Kein Bluff! Familien fördern die Krankenversicherung!

Die Gesetzliche Krankenversicherungen erhalten von Familien erheblich mehr Beiträge, als die Familien an Gesundheitskosten verursachen. Insofern enthält die Krankenversicherung keine Familienförderung; vielmehr fördern die Familien die Krankenversicherungen.

Der folgende Link führt zu einer diesbezüglichen Pressemitteilung sowie einer Studie mit detaillierten Berechnungen und Benennungen der Datenquellen:

http://www.familienbund-bayern.de/19351.html

und

http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/bst/hs.xsl/111974_116226.ht–

Dr. Johannes Schroeter
Landesvorsitzender,
Familienbund der Katholiken in Bayern

Landesgeschäftsstelle:
Rochusstr. 5
80333 München
Tel. 089-2137-2226
Fax  089-2137-2225
www.familienbund-bayern.de

Recht statt Gnadenbrot

Frau Susanne Berger beklagt in ihrem Leserbrief an die Schwäbische Zeitung, dass die Gelder, mit denen man die höheren Renten von Müttern bezahlen könnte, griechischen Spekulanten zugute kommen. D´accord! Die Redaktion titelt: Lieber Mütter fördern als Spekulanten.

Dazu folgender abgelehnte Kommentar

Recht statt Gnadenbrot

„Lieber Mütter  f ö r d e r n   als Spekulanten“ überschreibt die Schwäbische Zeitung den Leserbrief von Frau Berger (17. 12. 12), wenn sie zu Recht fragt: „Warum soll die Erziehung von Kindern, die vor 1992 geboren wurden, weniger wert sein als die der später geborenen?“ Aber bereits die Überschrift verrät die fatale Denkweise, dass Mütter „gefördert“ werden müssten, so als ob sie um Almosen bettelten und nach dem Gnadenbrot des Herrn Schäuble lechzten.

Nein, was Frauen  f o r d e r n , ist die selbstverständliche und verfassungsrechtlich abgesicherte (BVerfG 87,1, 7. 7. 92) Anerkennung ihrer unbezahlten, generativen Familienarbeit als gleichwertigen Beitrag zu den Sozialsystemen, sprich Rentenanwartschaften. Dass Frauen seit Jahrzehnten nicht gewährt wird, was ihnen rechtmäßig zusteht, ist ein speziell deutscher Skandal. In anderen europäischen Ländern, wie z. B. Frankreich,  wird die Kindererziehung als Investition in die Zukunft betrachtet, während hierzulande Mütter verhöhnt werden.

Bärbel Fischer

 

Zitate zur strukturellen Rücksichtslosigkeit gegenüber Familien

Zitat

Altersarmut, Pflegenotstand, Rentenfiasko sind die Themen dieser Tage in allen Medien. Die eigentliche Ursache des Dilemmas wird aber verschwiegen, nämlich, dass unser so genannter Generationenvertrag Eltern und ihre Kinder strukturell benachteiligt, weil ihm ein Standbein fehlt, nämlich die Nachwuchsrente. Seit 1957 müssen Eltern über ihre Beiträge die Altgewordenen stützen und gleichzeitig den Lebensunterhalt für ihren Nachwuchs stemmen. Der „Lohn“ !  dafür zeigt sich in einer wesentlich geringeren Rente als Kinderlose sich durch den Wegfall von Familienzeit und Kindesunterhalt  sichern können. Hier liegt also ein schwerwiegender, struktureller Denkfehler vor, den Dr. Johannes Resch anhand einiger Zitate von Sozialexperten aufzeigt.

Aus „Vom Generationenvertrag zum Generationenbetrug“) www.johannes-resch.de

„Wenn die Kinderlosen und die Kinderarmen ihr Dasein, insbesondere ihre Versorgung im Alter, auf anderer Leute Kinder aufbauen, dann bilden Familienlastenausgleich und Altersversorgung eine Einheit; eine sinnvolle Regelung ist nur möglich, wenn man beides zusammen anfasst.“    

Oswald von Nell-Breuning, 1957 ; Sozialwissenschaftler (aus „Soziale Sicherheit?“ S. 35)

„ In der Tat hat der Gesetzgeber bei der 1957 in Kraft getretenen Rentenreform diesen Zusammenhang zwischen Familienlastenausgleich und Altersversorgung  völlig übersehen und außer acht gelassen, wie er überhaupt die Sachproblematik einer sozialen Rentenversicherung verkannt hat.“

Oswald von Nell-Breuning 1978 (aus „Soziale Sicherheit?“ S. 76)

„Diejenigen, die Beiträge zahlen, empfangen ja nicht ihre Beiträge zurück, wenn sie alt geworden sind. Durch die Beiträge haben sie nicht die Rente erdient, sondern durch sie haben sie erstattet, was die Generation zuvor ihnen gegeben hat. Damit sind sie quitt.    Die Rente, die sie selbst beziehen wollen, die erdienen sie sich durch die Aufzucht des Nachwuchses. Wer dazu nichts beiträgt, ist in einem ungeheuren Manko.“

Oswald von Nell-Breuning 1980 (auf dem Seniorenkongress der CDU)

„Im Bewusstsein der Öffentlichkeit wird die vom Bundesverfassungsgericht in mehreren Urteilen festgestellte grundgesetzwidrige Ausbeutung von Menschen mit Kindern zugunsten der Kinderlosen von drittrangigen Thesen verdrängt, vor allem durch die ständig wiederholte unbelegte These, dass die Geburtenrate im internationalen Vergleich um so höher sei, je höher die Frauenerwerbsquote ist.“ 

Herwig Birg, bis 2004 Direktor des Inst. für Bevölkerungsforschung und Sozialp., Univ. Bielefeld (Aus „Grundkurs Demographie“, 5. Lektion, FAZ.NET 2005)

„Der Unterhalt der alten Generation ist zu fast 100% kollektiviert, derjenige der nachwachsenden Generation dagegen nur zu etwa 25%. Dieses Ungleichgewicht schlägt sich auch in der demographischen Entwicklung nieder, und diese verschärft ihrerseits die Finanzierungsprobleme des Sozialsektors.“ …                                                             „Unsere Gesellschaft polarisiert sich in Familien (mit überwiegend zwei und mehr Kindern) und kinderlosen Lebensformen – eine neue gravierende Form sozialer Ungerechtigkeit tut sich auf.“

Franz-Xaver Kaufmann, bis 1997 Prof. für Sozialpolitik und Soziologie: „Herausforderungen des Sozialstaats“, S. 78, 80

„Diese strukturelle Rücksichtslosigkeit in unserer Gesellschaft begründet soziale Problemlagen von Familien, die nicht nur aus Gerechtigkeitsgründen, sondern auch mit Rücksicht auf ihre nachteiligen Folgen für die Humanvermögensbildung eine Herausforderung für die Politik darstellen.“

Familienbericht für die Bundesregierung (1994). S. 20

 

Ja geht´s noch?

Leserbrief zu "Deutschland vergreist, Nachwuchs fehlt", Schwarzwälder 
Bote vom 4. Oktober 2012

Dieses Gejammer über fehlenden Nachwuchs wächst einem zum Hals heraus. 
Dies erst recht, wenn man erlebt, wie die Verantwortlichen und ihre 
medialen Hofberichterstatter die wahren Ursachen sturheil nicht zur 
Kenntnis nehmen wollen: Man kann nicht ganze Sozialsysteme per Umlage 
organisieren und dann das Kinderkriegen marginalisieren, ja bestrafen. 
Genau das erleben wir täglich zunehmend seit der Rentenreform 1957. 
Mütter sollen den Nachwuchs für die Rentenkasse gebären, selber aber so 
gut wie keine Rente davon bekommen. Frauen sollen möglichst wenig Zeit 
mit der Erziehung eigener Kinder verplempern, sondern möglichst 
lückenlos erwerbstätig sein. "Heimchen am Herd" ist zum übelsten 
Schimpfwort geworden. Ja geht's noch?

Gertrud Martin
Seb.-Kneipp-Str. 110
78048 VS-Villingen
Tel.07721 56124

Hurra, wir vergreisen!

Locker flockig berichtet die Schwäbische Zeitung am 5. Oktober 2012 über den Demografiegipfel der Bundesregierung, den die Kanzlerin in heiterer Stimmung mit einer launigen Rede beendete. Offenbar gibt es nach all den Schreckensszenarien der Experten aus Bund, Ländern, Kommunen, Verbänden Arbeitgebern und Gewerkschaften keinen Grund, die Angelegenheit mit dem nötigen Ernst zu betrachten. Vergeblich suchte man in den Zeitungsberichten nach Vorschlägen, wie eine Notbremse für den Geburtenschwund – Hauptursache der Überalterung  –  effektiv gezogen werden könnte.

Seit vielen Jahren mahnen Juristen, Sozialwissenschaftler, Demografieexperten und selbst das Bundesverfassungsgericht eine Korrektur des bestehenden Generationenvertrages an, die als überfällige gesellschaftliche wie gesetzliche Anerkennung der Erziehungsleistung von Eltern den Gebärstreik junger Paare beenden könnte. Um diese Reform jedoch wahltaktisch zu vermeiden, erfinden unsere Regierungen immer neue unwirksame „Wohltaten“ wie Elterngeld oder Krippensubventionen. „Kinder haben, als hätte man keine“ – dieses Modell kann nicht funktionieren, das sieht inzwischen selbst das Familienministerium ein.

Anstatt aber Gerechtigkeit für Familien zu schaffen, findet man sich heute achselzuckend mit der Vergreisung in Deutschland ab und sucht sogar nach positiven Effekten des Jugendschwundes. Statt „Defizitorientierung“ sei  „Ressourcenorientierung“ angesagt ( OB Wolfgang Schuster, Stuttgart ), wobei der Begriff „Ressource“ sich nicht etwa, wie naheliegend, auf Nachwuchs bezieht, sondern die Ausbeutung der Kräfte von Müttern, Migranten und jungen Alten meint. Über „Ressourcenorientierung durch Nachwuchs“ denkt keiner mehr nach. Weder in Talkshows noch in den Printmedien kommt dieser Aspekt zur Sprache. In weitem Bogen umgeht man dieses Tabuthema. Wer zeigt schon gerne mit dem Finger auf sich selbst?

Die Flinte liegt  längst im Korn. Doch die Vergreisung mit all ihren Folgen wird sich solange fortsetzen, wie Elternleistung politisch und medial ignoriert und diffamiert wird.

i. A. der ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT im Lkr. Ravensburg

Bärbel Fischer

 

Bitte bedenken Sie, Herr Hilgers,

arme Kinder stammen aus armen Familien.

Wir von der Elterninitiative behaupten: In Deutschland werden Familien durch ein fehlerhaftes Sozialsystem arm gemacht.

Gerade in einer Phase weitreichender familialer Entscheidungen verfügen kinderlose Ehepaare über ein deutlich höheres monatliches Nettoeinkommen.

Die Einkommenslage von Familien kann generell nicht als schlecht bezeichnet werden, aber es bestehen strukturelle Ungleichgewichte zwischen Paaren mit und ohne Kinder(n). Diese strukturellen Nachteile konnten auch mit dem Ausbau familienpolitischer Leistungen in den letzten 20 Jahren nicht beseitigt werden. Es konnte nur ein weiteres Abrutschen verhindert werden.

Familien erreichen in allen Familienphasen ein niedrigeres Wohlstandsniveau als der Durchschnitt aller Haushalte. Der Anteil von Familien im Niedrigeinkommensbereich ist überdurchschnittlich hoch.

Wesentliche Ursache für das starke Einkommensgefälle ist der Verzicht oder die Reduzierung der Erwerbstätigkeit der Mutter zugunsten der nicht bezahlten, gleichwohl gesellschaftlich hoch bedeutsamen Erziehungsarbeit.

Sozialhilfebedürftig sind vor allem allein erziehende Mütter mit kleinen Kindern und mit mehreren Kindern. Dahingegen ist das Sozialhilferisiko von Ehepaaren mit Kindern vergleichsweise niedrig, allerdings gerade mit steigender Kinderzahl höher als bei kinderlosen Ehepaaren. Der Anteil der Kinder an den Sozialhilfeempfängern steigt. Das Sozialhilferisiko von Kindern liegt deutlich über dem Durchschnitt der Bevölkerung.

Das niedrige Geburtenniveau in Deutschland hängt mit dem wachsenden Wohlstand der Gesellschaft und dem strukturellen ökonomischen Ungleichgewicht zwischen Kinderlosen und Familien zusammen. Es gibt zunehmend mehr Anreize auf Kinder zu verzichten. Hier ist die Politik gefordert, Gegengewichte zu setzen.

Wir bitten Sie, Herr Hilgers, ihre Amt dafür zu nutzen, die Öffentlichkeit (Medien) und die Bundesregierung  über die wahren Ursachen von Kinderarmut zu informieren. Die Bevölkerung urteilt nämlich naiv:

arm = selbsverschuldet, sozial schwach, erziehungsunfähig, Sozialschmarotzer

Im Auftrag der ELTERNINITIATIVE FÜR FAMILIENGERECHTIGKEIT grüße ich Sie freundlich

Bärbel Fischer


Wichtig! Petition unterzeichnen! Weiterleiten!

Für ein Ende der strukturellen Benachteiligung von Familien  im deutschen Sozialversicherungssystem unterzeichnen Sie bitte online folgende Petition an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages:

http://www.openpetition.de/petition/online/fuer-ein-ende-der-strukturellen-benachteiligung-von-familien-im-deutschen-sozialversicherungssystem

Experten im Bundestag zu Fragen der Familiengerechtigkeit

DEUTSCHER FAMILIENVERBAND

G E R E C H T I G K E I T    F  Ü R     F A M I L I  E N

– nachhaltig und zukunftsorientiert –

Vieles ist derzeit im Umbruch. Eine Demografiestrategie, die Pflegeversicherungsreform, das Lebensleistungsanerkennungsgesetz stehen ins Haus. Neue Leistungen sollen einer steigenden Altersarmut vorbeugen, die Situation Pflegebedürftiger soll verbessert werden.

Der Deutsche Familienverband tritt seit vielen Jahren für eine gerechte und nachhaltige Familienpolitik ein. Gemeinsam mit allen Politikerinnen und Politikern, mit Vertreterinnen und Vertretern aller gesellschaftlich relevanten Gruppen suchen wir nach neuen Wegen in der Familienpolitik, die zukunftsorientiert sein muss und nicht die nachwachsende Generation überfordern darf.

Diese Veranstaltung wollen wir als Auftakt nehmen für weitere Diskussionen, für die Entwicklung von Alternativen und Strategien zur Umsetzung einer nachhaltigen Familienpolitik.

Mittwoch, 09.05.2012

14:00-18:00 Uhr

Sitzungssaal der CDU/CSU-Fraktion Deutscher Bundestag

14:00 Eintreffen im Saal

14:15 Begrüßung Dr. Klaus Zeh

14:25 Familiengerechtigkeit Prof. Dr. Anne Lenze

– Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts

14:45 Das Beitragskinderurteil 2001 Prof. Dr. Martin Schulte

Auswirkungen auf die Sozialversicherungen

15:05 Familienförderung? DFV

Der kleine Unterschied zwischen Brutto-Netto

15:20 Demografiereserve Marco Wanderwitz, MdB

Notwendigkeit und Anforderungen

15:30 Diskussion Moderation Robin Alexander, Die WELT

Podium

  • Dr. Jürgen Borchert
  • Sabine Bätzing-Lichtenthäler, MdB (angefragt)
  • Daniela Ludwig, MdB

Nachfragen an Referenten, Öffnung der Diskussion ins Auditorium

17:00 Ausklang mit offenen Gesprächen

18:00 Ende der Veranstaltung

 

 

Robin Alexander, Redakteur bei DIE WELT und WELT am SONNTAG,

bei Rowohlt erschienen: „Familie für Einsteiger- ein Überlebenshandbuch“

Sabine Bätzing-Lichtenthäler, MdB,

Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft Demografischer Wandelder SPD-Fraktion

Dr. Jürgen Borchert,

Vorsitzender Richter am Hessischen Landessozialgencht,

Politikberater

Prof. Dr. Anne Lenze,

Professorin für Familien-, Jugendhilfe- und Sozialrecht an der Hochschule Darmstadt

Daniela Ludwig, MdB, Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion

im Parlamentarischen Beirat für nachhaltige Entwicklung

Prof. Dr. Martin Schulte, Lehrstuhl für Öffentliches Recht an der TU Dresden

Marco Wanderwitz, MdB Vorsitzender der Jungen Gruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Dr. Klaus Zeh, Präsident des Deutschen Familienverbandes

Anmeldung

Eine Teilnahme ist wegen der Sicherheitsvorkehrungen im Bundestag nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Sie erhalten eine Bestätigung per Email. In dieser wird der Gebäudeeingang mitgeteilt.

Bitte teilen Sie uns Ihre Teilnahme verbindlich bis spätestens 30.04.2012 per Email mit.

post@deutscher-familienverband.de

 

 

Entlasten statt bestrafen

Familien entlasten, statt Kinderlose belasten und das als Beitrag zur Systemerhaltung „verkaufen“ – ein Beitrag also, von dem auch Kinderlose profitieren. So könnte man versöhnen statt spalten und die Gerechtigkeitslücke schließen.

von Jürgen Liminski

http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display-mit-Komm.154+M50eaaa83e03.0.html

Erst informieren, dann korrigieren!

Die Einteilung der  Bürger in Menschen mit und Menschen ohne Kinder sei nicht zielführend, meint die Kanzlerin und unterbindet eiligst die Diskussion um ein gerechtes Alterssicherungssystem. Nicht die jungen aufmüpfigen CDU-Abgeordneten, sondern unser Gesetzgeber selbst sortiert seit fast 60 Jahren ungerührt und gegen die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts Eltern in die Schublade „Verlierer“ und Kinderlose in die „Gewinner“- Schublade.

Um keinen Zwist aufkommen zu lassen: Menschen ohne Nachwuchs können selbst gar nichts dafür, dass sie von dem Fehlkonstrukt Generationenvertrag profitieren. Das Gesetz sieht nämlich vor, dass über die Umlage Kinderlosen die gleichen Rentenansprüche zustehen wie Eltern, auch wenn sie niemals Kinderkosten zu tragen hatten. Meist fallen die Renten Kinderloser sogar höher aus, weil sie ununterbrochen erwerbstätig sein konnten, im Gegensatz zu Müttern oder Vätern. Bis auf 0,25%  bei der Pflegeversicherung zahlen sie nicht einen Cent mehr an Sozialabgaben als Eltern von Kindern. Was Eltern für ihre, also  u n s e r e   Kinder leisten interessiert unseren Gesetzgeber einfach nicht. So kam es zu einer skandalösen Schlechterstellung der Familien mit der logischen Folge, dass  sich in den letzten 50 Jahren die Geburtenzahlen halbierten. Wer will sich schon wegen Kindern ruinieren?

Längst ist absehbar, wohin die Reise geht, wenn nur noch in 28% aller Haushalte Kinder aufwachsen. Doch die Politiker trauen sich nicht an eine Korrektur. Zu lange haben sie dem Volk die wahren Zusammenhänge von Geben und Nehmen verschwiegen. Völlig blauäugig holen wir den Kindern die Butter vom Brot und den Eltern das Geld aus der Tasche.

Das muss aber so nicht bleiben. Zuerst informieren, dann korrigieren im Vertrauen auf die Einsicht demokratischer Bürger.

Bärbel Fischer