Grüne Heuchelei pur!

Lautstark kritisieren die GRÜNEN die Äußerungen von Papst Franziskus, zur Rolle der Väter, die ihre Kinder notfalls mit einem Klaps „auf Spur zu bringen“ versuchen.

Leserbrief

Durch Schläge erreicht man zwar Dressur, aber keine Erziehung. Das dürfte auch dem Papst bekannt sein. Man mag ja der grünen Ansicht sein, dass Abtreibung rechtens und keine Gewalttat an Kindern darstellt. Man mag auch der grünen Ansicht sein, dass das Recht auf Selbstbestimmung der Frau weit vor dem Recht des ungeborenen Kindes auf Unversehrtheit rangiert. Dann aber verbietet sich logischerweise auch der exaltierte grüne Aufschrei gegen die vermeintliche päpstliche Billigung von körperlicher Gewalt gegen Kinder in Form von Klapsen oder Schlägen. Dieser Aufschrei ist solange unglaubwürdig und nichts als heuchlerisch, solange diese Partei  bedenkenlos die brutale, tödliche Gewalt an ungeborenen Kindern akzeptiert. Mit der grünen Billigung von Abtreibung verscherzt sich diese Partei jegliche moralische Autorität, körperliche Züchtigung zu kritisieren.

Bärbel Fischer

 

 

 

Wir jammern nicht – wir klagen

 

Vierzehn Jahre ohne politische Konsequenz:

Grundgesetz Marcito(Berlin). Ein 2001 verkündetes, wegweisendes Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Pflegeversicherung bleibt auch nach 14 Jahren ohne politische Konsequenz. Familien werden in den Beiträgen zur Sozialversicherung verfassungswidrig belastet, indem neben ihren Geldbeiträgen der gleichwertige Erziehungsbeitrag noch immer nicht berücksichtigt wird. Um das nicht länger hinzunehmen, starten der Deutsche Familienverband (DFV) und der Familienbund der Katholiken (FDK) die gemeinsame Kampagne „Wir jammern nicht – wir klagen!“. Die beiden größten Familienverbände Deutschlands setzen sich auf diesem Weg aktiv für eine verfassungstreue Beitragsgestaltung in den Sozialversicherungen ein.

„Familien zahlen doppelt in die Gesetzliche Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung ein – generativ durch die Erziehung ihrer Kinder und finanziell durch Geldbeiträge. Das werden wir nicht länger hinnehmen!“, betont FDK-Präsident Stefan Becker. „Mit unserer Kampagne machen wir mobil gegen politische Ignoranz und verhelfen Familien zu mehr Gerechtigkeit!.“ DFV-Präsident Dr. Klaus Zeh kritisiert: „Es ist dringend erforderlich, Familien – wie im Steuerrecht – auch in den Beiträgen zur Sozialversicherung zu entlasten. Steuerentlastungen allein schaffen keine Familiengerechtigkeit. Eine verfassungsgemäße Neuregelung setzt Kinderfreibeträge in der Beitragsgestaltung voraus.“

Das Bundesverfassungsgericht hatte den Gesetzgeber 2001 aufgefordert, den generativen Beitrag von Eltern anzuerkennen und die bestehende Benachteiligung von erziehenden Versicherten auszuräumen. Es gebot dem Gesetzgeber, auch die anderen Zweige der Sozialversicherung auf Familiengerechtigkeit zu überprüfen. Das ist bis heute nicht geschehen. „Bei dem ab 2015 aufzubauenden kapitalgedeckten Vorsorgefonds wird stattdessen die Kindererziehung als generativer Beitrag erneut ignoriert. Das ist ein Skandal!“, betont Zeh. Und auch der unwesentlich höhere Beitrag für Kinderlose in der gesetzlichen Pflegeversicherung entlastet nicht wie geboten die Familien, sondern soll künftige Beitragsanhebungen abfedern.

Die Kampagne „Wir jammern nicht – wir klagen!“ mobilisiert Familien, sich gegen zu viel erhobene Beiträge zu wehren. Eltern sind aufgefordert, bei ihrer Krankenkasse Widerspruch gegen die Beitragshöhe in der Gesetzlichen Pflege-, Renten- und Krankenversicherung einzulegen. Der Familienbund der Katholiken und der Deutsche Familienverband unterstützen die Aktion mit juristisch geprüften Muster-Einsprüchen und Muster-Klagen. Derzeit stehen drei Musterklagen vor dem Bundessozialgericht. Mehr Informationen finden Sie unter www.elternklagen.de

Deutscher Familienverband e.V. • Bundesgeschäftsstelle • Herausgeber: Bundesgeschäftsführer Siegfried Stresing
Luisenstr. 48 • 12345 Berlin • Tel: 030 – 30 88 29 65
presse@deutscher-familienverband.de

Horizontaler Vergleich 2015

Siegfried Stresing, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Familienverbands DFV fragt:

Wie familiengerecht ist die Abgaben- und Steuerlast in Deutschland?

Wie gewohnt haben wir nachgerechnet und zeigen im Horizontalen Vergleich 2015, wie stark Familien durch Abgaben und Steuern belastet werden. Neu ist, dass sich unser Rechenbeispiel auf ein durchschnittliches Jahreseinkommen von 35.000 Euro bezieht. In der Vergangenheit haben wir uns an einem „Facharbeiterlohn“ von 30.000 Euro im Jahr orientiert. Im Sinne einer besseren Vergleichbarkeit mit den vorangegangenen Jahren stellen wir auch diese Zahlen zur Verfügung.

Wie viel Geld bleibt Familien im Portemonnaie?

Sollte die Abgaben- und Steuerlast nicht geringer werden, je mehr Kinder Eltern haben? Auch 2015 ist das nicht der Fall!

www.deutscher-familienverband.de

http://www.deutscher-familienverband.de/jdownloads/Publikationen/Horizontaler_Vergleich_2015_PDF_fr_Website.pdf

 

 

 

Spuk!

Sabine Lennartz, Berliner Korrespondentin der Schwäbischen Zeitung, sieht den SPUK PEGIDA sterben.

 

Dazu ein Leserbrief:

 

Nun wird sich zeigen, ob sich der Aufstand in Dresden hauptsächlich gegen die Migranten oder doch eher gegen die zweifelhaft demokratische, bundesdeutsche Politik gerichtet hat.

 

Dafür, dass Pegida im Nachhinein nun als bloßer irrlichternder SPUK abgetan wird, haben Politik und Medien in Presse und Fernsehen diesem „unerklärlichen“ Phänomen doch übertrieben viel ängstliche Aufmerksamkeit gewidmet. So viel, dass wichtige Nachrichten, z. B. zu den geplanten Freihandelsabkommen zwischen USA  und EU, TTIP und CETA, sowie zu Berichten über eine Großdemonstration in Berlin gegen die Machenschaften der Agrarindustrie oder zu dem Milliarden-Gelddruck-Projekt des Herrn Draghi nur noch am Rande erwähnt wurden oder sogar ganz entfielen. Zufall oder  beabsichtigtes Ablenkungsmanöver? Der polit-mediale Feind hieß jedenfalls wochenlang Pegida!

 

Jetzt ist der Spuk also vorbei, die „Ratten“ ( Hannelore Kraft, SPD ) verkriechen sich wieder, die „Träumer“ ( Julia Klöckner, CDU ) schlafen weiter, die „Unanständigen“            ( Hans-Olaf Henkel, AfD )  halten wieder ihre Klappe, die „Brandstifter“ ( Yasmin Fahimi, SPD ) pusten ihre Flammen aus, Regierung und Parteien atmen auf: Alles O.K.

 

Also – weiter so: alle Macht den Konzernen, Wirtschaftswachstum auf Kosten von Kindern und Müttern, Bildungseuphorie als verlogenes Alibi für ganztägige Trennung von Eltern und Kindern, Familienblindheit bei Steuern und Abgaben, letales demographisches Desinteresse ( Kanzlerin ), Missachtung von Volkes Stimme, Duldung von Arbeitsverhältnissen, die zum Überleben nicht ausreichen, Bankenrettungen mit unseren Steuergeldern, Enteignung von Sparern, Rüstungsexporte im großen Stil anstatt Finanzierung des zivilen Friedensdienstes …….

 

Alles O.K.? Lassen wir uns überraschen!

 

Bärbel Fischer

 

 

 

 

 

 

 

War Mama früher vielleicht mal ein Mann?

Wie haben wir eigentlich jemals Familien gegründet, ohne staatliche Grundausbildung in der Schule? Und seit wann ist es egal, „wer mit wem wie genau verwandt ist“?

Ein Beitrag von Birgit Kelle, Journalistin und bekennende Mutter von vier Kindern:

http://www.theeuropean.de/birgit-kelle/9554-fragwuerdige-revolution-des-sexualkundeunterrichts

Ein  AUDIO- Angebot, das Beachtung verdient:

Die heutige Internet-Radiosendung King.FM von Birgit Kelle zum Thema „Sexualkunde“ – mit einem ausführlichen Interview der Psychologin und Therapeutin Tabea Freitag (u.a. Expertin für Pornosucht bei Jugendlichen). Tabea Freitag argumentiert vehement gegen den neuen Sexualkundeunterricht, in ihren Augen setzt er Jugendliche extrem unter Druck. Er klärt nicht auf, sondern führt zu Sexualität hin. Die Sendung wird heute Abend erstmals ausgestrahlt um 22 Uhr. Wiederholungen immer Samstag um 12 Uhr, Sonntag um 16 Uhr und Donnerstag um 20 Uhr. Hier unter dem Link geht es zum Live-Stream, wo Sie King.FM im Internet hören können.

 

 

Schiff ohne Kompass?

Eugen Abler, Bundesdelegierter des CDU-Kreisverbands Ravensburg, hatte als einziger Delegierter den Mut, beim Bundesparteitag der CDU 2014 folgende kritische Rede an die Adresse von Frau Merkel und an die Bundesdelegierten zu richten:

Redebeitrag des Delegierten Eugen Abler beim CDU-Bundesparteitag 2014 in Köln

 

Herr Präsident, Frau Bundeskanzlerin, meine sehr geehrten Damen und Herren,

 

„Politik beginnt beim Betrachten der Wirklichkeit“. Und da gibt es inzwischen auch die AFD. Wir sollten uns fragen, warum gehen Wähler zu dieser Partei? Was vermissen sie bei anderen Parteien, was sie glauben bei der AFD zu finden. Neue Parteien entstehen, wenn die Unzufriedenheit mit etablierten Parteien steigt. Wir sind beliebig geworden. Das bedeutet: Die Konservativen in der CDU sind heimatlos geworden; sie suchen eine neue Heimat.

Der Preis des Modernisierungskurses, Frau Bundeskanzlerin, auf den sie uns geführt haben, ist die zunehmende Aufgabe konservativer Positionen. Die Modernisierung hat zur Folge, dass die Werte des christlichen Menschenbildes beiseitegeschoben werden. Wir flirten stark mit dem Gender- Zeitgeist! Dabei müssten alle wissen, dass das grün-linke Lager aus ideologischen Gründen die Familien schwächen will. Wir unterscheiden  uns kaum mehr von der SPD und den Grünen. Ich bin z.B. erschüttert, dass die Bundes-CDU kein klares Signal gegen die Frühsexualisierung der Kinder in den Schulen setzt. Das hat nichts mit dem christlichen Menschenbild gemein und schwächt damit unsere Glaubwürdigkeit!

Das „C“ muss unser Kompass bleiben und an den Inhalten erkennbar sein.  Christlich und fortschrittlich sind keine Gegensätze, vielmehr sind sie zwei Seiten einer Medaille. Wir müssen wieder zur Heimat für die Konservativen werden.

Konservative Inhalte sind für mich: Lebensschutz, Bewahrung der Schöpfung, Ehe und Familie als Grundlage unserer Gesellschaft und ein Patriotismus in gutem Sinne. Ich stehe dafür, dass die Kreuze in öffentlichen Gebäuden hängen bleiben!

Wir brauchen dringend eine Schärfung unseres Profils mit einer Rückbesinnung auf christliche Werte. 

Mir ist noch wichtig:

Stichwort Steuerpolitik: Unser Steuersystem gilt als das komplexeste der Welt. Bereits 2010 hat der Bundesrechnungshof die Bundesregierung aufgefordert eine Steuerreform durchzuführen, die die Kriterien der Nachvollziehbarkeit, Transparenz und Gerechtigkeit erfüllt. Das ist in weiter Ferne! Eine große Ungerechtigkeit ist die „Kalte Progression“ auch zu Recht „heimliche Steuererhöhung“ genannt. Aber hier, Frau Bundeskanzlerin haben Sie in Ihrer Rede eine Lösung angedeutet, die in die richtige Richtung geht.

Jeder Logik entbehrt das Mehrwertsteuerrecht, wenn für Schnittblumen, Trüffel und Rennpferde 7 Prozent Mehrwertsteuer zu bezahlen sind, während für Kinderartikel wie Windeln, Kindersitze, Kindernahrung 19 Prozent fällig werden!

Wir brauchen eine tiefgreifende Steuerreform. Das Modell von Paul Kirchhof erfüllt alle Kriterien dazu. Wo bleibt der Mut für Reformen? Wir sollten nicht länger nur herumdoktern. Statt dringend zu operieren nehmen wir nur Salbe!

Stichwort Familienpolitik: „Das Schicksal der Familie ist über kurz oder lang das Schicksal des Landes“, stellte Kolping vor 150 Jahren fest. Unsere demografische Entwicklung ist dramatisch. Um unser Volk zu erhalten, sind 2,1 Kinder pro Frau notwendig. Wenn sich unsere derzeitige Quote von 1,35 Kinder pro Frau fortsetzt, werden wir unter Berücksichtigung der Zuwanderung am Ende dieses Jahrhunderts eine völlig andere Republik haben. Es wird zwar noch Deutsche geben, aber kein deutsches Volk mehr. Wollen wir das? Die Chancen, diese Entwicklung zu verhindern sind zwar gering, aber man könnte sie abschwächen. In Frankreich werden 2,1 Kinder pro Frau geboren! Das sollte auch unser Ziel sein. Dazu brauchen wir eine starke Kursänderung bei der Familienpolitik und eine Überprüfung unserer Einwanderungspolitik!

Eltern mit Kindern brauchen mehr Unterstützung und mehr Wertschätzung! Wir müssen Kinder wieder als Reichtum begreifen! Investitionen in Familien sind die einzige Chance, um unser Land zukunftsfähig zu machen; sie ergeben die höchste Rendite!

Letztes Stichwort Lebensschutz: Ich werde nicht müde, mich für den Lebensschutz einzusetzen. Der Schutz des menschlichen Lebens von der Zeugung bis zum natürlichen Tod muss  höchste Priorität einer Partei sein, die sich christlich nennt. Wir müssen dafür eintreten, dass Menschen an und nicht durch die Hand eines Menschen sterben. Es ist schrecklich, wenn Senioren aus Holland in unser Land kommen, um der Gefahr, in einem Heim in Holland eventuell aus dem Leben geschafft zu werden, aus dem Weg zu gehen.

In unserem Land wird dem Tierschutz ein wesentlich höherer Stellenwert als dem Lebensschutz zugemessen.  Die Schwächsten unserer Gesellschaft verdienen unsere uneingeschränkte Solidarität. Aber wir mit dem „C“ im Namen schauen zu und schweigen, auch die höchsten Gremien in der Union. Es bleibt ein Skandal, dass jährlich etwa 200.000 Kinder im Mutterleib getötet werden. Menschen dürfen nicht über das Leben anderer verfügen. Was moralisch falsch ist, kann politisch nicht richtig sein! Die hunderttausendfache Tötung von ungeborenen Kindern ist eine erschütternde Tatsache und eine existentielle Bedrohung unserer Gesellschaft. Jedes Kind ist ein Geschenk Gottes. Ich fordere die Regierung zu einer Kampagne für eine Kultur des Lebens auf!

Ich danke Ihnen!

http://www.heute.de/merkelkritik-auf-parteitag-eugen-abler-wir-sind-beliebig-geworden-36293914.html

 

 

25, 35 oder 45 Wochenstunden für die Kleinsten?

Die Neue Westfälische berichtet von Irritationen in der Bielefelder Kita-Landschaft. Sind die Betreuungszeiten flexibel genug? Steht eine Beitragserhöhung für Eltern an, etc.?

Frau Dr. Dorothea Böhm kommentiert den Zeitungsbericht:

Anmerkungen zu: „Kita-Landschaft in Sorge„, Lokalteil, Neue Westfälische, Mo 26.1.2015, Sehr geehrte Frau Eberlein, sehr geehrter Herr Reeske, sehr geehrter Herr Schlifter,
sehr geehrter Herr Seim,

der o.g. Artikel ruft dazu auf, sich der „KiTa-Landschaft in Sorge“ anzunehmen, weil die so viele Betreuungsplätze schaffen müssen und mit weniger Geld auskommen sollen.

Teilweise sind Sie selbst Eltern, kommt Ihnen nicht unnatürlich vor, dass immer mehr Mütter ihre Kleinstkinder für viele Stunden am Tag „loswerden wollen„?  Es ist unfreiwillig und geschieht aus Finanznot!  Die entsteht für Mütter und Väter zwangsläufig, weil die Erwerbseinkommen sinken, die indirekten Steuern steigen und innerfamiliäre Care-Arbeitsleistungen im Bewertungssystem unberücksichtigt bleiben, das bedeutet, sie müssen der Gesellschaft geschenkt werden.

Und dann wäre da noch das verbrecherisch konstruierte Sozialversorgungssystem, welches die Kosten für Alte auf alle verteilt (Rente, Pensionen) und den Großteil der Kinderbedarfskosten Privatsache von Eltern sein lässt – die dann auch noch auf alles, was sie dafür einkaufen müssen, erhebliche Steuersätze entrichten. Deshalb sind Mütter immer jüngerer Kinder gezwungen, ihre Kleinstkinder out zu sourcen, damit sie selbst für Fremde außer Haus arbeiten können. Man nennt das „Wahlfreiheit„.

Apropos „Wahlfreiheit„, welches einjährige Kind „wählt frei“, 8 Stunden täglich ohne seine engste Bezugsperson zu sein? Eben!  Unfreiwillige Trennung von ihren engsten Bezugspersonen ist Mega-Stress für Kleinkinder. Dass wir sie dennoch dazu zwingen, hat Folgen: 75-90% der U3-Kinder in Gruppentagesbetreuung  erleiden eine erhebliche chronische Stressbelastung, die inzwischen messbar ist und ein signifikantes Entwicklungs- und lebenslang wirksames Gesundheitsrisiko darstellt, was auch das netteste Personal in besten Einrichtungen nicht ausgleichen kann, weil die nicht die Mama sind.

Der Ausbau der Gruppentagesbetreuung im U3-Bereich ist nichts weniger als staatlich subventionierte Kindeswohlgefährdung, genau das sollte die „KiTa-Landschaft in Sorge“ versetzen, und ich bitte Sie zu überdenken, welchen Part Sie persönlich hierbei weiterhin zu übernehmen bereit sind.

  • Damit die Ausbeutung der Mütter niemand bemerkt, (sogar sie selber oft nicht), wird der Begriff „Arbeit“ im Zusammenhang mit dem Bereich Familie peinlichst vermieden. („Babypause“, „Erziehungsurlaub“, „daheim-bleiben“, „sich um alte Mutter kümmern“, etc.)
  • Damit den Verlust an Bindungsbeziehungszeit niemand bemerkt,  wird die Zerstörung der Mutter-Kind-Einheit als „, Frauenförderung, Befreiung und Selbstverwirklichung“ gefeiert, (das erinnert stark an „Feier-Arbeitsschichten“ und „Friedensmauer“ der DDR).
  • Damit die staatliche geförderte Kindeswohlgefährdung  nicht als solche kenntlich wird, wurde sie „frühkindliche Bildung“ genannt und (aus ideologischen und/oder wirtschaftlichen Gründen) eingeführt, lange bevor sie in ihren Auswirkungen im Vergleich zu familienerzogenen Kindern wissenschaftlich seriös erforscht wurde. Und jetzt, wo es solche Studien gibt, werden sie in Abrede gestellt und ignoriert.

Falls Sie ab jetzt doch lieber für Kinder und Familien eintreten wollen, und, weil damit den Familien-Ausbeuter-Mainstream verlassend, dafür noch Argumente brauchen können, bitte …

  • …gewärtigen Sie das Ausmaß und die Folgen der finanziellen Benachteiligung von Eltern im Steuer- und Sozialversicherungssystem, Stichwort: Familienarmut, Altersarmut, etc. (Info-Quelle: „Sozialstaatsdämmerung“ von Jürgen Borchert)
  • …vergewissen Sie sich selbst zu den wissenschaftlich ermittelten Negativfolgen der U3-Betreuung, Stichwort: Risikoerhöhung für Verhaltensprobleme, Depression, Übergewicht, etc. (Info-Quelle: „Auswirkungen frühkindlicher Gruppenbetreuung auf die Entwicklung und Gesundheit von Kindern, von Kinderarzt und Entwicklungsneurologe Dr. med. Rainer Böhm)
  • ….informieren Sie sich und Eltern über Möglichkeiten, sich gesellschaftlich-politisch breiter angelegt für finanzielle Gerechtigkeit für Familien einzusetzen, Stichwort: Pro-familiäre Ausrichtung der etablierten Parteien, Engagement in Familienverbänden und – initiativen.

Würde das Bundesfamilienministerium seinen Namensauftrag und die Gesellschaft ihr Demografie-Problem ernst nehmen, wäre finanzielle Gleichstellung von Eltern und Kinderlosen längst geschaffen. Dann würde ein Großteil der Familien aus der künstlich erzeugten Armut, Kleinkinder aus der Stressbelastung und Mütter aus der Hetze und Getriebenheit der Doppelarbeit durch Erwerbs-Erzwingung befreit sein.  

Und auch die KiTa-Landschaft wäre dann von ihren (Kapazitäts)Sorgen befreit und könnte sich wieder ganz auf den Bereich konzentrieren, wo sie ein wirklich tolles Angebot an Kinder und Familien macht: Gute Halbtagskindergärten für die 4-6-jährigen Kinder.

Mit Dank für die Kenntnisnahme und freundlichen Grüßen,

Dorothea Böhm

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Dr. med. Dorothea Böhm (* 1962) ist Ärztin, Triple-P-Trainerin und Mutter. Über sich schreibt sie:

  «Ich setze mich für eine Familienpolitik ein, die Kindern gerecht wird. Ganz besonderes Augenmerk verdienen meiner Ansicht nach die Bedürfnisse der Kinder zwischen 0 und 3 Jahren, weil sie derzeit, teils aus Unkenntnis, teils aus Wirtschafts­orientiert­heit, nahezu ignoriert werden. Dies ist nicht nur zum Schaden von Kindern (der sich lebenslang auf die späteren Erwachsenen auswirkt) sondern auch zum Nachteil ihrerEltern, denen die Chance entgeht, für die Begleitung ihrer Kinder genügend Zeit, Kraft und Geld zu haben. Und auch Kindern und Jugend­lichen bleibt durch Schul“zwang“ (europäisch gesehen übrigens ein deutsches Solo und ein Relikt aus 1938!) und Pflicht­ganz­tags­schul­pläne immer weniger Spielraum für Mußezeit und selbst­bestimmte Enwicklung. Das Ergebnis der materialistisch orientierten „Alltags­straffung“ ist eine gesell­schafts­weite Minderung von Beziehungs­fähigkeit und persönlichem Lebens­glück, abzulesen unter anderem an der Zahl der Scheidungen und der Häufung psychischer und psycho­soma­tischer Erkrankungen und Zusammen­brüche, oft schon im mittleren Lebensalter. All dies ist kein unaus­weichliches Schicksal. Ich muss und will mich nicht damit abfinden. Die Veränderung setzt voraus, dass man (vor allem die Klein)­Kind-Zeit nicht vorrangig als akademische Trainings­phase begreift und dem emotionalen Familien­gefüge einen sehr viel höheren Wert beimisst. Wir werden es nicht zuletzt am finanziellen Zumaß für Familien­erziehung erkennen.»[1]

Vereinbarkeit- eine Lüge!

Peter Hahne hat die Äußerung von Arbeitsministerin Andrea Nahles zum Anlass genommen, das Thema Vereinbarkeit in seiner Sonntagmorgensendung im ZDF zu besprechen – zusammen mit Britta Sembach und Birgit Kelle.

Schauen Sie sich das halbstündige Video an!

http://www.zdf.de/peter-hahne/kinder-kueche-karriere-ueberfordern-sich-frauen-36740332.html

 

Eine rhetorische Seifenblase

Pressemeldung

18.01.2015

Die 32-Stunden-Arbeitswoche für gestresste Eltern – eine rhetorische Seifenblase

In einem sehr persönlich gehaltenen Interview (DIE ZEIT vom 08.01.2015, verkürzte Fassung siehe link unten) räumt Arbeitsministerin Andrea Nahles freimütig ein:„Man bekommt doch kein Kind, nur um dann damit beschäftigt zu sein, es irgendwie wegzuorganisieren, weil man arbeiten gehen muss.“

Diese Einlassung einer SPD-Politikerin und selbst betroffenen Mutter kommentiert Gertrud Martin, Vorsitzende des Verbands Familienarbeit e.V.: „ Das ist unsere Rede seit langem. Aber niemand will sie hören. Die Tatsache, dass Familie immer mehr an den Rand gedrängt und nur noch als Lieferant des Humankapitals für Wirtschaft und Sozialsysteme gesehen wird, ist der Hauptgrund für den Geburtenmangel. Ein Kind ist ja noch lange nicht hinreichend wegorganisiert, wenn eine „gute Kita oder eine gute Ganztagsschule“ gefunden ist. Das minutiöse Organisieren bleibt trotzdem alltäglicher Familienstress, sofern beide Eltern erwerbstätig sein sollen.“

Martin stellt weiter fest, dass die von Nahles – wie auch früher schon von Familienministerin Schwesig – benannte Gegenstrategie einer Entzerrung der Berufs- und Familienbiografie in den mittleren Lebensjahren sich zunächst zwar einleuchtend anhöre, einer kritischen Prüfung aber nicht standhalte: „Wie ist das zu verstehen, dass eine zugunsten der Familie auf 32 Stunden verkürzte Wochenarbeitszeit später durch Mehrarbeit wieder hereingeholt werden soll? Ist dann bei weiter zu bewältigender Kindererziehung von mehr als einer Vollzeit-Erwerbstätigkeit die Rede? Offenbar verschwendet die Ein-Kind-Mutter Nahles auch keinen Gedanken auf die Mehrkindfamilien, obwohl wir diese dringend brauchen. Die Frage wird außerdem sein, wie wettbewerbsfähig Eltern in Konkurrenz mit kinderlosen Arbeitssuchenden am Arbeitsmarkt sein können, wenn sie nur 32 Stunden am Arbeitsplatz präsent sein wollen. Das Ganze ist nicht seriös durchdacht und taugt allenfalls als rhetorische Seifenblase für den nächsten Wahlkampf.“

Und Martin ergänzt: „Es sollte doch allmählich erkannt werden, dass das Großziehen von Kindern schon aufgrund unseres Rentenrechts den gleichen Stellenwert erhalten muss wie die Erwerbsarbeit und daher finanziell zu honorieren ist. Mit der systematischen Missachtung der elterlichen Erziehungsleistung sägen wir an dem Ast, auf dem wir sitzen.“

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-01/andrea-nahles-vereinbarkeit-von-familie-und-beruf

Bundesvorstand

Vorsitzende Gertrud Martin, Tel.: 07721/56124, E-Post: bundesvorstand@familienarbeit.org

Stellv. Vorsitzende Dr. Johannes Resch, Tel.: 06346/9890628, E-Post: jresch@familienarbeit.org Web-Seite: www.johannes-resch.de

Birgit Kelle, E-Post: bkelle@familienarbeit.org Web-Seite: www.birgit-kelle.de

Schatzmeisterin Ulrike Rau, Tel.: 07563/2637, E-Post: urau@familienarbeit.org

Beisitzerin Wiltraud Beckenbach, Tel.: 06356/963445, E-Post: wbeckenbach@familienarbeit.org

Beisitzer Karl Simpfendörfer, E-Post: ksimpfendoerfer@familienarbeit.org

Beisitzerin Silke Bürger-Kühn, Tel.: 07181/64596, E-Post: sbuergerkuehn@familienarbeit.org

Beisitzerin Ute Steinheber, Tel.: 07051/4810, E-Post: usteinheber@familienarbeit.org

Geschäftsstelle Gudrun Nack, Tel.: 0761/4002056, E-Post: geschaeftsstelle@familienarbeit.org Vaubanallee 4, 79100 Freiburg

Pressestelle E-Post: pressestelle@familienarbeit.org

Internet http://familienarbeit-heute.de

EfmP

Zehntausende gehen in Deutschland auf die Straße. Davon sollen laut Polizei etwa 200 bis 500 Rechtsradikale / Nazis sein, also 200 bis 500 zuviel. Doch die übergroße Mehrheit  protestiert nicht gegen Asylanten, Migranten oder Muslime, sondern gegen unsere Regierung selbst, die den Menschen tagtäglich durch ihre Finanz-, Wirtschafts-, Arbeitsmarkts-, Bildungs- oder Sozialpolitik vermittelt, die Nöte ihrer eigenen Bevölkerung, seien doch nicht der Rede, oder gar der Behebung wert!

Hinsichtlich deutscher Generationenpolitik kann ich diesen Vorwurf jedenfalls nur bestätigen. Denn die verweigerte Anerkennung der generativen Leistung von Eltern, die Beschimpfung von Familienmüttern als arbeitsmarktvergessene Subjekte, die Ungleichbehandlung von Erwerbs- gegenüber Familienmüttern durch das Elterngeldgesetz von 2007, die verweigerten Rentenpunkte, die überhöhte Verbrauchssteuerbelastung wegen des Kindesunterhalts, die Benachteiligung von Eltern gegenüber nachwuchslosen Bürgern in den Sozialversicherungen ( ein Facharbeiter  gerät wegen seiner zwei Kinder jährlich mit 3700 € ins MINUS, während sich der kinderlose Facharbeiter 11 000 € auf die hohe Kante legen kann), die schlagen heftig zu Buche. All dies führt dazu, dass uns die nächsten Generationen weg brechen.

Obwohl das Bundesverfassungsgericht schon vor Jahrzehnten die Benachteiligung von Eltern wegen ihrer Kinder untersagt und entsprechende Korrekturen durch die Regierung gefordert hat, überließ man die Familien seither aus wahltaktischen Gründen ungerührt ihren Nöten. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz  AGG vom August 2006 schützt Minderheiten aller Art, nicht aber Eltern wegen ihrer Kinder vor Diskriminierung (s.o.)

Wann endlich formiert sich in Deutschland eine EfmP – Europäer für menschenwürdige Politik? Törichterweise geben die tumben Rechtsradikalen bei Pegida  unserer Parteienprominenz sogar noch eine wunderbare Steilvorlage, sich gegenseitig selbstzufrieden  auf die Schulter zu klopfen und ihren generationen-blinden Kurs bis zum endgültigen Crash beizubehalten.

Bärbel Fischer