Wirtschaftsinteressen vor Kindeswohl

In seltener Einigkeit lehnen Gewerkschaftschef Sommer und Arbeitgeber-Präsident Hundt das von der Bundesregierung geplante Betreuungsgeld ab. Im gemeinsamen Schreiben kritisierten sie, die Förderung setze falsche Signale.

Das Familiennetzwerk antwortet:

Sehr geehrter Herr Dr. Hundt, sehr geehrter Herr Sommer,

ich möchte zu Ihrer Haltung eine fachbasierte Anmerkung machen. Ihre Vorstellung, Krippen förderten die Kinderentwicklung ist irrig, in einem hohen Prozentsatz ist sogar das Gegenteil der Fall.

Begründung: Regelmäßige stundenlange Trennungen von den primären Bezugspersonen erzeugen chronischen Stress und wirken durch veränderte Cortisol-Tagesprofile hemmend auf die in dieser Phase intensiv ablaufende Hirnentwicklung (vor allem rechte Hemisphäre) ein. Als Folge büßt die Gefühls- und Emotionsregulation an Positivität, „Pufferwirkung“ und Flexibilität ein.

Die betroffenen Kinder (basierend auf ihren genetisch angelegten Persönlichkeitsprofilen) werden aggressiver, rastloser, unkonzentrierter, ungeduldiger, desorganisierter und zuweilen auch prinzipienstarrer. Das ist inzwischen bis zum Alter von 15 Jahren belegt, weswegen Entwicklungspsychologen von einer lebenslangen Wesensveränderung ausgehen. Diese Auswirkungen betreffen nachweisbar bis zu 90% aller Kinder in Krippen.


Sind das die Arbeitnehmer, die Sie sich für die Zukunft wünschen?  (Der Prozess ist schon im Gange, das ist der Grund für die steigenden Burnout- und Depressionsfallzahlen).
Die genannten Zusammenhänge werden aus fragwürdigen Gründen (Wirtschaftsinteressen vor Steuergerechtigkeit für Familien, Feminismus vor Kindeswohl) ignoriert und schlimmer: geleugnet. Ich möchte hiermit anregen, dass Sie Ihr Wissen über die Auswirkungen von Krippenerziehungen aktualisieren (Quellen dazu hier) und in gesellschafts- und wirtschaftspolitische Konzeptionen einbeziehen.

Mit Dank und freundlichen Grüßen,

 

Dorothea Böhm



Vorstand Familie-ist-Zukunft.de

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