Krippenbetreuung zwischen Politik und Elternhaus

Der Psychiater, Psychoanalytiker und Autor Dr. Hans-Joachim Maaz hat als einer von 24 Fachexperten einen Appell gegen die massive staatliche Krippensubvention unterzeichnet, der vor den negativen Auswirkungen von Krippenbetreuung eindringlich warnt.

http://www.freiewelt.net/nachricht-11455/interview-mit-fachexperte-dr.-hans-joachim-maaz.html

Dr. Johannes Resch, Arzt für Neurologie und Psychiatrie, nimmt dazu Stellung:

Von fachlicher Seite halte ich die Ausführungen von Dr. Maaz für uneingeschränkt zutreffend. Von politischer Seite her plädiere ich allerdings dafür, die Entscheidung Krippe oder keine Krippe den Eltern zu überlassen, und zwar aus zwei Gründen:

1. Die Entscheidungsfreiheit der Eltern lässt sich auf das Grundgesetz stützen, das für alle Bürger und auch für die Politik verbindlich ist. Wissenschaftliche Erkenntnisse werden immer nur von denen akzeptiert werden, die entweder diese Erkenntnisse selbst nachvollziehen können oder den entsprechenden Wissenschaftlern vertrauen. Das ist in der Regel nur ein begrenzter Teil der Bevölkerung.

2. Meine Überzeugung ist es, dass dann, wenn Eltern wirklich frei entscheiden können, sie in der Regel den besten Weg für ihre Kinder einschlagen. Voraussetzung ist allerdings, dass sie keinem äußeren Druck ausgesetzt sind. Die jetzige von Politik und Wirtschaft lautstark propagierte und einseitig finanziell geförderte Krippenbetreuung ist zweifellos eine massive staatliche Einflussnahme, die eine freie Entscheidung der Eltern unmöglich macht.

Mein Fazit: Die politische Forderung muss daher heute lauten: Gleichberechtigung für alle Eltern in Form gleicher Finanzierung der Kindererziehung, unabhängig davon, ob
das Kind in einer Krippe, von den Eltern oder sonst wie betreut wird. Das ist allein schon durch Art.3 und Art. 6 GG zu rechtfertigen. Ausnahmen nur bei Gefährdung des Kindeswohls. Unabhängig davon sollten Eltern über alle wissenschaftlichen Erkenntnisse auf dem Gebiet der Kleinkindbetreuung informiert werden, damit sie sich selbst ein
möglichst umfassendes Bild machen können.

Dr. Johannes Resch
Arzt für Neurologie und Psychiatrie
www.johannes-resch.de

Demografiegipfel

„Politik für alle Generationen“ verheißt der Demografiegipfel der Bundesregierung. Der Arbeitskreis „Familie als Gemeinschaft stärken“ befasst sich jedoch weder mit Familie noch mit den Ursachen für den ausbleibenden Nachwuchs, sondern mit Vereinbarkeitsstrategien:

Professor Dr. Hermann Adrian von der Uni Mainz sieht die Stärkung der Familie als Gemeinschaft vielmehr so:

Wir können die Familien massiv stärken, wenn wir endlich ihre Ausbeutung beenden!

Den kleinen Beitrag Kinderloser zur Kinderfinanzierung zahlen die erwachsenen Kinder bereits dadurch zurück, dass sie alle staatlichen Einrichtungen wie z.B. Rettungsdienste und Polizei finanzieren, die auch kinderlose Alte retten und schützen.

Weil Kinderlosen heute aber in ökonomisch absurder weise auch noch Ansprüche an fremde Kinder auf Rente, Gesundheit und Pflege zugesprochen werden, allein dafür, dass sie durch ihre Beiträge die Alterskosten ihrer eigenen Eltern getragen haben, bekommen sie sehr viel mehr zurück als ihrem kleinen Anteil an den Kinderkosten entspricht. Diese Geschenke an Kinderlose von 400.000 Euro für ein Paar werden finanziert durch eine Ausbeutung einer Familie mit 2 Kindern von 200.000 Euro, die sich in ungerechten Rentenkürzungen, reduzierten Gesundheitsleistungen und unwürdiger Pflege der alten Eltern, aber insbesondere auch in einer ungerechten, übermäßigen Belastung der erwachsenen Kinder manifestiert.
Relativ zum Aufziehen zweier Kinder belohnt der Staat lebenslange Kinderlosigkeit so mit 600.000 Euro und unterdrückt damit den natürlichen Kinderwunsch. Eine Verbesserung der Familienförderung um 20.000 Euro pro Kind durch Erhöhung des Kindergeldes und Einführung des Elterngeldes kann gegen diesen „Moral Hazard“ von 300.000 Euro pro Kind die Geburtenrate nicht erhöhen.
Kardinalfehler der Gesetzlichen Rente ist ihre Beitragsbezogenheit. Dadurch wird sie behandelt, als wäre sie durch das eingezahlte Kapital gedeckt, das die Eltern längst verbraucht haben. Die Rente ist umlagefinanziert und deshalb ausschließlich durch die Kinder gedeckt. Deshalb kann nur die Kindererziehungsleistung ökonomisch gerechtfertigte Ansprüche begründen. Lebenslang Kinderlose haben keinen gerechtfertigten Anspruch auf Renten-, Gesundheits- und Pflegeleistungen im Alter. Sie müssen die ersparten Kinderkosten kapitalgedeckt anlegen, um ihre Alterskosten selbst zu bezahlen. Nur so werden die Sozialsysteme „demografiefest“, die Ausbeutung der Familien wird beendet und die Geburtenrate steigt.
Wir stehlen einen Teil unseres Wohlstands von den Kindern der Familien durch ausufernde Staatsverschuldung, mangelnde Investitionen und ungerechtfertigte Belastung durch kinderlose Alte. Wenn wir das nicht endlich beenden, werden unsere Kinder und Enkel zu Arbeitssklaven für Kinderlose herabgewürdigt.

http://www.politik-fuer-alle-generationen.de/DE/Mitreden/01_Familie/Einzelansicht/Einzelansicht_node.html?idIdea=26

Brauchen Hausfrauen und -männer ein Gehalt?

Auf diese Umfrage bei Publik-Forum antworteten von 623 Teilnehmern 79 % mit  „JA, denn ihre Aufgabe ist komplex und unverzichtbar. Daher sollte sie vom Staat existenzsichernd bezahlt werden“. 9 % meinten, ein Gehalt sei wichtig, um mehr Männer für die aktive Sorge um Kinder und Ältere zu gewinnen. Nur 3 % antworteten mit NEIN, weil dieses Gehalt nicht finanzierbar sei. Wie Frauen und Männer die Sorge um Haushalt, Kinder und Ältere organisieren, sei ihre Privatsache, meinten 9 % der Teilnehmer.

Mehr Rentengerechtigkeit für ältere Mütter ist keine Finanzierungsfrage

Verband Familienarbeit e. V.         

Pressemeldung

Mehr Rentengerechtigkeit für ältere Mütter ist keine Finanzierungsfrage

Positives von den CDU-Frauen

Die Ehrenvorsitzende des Verbandes Familienarbeit e. V., Wiltraud Beckenbach, äußertsich zur von der CDU-Frauen-Union geforderten Erhöhung der Renten älterer Mütter:

„Nach dem erbärmlichen Gezerre um das Betreuungsgeld ist die Forderung der CDU-Frauen-Union auf Anrechnung von drei Erziehungsjahren für vor 1992 geborene Kinder mal etwas Positives und ein Stück mehr an Gerechtigkeit. Auch die Lebensleistung von Müttern muss sich in der Altersversorgung niederschlagen. Es ist nicht hinnehmbar, dass gerade diejenigen, die den wichtigsten Beitrag für die Zukunft unseres Landes geleistet haben, immer wieder benachteiligt werden.“

Der stellv. Vorsitzende des Verbandes, Dr. Johannes Resch, ergänzt: „Mehr Erziehungsjahre für ältere Mütter bei der Rente sind ohne Zusatzfinanzierung möglich.“ Er erläutert: „Die Rentenhöhe orientiert sich am `aktuellen Rentenwert`, der nach dem `Durchschnittsentgelt` vollbeschäftigter Arbeitnehmer/innen bestimmt wird. Das bildet aber die Lebenswirklichkeit von Arbeitnehmer-Familien ungenügend ab, weil die unbezahlte Erziehungsarbeit von Eltern nicht berücksichtigt wird. Es werden ausschließlich die Lebensverhältnisse von Nur-Erwerbstätigen zugrunde gelegt. Es ist wirklichkeitsnäher, die unbezahlte Erziehungsarbeit bei der Berechnung des Durchschnittsentgelts teilweise zu berücksichtigen. Damit wird der aktuelle Rentenwert etwas gesenkt. Schon eine Minderung um 5% spart etwa 13 Mrd. € ein. Das ist etwa der Betrag, der zur Finanzierung von zwei zusätzlichen Erziehungsjahren für alle vor 1992 geborenen Kinder erforderlich ist. Eine finanzielle Zusatzbelastung für die Rentenversicherung oder den Staat wird vermieden. Im Ergebnis würden Ansprüche aus Erwerbsarbeit geringfügig sinken. Die Erziehungsleistung würde aber deutlich aufgewertet.“

Resch weiter: „Dann wird Altersarmut, die vor allem Mütter mehrerer Kinder betrifft, gemindert und ein Stück Generationenvertrag zwischen Eltern und Kindern wiederhergestellt. CDU/CSU und FDP können jetzt beweisen, dass sie aus ihren Fehlern bei der Rentenreform 1957 gelernt haben.“

Pressestelle Verband Familienarbeit e. V.

Wissen, was läuft!

Die ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT macht aufmerksam auf den Infodienst des HEIDELBERGER BÜRO FÜR FAMILIENFRAGEN UND SOZIALE SICHERHEIT (HBF)

An alle familienpolitisch interessierte, kritische Mitbürger!

Die Medienberichterstattung über Familien und ihre Bedürfnisse in unserem Land ist kurzatmig, oft einseitig und fast durchgängig ohne tiefere Sachkenntnis. Deshalb gibt es nicht nur in der Öffentlichkeit, sondern selbst bei Eltern große Informationslücken, die es der Politik ermöglichen, ihren fatalen Kurs der „strukturellen Rücksichtslosigkeit“ (Familienbericht der Bundesregierung, 1994) gegenüber Familien ungebremst fortzusetzen. Mit dem Heidelberger Büro für Familienfragen: http://www.heidelberger-familienbuero.de gibt es jedoch seit 17 Jahren ein wirkungsvolles Gegenmittel: Tagesaktuelle Meldungen mit soliden Hintergrundinformationen.  Mit einem genauen Blick auf die Presse, Experten und Politik berichtet der Leiter des Büros, Kostas Petropulos, über wesentliche Entwicklungen, Entscheidungen und Auswirkungen des Handelns von Politik und Wirtschaft auf die Gesellschaft, insbesondere auf Familien, Frauen und Jugend. Der/Die Leser/in erhält zudem eine Übersicht zu den journalistischen Einschätzungen, um  sich dann beispielsweise selbst über die einschlägigen Leserforen zu äußern. Über ein  reichhaltiges Schlagwortverzeichnis lassen sich zudem viele Hintergrundinformationen und Daten auf der HBF-eigenen Internetseite abfragen. Vom Echo und Stellenwert dieses einzigartigen familien- und sozialpolitischen Dienstes können Sie sich ein eigenes Bild auf der Internetseite http://www.heidelberger-familienbuero.de/HBF-Echo-Medien.htm machen.

Daher möchten wir hier für diesen überaus wichtigen partei- und verbandsunabhängigen Service werben. Testen Sie das einwöchige HBF-Schnupper-Abo oder nutzen Sie den kostenlosen den E-Mail-BasisService oder abonnieren Sie den erweiterten Basis/Premiumservice gegen einen steuerlich absetzbaren Monatsbeitrag von 5.- oder 10.- Euro! Es zahlt sich aus!

Nähere Informationen zum HBF-Angebot finden Sie unter:

http://www.heidelberger-familienbuero.de/Aboinfos-HBF-Infodienst.htm

Papa, Papa, Kind -Homo-Ehe ohne Grenzen?

Die kommende Hart-aber-fair-Sendung am Montag, 3. 12. um 21 Uhr ARD  befasst sich mit der geforderten Gleichberechtigung von homosexuellen Paaren und Ehepaaren. Herr Lohmann und Frau Kelle sprechen sich zugunsten von Ehe und Familie aus. Über den Link:  http://www.wdr.de/tv/hartaberfair/index.php5  können Sie sich vorab in die Diskussion einbringen. 

Déjà-vu

Aus der Diktatur des Proletariats in die Diktatur des Kapitals

Der Arzt Dr. Johannes Resch zeigt auf, wie Politik und Wirtschaft die Gesellschaft dominieren. Eltern und Kinder werden immer mehr als Manövriermasse zur Erzielung von Gewinnen betrachtet.

Hatten wir das nicht schon mal?

http://www.freiewelt.net/blog-4853/eine-diktatur-des-kapitals%3F.html

Unterscheiden sich Caritas und Jobcenter noch?

Das Jobcenter Konstanz hat gemeinsam mit der Caritas vom 01.02.2012 – 30.11.2012 das Projekt „Kunststück“ für Allein Erziehende angeboten. Dazu richtet eine Leserin kritische Anmerkungen an die Caritas, die sich mehr und mehr Sprache und Vorurteile der Jobvermittler zu eigen macht.

 

Sehr geehrter Herr Roth und alle, die bei der Caritas mit Alleinerziehenden zu tun haben,

es ist mir ein Anliegen mich zu Ihrem Projekt „Kunststück“ zu äußern:

„Ein wirklich tolles Projekt“ denkt man im erste Moment, wenn man das hört und liest und die gelungenen Werke in der dazugehörigen Ausstellung betrachtet.

Vielleicht bleibt man bei diesem Gedanken, wenn man nicht bereit ist genau hin zu sehen. Die wenigsten werden das. Doch ich möchte es: Genauer hin sehen.

 

Alleinerziehende Mütter sollen Stärken aktivieren, heißt es da in Ihrem Text zum Projekt. Das hört sich für mich an, als seien allein erziehende Mütter schwach.

Ich glaube, die meisten dieser Mütter zeigen täglich Ihre Stärke, indem sie den Alltag mit Kindern und alles was dazu gehört ALLEIN meistern.

Sie sollen, schreiben Sie „durch Beschäftigung wieder finanziell unabhängig werden“. Und genau darum geht es. Ihr ganzes, schön klingendes Projekt.

 

Beschäftigung? Glaubt die Caritas, wie das Jobcenter auch, Mütter, insbesondere alleinerziehende Mütter seien „nicht beschäftigt? Wirklich???

Oder werden diese Mütter inzwischen nicht nur vom Jobcenter, sondern sogar von der Caritas unterschwellig diskriminiert? Kindererziehung und die gesamte alleinige Organisation des Alltags mit Kindern ist also keine Beschäftigung!

Und finanziell unabhängig (von Staatskosten) sollen diese Frauen endlich werden. Das ist das Hauptziel Ihres Projektes.

Ja, warum sind sie denn „finanziell abhängig“. Warum?

Weil sie Kinder haben, die bei Ihnen wohnen. Oft unterhalten diese Frauen sich bereits selbst durch Erwerbsarbeit (zusätzlich zur Familienarbeit). Da aber bedürftige Kinder bei Ihnen leben, sind alle in der „Hartz-IV-Falle“. Wohl in den allermeisten Fällen, weil die Väter ihre Kinder finanziell nicht unterstützen (und sich auch oft in sonstiger Hinsicht aus dem Staube gemacht haben). Viel zu viele Väter drücken sich gekonnt vor der Verantwortung, und das ist immer noch gesellschaftlich anerkannt. Es kommt nicht einmal zur Sprache.

Vielleicht ist Ursache auch, dass dem Staat Erziehungsarbeit in der Familie kein Cent wert ist. Weil letztlich Kinder nichts wert sind und man ihre Bedürfnisse (nach Bindung und familiärer Geborgenheit) ignoriert. Viel einfacher ist es da natürlich, den Müttern die Schuld und damit die Gesamtverantwortung in die Schuhe zu schieben. Sie tun ja nie was, diese Mütter, deshalb sind sie wohl finanziell abhängig. Klar. Wie kleingeistig und schlichtweg falsch ist diese weit verbreitete Denke.

Macht die Caritas da mit?

Weiter führen Sie auf: „Ziel ist es, innere Konflikte und Ambivalenzen aufzulösen“ und „die Persönlichkeit zu stärken“. Da finden wir sie ja schon wieder, die (angeblichen) Ursachen des Elends, in den (unfähigen) allein erziehenden Müttern!

Diese haben also irgendwelche (grundlosen) Ambivalenzen und Konflikte in sich, sie sind also an sich schon schwierig und haben außerdem eine schwache Persönlichkeit. Das haben wir ja schon immer gedacht, oder? Ja- vielleicht spüren sie tatsächlich Ambivalenzen und Konflikte in sich. Es gibt auch einen guten Grund dafür: Es ist der massive finanzielle und seelische Druck, dem sie in Abhängigkeit vom Jobcenter und seinen Menschen (insbesondere Mütter)- verachtenden Methoden ausgesetzt sind. Wer da nicht unendlich stark ist, geht in Kürze kaputt. Die Kinder dann auch. Weil sie eigentlich genug zu tun haben „Mutter und Vater zugleich“ für Ihre Kinder zu sein, was natürlich nicht geht.

Genug zu tun damit, Schadensbegrenzung bei den Kindern zu betreiben und immer alles allein zu organisieren und immer zu funktionieren. Immer.

Und das Jobcenter Ihnen immer wieder einen Strich durch die Rechnung macht.

Weil sie auf vieles verzichten und gerne da wären für Ihre Kinder…jetzt noch mehr,

wo der Vater weg ist. Weil sie das nicht dürfen und es keinen interessiert. Im Gegenteil.

Allein erziehende müssen ihre Persönlichkeit stärken. Meinen Sie. Die Tatsache, unter welchen Bedingungen diese ihre Kinder groß ziehen spricht sogar von großer Persönlichkeitsstärke. Finde ich. Vielleicht sollte man sie nicht immer untergraben, durch Erniedrigungen, Demütigungen und Ignoranz.

Das Jobcenter agiert massiv Kinder- und Mütterfeindlich. Seit Jahren.

Das weiß jeder, der diese Maschinerie erleben musste. Dass die Caritas nun aber auch in diese Bresche springt macht mich fassungslos. Womöglich deshalb, weil die Caritas von den vielen 1,50- Jobs profitiert, die allein erziehende Mütter bei Ihnen ausüben? Ich hoffe nicht.

Seit Neuem ist es ja auch Ziel der Caritas, Kleinstkindern die Kinderkrippe als angeblich besten Aufenthaltsort zu empfehlen. Auch sie schwimmt mit dem Mainstream, geprägt von wirtschaftlichen und politischen Interessen und spricht sich für den Krippenausbau aus, wohl wissend,  dass die (nicht von der Wirtschaft gekauften) Bindungsforscher, Kinderärzte, Psychologen vor den Auswirkungen warnen. Gerade für Kinder von Allein Erziehenden stellt dies eine zusätzliche Belastung dar. Die Caritas macht sich stark für eine „Maßnahme“, deren Ziel es ist, Vollzeit Familienarbeit leistende Mütter zusätzlich in Vollzeit Erwerbstätigkeit zu pressen. Die Kinder werden dann ganztags fremd betreut und abends von einer erschöpften Mutter abgeholt. Viele dieser Familien werden trotz Vollzeiterwerbstätigkeit der Mütter teilweise auf Allg II angewiesen sein, bzw. in ärmlichen Verhältnissen leben müssen. Abends wartet dann die Arbeit im Haushalt und die angestauten Bedürfnisse der Kinder an die so lange abwesende Mama.

Wie soll das gehen? Was soll das geben? Mütter landen im Burnout und Kinder in der Vernachlässigung.

 

Ist es das, was die Caritas will?

 

Allein erziehenden Müttern wird doch seit Jahren vermittelt, dass sie hilfsbedürftig, unfähig und zu schwach sind. Sie sind jedenfalls selbst Schuld an ihrer Misere. Benötigen, wie oft als Ziel formuliert wird: „Aktivierung“. (Ich kenne wenig Menschen, die so aktiv sind wie eine Mutter, tagein tagaus). Aber man stellt sie so hin. Damit sie noch mehr leisten, als sie ohnehin schon tun. Mehr, als ein Mensch leisten kann. Sie werden bewusst und massiv überbelastet, um die Unfähigkeit des Staates und vieler Väter zu verschleiern.

 

Will die Caritas das mit tragen?

 

Eltern schaffen die späteren Rentenzahler und Arbeitnehmer der Zukunft, die einmal Steuern zahlen werden. Allein Erziehende  erbringen diese Leistung alleine.

Wenn wir schon mit „Abhängigkeiten und Unabhängigkeiten argumentieren: Ist nicht unsere Gesellschaft und „der Staat“ abhängig davon, dass Eltern diese Leistung erbringen? Wie wäre es denn, wenn den Eltern endlich genau dafür Anerkennung gezollt würde? Für Ihre tägliche wertvolle Erziehungsarbeit. Dann gäbe es kein AllgII mehr mit all diesen Demütigungen, sondern ein angemessenes  Erziehungsgehalt.

 

Wie kann man denn Familienarbeit leistende allein erziehende Mütter mit „Arbeitslosen“ in einen Topf stecken?  Welche unsägliche Ignoranz und Abwertung der Erziehungsarbeit steckt da dahinter! Statt Milliarden in Krippenausbau zu verpulvern, um letztlich durch mehr verfügbare Arbeitnehmer das Lohnniveau weiter zu senken. Und weitere Milliarden für die Organisation eines absurden AllgII- Verwaltungs-und Schikaneapparates für Mütter. Anerkennung von Elternleistung wäre auch, dem nach einigen Jahren in den Beruf rückkehrenden Elternteil, diesen Wiedereinstieg zu ermöglichen und entsprechende Bedingungen dafür zu schaffen (Teilzeit, Refresherworkshops…)

Wenn Sie wirklich die Bedingungen von Einelternfamilien verbessern wollen, hoffe ich, dass Ihnen mein Beitrag zu denken gibt.

 

Mit freundlichen Grüßen

Carmen D.