Jetzt Steuern runter ?

Die Steuerüberschüsse von 18,5 Mrd. wecken Begehrlichkeiten. Insbesondere, so die Leitartiklerin  Sigrid Stoss in der Schwäbischen Zeitung vom 25. 08. 2016, bei der Familienpolitik, die bereits per Gießkannnenprinzip Unsummen an Steuergeldern verschlingt. 

Dazu ein Schreiben an Frau Stoss zum Leitartikel Schwäbische Zeitung:

„Jetzt Steuern runter“

 

Sehr geehrte Frau Stoss,

als Beispiel für Begehrlichkeiten erwähnen Sie in Ihrem heutigen Leitartikel die

Rente mit 63 und die Familienpolitik: „Hier gibt der Staat nach dem

Gießkannenprinzip viel Geld aus, statt Prioritäten zu setzen. Die Folge: Mit den

Staatseinnahmen wächst der Sozialstaat kontinuierlich“. Mit Sozialstaat verbinden

Sie vermutlich den Versorgungsstaat, der Pflästerchen für alle Misslagen bereit

hält.

 

Im Falle der Familienpolitik hinkt Ihre Annahme. Zwar rühmt sich die Politik, jährlich

200 Milliarden für Familien auszugeben, obwohl nur rund 50 Mrd. bei Familien mit

unselbständigen Kindern direkt ankommen. Der Rest sind Ausgaben, die allen

Staatsbürgern zugute kommen und mit dem Unterhalt von Kindern nichts zu tun

haben. Aber 200 Mrd. klingt besser als 50 Mrd.! Beim Kindergeld ( 38 800 000 000 ) z. B.

zahlen sich die Eltern die Hälfte 19,5 Mrd. selbst, weil das Existenzminimum der Kinder

zuvor besteuert wurde. Der Familienbund Freiburg hat einen überschaubaren Überblick

über das 200-Milliarden-Märchen aufgelistet:

http://www.familienbund.org/public/files/PDFDateien/fdk_200_mrd_flyer.web.pdf

 

Die sog. beitragsfreie Mitversicherung in der Krankenkasse ist ein ähnlicher Bluff.

Denn das Einkommen eines Vaters von 3 Kindern und Gatte einer erwerbslosen

Mutter teilt sich im Moment der Auszahlung in 5 Teile. Er selbst, wie alle anderen

Familienmitglieder verfügen also nur über 20% seines Lohns. Er bezahlt aber 5 mal

20% an die Krankenkasse und versichert somit seine ganze Familie. Mithin zahlen

Eltern wie Kinder ihren Beitrag und sind keineswegs beitragsfrei mitversichert. Weil

der Single über volle 100% seines Einkommens verfügt, zahlt auch er den 100%-

igen Beitrag.

 

Weil aber die Eltern neben den Beiträgen zusätzlich die

Erziehungsarbeit leisten und die Unterhaltskosten stemmen, werden sie faktisch

doppelt zur Kasse gebeten. Sie erziehen auf eigene Kosten die Kinder, die später

mit ihren Beiträgen die Altersrente nicht nur ihrer eigenen Eltern, sondern auch die

der bereits 25% nachwuchsloser Zeitgenossen erwirtschaften sollen. Kinderkosten

werden in unserem Sozialsystem privatisiert, deren Nutzen aber sozialisiert.

 

 

Trotz dieser formidablen „Förderung“ verarmen immer mehr Eltern und Kinder.

Familien leisten den Löwenanteil an Verbrauchssteuern, brauchen größere

Wohnungen, mehr Energie etc. An eine zusätzlich private Altersvorsorge können

Eltern gar nicht denken. Ihre Altersarmut ist vorprogrammiert. Das ist im Übrigen

auch meine Kritik an der heutigen Rentenpolitik: Wer die größten Anstrengungen

zugunsten der Gesellschaft erbringt wird, nicht nur im Alter, am härtesten bestraft.

 

 

Ich gebe Ihnen vollkommen recht, wenn Sie dafür plädieren, den Bürgern mehr in

der Tasche zu belassen. Nur müsste es gerecht zugehen. Denn von einer

Steuerentlastung hätten die Spitzenverdiener den allergrößten, die Familien mit

geringerem Einkommen und den höchsten Ausgaben nur einen minimalen Nutzen.

Das heißt umgekehrt: Von den heutigen Überschüssen, die im Übrigen zu großen Teilen

von jungen Müttern unter schmerzlichem Verzicht auf Zuwendung zu ihren eigenen

Kindern erbracht werden, müssten jene am meisten profitieren, die die nachhaltigste

Leistung erbringen, nämlich die Familien.

 

 

Sollten Sie, werte Frau Stoss, an dieser Thematik interessiert sein, so empfehle ich

Ihnen, sich über www.eltern-klagen.de zu informieren. Eine Klage zur doppelten

Abgabenbelastung von Familien liegt bereits beim Bundesverfassungsgericht.

 

 

Sehr geehrte Frau Stoss, weil unser Sozialgesetz von 1957 ( Ära Adenauer )

Familien mit Kindern massiv benachteiligt, hat sich unser Nachwuchs seit 1965 von

1,3 Millionen auf jährlich 660 000 halbiert. Das bedeutet, dass immer weniger

Kinder immer mehr Alte alimentieren müssen. Würde also unser Sozialgesetz

Familienleistungen so honorieren, dass Nachwuchs kein Armutsrisiko mehr

bedeutet, dann könnten sich Paare auch mehr Kinder leisten und somit auch

nachwuchslose Bürger problemlos mitversorgen. Aber alle Vorstöße von

Familienverbänden in diese Richtung werden von unseren Regierungen standhaft

ignoriert.

 

 

Es wäre an der Zeit, dass sich unser CDU-Finanzminister mit der Realität der

deutschen Familien befasst. Solange in Deutschland Politik für erfolgreiche Singles

zulasten von Eltern gemacht wird, solange sieht es rabenschwarz mit den Renten

aus.*) Aber so weit reicht der politische Weitblick von Herrn Schäuble bislang nicht.

 

 

Ihr heutiger Leitartikel, Frau Stoss, geht zwar in die richtige Richtung, ohne

allerdings die langfristigen Konsequenzen zu berücksichtigen. Der Sozialrichter Dr.

Jürgen Borchert prägte einmal den Satz: „Der Staat klaut den Familien die Sau vom

Hof und gibt ihnen in Gönnerpose zwei Schnitzel zurück!“

 

 

Damit grüße ich Sie in der Hoffnung, dass Sie sich vertieft mit der aktuellen

Gesellschafts- und Sozialpolitik auseinander setzen,

im Auftrag der ELTERNINITIATIVE FÜR FAMILIENGERECHTIGKEIT

Bärbel Fischer

 

 

*) Der erhoffte Zugewinn durch die Sozialabgaben der Migranten, mangels

deutschem Nachwuchs, wird durch die immensen Integrationskosten bereits

relativiert.

 

 

 

 

Die SPD schafft sich ab!

Verband Familienarbeit e.V.

Pressemeldung

19.08.2016

Die SPD schafft sich ab

SPD-Chef Gabriel will unterhaltssäumigen Eltern den Führerschein entziehen. SPD-Justizminister Heiko Maas will noch in diesem Jahr einen entsprechenden Gesetzentwurf vorlegen. Sogar SPD-Familienministerin Schwesig meint: „Wer das Geld für ein Auto hat in Deutschland, der muss auch das Geld für sein Kind haben.”

Wir sagen: „Wer Unterhalt zahlen muss, ist – um das Geld dafür verdienen zu können – in Deutschland meist auf ein Auto angewiesen.“

Der stellv. Vorsitzende des Verbands Familienarbeit e.V., Dr. Johannes Resch, meint dazu: „Die SPD ist vor 150 Jahren angetreten, um für mehr soziale Gerechtigkeit zu kämpfen und war damit lange Zeit erfolgreich. Aber damals stand die Ausbeutung der Arbeiter im Vordergrund. Die sozialen Probleme von heute sind dagegen vor allem durch die Missachtung der elterlichen Erziehungsleistung verursacht, wie die Armut von Familien mit mehreren Kindern und von Alleinerziehenden zeigt. Für diese neue Armut ist nicht nur, aber auch die SPD verantwortlich, weil sich ihr Denken fast ausschließlich auf die Erwerbsarbeit ausrichtet, während der elterlichen Erziehungsarbeit kein Wert zuerkannt wird.

Durch die Rentengesetzgebung wurde die Wertschöpfung aus der familiären Kindererziehung vergesellschaftet, da die erwachsen gewordenen Kinder die Alterssicherung für alle bezahlen müssen, ohne dass die Eltern eine angemessene Entschädigung erhielten. Hier liegt die Hauptursache für die zunehmende Familienarmut. Was früher die Ausbeutung von Arbeitern war, ist heute die Ausbeutung von Eltern.

Kommt es z.B. aufgrund finanzieller Probleme zum Streit zwischen den Eltern und zur Trennung, werden die finanziellen Belastungen durch doppelte Haushaltsführung weiter verstärkt und sind oft kaum mehr zu bewältigen. In dieser Situation auch noch den Führerschein zu entziehen, ist so abwegig, wie einem Bauern wegen Überschuldung das Saatgut wegzunehmen. Wer so denkt, hat den Kontakt zur sozialen Wirklichkeit in Deutschland völlig verloren. Das Wort `sozial` im Parteinamen ist nicht mehr berechtigt.“

Der SPD kann nur geraten werden, sich um die sozialen Probleme von heute zu kümmern, indem sie z.B. eine Grundsicherung für Kinder und Kindererziehende fordert. Dann würde aller Streit um Unterhalt entschärft. – Im Übrigen ist eine Pfändung immer noch ein besserer Weg, als durch Führerscheinentzug die Erfüllung einer Unterhaltspflicht zusätzlich zu erschweren.

 

Markt-Chaos oder Gemeinwohl?

  • These 1: Verkehrsteilnehmer wollen ihre Ziele schnell erreichen. Das geht am besten, wenn die Straßenverkehrsordnung weitgehend abgeschafft wird.

 

  • These 2: Sportler wollen Wettkämpfe gewinnen und Freude erleben. Deshalb sollte es keine einengenden Vorschriften wie z. B. das Dopingverbot geben.

 

  • These 3: Menschen wollen angenehm wohnen. Aus diesemGrund sollten alle Hausbewohner ohne Hausordnung tun und lassen können, was ihnen gefällt.

 

  • These 4: Die Wirtschaft funktioniert dann am besten, wenn das freie Spiel der Marktkräfte ungehindert ablaufen kann.

 

“Die Verfechter einer radikalen Marktwirtschaft dominieren heute Wirtschaftswissenschaft und -politik. „De-Regulierung“ lautet ihre mantra-artig wiederholte Kernforderung. Doch die ist zutiefst irrational und ein kultureller Rückschritt. Wir waren schon mal weiter. Ein besseres Wirtschaftssystem müssen wir nicht neu erfinden, sondern nur wiederbeleben”, meint Bernhard Suttner, Mitbegründer der Ökologisch Demokratischen Partei und Autor von

“Die 10 Gebote – eine Ethik für den Alltag im 21. Jahrhundert”

https://www.oedp.de/fileadmin/user_upload/bundesverband/aktuelles/oekologiepolitik/OekologiePolitik-171.pdf

 

Seiten 18 und 19

 

 

Wahlprüfsteine

Im Rahmen der bevorstehenden Landtagswahlen in zwei Bundesländern (Berlin, Meck-Pom) hat das Bündnis “Rettet die Familie”, dem unsere Elterninitiative angehört, Wahlprüfsteine an die Landesverbände der beteiligten Parteien versandt.
deren Antworten wir veröffentlichen.
Das betrifft zwar in erster Linie die Bürger/innen dieser Länder. Die Antworten sind aber doch z.T. sehr aufschlussreich und lassen oft einen Einblick in die Gedankenwelt der verschiedenen Parteien zu, was für alle Bundesbürger/innen von Interesse ist.
Die Fragen wurden bewusst provozierend gestellt, um es den Parteien zu erschweren, mit nichts sagenden Floskeln zu antworten. So kann schön abgelesen werde, inwieweit auf die Fragen eingegangen und inwieweit ausgewichen wurde. Die Antworten der Parteien stehen jeweils direkt untereinander, um den Vergleich zu erleichtern.
Fragen und Antworten sind erreichbar über den Link des Verbandes
FAMILIENARBEIT e. V.:
Bitte verbreiten Sie den Link bzw. den Hinweis weiter, soweit das möglich ist. Natürlich gilt das in erster Linie für Adressaten in den beiden Ländern.
Bärbel Fischer
ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT

Zehn Jahre AGG ohne Wirkung auf Familien

In Berlin wird gefeiert. Zehn Jahre “Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz” AGG. Die Schwäbische Zeitung berichtet und kommentiert. Dass im Auftrag der Regierung gröbste Verstöße gegen die geforderte Gleichbehandlung an der Tagesordnung sind, scheint Frau Christine Lüders, Chefin der Antidiskriminierungsstelle, noch nicht bemerkt zu haben.

Leserbrief

Ganz abgesehen von den täglichen Diffamierungen, denen Eltern wegen ihrer Kinder ausgesetzt sind, wäre es für die Chefin der Antidiskriminierungsstelle eine lohnende Aufgabe, derjenigen Diskriminierung nachzugehen, welche der Staat selbst, und deutlich an der Verfassung vorbei Eltern und ihren Kindern antut. Denn was hierzulande geschieht ist alles andere als Gleichbehandlung.

 

Obwohl das Grundgesetz den Eltern die Organisation ihrer Familie völlig freistellt ( Art. 6 GG ), schüttet der Staat seit U.v.d. Leyen in lenkender Absicht Milliarden für die Betreuung von Kindern erwerbstätiger Mütter aus, ohne dass Vollzeitmüttern für die Betreuung eigener Kinder auch nur ein einziger Euro zugestanden wird. Ebenso erhalten Mütter, die wegen bereits vorhandener Kinder vor der nächsten Entbindung nicht erwerbstätig waren, den geringsten Satz an Elterngeld, während Mütter, die bis zur Entbindung gut verdienten, den Höchstsatz bekommen. Auch diese Regelung soll Mütter aus dem Haus in die Betriebe zwingen. Die finanzielle Diskrepanz kann sich in einem Jahr bis auf 18 000 Euro belaufen – eine eindeutige verfassungswidrige Ungleichbehandlung! Dass ein Arbeitnehmer ohne Familie im Jahr 15 000 Euro mehr zur freien Verfügung hat als ein Vater von 2 Kindern bei gleichem Jahresgehalt von 35 000 Euro, müsste ebenfalls ein unübersehbarer Stolperstein für Frau Lüders sein.

http://www.deutscherfamilienverband.de/jdownloads/Publikationen/Horizontaler_Vergleich_2016_web.pdf

Wenn der Staat vorgibt, „Intoleranz zu missbilligen“ (Brigitte Zypras), dann soll er endlich bei sich selbst damit anfangen.

 

Bärbel Fischer

 

Bedauern?

Ob der jüngste Artikel auf faz-net gezielt zur weiteren Diffamierung von Familien platziert wurde, mag dahingestellt sein. Er ist nicht der erste und einzige. Denn REGRETTING  MOTHERHOOD ist IN. Mütter bedauern medienwirksam, sich für ihr Kind entschieden zu haben, anstatt ihre Karriere weiter zu vervollkommnen. Sie reiben sich die Augen, denn dass Kinder Zeit und volle Aufmerksamkeit beanspruchen, damit hatten sie nicht gerechnet. Warum auch? Gaukeln Politik, Wirtschaft und Medien doch täglich den jungen Menschen vor: Kinder sind Nebensache!

Frankfurter Allgemeine Zeitung

 

Einspruch

 

Klar – ein Kind  i s t   in unserer bundesdeutschen Gesellschaftsordnung ein Karrierehemmnis! Das liegt aber nicht an der Entscheidung für das Kind, sondern an den Prioritäten, die unsere marktorientierte Gesellschaft  seit etwa zwei oder drei Jahrzehnten setzt, nach denen Karriere alles bedeutet, Familie aber lediglich als Sahnehäubchen gilt. Insofern ist das Bedauern, eines oder mehrere Kinder auf Kosten der persönlichen Karriere in die Welt gesetzt zu haben, durchaus verständlich. Denn tatsächlich absorbieren Kinder Kräfte, auch wenn man dies hinter der wohlklingenden Vokabel „Vereinbarkeit“ perfekt verhüllt.

 

Persönlich misstraue ich der Unvoreingenommenheit des Meinungsforschungsinstituts YouGov, aber die Umfrage bestätigt ganz klar, dass Mutterschaft mit einer “Einschränkung persönlicher Entfaltung” einhergeht. Ich frage:  Welche Einschränkung persönlicher Entfaltung akzeptiert ein Samenkorn, eine Knolle, eine Zwiebel zugunsten ihres Nachwuchses? Welchen Verzicht auf persönliche Entfaltung geht eine Vogelmutter zugunsten ihrer Brut ein? Kein Säugetier lässt seinen Nachwuchs im Stich, um sich voll zu fressen.  Nachwuchs erfordert ganze Kraft, auch Verzicht, mitunter Erschöpfung. Da hilft kein Schönreden. Nicht umsonst galt Mutterschaft auch in unserer Gesellschaft einst als besonders schützenswert. Ein Kind kriegt man nicht so eben mal nebenbei. Wer sich am Ende seiner Karriere noch geschwind ein Kind „zulegt“, wird es so schnell wie möglich abschieben, denn es braucht mehr Aufmerksamkeit als man selbst zu geben bereit ist.

 

Politik, Wirtschaft und Medien haben ganze Arbeit geleistet indem sie den jungen Menschen Unabhängigkeit, Individualismus, Selbstverwirklichung als primären Lebenszweck vermittelten. Solidarität, Generativität, Fürsorge rangieren daher an letzter Stelle. Dass wirtschaftliche Denkfabriken junge Menschen in diese Richtung manipulieren ist ja noch nachvollziehbar. Ihnen geht es um Gewinne.

 

Doch auch die Politik lässt sich nicht belehren. Seit den Sechzigerjahren hat sich unser jährlicher Nachwuchs halbiert von 1 300 000 auf 670 000. Dies ist unserem familienfeindlichen Rentengesetz von 1957 ( Konrad Adenauer ) zu verdanken, das Kinderkosten privatisiert und den Eltern überlässt, den Gewinn aus der Elternarbeit aber sozialisiert. Mütterrenten sind so miserabel, dass eine Mutter 15, ältere Mütter sogar 23  Kinder groß ziehen müssten, um auf die Durchschnittsrente zu kommen. Daher bleibt den Frauen  keine Wahl. Sie müssen sich durch Erwerbsarbeit Rentenpunkte beschaffen. Warum sollten sich junge Paare ausgerechnet für den Fortbestand unseres Sozialwesens durch die „unrentable“ Aufzucht von eigenen Kindern erwärmen, wenn ihnen der Undank des Vaterlandes jeden Tag einen Tritt in Gestalt vorenthaltener Würdigung verpasst? Noch immer haben die Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Medien nicht begriffen, dass Kinder auch in Zukunft den Sozialkarren werden ziehen müssen.

 

In menschlichen Gemeinschaften dürfte Elternschaft keineswegs ein Nachteil sein, sondern müsste gesellschaftliche Karriere bedeuten, indem man Mütter/Väter für ihren generativen Einsatz achtet und ihre Arbeit honoriert, denn gerade sie sorgen dafür, dass auch künftig Renten erwirtschaftet werden, nicht nur für ihre eigenen Eltern, sondern paradoxerweise zusätzlich für die heute schon 25 % von Nachwuchsverweigerern. Anders als bei unseren europäischen Nachbarn gilt in Deutschland: Kinder sind unerwünscht, weil sie die Wirtschaft blockieren (!)  und Elternpotential binden. Die Gerichte reklamieren den “Paradigmenwechsel” für ihre unsozialen Urteile, wenn Eltern wegen ihrer missachteten Leistung klagen. Unablässig  ist die Ministerin Schwesig zugange, um Mutterschutz und Elternzeit zugunsten betrieblicher Verwendung zu kürzen. Die Leidtragenden sind in jedem Fall die Kinder, denn sie kommen zu kurz an mütterlicher Zuwendung, an Zärtlichkeit und Achtsamkeit.

 

Das Bedauern über die Entscheidung für ein Kind ist angebracht, aber sie gilt nicht den Eltern, sondern ausschließlich dem ungeliebten Kind. Paaren, die sich bei ihrer Entscheidung von der “wunderbaren Vereinbarkeit” blenden ließen, ist nicht zu helfen, es sei denn sie akzeptieren endlich, dass ein kostbares Gut nicht ohne engagierten Einsatz zu haben ist.

Bärbel Fischer

ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT

 

 

 

Familienförderung = Augenwischerei

In den letzten Jahren wurden durch das Ministerium ( verantwortlich für das Wohl der Familien ) immer neue fragwürdige Fördermaßnahmen erfunden, anstatt Familien zu belassen, was ihnen verfassungsgemäß zusteht. Es kann nicht sein, dass Eltern von drei Kindern am Ende des Jahres 19 920 Euro weniger haben als ein Single bei gleichem Jahresbruttolohn von 35 000 Euro ! Der Grund ist, dass das Kinderexistenzminimum zwar bei der Lohnsteuer berücksichtigt wird, nicht aber bei den Sozialabgaben. Daher bezahlen die Eltern pro Kind monatlich 238.- zuviel in die Sozialversicherungen. Dies summiert sich pro Jahr auf 8 568 Euro und in 20 Jahren auf 171 360 Euro – eine verpuffte Altersvorsorge für die Eltern.

 

Hinzu kommen die Steuern auf den Verbrauch der Familie. Zwei Drittel aller Einkünfte aus Verbrauchssteuern bezahlen Eltern für ihre Familie. So gesehen sind Familien  d i e  Melkkuh der Nation.

 

Alle staatlichen Fördermaßnahmen zusammen decken nur einen winzigen Bruchteil dessen ab, was Eltern über ihre zwanzigjährige Sorgearbeit hinaus in die Sozialkassen abzuliefern gezwungen werden. Ergo: Die so genannte Familienförderung ist  eine einzige Augenwischerei! Der Sozialrichter Dr. Jürgen Borchert formulierte es drastisch: „Unser Staat klaut den Familien die Sau vom Hof und gibt ihnen in Gönnerpose zwei Schnitzel zurück“.

 

Nun erschallt allenthalben der Aufschrei derer, die keine Kinder erziehen: „Schließlich sind  Kinder und erwerbslose Ehepartner in der Krankenkasse doch „beitragsfrei mitversichert“.

 

Denkste!

 

Da sich das Einkommen einer fünfköpfigen Familie bereits bei der Auszahlung in fünf Teile aufteilt,  stehen dem Vater wegen seiner Unterhaltsverpflichtung selbst nur noch 20 %  zu, während der Single über volle 100 % verfügt. Der Vater muss aber fünf Fünftel ( also 100 % ) an die Krankenversicherung abliefern, also für sich, die Frau und drei Kinder je ein Fünftel. Damit ist kein einziges Familienmitglied beitragsfrei versichert, sondern wird zu je einem Fünftel zur Kasse gebeten. Der Trugschluss besteht darin, dass ein Familienvater eben Unterhaltsverpflichtungen hat und der Single keine. Obwohl dieser Vorgang keine mathematischen Strapazen erfordert, wird unverfroren und unablässig durch die Medien transportiert, dass Familien von Beiträgen verschont seien.

 

Man kann es drehen und wenden wie man will – die so genannte “Familienförderung” ist eine einzige Farce. Sie soll verdunkeln, dass Eltern und Familien zu Verlierern der deutschen Gesellschaft geworden sind.

 

Bärbel Fischer

ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT

 

 

 

Familien fördern???

„Ich möchte die Mütter ermutigen, trotz der Zeit für die Kinder weiter berufstätig zu bleiben,  so dass sie ihre eigene Existenz sichern können“, meint Frau Schwesig (SPD) und erfindet das “Familiengeld” für Eltern, die 28 bis 36 Wochenstunden außer Haus arbeiten. Kann man noch klarer, bzw. schamloser bezeugen, welch geringen Wert man heute Müttern noch beimisst, dass sie zusätzlich zu ihrer generativen Leistung auch noch ihre “eigene Existenz” sichern müssen, wo doch gerade sie die Existenz der nächsten Generation sichern! Zu früheren Zeiten wäre eine solche Aussage Grund genug für eine Amtsenthebung gewesen. Das geplante „Familiengeld“  sieht die Ministerin als zusätzliche „Familienförderung“, die allerdings wieder einmal nur erwerbstätigen Eltern zukommen soll – verfassungswidrige Lenkung / Bevormundung durch den Staat!

 

An dieser Stelle muss auch einmal gefragt werden, weshalb in Deutschland Familien überhaupt „gefördert“ werden müssen. Fördern muss man doch nur, wenn Defizite dies erfordern. Damit gibt das Familienministerium offen zu, dass in Deutschland die Ausstattung für den Nachwuchs skandalös defizitär ist, und zwar strukturell bedingt. Nicht ohne Grund lachen unsere europäischen Nachbarn über die deutsche Nachwuchs -verhinderungspolitik. Auch die wachsende Kinderarmut hierzulande stört Frau Schwesig wenig. Blind und taub für Korrekturen an unserem Sozialgesetz geht es ihr ausschließlich darum, dass sich Mütter von Babys ihre „eigene Existenz“ außer Haus erarbeiten!

 

Familien brauchen keine „Förderung“.                                                                        Sie  s i n d   s e l b s t  die Förderer unseres Gemeinwesens.                                Man muss ihnen nur belassen, was ihnen verfassungsgemäß zusteht!

 

Bärbel Fischer

ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT

 

Wie soll die EU Ehe und Familie definieren?

Das Institut für Demokratie, Allgemeinwohl und Familie iDAF stellt in seinem Brief aus Brüssel, Juli 2016, die europäische Bürgerinitiative “Vater, Mutter, Kinder” vor, die sich zum Ziel gesetzt hat, gegen alle Widerstände aus dem LGBTI-Lager ( allgemeines Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare, vorbehaltlose Anerkennung der Homo-Ehe ) die EU darauf festzulegen, den Begriff « Ehe und Familie » konkret als Verbindung zwischen Mann und Frau zu definieren. Diese Initiative wird zeigen, ob die Verteidiger von Ehe und Familie in den Mitgliedsstaaten in der Lage sind, einmal Geschlossenheit zu zeigen und gemeinsam gegen die stille Manipulation von Ehe und Familie durch die EU zu mobilisieren.

http://www.i-daf.org/aktuelles/aktuelles-einzelansicht/archiv/2016/07/29/artikel/wie-soll-die-eu-ehe-und-familie-definieren.html

Wer diese Bürgerinitiaitive unterstützen will, kann das mit seiner Unterschrift direkt auf dem Formular tun, das man unter https://signatures.mumdadandkids.eu/?lang=de oder unter kontakt@mumdadandkids.de sowie contact@mumdadandkids.eu findet.

Schwesigs Familiengeld – ein Plan zur weiteren Gängelung der Eltern

Verband Familienarbeit e. V.

Pressemeldung 

Schwesigs Familiengeld – ein Plan zur weiteren Gängelung der Eltern

Familienministerin Manuela Schwesig schlägt ein neues Familiengeld vor, um Eltern mehr Zeit zu geben für die Präsenz bei ihren Kindern.* Sofern beide Eltern gleichzeitig und hinreichend, also mit 28 bis 36 Wochenstunden, teilzeitbeschäftigt sind, sollen sie für maximal 24 Monate je 150 € bekommen, bis das Kind acht Jahre alt ist. Schwesig erwartet, dass 20 Prozent der Eltern das Angebot nützen und dass vor allem mehr Mütter erwerbstätig bleiben werden.

Die Vorsitzende des Verbands Familienarbeit e.V., Gertrud Martin, beurteilt diesen Vorschlag zwiespältig: „Es ist einesteils ein Schritt in die richtige Richtung, denn die Erziehung der eigenen Kinder darf nicht immer weiter beeinträchtigt werden durch die einseitige Ausrichtung beider Elternteile oder gar der Alleinerziehenden möglichst auf eine Vollzeiterwerbstätigkeit. Um Gleichwertigkeit von Erwerbs- und Familienarbeit herzustellen, braucht es den finanziellen Ausgleich.

Andererseits ist dieser Vorschlag mit den überaus eng gefassten Bedingungen, wieder in der sattsam bekannten SPD-Masche gestrickt, nach der Familien staatlich gegängelt werden, sich ideologiekonform zu verhalten. Andernfalls gehen sie leer aus. Das widerspricht den Vorgaben unserer Verfassung und diskriminiert alle Eltern, die auf deren Grundlage ihr Familienleben und die Erziehung ihrer Kinder nach eigenen Vorstellungen gestalten wollen.“

In Zeiten des Vorwahlkampfs scheint der Vorschlag präzise gesetzt, um die CDU in die Enge zu treiben. Deren Widerspruch lässt nicht auf sich warten: Seitens der CDU und der Grünen wird das Konzept als zu unflexibel kritisiert. CDU-Fraktionsvize Michael Fuchs argumentiert dagegen, dieses Familiengeld sei nicht gegenfinanziert.**

Martin dazu: „Mit diesem Argument schneidet sich die CDU ins eigene Fleisch: Bei der Rentenreform 1957 hat Konrad Adenauer den Anspruch auf Alterssicherung von der Bedingung, den sorgenden Nachwuchs großzuziehen, abgekoppelt und an Erwerbsarbeit gebunden. Über Nacht wurden die Eltern ‚enteignet‘, indem ihre Kinder künftig vorrangig für die Altersversorgung der Kinderlosen, und deshalb uneingeschränkt Erwerbstätigen, zuständig waren, aber weniger für die der Eltern. Millionen Arbeitnehmer hatten plötzlich einen ansehnlichen Rentenanspruch gegenüber der nachfolgenden Generation, unabhängig davon, ob und inwieweit sie sich an der Erziehung dieser Generation beteiligt hatten. Die CDU gewann mit den Stimmen dieser Rentner bei der nächsten Bundestagswahl die absolute Mehrheit und fragte keineswegs nach einer ‚Gegenfinanzierung‘ für die Eltern! Bereits eine Generation später hatten wir die Quittung in Form eines dramatischen Geburtendefizits, und heute haben wir den daraus resultierenden Arbeitskräftemangel.

Die sinnvolle Alternative zu diesem Familiengeld wäre aus unserer Sicht die Umwandlung des Elterngelds von einem Lohnersatz in eine für alle Eltern gleichmäßig hohe Zuwendung für die Gesamtdauer von drei Jahren.“

 

Gertrud Martin, Tel.: 07721/56124, E-Post: bundesvorstand@familienarbeit.org