Bekenntnis zu Werten

Eugen Abler, CDU-Bundestagsabgeordneter aus Bodnegg, warnte auf dem Leipziger Bundesparteitag davor, die FAMILIE dem modernen Zeitgeist zu opfern

http://www.schwaebische.de/region/oberschwaben/ravensburg/stadtnachrichten-ravensburg_artikel,-Eugen-Abler-–-heute-beim-CDU-Parteitag-morgen-im-Fernsehen-_arid,5162128.html

Frau Ministerin, Zeit ist Geld!

Das Bundesfamilienministerium arbeitet derzeit am achten Familienbericht, der 2012 dem Bundestag und der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll. »Zeit ist die Leitwährung unserer Familienpolitik«, so kommentierte die Familienministerin Kristina Schröder den Bericht, den die Sachverständigenkommission ihr vor wenigen Tagen übergeben hat, mit dem Titel: Zeit für Familie. Familienzeitpolitik als Chance einer nachhaltigen Familienpolitik. Das Ergebnis ist enttäuschend und lässt nicht viel erhoffen, denn eine Tatsache wurde dabei nicht in Augenschein genommen, nämlich dass Zeit im Wesentlichen Geld bedeutet. Doch schauen wir uns an, was die Expertenkommission im Einzelnen vorschlägt, um die Zeitmisere in den Griff zu bekommen.

http://frau2000plus.net/?p=396

Frauen-UNION misstraut Müttern

Im Interview mit der WELT äußert die Hannoveraner CDU-Abgeordnete Rita Pawelski die allseits bekannten Bedenken gegen das geplante Betreuungsgeld und die Forderung, dieses, wenn überhaupt, nur in Form eines Gutscheins auszuzahlen. Dabei treten wie üblich all jene Vorwürfe gegen Mütter zutage, ihren Kindern das „Recht auf frühkindliche Bildung“ zu verweigern. Dass das Elternhaus aber die erste und wissenschaftlich anerkannte beste Bildungsstätte ist, das ignorieren unsere PolitikerInnen hartnäckig.
Ein Schreiben an Frau Pawelski macht auf die Problemlage aufmerksam:
Sehr geehrte Frau Pawelski,

mit großem Befremden las ich heute in der WELT von dem Vorhaben der UNIONS-Frauen, einer Barauszahlung des Betreuungsgeldes nicht zustimmen zu wollen. Für Sie steht also fest, Frauen können mit 100 oder 150 Euro nicht wirtschaften. Zu diesem Thema haben wir von der ELTERNINITIATIVE FÜR FAMILIENGERECHTIGKEIT uns bereits an Frau Dr. Böhmer gewandt. Wir Mütter wehren uns ganz entschieden gegen solche Diskriminierung. Siehe 25. 10. 2011

https://www.familiengerechtigkeit-rv.de/meinungen/meinungen.php

Von Frau Merkel wird gerne die „schwäbische Hausfrau“ bemüht, wenn es um Sparsamkeit, Umsicht und Vorsorge geht. Doch die Frauenunion scheint anderer Ansicht zu sein. CDU-Frauen säen Misstrauen gegenüber Müttern – eine fabelhafte Glanzleistung!

In Ihrem Interview geben Sie zu, dass viele Familien jeden Cent brauchen, und dass das Betreuungsgeld für diese eine spürbare Erleichterung im Budget wäre. Wir fragen: Wie kann es sein, dass Eltern mehrerer Kinder oder Alleinerziehende in so schlechter finanzieller Situation sind? Wir reden nicht von Geringverdienern, sondern von qualifizierten oder akademisch gebildeten Arbeitnehmern mit normalen Gehältern, die wegen ihres Kinderunterhalts weit unter die Existenzminima rutschen. Hier haben wir es mit gravierenden Versäumnissen gerade von CDU-Regierungen zu tun.

Die paar Mütter, die sich eine Nanny leisten können, wie z. B. Frau von der Leyen oder die künftigen Quotenfrauen, können Sie getrost vergessen. Sie sind sehr, sehr rar. Die Mehrzahl braucht das Geld. Ein Kapitalfehler unseres politischen Establishments ist , dass es Mehrheiten vernachlässigt und Minderheiten zur Allgemeinheit erklärt. Mit dieser Strategie lassen sich politische Planziele trefflich umsetzen, und seien sie auch noch so inhuman.

Aber nun zu Ihrer Befürchtung, Kindern würde die frühkindliche Bildungschance genommen, wenn sie nicht in die Kita gehen. Da kann Sie die Bindungsforschung, die Bildungsforschung, die Hirnforschung, die Psychologie und die Pädagogik eines Besseren belehren. Unsere Kinder erwerben sich gerade und nur im Elternhaus ihre emotionale Basis, auf welcher Interesse, Kreativität, Ausdauer, Begeisterung, Eifer und Disziplin wachsen. Fehlt diese Basis, so sind alle späteren Bildungsprogramme nutzlos. Das Elternhaus ist demzufolge die erste und beste Bildungsstätte überhaupt, weil sie individuell und liebevoll das Kind als einmalige Persönlichkeit im Blick hat. Das kann keine noch so gute Krippe leisten, weil die Erzieherinnen eben keinem der Krabbelkinder den Vorzug geben dürfen, wie das leibliche Eltern tun.

Ob Sie selbst Kinder haben oder nicht, Frau Pawelski, um Ihre politische Überzeugung zu verteidigen, müssen Sie sich notgedrungen den Erkenntnissen der Humanwissenschaft verschließen. Sie könnten aber vielleicht mutig den Schwenk wagen zu einer Einstellung, die dem Wohl unserer Kinder dient, weil diese nach Artikel 6 unseres Grundgesetzes ein biologisches Anrecht auf Präsenz, Führung und Begleitung durch ihre leiblichen Eltern haben.

Unsere letzte Frage: Was bedeuten für ein Arbeitsleben von rund 40 – 45 Jahren drei Kinderjahre? Kann es sein, dass diese drei Jahre Mütter in die Altersarmut befördern, wie von Ihrer Seite immer argumentiert wird? Wenn ja, dann handelt es sich um einen Verfassungsbruch. Denn Eltern dürfen nicht schlechter gestellt werden als Kinderlose. Damit wäre es höchste Zeit, hier die nötigen Korrekturen anzusetzen und nicht an einem lächerlich geringen Betreuungsgeld herum zu schrauben. Wenn Sie ehrlich sind, geht es hier überhaupt nicht um Geld, sondern um eine im Grunde erzsozialistische Ideologie: Frauen an die Werkbänke!

Diesen Brief, werte Frau Pawelski, werden wir über unsere Homepage im Internet veröffentlichen. Es ist der Öffentlichkeit nicht egal, was „christlich (!)“ motivierte Politikerinnen von sich geben. Wir Wähler werden zeigen, und in Baden-Württemberg haben wir bereits gezeigt, was wir von wertfreier Politik halten.

Damit grüße ich Sie im Auftrag der ELTERNINITIATIVE FÜR FAMILIENGERECHTIGKEIT IM LANDKREIS RAVENSBURG

Bärbel Fischer

 

Fehlanreize und Irrwege

zu: „Stuttgart trägt Berliner Pläne nicht mit“ Schwäbische Zeitung 08. 11. 2011

Da in BW nur in 31,7 % aller Haushalte überhaupt noch Kinder leben, kann der hitzige Widerstand unserer SPD-Sozialministerin Katrin Altpeter gegen das geplante Betreuungsgeld nicht mit Finanzierungsbedenken erklärt werden. Es sind ideologische Gründe, die Frau Altpeter zu der Überzeugung bringen, „ das Betreuungsgeld sei bildungs- und frauenpolitisch ein Irrweg.“ Um solche Behauptungen aufzustellen muss man sich zuerst einmal anmaßen, für alle Frauen im Land zu sprechen und dabei diejenigen zu missachten, die eben andere als grün-rot-linke Vorstellungen von Familie haben. Zum anderen muss man sich allen Erkenntnissen der Bildungsforschung verschließen, die einer individuellen Fürsorge mit personaler Bindung immer den Vorzug vor einer kollektiven Betreuung geben.


Die Sozialministerin behauptet auch, dass ein Betreuungsgeld „Fehlanreize“ setzt. Als selbst ernannte Frauensprecherin gibt sie vor, was erwünscht und was unerwünscht ist, und das hat dann für alle Familien im Lande zu gelten. Nach SPD-Denkmustern ist es ein Fehler, Kleinkinder zuhause individuell zu betreuen, ihnen Zeit und Sicherheit zu schenken, ihnen die stundenlange Abwesenheit der Eltern zu ersparen. Die Kita-Einheitsbetreuung zugunsten elterlicher Erwerbstätigkeit dagegen ist politisch höchst erwünscht. Folglich darf die familienferne Kinderbetreuung üppig bezuschusst werden, die häusliche aber keinesfalls. Denn sonst könnten Mütter ja noch auf die Idee kommen, ihr Kind in den eigenen Armen behalten zu wollen!

Jede Familie muss aber, ohne Bevormundung und vom Grundgesetz, Artikel 6 gedeckt, die gleiche Chance bekommen, selbst zu entscheiden, wie sie sich organisiert. Um eine echte Wahlfreiheit zu garantieren wäre ein Betreuungsgeld in Höhe der staatlichen Krippensubvention nötig. Das Verhältnis 1000 Euro : 150 Euro bewegt sich jedoch von vornherein jenseits jeder ernstzunehmenden Diskussion.

Bärbel Fischer


Protest muss lautstark aus den Rathäusern kommen

Die Grunderwerbssteuer wird in Baden Württemberg um 1,5 % auf dann 5% angehoben. Die Mehreinnahmen sollen in die Kleinkindbetreuung fließen. Der richtige Weg? Die Bürgermeister von Amtzell und Kißlegg bezweifeln das.

zu: „Gemeinden sind skeptisch“, Schwäbische Zeitung, GEMEINDEN 29. 10. 2011

Die Bautätigkeit im Ländle blüht sichtbar. Da landet die grün-rote Landesregierung einen Coup, die Erhöhung der Grunderwerbssteuer von 3,5% auf 5% . Sie verspricht sich bis zu 375 Millionen Euro Mehreinnahmen zur Finanzierung des Krippenausbaus. Bauherren ohne Kinder können diese Mehrkosten ja noch stemmen. Aber Eltern, die durch den Unterhalt ihrer Kinder bereits am finanziellen Limit sind, müssen sich ihr Eigenheim wohl endgültig abschminken. Die Belastung durch Kredite wüchse der Familie über den Kopf. Also bleibt sie weiterhin in der engen Mietwohnung. Paare lassen von ihrem Kinderwunsch ab, weil ein Eigenheim nun unerschwinglich wird. Erfreulicherweise sehen das die Bürgermeister Moll und Krattenmacher ganz realistisch.


Dabei ließe sich eine Lösung finden, die dem Prädikat „Kinderland Baden-Württemberg“ gerecht wird. Die Grunderwerbssteuer sollte nämlich „abgekindert“ werden können. Beispiel: Bauherren ohne Kinder zahlen 6%, mit dem ersten und jedem weiteren Kind vermindert sich die Steuerlast um 20%, sodass Familien mit 5 Kindern ganz von der Grunderwerbssteuer befreit wären. Schließlich hat der Staat von 5 Kindern später auch den 5-fachen Nutzen. Angesichts der vielen Bauherren ohne Nachwuchs bliebe diese Lösung kostenneutral. Auch wäre kein besonders schwieriger bürokratischer Aufwand nötig, und das Land hätte für mehr Familiengerechtigkeit gesorgt.


Der Protest gegen familienfeindliche Beschlüsse der Landesregierung muss aus den Rathäusern kommen, und zwar lautstark und massiv!


Bärbel Fischer

Hoffnungsschimmer

Die CDU-FDP-Koalition hat im Kompromiss um Steuererleichterungen ein abgeschwächtes Betreuungsgeld von 100 Euro für Mütter beschlossen, die ihre Kinder nicht in eine Krippe geben. Ein winziger Schritt in Richtung Gerechtigkeit, meint Birgit Kelle, Vorsitzende der Europäischen Frauenvereinigung FRAU 2000plus. Doch der Weg zur Familiengerechtigkeit ist noch weit und mühsam. http://www.welt.de/debatte/kommentare/article13701159/Das-Betreuungsgeld-sorgt-fuer-Gerechtigkeit.html

Thema verfehlt – ungenügend!

Die Expertenkommission für den achten Familienbericht im Auftrag der Bundesregierung diagnostiziert: Zeitnot, Zeitdruck, Zeitwunsch der Eltern. Was empfiehlt Herr Professor Dr. Thüsing, Direktor des Instituts für Arbeitsrecht und Recht der sozialen Sicherheit, mit seinen Experten? Umverteilung von Zeit zwischen den Generationen. Genauer: Sechzig- bis Achtzigjährige sollen die Kinder betreuen und/oder die Hausarbeit erledigen. Mama und Papa können dann ohne Stress der Firma statt wie bisher nur in Teilzeit, endlich vollzeitig zur Verfügung stehen. Die Damen und Herren Experten sehen darin sogar eine „Win-win- Situation“ und ignorieren, dass für die Eltern nicht eine Minute mehr Zeit für die Familie herausspringt, sondern täglich 2 bis 4 Stunden weniger. Hier kann man mit Fug und Recht feststellen: Thema verfehlt – ungenügend!

Der Vorschlag zeigt aber zweierlei: 1. Familienarbeit darf nichts kosten. 2. der Zeitgewinn dient eben nicht der Familie, sondern der Arbeit und damit der Wirtschaft.

Ob die Kommission den Auftrag der Bundesregierung missverstanden hat, oder ob die ProfessorInnen einfach ausblenden, dass Kinder ein biologisches Anrecht auf die Präsenz ihrer Eltern haben, das sei dahingestellt. Was aber noch mehr zu denken gibt: Frau Kristina Schröder scheint ein Rezept zu billigen, das Eltern wie Kindern schadet und Familien krank macht.

Bärbel Fischer