Eltern brauchen mehr Zeit – na so was!

Der achte Familienbericht der Bundesregierung kommt zu einem höchst „erstaunlichen“ Ergebnis: Eltern wünschen sich mehr Zeit für die Familie. Ach, wer hätte das gedacht?! Frau Schröder leitet zudem daraus ab, auf Geld legten Familien weniger Wert. In den Ohren von Vätern und Müttern klingt solche Rede wie Hohn. Als ob nicht eines vom anderen abhinge! War es nicht gerade die Strategie einer Frau v.d. Leyen, durch Streichungen bei der Kindergelddauer, dem Wegfall der Eigenheimzulage und dem Ersatz des Erziehungsgeldes durch das fragwürdige Elterngeld, das Budget von Familien derart zu verknappen, dass Müttern heute gar nichts anderes übrig bleibt, als dazu zu verdienen? Wer weniger Geld hat, hat folglich auch weniger Zeit für seine Kinder. Umgekehrt: würden Familien pro Kind 1000 Euro ( wie die staatliche Krippenförderung ) in die Haushaltskasse bekommen, dann hätten Mütter /Väter Zeit genug für ihre Kinder. Auch die ministerialen Tricksereien mit flexibleren Arbeitszeiten ändern an der Dauer der Abwesenheit der Eltern nichts.

Doch um das Wohl von Kindern und Eltern geht es schon längst nicht mehr. Unsere Politik setzt andere Prioritäten. Die massenhaften, aus Steuergeldern finanzierten Krippenplätze ermöglichen der Wirtschaft, immer mehr Frauen und junge Leute zu Dumpinglöhnen zu beschäftigen. So kommt man der Niedriglohngesellschaft rapide näher. Krippenausbau ist somit das ideale Werkzeug, um dieses Planziel zu erreichen. Riecht das nicht verdächtig nach Sozialismus und DDR?

Bärbel Fischer

Familienpolitik fördert Lohndumping

Dr. Johannes Schroeter, Vorsitzender des bayrischen Familienverbands, sieht einen fatalen Zusammenhang zwischen unserer betreuungsfixierten Familienpolitik und dem Trend ( dem Planziel ) zur Niedriglohngesellschaft. Jede dritte Frau und jeder zweite Jugendliche arbeitet heute in prekären Verhältnissen.
Die Leipziger Volkszeitung bestätigt diese Entwicklung:

"Mehr Zeit für Familie" – zynisch!

Als Ergebnis des achten Familienberichts der Bundesregierung fordert Familienministerin Schröder „mehr Zeit“ für Eltern. Dies ist entweder völlig naiv oder blanker Zynismus. Denn es war gerade die Strategie einer Frau v.d. Leyen, durch erhebliche Streichungen das Budget von Familien derart zu verengen, dass Mütter heute dazu verdienen müssen. Wer also weniger Geld hat, hat folglich auch weniger Zeit für seine Kinder. Außerdem hätte es keines Familienberichts bedurft, um festzustellen, dass Eltern sich mehr Zeit wünschen. Das weiß jedes Kind!

zu: Krippe: Kindergarten öffnet die Türen, Schwäbische Zeitung 19. 10. 2011

Der Tag der Offenen Tür der neu eingerichteten Kinderkrippe im Kindergarten St. Maria, Isny, steht bevor, und die freundlichen neuen Räume können demnächst besichtigt werden. Die interessierten Besucher werden sich aber fragen: Kann es wirklich sein, dass für zehn Kinder zwischen einem und drei Jahren nur zwei Erzieherinnen vorgesehen sind?

Der offizielle, europaweit geltende, und von Kinderärzten geforderte Betreuungsschlüssel sieht vor, dass eine Betreuerin höchstens für 2 Babys unter einem Jahr eingesetzt werden darf (Zwillingsbetreuung). Für Ein- bis Zweijährige sollten es maximal drei, für Zwei- bis Dreijährige maximal vier Kinder je Betreuerin sein. Demnach müssten in Isny wenigstens drei oder vier Betreuerinnen angestellt werden. Und was ist, wenn eine der beiden Erzieherinnen erkrankt, auf Fortbildung oder im Elterngespräch ist? Allein zehn Kindern die Windeln zu wechseln bedeutet einen täglichen Zeitaufwand von mindestens einer Stunde, in welcher die andere Kraft zehn schreiende Kleinkinder allein zu versorgen hat. Eine unzumutbare psychische Stressbelastung für Kinder und Erzieherin. Bleibt also die Frage: Wollen wir unsere Kinder wirklich einer solchen Belastung aussetzen? Leider kommt für viele Mütter aus finanziellen Erwägungen gar keine andere Lösung in Frage. Sie dürfen also nur zwischen zwei Übeln wählen. Und das macht Mütter fertig.

Nun sieht jeder ein: Kommunen wie Kirchengemeinden sind mit zusätzlichen Stellen weit überfordert. Sie können einfach nicht mehr Stellen bezahlen. Hier gehört eine politische Lösung her. Und die muss von den Rathäusern eingefordert werden.
Bärbel Fischer

Pflegeversicherung – familiengerecht!

Mit seinem Konzept für eine, die Familienleistung berücksichtigende Reform der Pflegeversicherung, hat der junge Betriebswirt Stefan Walter von der Jungen Union, einen ausgezeichneten Beitrag geleistet, dem Prinzip Gerechtigkeit unter den Generationen wieder Geltung zu verschaffen. Ermutigend!

www.familiengerechtigkeit.de

Familie – was ist das?

Befragt nach den Gründen, weshalb Parteien und Organisationen die Fremdbetreuung von Kindern ab 12 Monaten der elterlichen Fürsorge vorziehen, geben deren Stellungnahmen wieder, welcher Wandel sich inzwischen im Denken der „modernen Gesellschaft“ vollzogen hat. Dr. Johannes Resch beleuchtet für den Verband „Familienarbeit heute“ die Fehleinschätzungen und das Halbwissen unserer Volksvertreter.

http://www.dhg-vffm.de/p/modules/news/, 27. 10. 2011: Betreuungsgeld contra „Moderne Gesellschaft“?

Bertelsmann-Stiftung diffamiert Familien

Mit seiner Äußerung, das geplante Betreuungsgeld, sei eine „Verdummungsprämie“stellte Jörg Dräger, der Vorstandsvorsitzende, alle Eltern unter Generalverdacht, ihre Kinder zu vernachlässigen. Nun fordern Elternverbände in einer Presseerklärung die Bertelsmann-Stiftung auf, sich von diesem Vorwurf offiziell zu distanzieren.

http://www.familien-schutz.de/wp-content/uploads/2011/10/Pressemitteilung_Eltern-fordern-Distanzierung-der-Bertelsmann-Stiftung.pdf

und die Presseerklärung der Ökologisch demokratischen Partei ÖDP:

TV-Tipp: Frauen auf dem Vormarsch

Die Journalistin Birgit Kelle ist Vorsitzende des Vereins „Frau 2000plus“, der sich für eine „neue Kultur der Frauen“ einsetzt. Denn der Feminismus alten Schlages habe den Frauen von heute nichts mehr zu sagen. Es sei „Zeit für einen neuen Feminismus“, der es den Frauen erleichtere, ihren Wunsch nach Familie zu verwirklichen. Die Frauenquote hält die berufstätige vierfache Mutter für ebenso verfehlt wie die aktuelle Familienpolitik. Anstatt Frauen einzureden, sie müssten den Spagat zwischen Karriere und Kindern schaffen, sollten sie in ihrer Mutterrolle gestärkt werden. „Frauen müssen auch eine längere Auszeit für die Familie nehmen dürfen, ohne dass man es ihnen als Manko anrechnet.“

http://www.wdr.de/tv/westart/sonntag/sendungsbeitraege/2011/1030/uebersicht.jsp

Sehr geehrte Frau Dr. Maria Böhmer!

Zu den jüngsten Äußerungen von Frau Dr. Maria Böhmer, der Vorsitzenden der Frauen-Union, das geplante Betreuungsgeld lieber unbar und „gezielter den Müttern für den beruflichen Wiedereinstieg, die Rentenvorsorge oder für eine ergänzende Pflegeversicherung zukommen zu lassen“ :


Ich nehme Bezug auf Ihre jüngsten Äußerungen zum geplanten Betreuungsgeld (Focus online)


„Frauen, wir brauchen euch!“ tönt es uns aus Politik und Wirtschaft entgegen. Wir brauchen euch als gut ausgebildete Fachkräfte. Wir brauchen eure Kompetenzen, euer Talent, eure Kreativität. Tatsächlich: wir Frauen sind Alleskönner. Wir „stehen unseren Mann !“ als Apothekerin, Bäuerin, Lehrerin, Krankenschwester, Gastronomin, Journalistin, Bankangestellte, Verkäuferin. Wir organisieren, planen, entscheiden, verwalten riesige Summen. Kurz, wir sind autonom.


Sind wir aber Mutter geworden, und zu unserer Klugheit gesellt sich noch die Weisheit, unser Kind, unser höchstes Gut nicht vorzeitig in fremde Hände zu geben, sondern unsere Emotionalität 24 Stunden am Tag und jahrelang mit dem Kind zu teilen, dann ist auf einmal Schluss mit lustig! Wenn es darum geht, 150 Euro zu verwalten, zu entscheiden, wo und wie man das Geld am besten anlegt, oder wofür es ausgegeben wird, dann erklärt uns das politische Establishment für zu dumm, zu dämlich und für inkompetent. Dann wird über unsere Köpfe hinweg entschieden, wo man die lächerlichen 150 Euro „versteckt“, damit sie nicht etwa im Haushalt verschwinden. Die Gutscheinlösung scheint bei unseren Volksvertretern besonders beliebt zu sein.


Nun kommt das Argument, die „bildungsfernen Unterschichtfrauen“ würden das Geld für sich selbst verbrauchen, anstatt für die Bildung der Kinder. Nun frage ich Sie, warum die geplante staatliche Leistung Betreuungsgeld und nicht Bildungsgeld heißt? Doch, weil es für die mütterliche Betreuung gedacht ist. Die Erzieherinnen der Kita bekommen doch auch ihren Lohn (und keine Gutscheine)! Von Lohn kann bei dem lächerlichen Betrag von 150 Euro sowieso nicht die Rede sein, denn der Stundenlohn für die Mütter beträgt umgerechnet 62 Cent!


Um dieses Almosen geifern unsere Parlamentarier, wohl wissend, das jeder Krippenplatz den Steuerzahler 1000 Euro kostet. Um Gerechtigkeit geht es hier also nicht. Es geht, und Sie wissen das, auch gar nicht um Geld, sondern darum, den Müttern ihre Mutterschaft zu vergraulen. Schließlich sollen die Frauen ja eiligst wieder in die Betriebe, damit sie eine „ungebrochene Erwerbskarriere“ hinlegen. Und erst recht geht es nicht um das Wohl unserer Kinder. Denn sonst würde man den Müttern genügend Familienzeit und ein entsprechendes Auskommen gönnen.


Werte Frau Dr. Böhmer, wie tief sollen wir Mütter denn noch erniedrigt werden? Würden Männer das tun, so würde man sie als eingefleischte Machos verachten. Aber es sind ja gerade Politikerinnen wie Sie, Frau v.d. Leyen, Frau Schwesig und viele andere, die uns Mütter demütigen. Ist das Solidarität unter Frauen? Sind das die hehren Ziele der Gleichberechtigung? Vielleicht befasst sich die Gleichstellungspolitik einmal mit der Ungleichbehandlung unter Frauen und der Diskriminierung von jungen Müttern. Da gibt es viel zu tun, Frau Dr. Böhmer!


Daher möchte ich Ihnen, als der Vorsitzenden der Frauen-Union, dringend ans Herz legen, die Autonomie von uns Müttern ( Ihren Wählerinnen) wieder ernst zu nehmen, uns zu achten und zu ehren Denn nach unserer Auffassung ist es nicht damit getan, Kinder nur in die Welt zu setzen. Sie müssen auch in ihren humanen Bedürfnissen geachtet werden. Und sie haben den biologischen Anspruch auf Zeit und Zuwendung ihrer Eltern.


Es grüßt Sie zornig, aber zuversichtlich

Bärbel Fischer

im Auftrag der ELTERNINITIATIVE für FAMILIENGERECHTIGKEIT im Landkreis Ravensburg





Wo bleibt die Gleichstellung unter Frauen?

Die CDU-Frauenunion plädiert unter ihrer wiedergewählten Vorsitzenden, Dr. Maria Böhmer, für mehr Gleichstellung. Paradoxerweise fordert sie im selben Atemzug, das geplante Betreuungsgeld nur unbar zu gewähren, und demütigt damit alle verantwortungsbereiten Mütter. Gleichstellung?

http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/cdu-frauen-union-fordert-mehr-gleichstellung-im-berufsleben_aid_677472.html

Lesen Sie auch das Schreiben der Elterninitiative an Frau Dr. Böhmer: