Kath. Frauengemeinschaft stromlinienförmig

Stellungnahme zum Leserbrief „Fehlinformation“ von Frau Monika Bohn, Diözesanvorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands, kfd, im Konradsblatt, 30.06.2013.

Im Fall der zu erwartenden Angleichung der Renten für ältere Mütter hat der Erfolg – wie meistens – „viele Väter“. Hier hat er mehr als 200000 Mütter, denn es gab ja mehrere Unterschriftsaktionen dazu.

Zusammen mit 99 anderen betroffenen Frauen habe ich 2003 eine Klage gegen den willkürlich gesetzten Stichtag 01.01.1992 bis vor das Bundesverfassungsgericht getrieben. Sie wurde abgelehnt mit der Begründung, Stichtagsregelungen müssten in der Politik möglich sein, sonst sei diese gestaltungsunfähig. Wie wir inzwischen wissen, wurde für das Ehegattensplitting der Homos binnen weniger Wochen eine rückwirkende Gleichstellung verfügt.und gesetzlich beschlossen. Soviel zur Werthaltung der Mütter und zur Gestaltungskraft der Politik.

Frau Bohn betont, dass die kfd sich einsetze für die Lebensvielfalt aller Frauen, der berufstätigen wie der Familienarbeit leistenden, für eine echte Wahlfreiheit eben. Allerdings halte ich es entschieden für eine Irreführung, eine „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, die ganz offensichtlich auf die Vollzeit-Erwerbsarbeit beider Eltern und die Kasernierung ihrer Kinder in staatlicher Betreuung hinausläuft, als Basis einer echten Wahlfreiheit zu preisen, wie die kfd es bei jeder Gelegenheit tut. Damit schwimmt sie wohlfeil im mainstream einer von der Wirtschaft gegängelten Politik mit. Vereinbarkeit, die ihren Namen verdient, müsste die Familienarbeit als der Erwerbsarbeit gleichwertig ansetzen und sie finanziell entsprechend absichern. Es wäre verdienstvoll, wenn die kfd sich dafür einsetzen könnte. Mit Hauswirtschaft und Verbraucherthemen allein ist kein familienfreundlicher Staat zu machen.

Gertrud Martin

Vorsitzende des Verbands Familienarbeit e.V.  www.familienarbeit-heute.de                Seb.-Kneipp-Str. 110, 78048 VS-Villingen, Tel. 07721 56124

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Ein Dokument der Hilflosigkeit

Pressemeldung Verband Familienarbeit e. V.                                                    25.06.2013

Das aktuelle Familienpapier der Evangelischen Kirchen Deutschlands (EKD):

Ein Dokument der Hilflosigkeit

Das am 19. Juni 2013 veröffentlichte Papier der EKD mit dem Thema „Familie als verlässliche Gemeinschaft stärken“*) gibt die bekannten Auffassungen der Wirtschafts- und Erwerbswelt wieder, die heute die Politik bestimmen. Unabhängige Denkansätze sind nicht zu finden. Die Lebensfrage der Familien, wie deren Erziehungsaufgabe von der Gesellschaft behandelt wird, wird ausgespart. Das Papier verfehlt sein Thema. Sein Sinn ist für uns nicht erkennbar.

Dazu erklärt der stellv. Vorsitzende, Dr. Johannes Resch: „Die Verlässlichkeit der Familie basierte – wirtschaftlich gesehen – auf dem über Jahrtausende hinweg selbstverständlichen Geben und Nehmen zwischen Eltern und Kindern. Eltern versorgten ihre Kinder und wurden im Alter wieder von ihnen versorgt. Erst unsere Sozialgesetzgebung hat die Eltern ohne Ausgleich enteignet. Obwohl auch die gesetzliche Altersversorgung ausschließlich von den erwachsen gewordenen Kinder finanziert wird, wurde sie statt an die Erziehung eigener Kinder an die Erwerbsarbeit gebunden. Die Verlässlichkeit der Familie kann aber weder durch Verstaatlichung noch durch Verkirchlichung der Kinderbetreuung wiederhergestellt werden, sondern nur durch direkte – auch finanzielle – Anerkennung der elterlichen Erziehungsleistung.

Aufgrund der Enteignung der Eltern wurde Familienarbeit zum Frondienst für die Gesellschaft und zum Armutsrisiko. Das ist für junge Menschen immer weniger erstrebenswert und Gift für den Kinderwunsch. Im Papier der EKD werden Armutsrisiko und Zeitmangel zwar angesprochen, aber die Frage nach den Ursachen wird nicht gestellt. Es werden sogar ’sozialpolitische Transfers‘ zugunsten der Familien erwähnt. Die ein Mehrfaches betragenden Transfers zulasten der Familien im Rahmen der gesetzlichen Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung werden dagegen ignoriert – ebenso wie in der Politik.“

Die Verbandsvorsitzende Gertrud Martin ergänzt: “Politiker orientieren sich an den Interessen der Wähler. Sie tendieren daher dazu, Familieninteressen zu vernachlässigen, weil Kinder keine Wähler sind. Kirchen sind aber nicht von Wahlen abhängig. Sie sollten es sich leisten, die Situation der Familien auf sachlicher Basis zu untersuchen, zu bewerten und Korrekturen anzumahnen. – Schade, dass es im Papier dazu nicht einmal einen Ansatz gibt.“

*)http://www.ekd.de/download/20130617_familie_als_verlaessliche_gemeinschaft.pdf

Pressestelle Verband Familienarbeit e. V.

 

EKD unter dem Vorwurf der „Beliebigkeit“

Unter dem Titel „Theologischer Bankrott der EKD“ kritisiert Markus Reder in der Allgemeinen Sonntagszeitung den „Kurswechsel“ beim Familienbegriff der  Evangelischen Kirche Deutschlands EKD. Ihr neues Familienpapier rufe, orientiert am öffentlichen mainstream, zur Unterstützung …  etwa homosexueller Partnerschaften auf und unterstütze eine Vielfalt von unterschiedlicher Formen privaten Lebens.

http://www.die-tagespost.de/Im-Blickpunkt-Theologischer-Bankrott-der-EKD;art456,143963

 

Deutscher Familienverband fordert: Klarheit in der Familienförderung

Teure Wahlgeschenke, wie sie die CDU für den Fall ihres Wahlsieges vorsieht, seien völlig unnötig, wenn das Steuer- und Sozialsystem leistungsgrechet ausgestaltet würde. „Schon durch die Ausdehnung des steuerlichen Kinderfreibetrags auf die Sozialversicherungen, so wie es eine konsequente Umsetzung des „Beitrags-Kinderurteils“ (Bundesverfassungsgericht 2001 zur Pflegeversicherung) nahelegt, hätten Familien pro Kind und Jahr 2.100 EUR mehr in der Tasche, ohne einen einzigen Cent Förderung“, wie der Bundesgeschäftsführer des Deutschen Familienverbandes, Siegfried Stresing, unlängst vorrechnete: 

PM Deutscher Familienverband 14.06.13

Zur Information: Kurzfassung der vier großen Familienurteile des Bundesverfassungsgerichts:

http://deutscher-familienverband.de/jdownloads/Publikationen/Familienurteile_DFV.pdf

 

 

Ist das Kindergeld noch zeitgemäß?

Der Journalist Robert Rossmann fragt allen Ernstes in seinem Beitrag “ Immer nur Geld“ auf Süddeutsche.de, ob das Kindergeld noch zeitgemäß ist. Man mag kaum glauben, wie desinformiert manche Leute glauben, sich zu familienpolitischen Fragen äußern zu dürfen. Auf die Süddeutsche Zeitung wirft das nicht gerade das beste Licht.

http://www.sueddeutsche.de/politik/familienpolitik-unter-kristina-schroeder-immer-nur-geld-1.1701903?commentspage=all:4:#comments

 

Sehr geehrter Herr Rossmann,

am 21. Juni erlaubte die Süddeutsche Zeitung Ihnen, den Artikel: „Immer nur Geld“ zu veröffentlichen, obwohl dieser Beitrag nur so strotzt von Informationsfdefiziten. Ein kleines bisschen Recherche hätte dem Leser die Augen geöffnet für die realen Zusammenhänge. Wir von der Elterninitiative für Familiengerechtigkeit wollen Ihnen daher auf die Sprünge helfen.

Wenn Ihnen, Herr Rossmann, ihr Geld gestohlen wird, wollen sie es doch wieder zurück haben, oder nicht ? Denn ohne Geld leben Sie wie ein armer Hund. Und wenn Ihnen der Dieb das Geld weiter vorenthält, bzw. wenn er frech fortfährt, Ihnen Geld zu stehlen, dann schreien Sie doch auch: Gib mir mein Geld zurück! Sie wollen keine Schokolade und kein Bier zurück, sondern ihr  gutes  G e l d. Immer nur Geld!

Dieses kleine Beispiel kann Ihnen durchaus als Parabel für den Umgang des Staates mit Familien dienen. Der Sozialrichter Dr. Jürgen Borchert, Darmstadt,  formuliert es so: Zuerst stiehlt man den Familien die Sau vom Hof, um ihnen dann später zwei Koteletts zurückzugeben. Sehr deutlich wird das am Beispiel KINDERGELD! Der Staat fordert von den Eltern pro Kind und Monat 132 Euro, indem er das Kinderexistenzminimum illegal besteuert. Zusätzlich liefern die Eltern pro Kind und Monat 133 Euro Verbrauchssteuern ab. Zusammen  265 Euro. Vom Staat bekommen die Eltern aber nur 184 Euro als  so genanntes KINDERGELD erstattet. Die Eltern zahlen also  pro Kind und  Monat 81 Euro drauf. Das sind bei drei Kindern 243 Euro monatliche Strafsteuer dafür, dass sie Kinder anständig erziehen und versorgen. Wollte man die Eltern von dieser ungerechten Strafbesteuerung befreien, müsste das Kindergeld um 81 Euro erhöht werden, also auf 265 Euro! Damit wären dann lediglich die steuerlichen Abgaben der Eltern für ihre Kinder erstattet, ohne dass die Familie auch nur 1 Cent vom Staat  „geschenkt“ bekommen hat.  KINDERGELD ist also eine riesengroße LÜGE, eine einzige NULLNUMMER, ein reines  PHANTOM , und nicht das Füllhorn, das über die Familien ausgeschüttet wird, wie die Medien suggerieren. Die Berechnung stammt vom Heidelberger Familienbüro.

http://www.heidelberger-familienbuero.de/Archiv-2012/FLA-Familienpartei-Petropulos-HBF-Vortrag-191111-Tabellen-Printfassung.pdf

Sie haben recht, Herr Rossmann, diese Evaluation hätte sich die Bundesregierung sparen können. Warum? Weil sie – dilettantischer geht´s nicht – nur die Ausgabenseite bilanziert, aber nicht den Ertrag, den die Kinder dem Land bringen.  Seriöse, von der Wirtschaft unabhängige Mathematiker errechneten dagegen mit angemessenen statistischen Methoden  pro Kind einen Gewinn von 77 000 Euro, den es im Lauf seines Lebens mehr an den Staat zurückzahlt, als dieser in das Kind investiert hat. ( IFO-Studie im Auftrag der Robert Bosch-Stiftung, 2005 ) Wenn man schon eine Studie zur Effektivität familienpolitischer Leistungen anfertigt, dann sollte man nicht Gott weiß was alles mit einrechnen, was mit Kindererziehung null und nichts zu tun hat, wie z. B. das Ehegattensplitting. Inzwischen steht auch fest, dass die Beiträge der Eltern in die Krankenkasse durch die Familien gar nicht ausgeschöpft werden, sondern zum großen Teil an die Gemeinschaft gehen. Eltern sind also Nettozahler für die KV und keine Empfänger von Leistungen ( Dr. Frank Niehaus im Auftrag der Bertelsmannstiftung 2013 ).

Die Frage bleibt: Warum geben wir so viel Geld für eine derart schlampig zusammengeschusterte Studie aus? Klar: 200 Milliarden klingen nach Goldesel und europaweit höchst üppigem Familientransfer. In Wirklichkeit sind es nur ein Viertel, nämlich 55 Mrd., wie selbst das Ministerium zugibt. Aber Sie, Herr Rossmann, argumentieren stur und gegen besseres Wissen mit den 200 Mrd. Und das finden wir Eltern  im höchsten Maße unlauter.

Und wie kommt es zur massiven Verarmung von Familien? In den letzten 40 Jahren hat sich die Zahl der Kinder in Sozialhilfe versechzehnfacht! Ich empfehle Ihnen, Herr Rossmann, eine paar Nachhilfestunden in Sachen Familiengerechtigkeit.

Mit freundlichem Gruß im Auftrag der  ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT

Bärbel Fischer

 

 

Bilanzierung „familienbezogener Leistungen“ gescheitert

 Pressemitteilung des Familienbunds der Katholiken in Bayern

Geschäftsstelle

Rochusstr. 5

80333 München

Telefon 089-2137-2226

Telefax 089-2137-2225

www.familienbund-bayern.de

20. Juni 2013

Absolut dilettantische Methodik

München – Der Versuch zur Bilanzierung der familienbezogenen Maßnahmen ist gescheitert. Grund ist vor allem die absolut dilettantische Methodik der beteiligten Institute. Zukünftig sollten die Familien nach der Tauglichkeit der Maßnahmen befragt werden.

Landesvorsitzender Dr. Johannes Schroeter: „Gezählt wurde nur, was Staat und Gesellschaft leisten. Was die Familien dafür zahlen und erbringen, wurde ausgeblendet. Das ist Pfusch. Zu einer korrekten Bilanz gehört das Geben und das Nehmen.“

Zum Beispiel wurde die beitragsfreie Mitversicherung der Kinder in der Krankenversicherung als Leistung eingerechnet. Dass die Eltern im Gegenzug erheblich mehr in die Krankenversicherung einzahlen, als sie selber an Kosten verursachen, wurde verschwiegen. So wurden Familien von Netto-Zahlern zu Netto-Empfängern kleingerechnet.

Schroeter: „Namhafte deutsche Institute beherrschen offenbar nicht einmal Grundkenntnisse der sachgerechter Bilanzierung. Bei einem neuen Versuch der Bilanzierung familienpolitischer Leistungen sollten die Eltern befragt werden. Die verstehen mehr davon, welche Maßnahmen taugen, welche nichts taugen – und welche ihr Geld wert sind.“

Weitere Informationen: Landesvorsitzender Dr. Johannes Schroeter, Tel. 0171-5411761

Kostas Petropulos kritisiert: Familienpolitik heißt hierzulande, Kinder weg organisieren!

Hören Sie sich das Interview des WDR 2 mit dem Leiter des Heidelberger Familienbüros, Kostas Petropulos an. In aller Deutlichkeit erklärt er, warum  Kinder in Deutschland aufgrund unserer gesetzlichen Rahmenbedingungen ein hohes Armutsrisiko bedeuten und als absolute Glückskiller für Eltern gelten. 

http://www.wdr2.de/aktuell/familienpolitik138.html

„Es ist schlicht und einfach die Lebenslüge der deutschen Familienpolitik, dass Familien hier mit Milliardengeschenken des Staates angeblich in einem familienpolitischen Paradies leben würden“, das habe mit der Lebenswirklichkeit nichts zu tun, so der Leiter des unabhängigen Heidelberger Büros für Familienfragen.

Armutsrisiko Kind

Kinder zu haben sei nicht nur das größte Armutsrisiko in diesem Land, sondern ebenso „Glückskiller Nummer eins“, so Petropulos weiter, und dafür sei die Politik verantwortlich. „Wenn sich junge Menschen für Kinder entscheiden, dann erleben sie in unserer Gesellschaft nur Nachteile.“ Weitere steuerliche Entlastungen wie von Ministerin Kristina Schröder geplant, lehnt der Familienpolitik-Experte ab. Die meisten jungen Familien würden von den Vergünstigungen nicht profitieren. „Familien brauchen natürlich wirtschaftlich stabile Rahmenbedingungen mit ordentlichen Gehältern.“ Wo das nicht ausreiche, seien direkte finanzielle Transfers nötig.

„Wirtschaftliche Nachteile“


Es gehe auch nicht darum, Frauen schnell wieder in den Beruf zu bekommen, das Entscheidende sei doch, dass Eltern mit ihren Kindern leben können, und zwar so wie sie es wünschen und vor allem mit ausreichend Zeit. Das sei die zentrale Aufgabe für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Der wirtschaftliche Druck auf Familien sei massiv gestiegen. Eltern wollten natürlich erwerbstätig sein, allerdings wollten sie auch ausreichend Zeit für ihre Kinder. „Was wir erleben ist schlicht und einfach, dass die Politik dieses Thema komplett ausblendet und nur noch darauf reduziert, was brauchen eigentlich Eltern, um ihre Kinder effizient weg zu organisieren.“ Dies sei der Hauptgrund, warum sich junge Menschen gegen Kinder entschieden.


Nichts als Nebelkerzen!

Die Schwäbische Zeitung berichtet heute von einem kleinen Parteitag der Grünen in Singen, in dessen Mittelpunkt deren Vorstellungen „effektiver Familienpolitik“ stand. Das Geld, das bei Abschaffung des Ehegattensplittings frei wird, soll in zusätzliche externe U3- Kinderbetreuung fließen. Außerdem plädieren die Grünen für eine „Kindergrundsicherung“, die sie aber nicht definieren.

Mit ihrem Jubel über die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zugunsten steuerlicher Gleichstellung von geschlechtsgleichen Paaren mit Paaren aus potentiellen Eltern haben sich die Grünen ein sauberes Eigentor geschossen. Wie wollen sie jetzt noch die Abschaffung des Ehegattensplittings vertreten, ohne rot zu werden?  Darüber, dass das Bankiersehepaar keine Steuerermäßigung braucht, nur damit die Gattin ihren Tag auf dem Sofa oder im Café verbringt, herrscht in linken Kreisen eitel Einigkeit. Die Ehe, für den Gesetzgeber eine  Erwerbs-und Verbrauchsgemeinschaft mit Rechten und Pflichten, und daher auch so besteuert, hat für die Opposition inzwischen ausgedient.

Ach ja,  für eine „Kindergrundsicherung“ will man sich stark machen – wie nobel! Kindergrundsicherung klingt in Wahlkampfzeiten immer gut. Die  kann aber  für Familien gut oder schlecht sein, je nachdem, wie sie gestrickt ist. Solange die Grünen nicht die Katze aus dem Sack lassen, was sie unter dieser Grundsicherung verstehen, darf man ihre Verheißung getrost als Schaumschlägerei abhaken.

Zuerst müssen die Zahlen auf den Tisch, damit die Familien sich ausrechnen können, ob sie nach der Wahl womöglich noch schlechter dastehen als vor der Wahl.  Zudem muss vor der Wahl klar sein, ob es sich eine Mutter künftig noch wird leisten können, die ersten Jahre ihre Kinder selbst zu betreuen. Es stellt sich auch diese Frage: Ob und nach welcher Formel wird die erwerbslose Mutter künftig berücksichtigt, wenn das Ehegattensplitting wegfällt? Wie will eine künftige grün-rote Regierung den generativen Beitrag der Eltern zum Fortbestand unseres Sozialwesens und ihre Wirtschaftsleistung werten? Wie will sie mit Eltern erwachsener Kinder umgehen, wenn diese ihnen die Ausbildung und den Unterhalt fast drei Jahrzehnte lang finanziert haben? Werden Eltern dann mit den gleich hohen  Steuern belastet wie Bürger, die keine Kinderkosten hatten?

Die Wahl wirft ihre Schatten voraus. Solange nicht klar ist, wie das neue Gesetz aussehen soll, ist Vorsicht geboten! Von Nebelkerzen kann sich der Wähler nichts kaufen!

Bärbel Fischer

 

 

„Karlsruhe – wie lange sollen Familien noch warten?“

Wie immer pfiffig kommentiert Frau Birgit Kelle die Eile, mit der das jüngste Urteil des Bundesverfassungsgerichts umgesetzt werden soll. Auch eine Entschädigung für entgangenes Steuersplitting soll an die gleichgeschlechtlichen Paare nachgezahlt werden. Und was ist mit der Entschädigung für noch immer nicht umgesetzte Urteile, welche Familien die unrechtmäßig auferlegten Lasten, abnehmen sollten?

http://www.theeuropean.de/birgit-kelle/7023-familienfoerderung-und-das-bundesverfassungsgericht

 

Sind homosexuelle Paare die am meisten diskriminierte Gruppe unserer Gesellschaft?

„Sind nicht vorgeburtlich getötete Kinder, ältere Mütter, Alleinerziehende, Familien mit mehreren Kindern und pflegende Angehörige wesentlich schlimmer diskriminiert als gleichgeschlechtliche Paare?“, fragt Frau Dr. Martina Häring aus Leutkirch in ihrem Leserbrief an die Schwäbische Zeitung:

Leserbrief zum Thema Ehegattensplittung bei gleichgeschlechtlichen Paaren 

Seit Monaten drängt sich mir durch Presseberichte und gesetzliche Regelungen weltweit der Eindruck auf, dass es keine wichtigere und bedürftigere Gruppe gibt als die gleichgeschlechtlichen Paare. Ihnen ist in der Vergangenheit Unrecht widerfahren, aber lange schon sind die Lebensbedingungen in der westlichen Welt gut für diese Personengruppe.

Wie ist es mit der „Gleichstellung“ von Kindern vor und nach der Geburt, wo unser Gesetz sogar besagt, dass es Unrecht ist, vorgeburtliches, menschliches Leben zu töten ? Trotzdem geschieht nichts bei 100 000 und mehr Abtreibungen pro Jahr in Deutschland und das obwohl alle die großen Probleme sehen, die aus diesem Mangel an Kindern entstehen.

Wie ist es  mit der „Gleichstellung“ der Mütter, die nicht in den Genuss einer besseren Anrechnungszeit bei der Rente für ihre Kinder kommen, weil sie diese vor dem Stichtag geboren haben ? Da hat es niemand eilig, auch nicht der Gesetzgeber, diese Ungerechtigkeit abzuschaffen.

Wie steht es mit Geschiedenen oder Alleinerziehenden, die wieder die Steuerklasse 1 bekommen und kein Elternsplitting ? Gerade die Gruppe der Alleinerziehenden ist besonders armutsgefährdet und wird nicht anderen Eltern gleichgestellt, nur weil sie nicht oder nicht mehr verheiratet ist.

Wenn es bei der Ehe angeblich keine Rolle mehr spielt, ob sich ein Mann und eine Frau das Ja-Wort geben, bei denen zumindest die Möglichkeit besteht, dass sie e i g e ne Kinder bekommen können, sondern nun per Gesetz der Rot-Grünen Regierung und dem Antidiskriminierungsgesetz der EU auch gleichgeschlechtliche Paare zu Eheleuten umdefiniert werden, dann müssen diese steuerlichen und finanziellen Vorteile auch für getrennt lebende Eltern gelten. Diese tragennämlich wirklich Verantwortung im Unterschied zu kinderlosen, gleichgeschlechtlichen Paaren, wo ich mich frage, welche so teuer erkaufte Verantwortung diese füreinander übernehmen ?

Auch hier wäre es weitaus gerechter, erwachsene Kinder, die ihren Eltern das Pflegeheim finanzieren müssen, finanziell zu entlasten. Ob Paare dann noch zusammenleben oder schon wieder geschieden sind, wenn einmal die Pflege im Alter ansteht, ist die große Frage.

Völlig inakzepabel ist ein Adoptionsrecht fürgleichgeschlechtliche Paare, oder gar die Zeugung von Kindern im Reagenzglas oder durch Leihmüttter, um diese Paare anderen Paaren „gleichzustellen“ in der Möglichkeit, Kinder zu bekommen.

Kindern muß die Chance gegeben werden, bei heterosexuellen Eltern aufzuwachsen. Dies prägt Kinder in ihrem Selbstbild, Rollen- und Bindungsverhalten entscheidend. Welche seriöse Studien gibt es, die keinen Schaden für Kinder aus solchen Partnerschaften belegen, zumal eine dadurch höhere Wahrscheinllichkeit einer homosexuellen Entwicklung bei ansonsten heterosexuell veranlagten Kindern, sicher als „normal“ eingestuft würde. Man muß hierzu wissen, dass es viele sehr solide Forschungsergebnisse gibt, die belegen, dass Homosexualität nicht erblich ist. Es sind folglich andere Faktoren, mit Sicherheit auch die Entwicklungsumstände, in denen ein Kind aufwächst, die zu einer homosexuellen Orientierung führen.

Dr. Martina Häring, Leutkirch