Mütter sind doch bei uns das Allerletzte!

Leserbrief zu „Ohne Idealismus keine Tagesmutter“, Schwarzwälder Bote vom 15. März 2012

Sollte die Überschrift nicht eher heißen: „Mit den Dummen treibt man die Welt um“? Schon die Mütter, die noch glauben, hauptsächlich selbst für die Erziehung ihrer Kinder verantwortlich zu sein und deshalb auf Erwerbstätigkeit verzichten, werden als doof verunglimpft („Heimchen am Herd“). In gleicher Weise gedenkt man nun wohl mit den Tagesmüttern zu verfahren: Sie sollen für’n Appel un’n Ei eine der wichtigsten Aufgaben überhaupt übernehmen, nämlich eben die institutionelle Betreuung und Erziehung der Kleinsten. Sie müssen sich dafür sogar weiterbilden lassen. Das ist sicherlich nicht verkehrt. Wenn ich aber bedenke, dass man ohne jede spezielle Ausbildung Minister- oder Bundespräsident/in, Abgeordnete/r oder Bürgermeister/in werden und welchen Lohn man dafür einstreichen kann, fehlen mir die Worte zu dem Stundensatz von 3.90 oder auch 5.50 EURO all inclusive. Mütter sind bei uns das Allerletzte! Wer wundert sich, dass sie aussterben?

Gertrud Martin,  Seb.-Kneipp-Str. 110,  78048 VS-Villingen,  Tel. 07721 56124


Mit der Brechstange in die Familien

Mit der Brechstange in die Familien – vom Aufbrechen veralteter Rollenmuster

Befasst man sich mit den, in letzter Zeit immer häufiger und unter fragwürdigen Bedingungen erstellten Studien oder Berichten zur aktuellen Familienpolitik, so stößt man stets auf die unüberhörbare Forderung, veraltete, traditionelle und damit überholte Rollenmuster müssten „aufgebrochen“ werden. Streng nach den Vorgaben des Gender- Mainstreamings soll künftig eine  traditionelle Rollenverteilung in der Gesellschaft nicht mehr geduldet werden. Hier sei jedoch die Frage erlaubt, was als veraltet und überholt zu gelten hat, und wer das Recht hat, darüber zu entscheiden, wie sich eine Gesellschaft/Familie organisiert. Die andere Frage lautet, ob das vielgepriesene Aufbrechen tradierter Rollenmuster nicht als bloßer Vorwand  dem alleinigen Zweck dient, Mütter an die Arbeitsfront zu zwingen.

Aufbrechen? 

Diebe verschaffen sich unerlaubt Zutritt in die Privatsphäre des Opfers und brechen Schlösser, Türen, Fenster oder einen Tresor auf. Vor dem Bruch sind Fenster, Türen und Schlösser noch völlig intakt und erfüllen ihre je eigene Aufgabe, nach dem Bruch allerdings sind sie so beschädigt, dass sie unbrauchbar geworden sind. Zum Aufbrechen braucht man Werkzeuge. Mit bloßen Händen schafft man einen Bruch nicht, da braucht es schon Gewalt.  Wozu macht sich der Einbrecher mit dem Aufbruch solche Mühe? Er will aus dem Haus, dem Schrank, dem Tresor Wertsachen herausholen und an sich bringen. Dem Bestohlenen  fehlt nach der Tat das entwendete Geld, der wertvolle Schmuck, das geliebte Kunstwerk. Das Opfer  fühlt sich betrogen, verarmt, hereingelegt.

Auch wenn Vergleiche immer ein wenig hinken, so geschieht beim „Aufbrechen traditioneller Rollenmuster“ nichts anderes als bei einem Einbruch. Wie ein Einbrecher dringt der Staat unbefugt in private Abmachungen von Eheleuten / Eltern und in die familiäre Rollenverteilung ein und maßt sich an, sich hier bedienen zu dürfen.

Mit welchen „Werkzeugen“ will der Staat  den Aufbruch der traditionellen Rollenmuster bewerkstelligen? Am besten geht das über finanzielle Kürzungen und überhöhte Abgaben. Da hat sich der Gesetzgeber einen ganzen Werkzeugkasten voller Hebel und Stemmeisen besorgt, wie

  • Niedriglöhne
  • Sozialabgaben vom Brutto ohne die Berücksichtigung der Existenzminima der Angehörigen
  • Volle Mehrwertsteuer auf Kinderkonsum, pro Kind mtl. ca.180 Euro
  • Streichung des zweijährigen Erziehungsgeldes ab 2007
  • Elterngeld nach Maßgabe der Höhe des vorgeburtlichen Einkommens. Mütter ohne Einkommen vor der Geburt weiterer Kinder müssen sich mit dem Mindestsatz von 300 Euro abfinden. Damit verstößt der Staat selbst gegen das Gleichheitsgesetz  Art. 3 GG.
  • Rechtsanspruch  auf einenKrippenplatz für unter Dreijährige
  • Wegen fehlender (Familien)zeiten in der Erwerbsbiografie droht den Müttern Altersarmut. Anstatt aber zu drohen, ließe sich durch eine rentenwirksame Anerkennung von Familienleistung dieses Problem sofort aus der Welt schaffen, wenn man nur wollte.

Alle diese Maßnahmen reichen den linken Parteien aber immer noch nicht aus, um Frauen/Männer aus den tradierten Rollenmustern zu hebeln ( Sie nennen das „Befreiung“!). Daher wollen sie demnächst mit der Brechstange anrücken ( Sie nennen das Vermeidung von „Fehlanreizen“!). Nicht mehr tabu sind:

  • Pläne zur Abschaffung des Ehegattensplittings. Bei einem künftigen Familiensplitting sollen zwar  die Kinder der Familie, nicht aber die erwerbslosen Mütter/Väter berücksichtigt werden. Damit sind beide Eltern quasi zum Erwerb gezwungen.
  • Pläne zur Abschaffung der so genannten „beitragsfreien Mitversicherung“ erwerbsloser Familienangehöriger, wobei dieser Terminus unlogisch ist, weil ja der Lohn-oder Gehaltsempfänger sein Einkommen mit der Familie teilt, und jeder sich de facto für seinen Anteil selbst versichert. Die Botschaft heißt: Ohne Erwerb keine soziale Absicherung. Also ab in den Betrieb!
  • Geplante Kürzung der Elternzeit von drei auf zwei, bzw. ein Jahr. Damit zwingt der Staat die Familien zur Fremdbetreuung der Kinder, auch gegen den Willen der Eltern. Ein glatter Verstoß gegen Artikel 6 GG und Artikel 9 der UN-Charta der Kinderrechte, wonach Kinder nicht gegen ihren Willen von den Eltern getrennt werden dürfen.
  • Geplante Verweigerung des Betreuungsgeldes ( Stundenlohn ca. 35 Cent ) für selbst erziehende Eltern.

Was will der Staat den Familien rauben?  Was bekommt er nicht freiwillig ausgehändigt? Welche Werte will er einsacken? Es ist die Autonomie der Eltern, ihre Zeit und Arbeitskraft, das Vertrauen und die Prägung der Kinder. Kurz, alles will der Staat haben, was sich bisher seiner gierigen Einflussnahme entzieht.

Was geht bei dem Gewaltakt alles zu Bruch? Den Familien fehlt die gemeinsame Zeit der Blickkontakt, das Gespräch, die Solidarität. Den Kindern fehlt die stete Präsenz der Mutter, ihre Zuwendung, ihr Trost und der gemeinsame Familientisch. Den Eltern fehlt die Kommunikation, ihre Verantwortung und  Selbstbestimmung, den Müttern fehlt die soziale Absicherung.

Was bleibt am Ende übrig? Ein ideologischer Scherbenhaufen, der sich früher mal Familie nannte. Was früher intakt war, funktioniert nicht mehr. Aber anders als Fenster, Türen und Schlösser lassen sich Kinder, Väter und Mütter nicht auswechseln oder reparieren.

Nun gibt es zwar Leute, die dem Staat Tür und Tor öffnen und herausgeben, was er verlangt. Aber andere wollen unbeschadet autonom bleiben. Sehr kreativ ist die Politik, wenn es darum geht, Frauen ihre traditionelle Mutterrolle zunichte zu machen. Alternative Vorschläge wie das „Erziehungs-und Pflegeeinkommen“ (ÖDP, vffm) werden einfach ignoriert. Denn Kindes-und Familienwohl  stehen längst nicht mehr auf der Agenda unserer Bundespolitik. Die Devise heißt heute „Arbeitsmarktverwertbarkeit“. Großartiges hat auf diesem Gebiet Frau Ursula von der Leyen geleistet. Sie wird als die große Magierin der Entfamilisierung in die Geschichte eingehen. Etwas zurückhaltender agiert Frau Kristina Schröder, aber auch sie wird dem ideologischen Gendertreiben kaum Einhalt gebieten können.

i. A. Bärbel Fischer

Vater Staat im Kinderzimmer

oder – ist die Familienpolitik noch zeitgemäß?

Im Hörfunk SWR 2  fand zum Weltfrauentag ein Streitgespräch statt mit  Heide Härtel-Herrmann, Frauenfinanzdienst, Köln, Elisabeth Niejahr, Wirtschaftsredakteurin der Wochenzeitung „Die Zeit“, Berlin, und Kostas Petropulos, Heidelberger Büro für Familienfragen und Soziale Sicherheit. Die Gesprächsleitung hatte Eggert Blum.

Eine Rückmeldung an Frau Niejahr dazu von Bärbel Fischer:

Weltfrauentag 2012, 8. März

Sehr geehrte Frau Niejahr,

als Mutter von vier tüchtigen Kindern und Großmutter von zehn vielversprechenden Enkeln habe ich mir heute beim SWR 2 Ihr Gespräch zur Ehe- und Familien-Entwertung angehört  (Vater Staat im Kinderzimmer – ist die Familienpolitik noch zeitgemäß?). Als Frau  fühlte ich mich zwar von Herrn Petropulos vertreten, nicht aber von Ihnen als Mitfrauen.

Nein, ich fühlte mich sogar geohrfeigt von Ihnen. Denn über viele Jahre habe ich mich zusammen mit meinem Mann krumm gelegt für unseren Nachwuchs. Eine  sechsköpfige Familie bekam schon in den Siebzigerjahren keine Mietwohnung. Also mussten wir bauen. Selbst zwei Akademikergehälter reichten kaum aus, um die Schulden zu bedienen und gleichzeitig den Kindern eine adäquate Ausbildung zu ermöglichen. Bis zur physischen und psychischen Erschöpfung haben wir gerackert, was meiner Gesundheit absolut nicht zuträglich war.  Heute in Pension  unterstütze ich meine Tochter/Schwiegertöchter mit aller Kraft, damit sie nicht, wie ich, unter der Mehrfachbelastung zusammenbrechen, sondern bei ihren kleinen Kindern bleiben können, um ihnen ohne Hektik eine liebevolle und anregende „Kinderstube“ zu ermöglichen. Die jungen Frauen werden erst wieder zur Arbeit gehen, wenn die Kinder das auch aushalten. Denn was ich an Erkenntnissen bei der Hirn-und Verhaltensforschung gewonnen habe, bestätigt mich darin, dass Kinder nichts mehr brauchen als zuverlässige, konstante und liebevolle Zuwendung durch die Mutter und später auch durch den Vater, was eine  Fremdbetreuung, erst recht bei deutscher Minimalqualität, niemals bieten kann.

Wie es mir in den Anfangsjahren erging, so geht es heute abertausenden von Eltern. Weil dem Staat unsere Familien- und Erziehungsarbeit absolut nichts wert ist, müssen wir Frauen Doppeltes und Mehrfaches leisten. Ich sehe das als eine Art von Sklaverei an, in die unsere Familienpolitik im Verein mit dem Arbeitsmarkt die Mütter treibt. Gnadenlos und ohne Wertschätzung werden sie ausgepowert. Und nun wollen Sie ihnen auch noch das Ehegattensplitting streichen mit der beabsichtigten Folge, dass die Steuerbelastung so zunimmt, dass  sich keine Mutter mehr Familienzeit genehmigen kann. „Kind gebären – abgeben – arbeiten!“ heißt die sozialistische Devise.  Schließlich sollen Eltern sich per Individualbesteuerung wie Singles behandeln lassen, wo sie es doch sind, die mit immensem finanziellen Aufwand ihre Kinder der Gesellschaft als künftiges Potential zur Verfügung stellen.

Glauben Sie mir, Frau Niejahr, ich bin zutiefst erschüttert über die Verweigerung  gesellschaftlicher Solidarität mit den Müttern.  Und dass Sie als Frauen bei diesem üblen Spiel mitmachen, das fasse ich überhaupt nicht. Da muss ein Mann unser Fürsprecher sein – und das am Weltfrauentag. Ich hatte mich auf die Sendung gefreut, wurde aber zunehmend zorniger über so viel Ignoranz von Frauen gegenüber Frauen. Wer sind wir, dass die Gesellschaft so mit uns umgehen darf? Merken Sie nicht, vor wessen Karren  Sie sich da spannen lassen? Dämmert Ihnen nicht, dass mit Ihrer Hilfe die psychische und intellektuelle Stabilität von Millionen deutscher Kleinkinder auf dem Altar des Marktes geopfert wird?

Frau Niejahr, dieser Weltfrauentag hat mir ehrlich den Rest gegeben! Aber gerade deswegen werde ich mich umso eifriger dafür einsetzen, dass Kinder auch in Deutschland als vollwertige Menschen zu gelten haben, und nicht als Möbelstücke, die man einfach abstellen oder verschieben darf, nur weil der Arbeitsmarkt es so will. Es ist immer eine Frage der Perspektive, wie man ein Problem angeht. Ihnen fehlt der Blick aus der Sicht unserer Kinder und damit auch der Blick aus der Sicht ihrer Eltern. Sie vertreten ein so genanntes „zeitgemäßes“ Familienbild, das aus lauter Arbeitsmarktaffinität Kollateralschäden an Kinderseelen blind toleriert.

Ich wage kaum zu hoffen, dass diese Zeilen Ihnen zu denken geben. Zu sehr scheinen Sie in überholten altfeministischen Denkmustern zu verharren. Alles was tradiert und bewährt war, soll über Bord! Ich sage Ihnen aber: Nicht alles, was tradiert ist, ist auch unbrauchbar. Jede Familie muss ohne Schaden das Recht haben, sich so zu organisieren, wie es ihren Bedürfnissen entspricht, auch wenn Ihnen und Ihren Genossinnen das als überholt erscheinen mag (tradierte Rollenmuster!). Wenn Sie am heutigen Abend in ARD-Kontraste zur Kenntnis nehmen mussten, wie Familien mit Kindern rücksichtslos durch unser bestehendes Sozialsystem abgezockt werden, dann wissen Sie, was Sache ist. Hier ging es nicht einmal um die Altersversorgung von Müttern, sondern allein darum, wie Familien im Vergleich zu Kinderlosen Monat für Monat um 500 Euro pro Kind betrogen werden. Von Frauen wie Sie und Ihresgleichen hätte ich erwartet, dass Ihnen eine solche soziale Schieflage längst aufgefallen wäre. Aber nein! Sie schließen die Augen und  wollen nichts, aber auch gar nichts anderes, als Frauen in den Betrieben sehen – basta!, auch wenn die Kinder deswegen täglich über viele Stunden die liebevollen Arme ihrer Mama entbehren müssen. Dies ist  heute, nach der Ära Ursula von der Leyen politisch natürlich vollkommen korrekt, und Sie  haben eine Menge Verbündete in Wirtschaft und Politik.

Sehr geehrte Frau Niejahr,  wir Mütter haben es nicht verdient, dass man uns nach und nach den Boden unter den Füßen wegzieht durch eine beispiellose, staatlich geförderte Entfamilisierung.  Die Eingriffe in die menschliche Natur werden sich in der  Gesellschaft von selbst rächen, wie es die Geschichte immer wieder bewiesen hat. Es ist nur eine Frage der Zeit.

Mit freundlichem Gruß

Bärbel Fischer

 

Starke Frauen brauchen keine Quote!

Frauenquoten untergraben die herausragenden Leistungen, die tausende von Frauen täglich in Deutschland erbringen. Sie haben sich mit Mut und Durchsetzungskraft nach oben gearbeitet und zeigen täglich, dass es nicht auf das Geschlecht, sondern auf die individuelle Leistung ankommt in unserer Gesellschaft.

Auf Frau2000plus finden Sie eine Unterschriftenaktion: Quote – NEIN DANKE!

Bitte mitmachen!

http://frau2000plus.net/?page_id=599

Frauen in der Armutsfalle – Minirente trotz Schufterei?

Von Armut im Alter sind vor allem Frauen bedroht. Denn sie werden immer noch schlechter entlohnt. Und wenn sie sich auf die Familie konzentrieren, reißt das ebenso Lücken in ihre Altersversorgung wie Teilzeitarbeit und Minijobs. Sehen Sie hier den Mitschnitt einer Diskussionsrunde u. a. mit Frau Dr. Maria Steuer vom Familiennetzwerk bei rbb.

http://www.rbb-online.de/klippundklar/archiv/klipp___klar_vom_060/klipp___klar_vom_06.html

Sehr geehrte Frau Familienministerin!

das Interview, das Ihr Berater, Herr Prof. Hans Bertram,  faz.net gab, schlägt allen ins Gesicht, die sich um das psychische und vitale  Wohl von Babys sorgen. Wie kann ein Soziologe seines Ranges einen solchen Satz aussprechen:Kinder sind sehr verführerisch und attraktiv – für Mütter immer noch viel mehr als für Väter. Es liegt an den Unternehmen, gegenzuhalten mit attraktiven Beschäftigungsangeboten.“

„Gegenzuhalten“, d.h. doch, an den wahren Bedürfnissen des Kindes vorbei eine Ersatzangebot für Mutterliebe  zu fordern. Glaubt er / Glauben Sie wirklich, dass sich Babys mit „attraktivem Ersatz“ über die Abwesenheit der Mama trösten lassen? Lassen Sie sich etwa Ihren geliebten Mann durch einen staatlich bestellten Partner ersetzen? Sie wissen doch, dass für einen Säugling die Mutter das einzige, unersetzbare, mit allen Sinnen ersehnte Liebesobjekt ist. Glauben Sie wirklich, dass wir unseren Kindern den Entzug mütterlicher Präsenz antun dürfen? Jedem Tier steht die Anwesenheit seiner Mutter bis zur Selbständigkeit zu. Nur Menschenkinder sollen darauf verzichten, weil es der Arbeitsmarkt so will.

Nach Auffassung von Herrn Bertram müssen wir Babys und deren Mütter „arbeitsmarkt-kompatibel“ machen. Nichts ist für ihn und die Wirtschaft wichtiger, als Präsenz der Mütter im Betrieb. Über die Medien wird Druck auf die Frauen ausgeübt, ihr Kind möglichst früh zur Fremdbetreuung freizugeben und zurückzukehren in die Firma. Auch wenn die Winzlinge sich nicht artikulieren können, Mütter wissen, was ihre Kinder brauchen. Nur eins wissen sie offenbar nicht, welch verheerenden Schaden sie in den Seelen ihrer Kinder anrichten, wenn sie sich ihnen viele Stunden täglich entziehen.

Daher, werte Frau Schröder, wendet sich die ELTERNINITIATIVE FÜR FAMILIENGERECHTIGKEIT an Sie mit der Bitte, ohne auf zweifelhafte Berater zu hören Ihrer eigenen Urteilskraft und der eigenen Mütterlichkeit zu vertrauen und als Familienministerin Müttern die Möglichkeit zu erhalten, ihre Kinder zu nähren mit Fürsorge, Geborgenheit und Zuwendung, bis sie satt geworden sind. Dann können sie ohne Schmerzen ihre Mama für wenige Stunden entbehren. Dies war nur der Blick auf die verlassenen Kinder. Aber auch Mütter fühlen sich verlassen, wenn sie von ihren Kindern getrennt werden. Die Menschenrechtscharta der Vereinten Nationen verlangt in Art. 25,2 besonderen sozialen Schutz und Fürsorge für Mütter und Kinder. Also muss man Mütter solange  freistellen von der Erwerbsarbeit, wie sie und ihre Kinder das brauchen.

Sehr geehrte Frau Schröder, Sie sitzen an der Schaltstelle. Sie entscheiden, wohin die Reise geht. Sie haben die Verantwortung für das Wohl und Wehe der nachwachsenden Generation. Daher kommt es auf Sie, und nur auf Sie an, wie die Weichen gestellt werden. Frau Schmidt und Frau von der Leyen haben den Karren bereits an den Abgrund gelenkt. An Ihnen wird es sein, die künftige Richtung zu bestimmen.

Dies teilt Ihnen die ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT mit, in deren Auftrag ich Sie freundlich grüße

Bärbel Fischer

 

Wir brauchen arbeitsmarkt-kompatible Babys!

Prof. Hans Bertram, Soziologe und Berater des Bundesfamilienministeriums ( Achter Familienbericht ) bedauert bei faz.net, dass Babys so verführerisch und attraktiv, und damit arbeitsmark-schädigend sind, weil sie ihre Mütter an sich binden wollen.

http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/babypause-wer-karriere-will-muss-praesenz-zeigen-11669173.html

Dazu zwei Stellungnahmen:

Ach, Herr Prof. Bertram, dass die Natur auch so gar nichts kapiert und immer noch keine arbeitsmarkt-kompatiblen Babys produziert! Ärgerlicherweise werden noch immer „verführerische, attraktive“, süße kleine Menschenkinder geboren, in die sich ihre Mütter von der ersten Minute an verlieben, die sie Haut auf Haut schützend bergen, denen sie alle ihre Zuwendung und Achtsamkeit schenken wollen. Zum Kuckuck, dass die Natur bis zum heutigen Tag nicht kapiert, dass Kinder bei ihrer Geburt selbständig zu sein haben, damit die Mama ganztägig dem Betrieb zur Verfügung stehen kann!

Da muss unbedingt und „mit attraktiven Angeboten gegengesteuert“ werden! Wo kämen wir denn hin, wenn wir unseren Kindern  drei Jahre Bindungs- und Reifezeit gönnten! Unsere ganze Mütterlichkeit soll dem Betrieb zugute kommen und nicht den Winzlingen. Aber irgendwann, Herr Bertram, wird es die Natur „schnallen“, dass wir hässliche kleine Roboter gebären, vor denen wir Mütter angewidert weglaufen und uns in die Betriebe retten.

Bärbel Fischer

„Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“ heißt eine alte Weisheit. Ich möchte nicht wissen, wie viel Geld der Professor für sein demaskierendes Interview mit faz.net bekommt und wie hoch der Betrag ist, den er dem Familienministerium für seine familienschädigende  „Beratung“ in Rechnung stellt. Fakt ist: Politik und Medien ziehen, Kollateralschäden an Kinderseelen skrupellos tolerierend, an ein und demselben arbeitsmarktorientierten Strang. Babys und ihre Mütter haben sich eben zu fügen!

Bärbel Fischer

„Das alte Rollenbild wird zementiert“

meint die Journalistin Corinna Nohn in der Süddeutschen Zeitung  am 05. 03. 2012

Dazu ein Leserbrief :

Die Wortwahl an mehreren Stellen dieses Artikels ist entlarvend.  Sinngemäß: „Mütter/Väter arbeiten nur, wenn sie erwerbstätig sind.“ Nein, keineswegs! Sie arbeiten auch, wenn sie zuhause dafür sorgen, dass eine leistungsfähige nächste Generation nachwächst. Kinder sind Frau Nohn aber  keine Silbe wert. „Wer Müttern und Vätern wirklich eine freie Wahl lassen will wie sie ihre Arbeit aufteilen, muss am Sockel ansetzen“, nämlich indem die häusliche Erziehungsarbeit ihrem Wert entsprechend bezahlt wird. Erst dann entsteht eine echte Wahlfreiheit. Frau Nohns Sichtweise diktiert ausschließlich die Doppelerwerbstätigkeit und ist das Resultat feministischer Hirnwäsche.

Gertrud Martin

Vorsitzende des Verbands der Familienfrauen und -männer e.V.

Seb.-Kneipp-Str. 110

78048 VS-Villingen


Mehrkindfamilien im Abseits

Für eine erkennbare Mehrkindpolitik in Deutschland.

Der Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V. (KRFD) stellt sein Familienprogramm der Presse vor.

(Düsseldorf, 1.3.2012) Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bestimmen momentan die Debatte in Deutschland. Der Fokus auf dieses Thema lässt jedoch die Interessen einer wichtigen Gruppe unter den Familien mehr oder weniger außen vor: die, der Mehrkindfamilien. Hier bleibt bei den meisten Familien mit drei oder mehr Kindern allein aus organisatorischen Gründen ein Partner hauptsächlich für die Kinderbetreuung zuständig. Diese Familienmodelle werden in der aktuellen Politik nicht nur nicht berücksichtigt, sondern auch benachteiligt.

Elisabeth Müller, Vorstandsvorsitzende des KRFD: „Wer politisch dafür Sorge trägt, dass Eltern so schnell und reibungslos wie möglich in den Arbeitsprozess zurückkehren, verhindert geradezu kinderreiche Familien. Das mag volkswirtschaftlich und kurzfristig sinnvoll sein. Im Hinblick auf die Zukunftsfähigkeit einer Gesellschaft ist der eingeschlagene Weg jedoch fatal.“

  • Der KRFD fordert daher eine Weiterentwicklung des Ehegattensplittings hin zu einer konkreten Förderung der Familien mit Kindern. Dabei sollte die Besteuerung die tatsächliche Familiengröße berücksichtigen.
  • Bei den Sozialversicherungen sollte das Existenzminimum für Kinder vom Einkommen abgezogen werden, bevor die Sozialabgaben berechnet werden.
  • Die anrechenbare Erziehungszeit sollte erhöht werden. Auch wegfallende Arbeitszeit zur Teilzeitarbeit könnte hier für mehrere Jahre sinnvoll mit eingerechnet werden.
  • Die Rentenversicherung sollte durch den Einbau eines Kinderfaktors in der Gesetzlichen Rentenversicherung ergänzt werden.
  • Betreuungskosten sollten nicht weiter derart restriktiv gehandhabt werden. Der KRFD fordert, die Begrenzung der Absetzbarkeit deutlich zu erhöhen, zum Beispiel auf 8.000 Euro.
  • Im Bezug auf die ausreichenden Möglichkeiten von Eltern, wieder Fuß in der Wirtschaft zu fassen regt der KRFD an, über eine Weiterentwicklung der aktuell existierenden Quotendebatte nachzudenken und auch Mütter und Väter zu berücksichtigen, zum Beispiel bei Teilzeitstellen.

Elisabeth Müller: „Momentan ist die Entscheidung für eine Großfamilie in Deutschland fast nicht möglich. Denn viele Eltern entscheiden sich wegen der starken finanziellen Belastung gegen Kinder oder sehen bei einem oder zwei Kindern ihre absolute Leistungsgrenze erreicht, weil sie die Familie ansonsten nicht mehr mit der notwendigen Berufstätigkeit kombinieren können. Der KRFD will in Deutschland nicht nur arme und reiche Kinder! Wir wollen Kinder aller Schichten und Hintergründe und wir brauchen sie.“

Der KRFD wird sich in Zukunft verstärkt dafür einsetzen, dass sich die sozialen und politischen Rahmenbedingungen zu Gunsten kinderreicher Familien entwickeln.

Für Rückfragen/Anmerkungen:
thomas.franke@kinderreiche-familien.de
030/2096-2831 od. 0176/1165-1534