Die Welt ist verrückt geworden!

Anlässlich der Talkrunde „Menschen bei Maischberger“, wo es um die LSBTTI-Reform des baden-württembergischen Lehrplans für allgemeinbildende Schulen ging, fiel der Gymnasialdirektor i. R.  Dr. Gerd Brosowski in einen Tagtraum, der ihn in die Siebzigerjahre zurück versetzte. Beim Erwachen stellte er fest: „Die Welt ist tatsächlich verrückt geworden!“

Gestern hatte ich einen Tagtraum, der mich um siebenunddreißig Jahre zurückversetzte. Ich war im Jahr 1977 ein junger Studienrat, unterrichtete an einem Saarbrücker Gymnasium die Fächer Physik und Mathematik.

Im Jahr 1977 war das Kurssystem an Gymnasien noch nicht eingeführt worden; wir hatten Jahrgangsklassen. Alle Schüler hatten von der achten bis zur letzten, der dreizehnten Klassenstufe,  wenigstens zwei Wochenstunden Physik. Die Schüler durften auch noch samstags in die Schule kommen, und da es ferner niemanden in den Sinn gekommen wäre, während der Unterrichtszeit Schulfeste, pädagogische Tage, Berufsberatungen und, und, und durchzuführen, hatten wir im Jahr rund 220 Unterrichtstage. Heute haben wir weniger als 180 Unterrichtstage, und das heißt, dass während der Mehrzahl der Jahrestage in den Schulen nicht unterrichtet wird. Der normale Schultag ist zu einem seltenen Ereignis geworden.

Bei alledem hatten wir weniger Stress als gegen Ende meiner Dienstzeit, denn die höchstens 34 Wochenstunden verteilten sich auf sechs Tage, das waren im Schnitt weniger als sechs Stunden pro Tag. Heute muss so ein Volumen auf fünf Tage verteilt werden. Die Schüler haben an den seltenen Unterrichtstagen mehr Stunden als ihre Väter und Großväter im gleichen Alter, sie kommen daher später nach Hause, ihnen bleibt für die Hausaufgaben weniger Zeit, und dabei ist deren Volumen nicht kleiner, sondern größer geworden. Denn der nächste Tag hat vielleicht mehr als sechs Unterrichtsstunden, außerdem sind die Lehrer in ihrer Zeitnot darauf angewiesen, dass vieles von dem, was wir noch in aller Ruhe im Unterricht besprechen konnten, von den Schülern in Eigenregie erledigt oder auch nur scheinbar erledigt wird.

Führend unter den westdeutschen Ländern in meinen Fächern war Baden-Württemberg; von dort kamen die besten Aufgabenvorschläge, dort wurden die neuesten Apparaturen verwendet, dort wurden die besten und bekanntesten Schulbücher verlegt. Aber nun zurück zu meinem Traum, der mich ins Jahr 1977 zurückversetzt hatte.

In meinem Traum saß ich vor einer Apparatur im Vorbereitungsraum der Physik. Eine Lautsprecherbox in meiner Anordnung brummte im fünfzig-Hertz-Ton vor sich hin; da hörte der Ton schlagartig auf, und die Box begann zu reden. „Du hast gerade eine Anleitung einer Firma aus Baden-Württemberg verwendet“, tönte es da. „Wenn Du im Jahr 2014 pensioniert sein wirst, dann wird auch in Baden-Württemberg die Welt anders aussehen“, hörte ich es orakeln. „Oh, das heißt, dass ich meine Pensionierung noch erleben werde“, entfuhr es mir. „Darauf wollte ich nicht hinaus“, brummte es mir entgegen, „reden wir von Wichtigerem, reden  wir von den Schülern in BW im Jahr 2014“. „Gut, also was wird dann mit den Schülern sein?“ „Die wenigsten werden noch das Fach Physik in allen Klassenstufen belegt haben. Fast alle werden am Ende ihrer Schulzeit nur noch rudimentäre Kenntnisse in Physik und Chemie vorweisen können. Um deutlich zu reden: In jeder Kneipe in Saarbrücken wirst Du dann nicht weniger Kenntnisse in Physik und Chemie finden als in einem Abiturjahrgang an einem Gymnasium in BW.“ „Das kann nicht sein! Du redest von BW, nicht von Bremen  oder Ruanda-Burundi“, ließ ich mich vernehmen. „Ich rede von BW“. „Aber das wird die Landesregierung in BW aufs höchste besorgt machen. BW ist ein Industrieland. Die Landesregierung wird niemals zulassen, dass ihre Schulen so herunterkommen.“

Da krächzte es aus der Lautsprecherbox, als wenn jemanden ein Lachen im Halse stecken geblieben wäre. „Die Regierung in BW wird daran keinen Gedanken verschwenden. Sie wird sich mit aller Kraft einem ganz anderen Vorhaben in den Schulen widmen.“ „Welchem Vorhaben? Welches könnte wichtiger sein als der Versuch, die Schulen wieder gesund zu machen?“ In der Box war ein Räuspern zu hören, dann sprach sie weiter: „BW wird einen Bildungsplan zur Sexualerziehung vorgelegt haben. In allen Klassenstufen werden die Kinder und Jugendlichen über alle möglichen Formen sexuellen Verhaltens ausführlichst informiert werden, da geht es“ – ich hörte ein kurzes Blätterrascheln in der Box, dann sprach sie weiter – „da geht es um hetero-bi-trans-homo-gender- und so weiter- Sexualität“. Ich war nun ganz Ohr, denn ich glaubte, mich verhört zu haben. „Sorry, aber selbst beim Bund haben wir nicht in allen Details über solche Techniken geredet, kannst Du ein Beispiel nennen.“ „Ja, einen Augenblick bittte…Am 11. 2.2014, wird in einer sog. Talk-Runde im Fernsehen bei einer Frau Maischberger eine Journalistin mit einem Beispiel herausrücken…. Da ist es … Ich muss vorlesen…In der vierten Klassen lernen die Kinder, dass Lesben sich gegenseitig die Scheide ablecken.“ Ich musste mich verhört haben. „Aber sag’ mal, falls ich mich nicht verhört habe, das hört sich doch kein Kind an; denen ist doch egal, was Lesben so treiben. Vielleicht ekeln sie sich sogar.“ „Das kann ich nicht beurteilen, eine Lautsprecherbox kann sich nicht ekeln. Aber einen Augenblick: Die Kinder dürfen sich nicht einfach so ekeln und dann wegsehen. Sie müssen, es geht schließlich um einen Lehrplan, sie müssen genau aufpassen. Ja, mehr noch, da steht es: Sie müssen Verständnis und Akzeptanz zeigen. Auf deutsch: Sie müssen diese Sachen gutheißen. Eigentlich für gut befinden, aber das kann kein Mensch kontrollieren, so weit weiß man das in BW auch. Also sie müssen das gutheißen. Alle haben sich lieb, alle sagen, dass das alles gut ist, und so weiter.“

Jetzt wurde es in der Box feierlich, es schien mir, als ertönte im Hintergrund ein Choral: „Noch nie in der Geschichte der Menschheit hat man Derartiges versucht. In allen Kulturen haben die Menschen ihre Sexualität in aller Heimlichkeit  gelebt. Damit wird es vorbei sein. Ab heute erfährt jedes Kind ganz genau, was die Leute dabei tun. Was bisher in aller Abgeschiedenheit geschah, jetzt wird es ans Licht gezogen. Und alle müssen zusehen. Wenigstens im Modell müssen sie alles sehen, danach im Rollenspiel die Dinge nachahmen . Und alle müssen alles das gut finden. Ja, schon in der Antike war man mitunter in diesen Sachen etwas über dem Niveau der Buschmänner. Da durften die Bordelle in aller Öffentlichkeit werben. Aber BW macht den großen Schritt nach vorn. Da lernen die Kinder all das, was die Menschen früher nur aus ihrem verborgenen, persönlichen, speziellem Erleben kannten, in aller Ausführlichkeit kennen. Und noch einmal: Sie müssen dieses ganze Spektrum möglicher sexueller Verhaltensweisen gut finden. Alles gut finden, wie immer der alte Mensch in ihnen aufbegehren mag. Scham war gestern. BW erschafft den neuen Menschen. Und Du sprichst von Physik, von Unterricht in Naturwissenschaften.“

Da wurde es mir zu bunt. Die Box musste verrückt geworden sein. Ich schaltete sie aus. Und wachte auf.

Wachte auf und las die Zeitung. Die Box hatte recht gehabt. Sie war nicht verrückt geworden. Die Welt ist verrückt geworden.

 

 

Mehr Leistungen von Familien als Leistungen für Familien

Der Darmstädter Sozialrichter Dr. Jürgen Borchert müsste die Verdienstmedaille bekommen für sein unermüdliches Engagement. Er räumt auf mit dem Märchen, Familien schmarotzten in unseren Sozialsystemen und zeigt auf, dass das Gegenteil der Fall ist. Familien werden nirgendwo in Europa dermaßen ausgebeutet wie in Deutschland.

http://www.freiewelt.net/mehr-leistungen-von-familien-als-leistungen-fur-familien-10024406/

Grundlegender Systemfehler bei der Rentenversicherung

Hier der Beitrag von Dorothea Siems in der Welt zu dem Thema. Die Verfasser der Studie sagen, der „grundlegende Systemfehler in der Konstruktion des Rentenversicherungssystems führt dazu, dass Familien – anders als kinderlose Erwerbstätige – neben ihrem finanziellen Betrag an die Rentenversicherung einen zusätzlichen Betrag durch Investitionen von Zeit und Geld in ihre Kinder leisten“. Den Beitrag finden Sie hier:

http://www.welt.de/wirtschaft/article123932260/Das-deutsche-Rentensystem-beutet-die-Familien-aus.html

Auch die FAZ berichtet wie viele andere Zeitungen über die Berechnungen und spricht die traurige Wahrheit klar aus: „Kinderlose Arbeitnehmer ziehen nach einer Studie der Bertelsmann-Stiftung ungerechtfertigte Vorteile aus der gesetzlichen Rentenversicherung: Ihre spätere gesetzliche Rente werde unter dem Strich von den Kindern anderer Beitrags- und Steuerzahler finanziert, ohne dass diese dafür vom Staat angemessen an anderer Stelle entlastet würden. Den Beitrag finden Sie hier:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/bertelsmann-stiftung-kinderlose-belasten-die-rentenkasse-12755301.html

Kinderrechte sollen in die Landesverfassung BW

Schwäbische Zeitung, Wir im Süden, 7. Februar 2014

Kinderrechte sollen in die Landesverfassung  BW

Sehr geehrte Frau Sozialministerin Katrin Altpeter!

Kinderrechte in die Landesverfassung! Das klingt wunderbar, gerade wo es Kinder in unserem Land besonders schwer haben. Denn sie geraten wegen der hohen Sozialabgaben, die ihre Eltern leisten müssen, zunehmend in Armut. Zudem müssen sie viele Stunden am Tag außerhalb des Elternhauses zubringen, weil ihre Eltern sich tagsüber nicht mehr um sie kümmern können, sondern ausschließlich um ihren Erwerb. Was liegt da näher, als „vorrangige Bedeutung für die Interessen der Kinder“ und die „Unterstützung durch den Staat“ zu fordern?

Leider haben diese, durch den Kinderschutzbund erhobenen Forderungen einen fundamentalen Fehler, denn sie übertragen elterliche Verantwortung auf den Staat, obwohl das Grundgesetz aus bitteren historischen Erfahrungen den Erziehungsauftrag unmissverständlich und eindeutig den Eltern zuweist ( Art. 6 GG ). Dieser Artikel schließt ein, dass Eltern ihre Kinder vor ungewollten Einflüssen schützen müssen.

  • „Jedes Kind hat das Recht auf Förderung seiner körperlichen und geistigen Fähigkeiten zur bestmöglichen Entfaltung seiner Persönlichkeit.“ Ich frage: Wer bestimmt, wie die “bestmögliche Entfaltung” aussieht, die Eltern oder die jeweilige Landesregierung?
  • „Jedes Kind hat das Recht auf Beteiligung in Angelegenheiten, die es betreffen. Seine Meinung ist entsprechend seinem Alter und seiner Entwicklung in angemessener Weise zu berücksichtigen.“ Ich frage: Wer entscheidet über die „angemessene Weise“, die Eltern oder die jeweilige Landesregierung?
  • „Die staatliche Gemeinschaft achtet, schützt und fördert die Rechte des Kindes. Sie unterstützt die Eltern bei ihrem Erziehungsauftrag.“ Ich frage: Was versteht die jeweilige Landesregierung unter “Unterstützung”? Die meisten  Eltern wollen gar nicht unterstützt werden!
  • „Dem Kindeswohl kommt bei allem staatlichen Handeln, das die Rechte und Interessen von Kindern berührt, vorrangige Bedeutung zu.“ Ich frage: Wer definiert das “Kindeswohl”? Ist das Sache der Eltern, oder bestimmt die jeweilige Landesregierung, was allen Kindern zum Wohl zu gereichen hat?

Sehr geehrte Frau Altpeter, alle diese Forderungen sind bereits mit Artikel 6 GG abgedeckt und daher überflüssig.  Einmal in der Landesverfassung festgeschrieben, öffnen solchermaßen  dehnbare Forderungen parteipolitischer Beeinflussung der Kinder, durch Regierungen jedweder Couleur, ganz legal Tür und Tor. Diese Festschreibung würde bedeuten, dass jede Regierung die Macht bekäme, ihre schwarz-rot-grün-gelb-braunen Zugriffe auf Schulen, Kindergärten und Tagesstätten zu legalisieren. Böse Zungen behaupten sogar, dass die geplante Verfassungserweiterung genau diesem Zweck dienen soll!  Frau Honecker lässt grüßen!

Anstatt manipulierbare „Kinderrechte“ in die Landesverfassung aufzunehmen, bittet die ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT Sie als Sozialministerin, dafür zu sorgen, dass die sozialpolitischen Ursachen von Kinder-und Familienarmut beseitigt werden. Der Zwang zur Erwerbsarbeit beider Eltern ist die unerträgliche Ursache von Verlassenheitsängsten bei Kindern. Wenn schon „Unterstützung“, dann bitte durch eine Politik, die Eltern nicht mehr schröpft als Nichteltern. Um Kindern zu helfen, muss man die Eltern stärken, ihnen die nötige Zeit und die nötigen Mittel belassen, damit sie ihre Aufgaben erfüllen können. 

Im Auftrag der ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT, die  Hunderte von Kindern und ihre Eltern vertritt, fordere ich Sie auf, von Ihrem oben erwähnten Plan abzulassen, damit sich die schrecklichen Fehler vergangener Epochen nicht wiederholen.

Mit der Bitte um eine Antwort grüße ich Sie in diesem Anliegen stellvertretend

Bärbel Fischer

P.S. Dieses Schreiben wird im Internet verbreitet, um zu dokumentieren, dass die Bevölkerung durchaus wachsam die Pläne der Landesregierung verfolgt und nicht einfach „mitläuft“.

 

 

KONTRASTE ohne Kontrast

An die KONTRASTE-Redaktion des rbb ( Radio Berlin-Brandenburg)

Sehr geehrte Damen und Herren,

soeben habe ich mir Ihre KONTRASTE-Sendung zur Reform des baden-württembergischen Lehrplans angesehen. Was ich befürchtet hatte, ist eingetreten. Sie hatten zwar eine sachlich-faire Sendung versprochen, aber die Tendenz Ihres Vorhabens war kontrastlos eindeutig.
Meine Kritik:
  • Ihre Recherche bezog sich verdächtigerweise bewusst nur auf eine einzige                ( unbegründete ) Befürchtung, nämlich dass Homosexualität „ansteckend“ sei. Mit solchen naiven Befürchtungen lässt sich natürlich famos Stimmung machen und wesentliche Fragestellungen vermeiden.
  •  Zuerst hätte die grundlegende Frage erörtert werden müssen, ob staatliche Bildungseinrichtungen über ihren Bildungsauftrag  hinaus überhaupt einen Erziehungsauftrag haben. Denn das Grundgesetz überantwortet diesen den Eltern. Nicht umsonst quält Eltern die Sorge, dass ihr verbrieftes Elternrecht auf Erziehung durch den Staat weggeplant wird (s. meine ausführliche E-Mail an Sie und Ihr Team )
  • Nicht zur Sprache kam die Tatsache, dass es bei der Lehrplanreform nicht um Sexualkunde geht, sondern um die LSBTTI – Streuung über 12 Schuljahre, alle Fächer und durch wechselnde Lehrkräfte, so dass SchülerInnen permanent mit dieser Thematik konfrontiert werden, was ja von den Reformern im Sinne einer Dauerpräsenz  auch so beabsichtigt ist.
  • Vermieden wurde auch die psychologische Frage, ob denn der Dauerbeschuss mit LSBTTI in den Schülern vor lauter Überdruss nicht erst eine Aversion gegen diese Minderheit züchtet.
  • Sie machten sich auch nicht die Mühe, Lehrkräfte zu befragen, warum diese nicht gewillt sind, die geplante Dauerpräsenz mitzutragen.
  • Gezeigt wurden Klassen mit älteren Schülern. Aber die Reform umfasst ja SchülerInnen ab Klasse 1. Viele Eltern sehen darin eine Zumutung und Überforderung ihrer Kinder.
  • Auch kann ich als Lehrerin beim besten Willen keinen Zuwachs an Bildung darin erkennen, dass die Klassen über  Handhabung und Funktion von  Kondomen aufgeklärt werden. Das ist doch kalter Kaffee – blablabla! Gibt es keine bewegenderen Themen?
  • Es soll ja Kinder geben, die noch ein natürliches Schamgefühl haben und Intimes nicht in der Klasse breitgetreten wissen wollen.  Von  den Bildungsplanern und dem rbb wird aber so getan, als gebe es solche Kinder gar nicht. Man schlägt alle Schüler über den gleichen  LSBTTI-Leisten. Basta! Überdies werden sie und ihre Eltern als dümmlich und hinterwäldlerisch dargestellt. Feingefühl, Achtsamkeit und Respekt lässt der Lehrplan völlig vermissen, was durchaus als Diskriminierung gelten kann.
  • Schließlich bleibt noch die Frage, warum denn in den Schulen die Werte:  Liebe, Treue, Verbundenheit, Ehe und Familie nicht auch Gegenstand der Wissensvermittlung sind. Schließlich sieht sich Deutschland doch als WERTE-Republik!  Oder geht es bei der „neuen Bildung“ lediglich um Praktiken, Verhütung, Unverbindlichkeit und deren bedingungslose Akzeptanz?

Fairer Journalismus, meine Damen und Herren, sieht anders aus. Alle o.g. Fragen kamen in Ihrer Sendung nicht zur Sprache. Von Sachlichkeit und Ausgewogenheit keine Rede! Vielmehr darf man diese Sendung ablegen unter Stimmungsmache, Beeinflussung und absoluter Identifikation mit staatlichen Interessen ( Political Correctness). Ich hatte immer gehofft, die KONTRASTE- Sendung würde auch und gerade staatliche Vorhaben hinterfragen, emotionale Gewalt an Kindern aufdecken und Verfassungsrechte schützen    ( Art. 6 GG).

Schade!  Fehlanzeige auf der ganzen Linie!

Daher war Ihre freundliche Anfrage an unsere Elterninitiative leider nur ein leeres Versprechen, was ich sehr bedaure.                                                                                   Ich grüße Sie enttäuscht
Bärbel Fischer
ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT

Werterepublik Deutschland?

In seinem Artikel: „Was ist der Wertrepublik die Ehe wert?“ fragt der Autor Johannes Röser, Chefredakteur der Wochenzeitung CHRIST  IN  DER  GEGENWART ( CIG 4 / 2014 )  hypothetisch nach den Auswirkungen alternativer Leitziele für einen werte-orientierten künftigen Lehrplan: 

Stellen wir uns nur einmal vor, im Bildungsplan-Entwurf würde zum Beispiel unter dem Punkt „Berufliche Orientierung“ formuliert:„Zusätzlich zu berücksichtigen unter dem Gesichtspunkt der Förderung von Ehe und Familie: Schülerinnen und Schüler setzen sich mit der eigenen Sehnsucht nach stabilen, treuen partnerschaft­lichen Beziehungen und den heutigen Schwierigkeiten, diese zu leben, auseinander, mit dem Ziel, in der Berufsfindung auch Fragen der Familiengründung zu bedenken …“Oder bei  „nachhaltiger Entwicklung“: „Schülerinnen und Schüler kennen treue eheliche Beziehungen und reflektieren deren Bedeutung für Staat und Gesellschaft in einer mobilen, globalen Welt.“

Oder bei „Medienbildung“: „Schülerinnen und Schüler nehmen die Dauer-Präsentation kaputter Ehe- und Familienverhältnisse in Fernsehen, Film und sonstigen Medien als Verletzung der Menschenrechte wahr und erkennen, dass der Einsatz für ein gelingendes Ehe- und Familienleben auch in digitalen Medien ein wesentlicher Bestandteil von Zivilcourage in einer pluralen Gesellschaft ist.“

Solche Bildungsplan-Vorschläge sind vermutlich unvorstellbar. Ein Aufschrei kollektiver – medialer – Entrüstung ginge durch das Land. Unvorstellbar? Denken wir nochmal darüber nach.

Den ganzen Artikel lesen Sie Über folgenden Link:

http://www.christ-in-der-gegenwart.de/aktuell/artikel_angebote_detail?k_beitrag=4007272

 

Kretschmann soll die Kinder in Ruhe lassen

 „Dieser Bildungsplan, der vervollständigt und 2015 Realität an baden-württembergischen Schulen werden soll, sollte zur Pflichtlektüre aller Bundesbürger werden. Das wäre der einfachste Weg, diesem gequirlten und extrem aufgeblasen daher kommenden intellektualisierenden und gleichzeitig mies formulierten Quatsch nachhaltig zu entlarven. Als das, was er ist, nämlich eine bildungsfeindliche Indoktrinierungsplattform gegen Kinder und junge Menschen“, meint die Kolumnistin der „Wirtschaftswoche“ Bettina Röhl :

http://www.wiwo.de/politik/deutschland/bettina-roehl-direkt-winfried-kretschmann-und-der-bildungsplan-2015-seite-all/9391974-all.html

 

Schöne neue LSBTTI-Welt!

Leserbrief an PUBLIK  FORUM

Zu „Homophobie in den Kirchen“ PF 2/2014

Versuchen Sie mal, das Vorhaben der BW-Landesregierung abseits des Homophobievorwurfs aus folgender Perspektive zu betrachten:

Lebkuchen und Schokoladennikoläuse ab September, Lichterglanz an Weihnachtsbäumen ab Mitte November, Dauerberieselung mit „Stille Nacht“ in Kaufhäusern drei Adventswochen lang. Und an Weihnachten ? Die Luft ist raus, Überdruss, Erschöpfung. Wo sind Vorfreude, banges Warten auf den Heiligen Abend, Heimlichkeit, Weihnachtsliederschauder, wohliger Tannen-und Kerzenduft geblieben? Wir haben den Kindern ihre großen Gefühle gestohlen, Weihnachten entzaubert, Weihnachtsbräuche kommerzialisiert durch Dauerbeleuchtung, Dauerberieselung, Dauerflitter.

Wohin wird die zwölfjährige LSBTTI-Dauerberieselung in baden-württembergischen Schulen führen? Die „Akzeptanz der Vielfalt“ soll ja nicht per zeitlich begrenzten Unterricht erreicht werden, sondern durch permanente, fächerübergreifende  Beschäftigung mit Sexualität über zwölf Schuljahre vom Milchzahn bis zum Bartwuchs,  jederzeit und überall bis zum Erbrechen, und unausweichlich! Das nennt sich blumig Leitprinzip.

Erwachsen geworden wird es den jungen Menschen so gehen wie mit Weihnachten, nur wird der emotionale Verlust weit dramatischer sein: die schönste Sache der Welt wird ihnen zum Hals heraus hängen und sie dauernd an Schule und diverse Lehrer erinnern. Sexualität – ausgelutscht, öde, abgedroschen, banal – einfach nur zum Gähnen!

Schöne neue LSBTTI-Welt! Wollen wir unsere Kinder weiter ent-emotionalisieren?

Übrigens, haben Sie in der ganzen Debatte auch nur einmal das Wort LIEBE vernommen? Nein? Ich auch nicht.

Bärbel Fischer

 

Murks

In dem Kommentarblog im Anschluss an die Stellungnahme zur Lehrplanreform in BW von Frau Christa Meves ( Psychologin und Autorin vieler Bücher ) auf http://www.freiewelt.net/bei-risiken-und-nebenwirkungen-fragen-sie-bitte-10021685/  antwortet Herr Dr. Gerd Brosowski  erfrischend sachlich, im Gegensatz zu vielen hässlichen Pamphleten. Er nennt das ganze Vorhaben handwerklichen MURKS.

Bei all den heftigen Diskussionen um die Absicht der baden-württembergischen Landesregierung, die „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ in die Lehrpläne hineinzuschreiben, übersieht man leicht den groben handwerklichen Fehler, welchen die schwäbischen Lehrplantüftler sich geleistet haben und der schon auf den ersten Blick zu bemerken ist. Lassen wir einmal die Überlegung beiseite, ob der Erziehungsauftrag der Schule so weit geht, dass überhaupt eine Sexualerziehung statt einer schlichten Sexualkunde ohne einen expliziten gesetzlichen Auftrag erlaubt ist; bleiben wir nur beim Handwerklichen.

„Akzeptanz“ ist eine Einstellung, eine Gesinnung. Muss denn daran erinnert werden, dass Gesinnungen vorgetäuscht werden können? Dass es folglich unmöglich ist, herauszufinden, ob eine bestimmte Gesinnung vorliegt oder nicht? Ja, dass es moralisch verwerflich ist, auch nur zu versuchen, dies herauszufinden?                                       Lehrer als Gesinnungsschnüffler?

Erziehungsziele müssen unmissverständlich als Merkmale beobachtbaren Verhaltens formuliert werden; es darf nicht einmal der Eindruck entstehen, als ginge es darum, dem Schüler bestimmte Gesinnungen aufzudrängen. Wie etwa, um ein Beispiel zu nennen, soll herausgefunden werden, ob ein Schüler “Sensibilität für Stereotype” entwickelt hat? Ist eine solche Sensibilität ein objektiv beobachtbares Verhaltensmerkmal? Oder läuft es nicht vielmehr darauf hinaus, per inquisitorischem Herumschnüffeln in der Gedankenwelt des jungen Menschen diesem eine bestimmtes vorfabriziertes Urteil unterzuschieben?

Was ein Mensch sagt, schreibt, tut: Darauf kommt es an und nicht darauf, was ihm gerade durch den Kopf gehen mag. Verehrte Lehrplanfabrikanten: Sie haben Murks gemacht. Und jetzt bitte alle mitsingen: „Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten…“ Und dann das ganze fabrizierte Zeugs einstampfen und lange, lange den Mund halten.

Ein Hinweis zum Trost: Als Lehrplan ist das Geschreibsel ungeeignet, aber es gibt eine vorzügliche Grundlage für ein Kabarett ab. Man stelle sich etwa die Szene vor, in der eine vierzigjährige Lehrerin, Mutter zweier Kinder, vor einem Haufen feixender Fünfzehnjähriger oder vor streng blickenden Kopftuchmädchen versucht, in einem Tafelbild einen Überblick zu den unterschiedlichsten sexuellen Beziehungen und Praktiken zu geben.               Vielfalt? Unheilige Einfalt!