Birgit Kelle, Vorsitzende von Frau 2000plus. e.V, Jahrgang 1975, Journalistin, Verlegerin, Publizistin, verheiratet und Mutter von vier Kindern macht sich Gedanken zur – statistisch nachgewiesen – gescheiterten deutschen Familienpolitik.
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Interviews – brandaktuell
Das Familiennetzwerk FAMILIE IST ZUKUNFT bietet unter der Sparte VIDEOS neue Interviews mit Dr. Jürgen Borchert zu aktuellen sozialen Themen an.
Unterschiedliche Höhe des Elterngeldes verfassungswidrig!
Mehrere Mütter, die in den letzten zwölf Monaten vor der Geburt eines Kindes wegen der Betreuung eines oder mehrerer bereits vorhandener Kleinkinder nicht erwerbstätig waren, und deshalb nur ein Mindestelterngeld von 300 Euro erhielten, klagten mit Unterstützung der ÖDP gegen die gesetzliche Regelung zur Höhe des Elterngelds.
http://www.ödp.de/aktuelles/aktionen/gerechtes-elterngeld/
Kindeswohl in Gefahr!
Das BGH-Urteil zur Pflicht der Alleinerziehenden zum Vollzeitjob löst Empörung aus – Familienfeindlichkeit wird beklagt. Bayerns Justizministerin Merk sieht das Kindeswohl durch die Rechtsprechung in Gefahr. Sie will das Unterhaltsrecht nachbessern.
Eltern, arm gemacht!
Das Statistische Bundesamt ( SBA) belegt, dass mehr als jedes dritte Kind, das nur von Vater oder Mutter, alleinerziehend, betreut wird, als armutsgefährdet gilt. Jedes sechste Kind in Deutschland lebt unter der Armutsschwelle, d. h. das Jahreseinkommen der Eltern liegt unter 12 000 Euro. Was das SBA leider nicht ausgerechnet hat ist die Zahl armutsgefährdeter Kinder von Elternpaaren. Familien mit mehr als zwei Kindern haben nämlich laut Lohnsteuertabelle gar kein frei verfügbares Einkommen mehr, oder sie leben bereits unter ihrem Existenzminimum.
https://www.familiengerechtigkeit-rv.de/meinungen/meinungen.php
Erwin Teufel: "Ich schweige nicht länger"
Erwin Teufel war bis 2005 Ministerpräsident von Baden-Württemberg. Vor der Seniorenunion hat er jetzt eine Aufsehen erregende Rede gehalten. Wo auch sonst? Auf CDU-Parteitagen spricht so seit Jahren niemand mehr. Es geht um das C der Partei. Freilich muss man sich fragen, warum solche Worte nicht schon von ihm zu hören waren, als er noch Macht und Einfluss hatte. Kommen unserer Politiker erst dann zum Nachdenken, wenn sie nicht mehr im Amt sind?
http://www.faz.net/artikel/C30923/erwin-teufel-ich-schweige-nicht-laenger-30476693.html
Kinder haben als hätte man keine
Eine andere Familienform als „Eltern im Erwerb – Kind in der Krippe“ können sich Münchener Familien heute weder vorstellen noch leisten. Dass es jedoch auch in der Großstadt noch Familien mit mehreren Kindern gibt, denen die Eltern einerseits die Krippe ersparen wollen, andererseits die Beiträge dafür sowieso nicht aufbringen könnten, das liegt jenseits der Vorstellungskraft der Initiatoren eines Bürgerbegehrens um mehr Betreuungsplätze. Daher gibt es auf der Unterschriftenliste gar keine Alternative, wie z. B. ein Erziehungsgehalt für a l l e Eltern, wie es die ÖDP vorsieht, um die gesetzliche Wahlfreiheit der Familienform zu garantieren. Genau damit wäre ein erster Schritt zu mehr Familiengerechtigkeit getan. Mit der Zustimmung zur Münchener Krippenoffensive zementiert sich jedoch die Ausbeutung von Familien, indem 1. Eltern die Zeit beschnitten wird, zu ihren Kindern eine stabile Bindung aufzubauen und 2. die Erziehungsleistung von Eltern aufs Übelste diskriminiert wird.
Sie können kommentieren auf der Seite: http://www.buergerbegehren-muenchen.de/unterschriftenliste-runterladen/
Deutschland – Europameister im Nachwuchsschwund
Mit 8,3 Geburten auf 1000 Einwohner verzeichnet die Bundesrepublik Deutschland die niedrigste Quote in der gesamten EU ( EUROSTAT 28. 07. 2011 ). Semantisch umschrieben wird dieses Phänomen mit dem wohlklingenden Begriff „demographischer Wandel“. Aber es handelt sich nicht um einen Wandel, sondern um einen seit 40 Jahren anhaltenden Trend. Warum wohl wollen in Deutschland Paare keine Eltern werden? Dr. Clemens Christmann sah die Ursache schon 2003 in der fatalen Wirkung unserer Sozialgesetze, die Kinderlosigkeit prämiert und Elternschaft bestraft: „Es bleibt festzuhalten: Familien haben ein deutlich geringeres Pro-Kopf-Einkommen als kinderlose Haushalte. Dieser Befund zeigt sich seit vielen Jahren in Deutschland. In Baden-Württemberg hat das Statistische Landesamt die Entwicklung der Pro-Kopf-Einkommen in Haushalten junger Ehepaare von 1982 bis 2000 untersucht, in denen der Ehemann zwischen 25 und 35 Jahre alt war. Demnach erreichten Ehepaare mit einem Kind nur gut 60 Prozent des Pro-Kopf-Einkommens von kinderlosen jungen Ehepaaren. Ehepaare mit zwei Kindern kamen nur auf rund 50 Prozent und Ehepaare mit 3 Kindern auf gut 40 Prozent des Pro-Kopf-Einkommens kinderloser Ehen. Dieser hohe Einkommensnachteil ist seit zwanzig Jahren konstant.“
http://epp.eurostat.ec.europa.eu/cache/ITY_PUBLIC/3-28072011-AP/DE/3-28072011-AP-DE.PDF
https://www.familiengerechtigkeit-rv.de/meinungen/meinungen.php
150 Euro – ein Klacks!
Im Tagesspiegel äußert sich der Leiter des Heidelberger Familienbüros zu den Einwänden von „Experten“ gegen das Betreuungsgeld. Er resümiert: Die Politik kümmert sich zu viel um Kitas – und zu wenig um Eltern.
http://www.tagesspiegel.de/meinung/150-euro-betreuungsgeld-reichen-nicht/4423784.html
und
https://www.familiengerechtigkeit-rv.de/meinungen/meinungen.php
Nachwuchs für die Wirtschaft auf Kosten der Familien
Die Süddeutsche Zeitung berichtet über die Forderung der Arbeitgeber, den Nachwuchs früher und stärker zu fördern. Aber nicht die Wirtschaft will für die Kosten aufkommen, sondern der Steuerzahler soll wieder einmal den Steigbügel halten. Dabei stellt sich heraus, dass die Herren vom BDA (Bund der Arbeitgeber) noch nicht einmal über den Rechtsanspruch auf Kindergeld Bescheid wissen. Noch weniger wissen sie in ihren Gewinnmaximierungsträumen Bescheid über den biologischen Anspruch der Kleinkinder auf die Präsenz ihrer Mütter.
http://www.sueddeutsche.de/z5i38p/112037/Akademiker-als-Kinder-Betreue.html
http://familiengerechtigkeit-rv-meinungen.blogspot.com/2011/07/zu-arbeitgeberverbande-fordern.html