Archiv der Kategorie: Meinungen
Frauenquote für Behörden
Schwarzwälder Bote vom 12. 12. 2011
Fragwürdiges KITA-Ranking
Veröffentlichung abgelehnt
Falsche Signale?
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Sollen Kleinkinder in Krippen betreut werden – oder besser von Eltern?
Hier nur so viel:
Sind das die Arbeitnehmer, die wir uns für die Zukunft wünschen? (Der Prozess ist schon im Gange, das ist der Grund für die steigenden Burnout- und Depressionsfallzahlen).
Die genannten Zusammenhänge werden aus fragwürdigen Gründen (Wirtschaftsinteressen vor Steuergerechtigkeit für Familien, Feminismus vor Kindeswohl) ignoriert und schlimmer: geleugnet.
Bärbel Fischer
Wirtschaftsinteressen vor Kindeswohl
In seltener Einigkeit lehnen Gewerkschaftschef Sommer und Arbeitgeber-Präsident Hundt das von der Bundesregierung geplante Betreuungsgeld ab. Im gemeinsamen Schreiben kritisierten sie, die Förderung setze falsche Signale.
Sehr geehrter Herr Dr. Hundt, sehr geehrter Herr Sommer,
ich möchte zu Ihrer Haltung eine fachbasierte Anmerkung machen. Ihre Vorstellung, Krippen förderten die Kinderentwicklung ist irrig, in einem hohen Prozentsatz ist sogar das Gegenteil der Fall.
Begründung: Regelmäßige stundenlange Trennungen von den primären Bezugspersonen erzeugen chronischen Stress und wirken durch veränderte Cortisol-Tagesprofile hemmend auf die in dieser Phase intensiv ablaufende Hirnentwicklung (vor allem rechte Hemisphäre) ein. Als Folge büßt die Gefühls- und Emotionsregulation an Positivität, „Pufferwirkung“ und Flexibilität ein.
Die betroffenen Kinder (basierend auf ihren genetisch angelegten Persönlichkeitsprofilen) werden aggressiver, rastloser, unkonzentrierter, ungeduldiger, desorganisierter und zuweilen auch prinzipienstarrer. Das ist inzwischen bis zum Alter von 15 Jahren belegt, weswegen Entwicklungspsychologen von einer lebenslangen Wesensveränderung ausgehen. Diese Auswirkungen betreffen nachweisbar bis zu 90% aller Kinder in Krippen.
Sind das die Arbeitnehmer, die Sie sich für die Zukunft wünschen? (Der Prozess ist schon im Gange, das ist der Grund für die steigenden Burnout- und Depressionsfallzahlen).Die genannten Zusammenhänge werden aus fragwürdigen Gründen (Wirtschaftsinteressen vor Steuergerechtigkeit für Familien, Feminismus vor Kindeswohl) ignoriert und schlimmer: geleugnet. Ich möchte hiermit anregen, dass Sie Ihr Wissen über die Auswirkungen von Krippenerziehungen aktualisieren (Quellen dazu hier) und in gesellschafts- und wirtschaftspolitische Konzeptionen einbeziehen.
Mit Dank und freundlichen Grüßen,
Vorstand Familie-ist-Zukunft.de
Kapital verschleudern?
Betreuungsgeld ohne Nutzen?
zu: Schwäbische Zeitung, 9. November 2011
Ihr Kommentar „Betreuungsgeld ohne Nutzen“, schlägt mit seinen abgedroschenen Plattitüden all den Familien ins Gesicht, die sich tagtäglich selbst um eine liebevolle 24-Stunden-Betreuung ihrer Kinder mühen. Und das sind die Eltern von 67 % unserer Kinder in Deutschland, für die gar kein Krippenplatz vorgesehen ist. Nur 33 % unserer Kinder sollen in den fragwürdigen, aber teuren Krippengenuss kommen.
Alle ihre Gegenargumente gegen ein deutsches Betreuungsgeld ( in Norwegen, Frankreich, Dänemark ist die familiäre Betreuung dem Staat bis zu 450 Euro wert ) sollte die Kommentatorin auf eine „To-do-Liste“ schreiben und diese unserer Politik als Versäumnisse vorrechnen. Oder warum bekommen Mütter nach der Familienzeit keinen adäquaten Job mehr? Warum bekommen verdiente Mütter von mehreren Kindern nur eine lausige Rente? Was läuft falsch, dass nur noch wenige Frauen überhaupt Kinder bekommen? Warum sind die Fachkräfte, die wir brauchen, bereits ins Ausland abgewandert? Warum sollen gerade junge Mütter nach der Geburt ihres Wunschkindes dieses stundenlang fremden Leuten überlassen? Politisches Versagen auf der ganzen Linie!
Zu behaupten, mit dem Betreuungsgeld würde Kindern ihr Recht auf frühkindliche Bildung billig abgekauft, ist so dämlich wie dreist. Wie weit will unser ehemals geschätztes Blatt sein Niveau denn noch absenken?
N.N.
CDU: „Unser Kompass ist unveränderlich“
zu: Schwäbische Zeitung, 15. November 2011: „Unser Kompass ist unveränderlich“
„Freiheit, Solidarität, Gerechtigkeit – diese Grundwerte prägen das Denken“ behauptete die CDU in Leipzig von sich. Ich frage: Gilt das auch für ihren Umgang mit uns Müttern?
Als leuchtendes Beispiel für wirtschaftliche Umsicht, Vorsorge und Sparsamkeit bemüht unsere Kanzlerin gerne die „Schwäbische Hausfrau.“ Ganz anderer Ansicht ist da die Frauenunion. Die traut „Haus-Müttern“ den verantwortlichen Umgang mit 100 oder 150 Euro Betreuungsgeld nicht zu und kämpft für Gutscheine. Vor der Geburt ihres Kindes durften die Frauen in Büros und an Kassen noch riesige Summen verwalten. Als Mutter haben sie offenbar schlagartig ihre ganze Kompetenz eingebüßt und sind unfähig, zu entscheiden, wie sie die 2 oder 3 Scheine verwenden. Dies ist aber nur die eine Seite der Niedertracht.
Auf der anderen Seite müssen Eltern, die ihre Kinder in die Krippe geben, für diese Kosten nur zum geringsten Teil selbst aufkommen, weil der Steuerzahler die Fremdbetreuung eines Kindes monatlich mit rund 1000 Euro sponsert. Also bleiben mindestens 700-800 Euro als Einsparung bar im Geldbeutel zurück, welche die Eltern nach eigenem Ermessen verbrauchen dürfen, ohne dass der Staat Rechenschaft für deren Verwendung fordert, auch wenn dieses Geld für Flachbildschirme, Pornos oder Schnaps ausgegeben wird. Meines Wissens gilt noch immer der Art. 3 GG, nach dem alle Menschen, also auch Mütter, vor dem Gesetz gleich sind. Trotzdem schämt sich unsere politische Frauenelite nicht, Wahlfreiheit zu heucheln, von Herdprämie zu reden und Mütter mit Gutscheinen zu bevormunden.
Christl Rädler
Steine statt Brot?
- eine Riester-Rente, oder
- eine kapitalgedeckte Pflegeversicherung, oder
- einen Wiedereingliederungskurs
Gutscheinen drückt die FU den Müttern ein Papier auf ́s Auge, das sie selbst für sich ablehnen
würde. Jeder Finanzberater rät zu diesen Zeiten, das Kapital in Sachwerten anzulegen, also Gold, Immobilien etc. Zu einer Immobilie wird das Betreuungsgeld wohl kaum ausreichen, denn es handelt sich um sage und schreibe 24 x 125 Euro = 3000 Euro, ein Wahnsinnskapital! Es entspricht der staatlichen Förderung eines Krippenplatzes für 3 Monate!