren Nährboden in den Menschen selbst, die auch an den Störungen infolge Geburtserschwernissen (Kaiserschnitt, Frühgeburten) und eigenen traumatischen Kindheitserlebnissen leiden: ihnen fällt es nicht leicht, in einer isolierten Kleinfamilie den ganzen Tag für ein Baby
da zu sein, was zugegebenermaßen auch biologisch ( aus der Menschheitsgeschichte heraus erklärt) nicht von der Natur vorgesehen ist: „Um ein Kind groß zu ziehen, bedarf es eines ganzen Dorfs“- afrikanisches Sprichwort. Wenn dann der Ausweg noch in ein glorreiches Licht getaucht wird:“frühe Bildung in Krippen ist
gut“- dann atmen sie auf. Ihnen sollten wir helfen, vielleicht in neuen Projekten des Zusammenlebens in sozialen Gemeinschaften. Die Stillgruppen sind der beste Start dafür.

Wir sollten immer wieder und an jeder Stelle dazu beitragen, auf die enormen Risiken der frühen Fremdbetreuung hinzuweisen. Ich wünsche dazu viel Kraft und Entschlossenheit!
Und ich bin auch dankbar für Rückmeldungen und einen fruchtbaren Dialog.

Ihre/Eure Antje Kräuter
Dipl.Psychologin
Psychologische Psychotherapeutin für Erwachsene
Traumapsychotherapeutin
Elternberaterin von 0 bis 3
Stillberaterin AFS

antje.kraeuter@t-online.de

 

Ein ordnungspolitischer Irrweg?

LESERBRIEF  AN  DEN  DEUTSCHEN  FAMILIENVERBAND

Ob man nun für oder gegen das Betreuungsgeld ist, der Beitrag von Renate Schmidt „Ein ordnungspolitischer Irrweg“ ( DFV Familie 4/12 ) schreit förmlich nach einer Erwiderung. Vorweg: Unsere einzige Übereinstimmung mit den Äußerungen der SPD-Politikerin: Ein Betreuungsgeld von 100/150 € kann niemals als Wertschätzung der Leistung von Familien gelten, weil es lächerlich gering und völlig unzureichend ist. Die Begründungen aber, die Frau Schmidt in o.g. Artikel anführt, können keinesfalls unwidersprochen hingenommen werden.

  • „Die Nichtinanspruchnahme einer (notwendigen) staatlichen Institution kann niemals eine finanzielle Leistung begründen“ Hier wird bewusst populistisch argumentiert, denn übertragen auf das zitierte Verkehrsmittel-Beispiel hieße das: der Busverkehr darf hoch subventioniert werden, der Straßenbahnverkehr aber mit o,oo Cent. Um an sein Ziel zu kommen heißt die Frage doch nicht: Busfahren oder zuhause bleiben, sondern: Busfahren oder Tramfahren? Beides muss dem Bürger freigestellt, und beides muss in gleicher Höhe subventioniert sein. In unserem Kontext heißt daher die Frage nicht: Kindererziehung ja oder nein, sondern Kindererziehung innerfamiliär oder außerfamiliär? Es geht überhaupt nicht um Nutzung oder Nichtnutzung, sondern um die verfassungsmäßige Gleichbehandlung verschiedener Betreuungsformen. Ein verfassungsgemäßer Ausgleich ist erst erreicht, wenn alle Formen der Betreuung in der gleichen Höhe subventioniert oder aber keinerlei Subventionen für Kinderbetreuung gezahlt werden. Die Subventionierung des Krippenausbaues mit 1500 € pro Krippenplatz und Monat stellt daher eine verfassungswidrige Ungleichbehandlung verschiedener Betreuungsformen dar.
  • „.. die Betreuung in der Kinderkrippe, mit ausgebildetem Personal, von den Eltern mit nicht wenig Gebühren bezahlt, führt zum Verlust des Betreuungsgeldes“.  Wer versteht diese Logik? Sollen etwa Eltern einen hoch subventionierten Krippenplatz buchen und zusätzlich noch Betreuungsgeld kassieren? Zudem weiß auch Frau Schmidt, wie schlecht es um die  Professionalität und Qualität deutscher Krippen bestellt ist. Die Pläne ihrer Nachfolgerin,  heute Arbeitsministerin, arbeitslose Schleckerfrauen im Schnellverfahren als Erzieherinnen einzusetzen spricht eine deutliche Sprache, wie viel  dem Staat qualitative Kinderbetreuung und die andauernd beschworene „frühkindliche Bildung“ wert ist. Weshalb hat man nicht zu Kanzler Schröders Zeiten sofort damit begonnen, junge Leute auszubilden? Nein – so viel Engagement durfte man nicht erwarten. Nun sind die überfüllten Krippen mehrheitlich zu Verwahranstalten verkommen. Der Ruf nach Fachkräften verhallt solange, bis eine gerechte Bezahlung dieses verantwortlichen Dienstes gewährleistet ist.
  • „Zudem wird das Zuhause-bei-den-Kindern-bleiben durch steuerliche Erleichterungen (Ehegattensplitting), kostenlose Krankenversicherung der nicht erwerbstätigen Ehefrau anerkannt, oder sagen wir lieber berücksichtigt“. Hier haben wir es mit einer bewusst gewählten Verdummung der Bevölkerung zu tun. Zum einen wird das Ehegattensplitting  allen verheirateten Paaren unabhängig von eigenem Nachwuchs gewährt. Daher kann diese Leistung nicht als steuerliche Erleichterung für Eltern gelten. Zum anderen: Auch Frau Schmidt weiß, dass das Brutto-Einkommen eines Familienvaters sich sofort in die Anzahl seiner Familienmitglieder teilt. Verdient er  brutto 4000.- Euro, so hat bei einer fünfköpfigen Familie jedes Familienmitglied Anspruch auf  lediglich 800 Euro/ Monat. Würde der Vater wie ein Single sein Einkommen für sich allein beanspruchen und seine Familien darben lassen, so würde er strafrechtlich verfolgt! Also versichert sich auch die erwerbslose Ehefrau über ihr “Einkommen“ von 800 Euro selbst, wie jedes der drei Kinder auch, und sind somit mitnichten beitragsfrei mitversichert. Trotzdem wird die Lüge von der beitragsfreien Mitversicherung von Ehefrau und Kindern permanent weiter verbreitet. Dies ist Frau Schmidt sehr wohl bekannt. Ohne Skrupel aber  verwendet sie dieses Scheinargument für ihre zweifelhafte Rechtfertigung.
  • Als absolut unangemessen werten wir die Behauptung von Frau Schmidt, Eltern würden die 100 /150 Euro lieber in Unterhaltungselektronik oder Alkohol umsetzen, anstatt diese ihren Kindern zugute kommen zu lassen. Auch wenn es Eltern gibt, denen ihre Kinder schnurzegal sind, die Mehrheit wünscht sich eine gerechte, der Kinderzahl entsprechend verminderte Abgabenlast und keine Almosen!  In unserer Mitgliedschaft haben wir sehr viele Akademiker, die auf ein Einkommen zugunsten Ihrer Kinder verzichten, damit diese geborgen und stabil aufwachsen können. Die Frage bleibt: Legt der Staat überhaupt Wert auf eine wohlerzogene, disziplinierte und kulturell gebildete Jugend ?
  • Dass die OECD  natürlich Fremdbetreuung favorisiert, das verwundert niemanden, geht es ihr doch ausschließlich um Vollbeschäftigung  und Wachstum. Nicht das Kindeswohl hat Priorität, sondern das Wirtschaftswachstum. Dass die meisten Eltern bisher auch ohne Betreuungsgeld ausgekommen sind, ist doch kein Argument gegen diese Leistung! Man kann sich mit Obst oder ohne Obst ernähren. Die Frage ist, ob man sich das Obst noch leisten kann. Es geht doch um gerechte Gleichbehandlung! Dass Kleinkinder von einer außerfamiliären Betreuung profitieren, das ist aus ärztlicher und psychologischer Sicht wissenschaftlich bereits mehrfach widerlegt worden. Auch behauptet Frau Schmidt fälschlich, Thüringen wolle sein Erziehungsgeld ( Betreuungsgeld ) wieder abschaffen. Auf Anfrage beim Sozialministerium Thüringen  bestehen  keine derartigen Überlegungen.
  • Zum Thema Wahlfreiheit: Solange Eltern  finanziell benachteiligt werden, wenn sie ihre Kinder selbst betreuen, solange ist weder Wahlfreiheit noch Gleichstellung gegeben. Subventionen haben immer  Lenkungsfunktion. Die Krippenmilliarden werden nur  gewährt, damit Eltern möglichst frühzeitig und möglichst ganztägig dem Arbeitsmarkt wieder zur Verfügung stehen. Der Hintergrund ist der demographische, strukturell aber selbst verschuldete Fachkräftemangel in Deutschland, sowie unsere Staatsverschuldung von 2 Billionen. Die Babies sollen nun dafür bezahlen. Man lässt sie zu Tausenden vergeblich nach ihrer Mama schreien. In ständiger Rechtsprechung verweist das Verfassungsgericht auf das natürliche Recht der elterlichen Erziehung und deren Förderung in der jeweils gewählten Form durch den Gesetzgeber. Es führt weiter aus, dass sich der Staat einer „Bewirtschaftung des Begabungspotentials“ zu enthalten hat (vgl. BVerfGE 34, 165 <184>).Und wenn die Eltern sich für die Betreuung durch die Nachbarin entscheiden, hat das der Staat zu akzeptieren. Keinesfalls kann die Betreuungsinfrastruktur als öffentliches Gut gelten, eher „als ein öffentliches Übel, das niemanden besser-, einige aber schlechter stellt“, wie der Ökonom Christian Müller darlegt.
  • „In den allermeisten Familien müssen heute meist beide Eltern erwerbstätig sein, damit es langt…!“ Dass sich eine Politikerin nicht schämt, diesen Satz zu Papier zu bringen. Genau hier liegt doch das Problem. Warum müssen eigentlich Eltern, als diejenigen, die sich zwar freudig, aber unter großen finanziellen Opfern  für ihren Nachwuchs krumm legen, aus materieller Not zusätzlich noch einem Erwerbsberuf nachgehen? Damit wird den Familien auch das noch gestohlen, wovon sie leben, nämlich von der verlässlichen Präsenz der Eltern.  Dass man den Familien gegenüber Kinderlosen viel zu hohe Abgaben abverlangt ( Sozialabgaben vom Brutto, mehrfache Unterhaltskosten, Verbrauchssteuern pro Kind mtl. ca. 220.-) hat bisher noch keinen Politiker ernsthaft interessiert. Wie kann es denn sein, dass den Eltern von drei Kindern bei einem Jahreseinkommen von 30 000 € über 19 000 € an frei verfügbarem Einkommen gegenüber dem kinderlosen Arbeitnehmer fehlen? ( plus 11 179.- hier/ minus 8028.- dort)  Damit wird die Familie monatlich um 669.- € betrogen (s. Horizontaler Vergleich des frei verfügbaren Einkommens nach Familiengröße, DFV-Familie 1/2012 ) Hier hat die SPD samt den anderen Parteien komplett versagt, weil ihnen das Auskommen von Familien mit mehreren Kindern völlig egal ist. Längst hätten SPD, CDU, FDP Gelegenheit gehabt, Recht zu schaffen, aber es geht hier ja nur um „Gedöns“ ( Gerhard Schröder )! Wäre es nicht die vordringlichste Aufgabe der Politik, die grundgesetzlich garantierte materielle Basis für Familien mit mehreren Kindern endlich einzufordern?  Anstatt das Übel an der Wurzel zu packen werden Kleinstkinder brutal von den Eltern getrennt und in Kitas ausgelagert.
  • Das geplante Betreuungsgeld besser in die Qualifizierung der Kitas zu stecken oder das Elterngeld 18 Monate lang zu zahlen, entbehrt wiederum jeglicher rechtlichen Basis. Denn genau die Eltern, die ihre Kinder lieber selbst betreuen, müssen dann steuerlich für die Krippenplätze und das Elterngeld derjenigen aufkommen, die über zwei Einkommen verfügen und zusätzlich noch die Kinderbetreuung hoch subventioniert bekommen. Für Mütter von mehr als einem Kind hat Vater Staat sowieso nur den Mindestbetrag von 300 Euro Elterngeld vorgesehen, wenn sie nicht oder nur teilweise erwerbstätig sein konnten. Schon bei 12-monatigem Bezug beläuft sich die Diskrepanz zwischen der gut verdienenden und der erwerbslosen Mutter auf 18 000 €, bei 18-monatigem Bezug bereits auf  27 000 € ! Junge Paare hören die Botschaft sehr wohl: Mehr als ein Kind  – unerwünscht und unerschwinglich!

Das Almosen Betreuungsgeld könnte man sich locker schenken, wenn endlich die Vielfachbelastung von Eltern per Gesetzesreform beendet würde. Doch daran denken weder Regierungsparteien noch oppositionelle grüne, rote oder dunkelrote Parteien. An der mehrfach staatlich verordneten Mehrbelastung lässt sich ablesen, welch geringen Stellenwert Familien gegenüber Vollerwerbstätigen einnehmen. Das ist das Werk aller unserer Regierungen seit Kanzler Schröder. Ihre fatale Rechnung ist leider aufgegangen, ohne dass sich die Verantwortlichen den „Erfolg“ auf ihr Butterbrot streichen dürften. Denn wenn man Familien zuerst aushungert, dann wundert es doch nicht, dass sie eiligst zum Futternapf Erwerbsarbeit laufen und nach einem Krippenplatz schreien.  Ein Ruhmesblatt ist dieser Run keinesfalls, eher ein Armutszeugnis und der Beweis, dass Familien in Deutschland zu einem Störfaktor verkommen sind. Diese Tatsache mit populistischen Argumenten zu verdrehen oder zu beschönigen ist inzwischen gängige Praxis  der Parteienpolitik geworden.

ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT  im Lkr. Ravensburg

i. A. Bärbel Fischer

RotGrün BW will 11600 Lehrerstellen streichen

Die  grün-rote Landesregierung BW will sparen. Woran? An Lehrern und Schülern. Nicht nur , dass wir unsere Kinder schon mit Schulden von je fast       30 000 Euro in die Welt setzen, nein, nun spart man ihnen auch noch ihren gesetzlichen Anspruch auf gute Bildung weg. Eine rot-grüne Glanzleistung! 

http://bildungsklick.de/a/84585/kretschmann-schockt-lehrer/

Die ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT im Lkr. Ravensburg nimmt Stellung:

Alle rot-grünen Bildungsversprechungen vor der BW-Wahl sind nun mit einem Federstrich Makulatur! Wer „Mappus weg!“ oder „K 21“ gewählt hatte fühlt sich nun bildungspolitisch ans eigene Bein gepinkelt und bedauert, nicht die ÖDP mit ihrem  hervorragenden Konzept unterstützt zu haben.

http://oedp-bw.de/sites/oedp-bw.de/files/6seiter_Kurzprogramm_end_05-01-11b.pdf

Gemeinschaftsschulen können, wie jede andere Schulform, nur funktionieren, wenn genügend Lehrpersonal vorhanden ist.  Jedwede Systemveränderung ist ohne gute personale Ausstattung von vorn herein zum Scheitern verdammt und  wird unser ( fast ) vorbildliches Leistungsniveau demnächst an Bremener oder Berliner Ministandards angleichen.

Abwesende, weil beruflich eingespannte Eltern hoffen inständig, dass wenigstens die Schule noch funktioniert, wenn schon der Einfluss der Familie heute bedeutungslos geworden ist. Die durch Staatssubventionen forcierte  familien-ferne Rundumbetreuung schreit förmlich nach Lehrern und Tutoren, die nicht nur fachkundig sind, sondern als psychologisch geschulte Pädagogen ihre Aufgabe in der Führung junger Menschen sehen.

Nein, dafür ist kein Geld da. Zuerst sperrt man die Kinder schon im zarten Alter von  wenigen Monaten  in eine kollektive Kinderstube, später zwingt man sie in große Klassen ohne ausreichendes Personal. Das Ganze nennt sich dann: Bildungsland Baden-Württemberg. Bravo!

Bärbel Fischer

Kreißsaal in die Kita!

Pressemeldungen zufolge sind Vollzeitmütter in den Augen von Manuela Schwesig, Arbeitsministerin von Mecklenburg-Vorpommern, nichts anderes als „Gebärmaschinen“. Birgit Kelle sieht in dieser Schmähung  den Tiefpunkt  der Diffamierungsskala erreicht. Ihr u. a. Artikel kontert facettenreich. Ein wahres Lesevergnügen, das Sie sich nicht entgehen lassen sollten! Auch die Kommentare sind lesenswert.

http://www.theeuropean.de/birgit-kelle/11708-familie-im-kapitalismus?page=3#comments

Kommentar der ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT im Lkr. Ravensburg:

Wunderbar, Frau Kelle! Treffend analysiert, ! Fabelhaft! Danke!

Ich werde Ihren Beitrag direkt an Frau Schwesig schicken. Allerdings nehme ich an, dass diese Dame völlig blind und taub ist, was  M ü t t e r l i c h k e i t  angeht. Kann man einem Blinden den Regenbogen erklären? Kann man einem Tauben den Klang eines Streichquartetts vermitteln? Wo das Sinnesorgan ausfällt, ist jede Mühe vergeblich. Nur – Blinde und Taube werben nicht für ihr eigenes Handicap und sie diffamieren auch nicht jene, die sehen und hören können. Frau Schwesig aber findet immer neue und immer beleidigendere  Abwertungen für Mütter, die ihre Mütterlichkeit in der Familie vollzeit leben. Vermutlich will die forsche Dame auf der SPD -Karriereleiter rasch nach oben kommen. Wenn es denn mit Grips nicht geht, dann eben mit Tritten.

Bärbel Fischer

„Wir wollen Bosse sein und wir wollen Babys haben!“,

das war O-Ton Ursula von der Leyen auf der DLDwomen-Konferenz in München, die sich mit dem häuslichen, virtuellen Internet-Arbeitsplatz beschäftigte.       

dpa-Untertitel: „Wie wollen wir Gesellschaft und Arbeitsleben in Zukunft gestalten? Antworten aus weiblicher Perspektive“

Hauptanliegen der Arbeitsministerin: Zukünftig sollen nicht mehr die „Netzwerke alter Jungs“ entscheiden, sondern allein die Qualität der geleisteten Arbeit. ( War das jetzt nicht ein Appell  g e g e n  die Frauenquote? )

Kommentar der ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT

Antworten aus der Perspektive von Eltern und Familien:

Babys  h a b e n  oder Babys  k r i e g e n ?

Die Faust zu ballen und den Arm zu recken, das war zumindest bislang die Kampfattitüde männlicher Politiker. Das hat sich geändert, wie Frau v. d. Leyen auf dem dpa-Foto von der DLDwomen-Konferenz in München beweist: „Wir wollen Bosse sein und wir wollen Babys haben!“ Frauenpower pur! Da darf sich die Arbeitsministerin schon mal mokieren über ihre ehemaligen Schulfreundinnen, die sich alle neune „nur“ noch um ihre Familien kümmern. Wie peinlich! – Könnte es vielleicht doch sein, dass diese Damen mit Bedacht abwägten, welcher Einsatz sich mehr lohnt, der Einsatz für den Konzern oder der Einsatz für eine stabile junge Generation? Sie haben sich mehrheitlich 1: 9 für die Familie entschieden.

Diese schreckliche Ressourcenvergeudung muss schleunigst beendet werden, meint die Ministerin. Sie favorisiert den Arbeitsplatz am häuslichen PC. Schön und gut. Die Mama ist immer erreichbar, sie kann ihre Arbeit je nach Bedarf unterbrechen, sie  kann Büroarbeit und Familienarbeit organisieren. Eine feine Sache!

Aber für welche Minderheit spricht die Arbeitsministerin? Glaubt sie wirklich, mit den paar exklusiven, weil virtuellen Arbeitsplätzen die künftige Gesellschaft gestalten zu können? Die allermeisten Mütter arbeiten außer Haus, weil sich Ladenregale und-kassen nicht ins Wohnzimmer transportieren lassen, weil sie Streife gehen müssen, weil die Schule, die Apotheke, das Krankenhaus, die Putzstelle eben ihren festen Platz haben. Der ganze Dienstleistungsbereich lebt von der Präsenz der Mitarbeiter und lässt sich nicht virtuell erledigen.

Fest steht, dass Mütter unter der Vereinbarkeitslast mehr und mehr zusammenbrechen. Und fest steht auch, dass immer weniger Kinder geboren werden, weil es eben keine humane Vereinbarkeit für das Gros der Frauen gibt. Sich diese Zusammenhänge anzusehen und darauf zu reagieren weigert sich die ehemalige Ministerin für Frauen, Senioren, Jugend  beharrlich. ( Haben die Männer eigentlich keinen Anwalt, oder kann man sie aus ministerieller Sicht einfach vernachlässigen? )

Für die meisten Mütter heißt es deshalb schlicht: Boss sein und Babys  k r i e g e n.          H a b e n  sollen fremde Frauen unsere Babys dann in der Krippe.

Was sollen also die flotten Sprüche einer Ministerin, die sich am liebsten bei einer bevorzugten Gattung von Frauen hervortut?

Bärbel Fischer

 

Erschöpfte Mütter – bekümmerte Kinder

Immerhin hat es am 11. Juli 2012 die dpa-Meldung mit dem Untertitel: „Doppelbelastung macht vielen Frauen zu schaffen“  auf Seite  eins der Schwäbischen Zeitung geschafft. „Erschöpfung, Depressionen, Schlafstörungen – immer mehr Mütter in Deutschland sind psychisch krank, eine Steigerung um ein Drittel in den vergangenen acht Jahren. Vor allem wachsender Zeitdruck, Doppelbelastung in Beruf und Familie und mangelnde Anerkennung ihrer Arbeit mache den Frauen zu schaffen….“

Na so was!

Bisher glaubte man doch: mit Frauen kann man alles machen, Frauen seien dauerleistungsbereite Arbeitsmaschinen, denen man immer noch mehr Lasten aufbürden darf. Jetzt klappen die Damen einfach reihenweise zusammen. Und Kinder wollen sie auch keine mehr!

Aber hallo! So war das nicht ausgemacht! Mütter haben dem Arbeitsmarkt und dem Wachstum zu dienen, Erschöpfung hin – Erschöpfung her! Dass die Krankenkassen nun auch noch  knausern mit Mütterkuren, ist vielleicht nicht ganz die feine englische Art. Sei´s drum! Und wenn am Ende die Familien unter dem permanenten Druck zerbrechen – Pech gehabt! Kollateralschaden eben! Hauptsache, die Kassen haben geklingelt und die Wirtschaft boomte!

Die deutschen Frauen werden es doch hoffentlich nicht den Schwedinnen nachmachen, die vor lauter Erschöpfung in großer Zahl schon mit 50 Jahren aus dem Arbeitsleben ausscheiden. Denen ist ihre versprochene Alterssicherung offenbar schnurzegal, wenn sie nur endlich ohne Hektik, ohne Zeitdruck einfach nur noch unbelastet ein paar Jährchen lebenswertes Leben vor sich haben können. Schade nur, dass die erwachsenen Kinder und die Enkel sich so selten sehen lassen. Die sind nämlich selber rund um die Uhr  beschäftigt mit der verordneten Vereinbarkeit und ihrer Alterssicherung. Und die Enkel? Die sind sowieso ganztägig untergebracht. Sie werden den Teufel tun und ihre erschöpften Mütter abends noch mit ihren eigenen großen und kleinen Kümmernissen zu nerven.

Leserbriefe zu solchen Themen sind den Medien äußerst unangenehm. Sie werden abgelehnt zugunsten von Kommentaren, die sich mit der Hundesteuer befassen.

Klar: es geht ja auch  n u r  um Mütter!

Bärbel Fischer

Schuldlos in Schulden – vom ersten Tag an

Der Uropa und Großvater von 21 Enkeln, Hermann Woll, sinnt in seinem hübschen Gedicht über die enorme Schuldenlast nach, die jedes deutsche Kind schuldlos schon beim ersten Lichtblick vom Finanzamt aufgebürdet bekommt. Paten gäbe es hierzulande genug, die den Säuglingen diese Altlasten abnehmen könnten …..

Schuldlos in Schulden – vom ersten Tag an

Klein Noah, der süße, war endlich da.

Er lachte schon bald mit Uropa.

Der sprach:“Kerlchen, lach nicht zu früh;

Ich gebe mir zwar größte Müh,

doch die Schulden in deiner Wiegen

zu schwer auf meiner Tasche liegen.

26 ooo Euro stemm ich nicht ,

bei 21 Enkeln kein Land in Sicht.

Weißt was? Den Finanzminister ich frag.“

„Wie machen wir Noah schuldenfrei, sag?“

„Wart nur, nen Paten such ich für dich,

der  reich ist, an den wend ich mich.“

Bald kommt ein Brief Noah, hurra!

Der Ackermann ist dein Pate haha!

Der nimmt die Schulden aus der Wiegen,

jetzt darfst  locker lachen und ruhig liegen.

Herr Schäuble, Dank! Hoff, dass es Schule macht

Und schuldenlos  jedes Kindlein lacht.

 

Hermann Woll, Waltershofer Str.11, 88299 Leutkirch im Allgäu

 


Beschneidung nein – Abtreibung ja!

Abgesehen von Fragen der Religion und Tradition fragt Birgit Kelle nach der doppelbödigen Moral in unserem Land. Weshalb verdammen wir die Beschneidung der Vorhaut, akzeptieren aber die Tötung von jährlich 120 000 Föten im Mutterleib? Haben Eltern noch das Recht zu bestimmen, welche Eingriffe bei ihrem Kind vorgenommen werden, oder haben sie das nicht mehr?

http://www.theeuropean.de/birgit-kelle/11577-beschneidung-und-kinderrechte