Das leisten Eltern für unsere Gesellschaft

Der Familienbund der Katholiken hat zum Jahresende die finanziellen Leistungen der Eltern in Deutschland bilanziert. Ergebnis für 2010: Knapp 90 Milliarden Euro haben die Eltern für ihre Kinder aufgewandt, 13 mal mehr als der Etat des Bundesfamilienministeriums.

 

Droht Deutschland zum Altersheim Europas zu werden?

"Wenn Deutschland nicht als ein hochproduktives Altersheim enden soll, dann muss Familienarbeit gesellschaftlich wieder anerkannt , d.h. mit einem Erziehungsgehalt entlohnt werden", fordert Kostas Petropulos, der Leiter des Heidelberger Familienbüros.
http://www.freitag.de/politik/1051-das-ist-der-feministische-grundirrtum

Zum Jahreswechsel

Liebe Leserinnen und liebe Leser, lassen Sie uns auch 2011 nicht aufhören, uns zu wehren gegen verordnete Lieblosigkeit unseren Kindern gegenüber. Lassen Sie uns nicht mutlos werden im Kampf gegen die Ungerechtigkeit, mit der Familien heute bestraft werden. Lassen Sie uns weiterhin unablässig anprangern, wenn Elternwirken von Seiten der Politik und der Medien abgewertet und diskriminiert wird.
Und bitte, empfehlen Sie unsere Seite weiter!

Bleiben Sie auch im Neuen Jahr beschützt und begleitet!
Das wünscht Ihnen für die Elterninitiative- Familiengerechtigkeit
Bärbel Fischer

Stiftungsinitiative FÜR KINDER

Der schwer erkrankte Kinder-und Jugendpsychotherapeut Wolfgang Bergmann hat mit langjährigen Wegbegleitern und Mitarbeitern die Stiftungsinitiative „Für Kinder“ ins Leben gerufen. „Mein Wunsch ist, dass das immens wichtige Thema Kinder- und Elternliebe lebendig bleibt. Wir brauchen eine Gesellschaft, die die Eltern unterstützt, damit sie ihre unersetzliche Rolle ausfüllen können.“ Hier lesen Sie den Aufruf:



„Elterliche Erziehungsarbeit ist unersetzlich“
Pädagoge Wolfgang Bergmann will Stiftung gründen
 
Babys und Kleinkinder brauchen die Nähe und tiefe emotionale Bindung an ihre Eltern. „Damit legen wir in ihnen ein Glücksvermögen an, das ein Leben lang vorhält. Wir schaffen die seelischen Grundlagen für eine mitfühlende, und nicht kalt-rivaliserende Gesellschaft.“, sagt der renommierte Erziehungswissenschaftler Wolfgang Bergmann, Leiter des Instituts für Kinderpsychologie und Lerntherapie in Hannover.
 
Kinder haben ein Recht auf ihre Eltern, und Eltern ein Recht auf ihre Kinder. Beides ist ein Menschenrecht.
 
Aber ein breiter kultureller Trend weist seit langem  in eine andere Richtung. „Staatliche Einrichtungen seien der Familie vorzuziehen“, das liest man fast ohne Widerspruch in nahezu allen Medien und Verlautbarungen der Politik. Aber dieser Ansatz ist kurzsichtig und in dieser Einseitigkeit nicht zu verantworten.
 
Einen konträren Ansatz bestätigen unsere geistesgeschichtlichen Traditionen bereits seit dem Philosophen Kant und den Pädagogen Fröbel und Rousseau – sowie fast alle relevanten Studien der modernen Tiefenpsychologie und Bindungsforschung, als auch der Neurophysiologie heute. Das muss öffentlich zur Kenntnis genommen werden. In den für die Zukunft so bedeutenden Fragen von Bindung und Bildung darf es keine Leerstellen mehr geben 
 
Wir brauchen eine uneingeschränkte Liebe für unsere Kinder. Heute erscheinen sie in den öffentlichen Debatten oft nur wie kleine störrische Wesen, die den Eltern das Leben schwer machen. Aber Kinder sind das schönste Glücksversprechen, das wir haben.
 
Einer fürsorglichen Familie stehen heute viele Hindernisse entgegen. Jedes einzelne zu korrigieren wäre die vorrangige bildungs- und sozialpolitische Aufgabe. Sie muss heute und nicht morgen angegangen werden. Unsere Gesellschaft erkaltet sonst.
 
Kinder brauchen Eltern, die Zeit für sie haben, die seelisch und physisch anwesend sind. Elterliche Präsenz ist unersetzbar und nicht delegierbar“, betont Bergmann. „Sie ist die Basis für Lebens- und Lernfreude.“ Bergmann beklagt die zunehmende Ignoranz und Unwissenheit bezüglich der Bindungsbedürfnisse von Kindern – insbesondere von Babys und Kleinkindern. So ist sein Einsatz für die Kinder heute nötiger denn je.
 
Da Bergmann seit einem halben Jahr schwer erkrankt ist und sich dieser Aufgabe nicht mehr mit der bisherigen Intensität widmen kann, hat er mit langjährigen Wegbegleitern und Mitarbeitern die Stiftungsinitiative „Für Kinder“ ins Leben gerufen. „Mein Wunsch ist, dass das immens wichtige Thema Kinder- und Elternliebe lebendig bleibt. Wir brauchen eine Gesellschaft, die die Eltern unterstützt, damit sie ihre unersetzliche Rolle ausfüllen können.“
 
Als Kuratoren konnten die Schauspielerin Barbara Wussow, die TV-Moderatorin Franziska Reichenbach, der Erlanger Neurobiologe Prof. Ralph Dawirs, der kanadische Entwicklungspsychologe Prof. Gordon Neufeld und der australische Familientherapeut und Bestsellerautor Steve Biddulph gewonnen werden.
 
Die Initiative wird Projekte im wissenschaftlichen und praktischen Bereich unterstützen. Dazu zählen Zuwendungen an das neu gegründete Institut für Bindungswissenschaften, für das u.a. der Londoner Psychologe Prof. Jay Belsky, der Frankfurter Soziologe Tilmann Allert, der Düsseldorfer PsychotherapeutMatthias Franz, der Psychiater und Psychoanalytiker Hans-Joachim Maaz und der Psychosomatiker Ulrich T. Egle eingebunden sind. Darüber hinaus wird ein Verlag gegründet, der regelmäßig das Magazin „FamilienGlück“ publiziert. Die Stiftung will zudem Aufklärungsarbeit im Bereich Familien- und Sozialpolitik leisten sowie Charity-Veranstaltungen, Tagungen, Präsentationen und die Begleitung junger Familien organisieren.
 
Damit aus der Initiative eine rechtskräftige Stiftung werden kann, benötigt sie 50.000 Euro Startkapital. Wolfgang Bergmann bittet alle, denen die Zukunft der Kinder am Herzen liegt, um ihre Unterstützung: „Wir brauchen eine breite Beteiligung an diesem wichtigen Diskurs. Machen Sie mit! Werden auch Sie ein Anwalt der Kinder!“
 
Bergmann lebt in Hannover und ist Vater dreier Kinder. Als Bestsellerautor hat er unzählige Bücher zu psychologischen und pädagogischen Themen veröffentlicht. Auf der Cicero-Intellektuellenliste rangierte Bergman als einer von Deutschlands wichtigsten Vordenkern im Bereich Gesellschaftswissenschaften.
 
Für Fragen und Interviews steht Wolfgang Bergmann gern persönlich zur Verfügung: 
Tel. 0511/3631112 oder 0162/3670888
 
Spendenkonto: 1210 0138 17 bei der Sparkasse Stade Altes Land BLZ 241 510 05
 
 
 

Geiz ist geil!

Deutschland, das reichste Euroland geizt bei Bildung und Erziehung. Kein Geld! – so jammern Länder und Kommunen. Wo ist es denn geblieben, das Geld für Schulen, Hochschulen, Unis, Kindergärten? Ach ja, die Banken mussten doch gerettet werden! Kostas Petropulos, der Leiter des Heidelberger Familienbüros, weist in der ZEIT-Reihe "Das demographische Experiment" auf die gesellschaftspolitischen Fehlentscheidungen und Winkelzüge hin, die alle darauf hinauslaufen: Bei der Bildung nur Masse statt Klasse!

http://www.zeit.de/gesellschaft/familie/2010-11/demografie-investition-kinder?page=2

"Was schert uns die Basis?!"

Frau Birgit Kelle, Vorsitzende der europäischen Frauenvereinigung „Frau 2000 plus“ stellte – schon 2006 – an die Bundeskanzlerin Angela Merkel direkt die entscheidende Frage, warum staatlicherseits Erziehungsleistung und Wertevermittlung von Müttern in der eigenen Familie unberücksichtigt bleiben, die familien-ferne Erziehung aber von Seiten des Staates gewünscht und daher über die Krippenfinanzierung hoch subventioniert wird. Trotz viel Applaus ist die Meinung der Basis offensichtlich nicht ausschlaggebend für den Kurs der Parteispitze.

Auch vier Jahre später gilt das Gesagte nach wie vor uns ist aktueller denn je, sieht man sich die Debatten zu Kitapflicht, Frauenquoten und „Herdprämien“ an.
Frage: Wollen wir diese Partei tatsächlich wieder wählen oder müssen wir Prioritäten setzen und unser Kreuz endlich einer familienfreundlichen Partei geben?

Tipp

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
sollte Ihnen in diesen dunklen Tagen der Lesestoff einmal ausgehen, so empfehlen wir Ihnen, in der Rubrik STUDIEN zu stöbern. Hier finden Sie zum Thema Familiengerechtigkeit ausführliche Analysen, die der Sache auf den Grund gehen. Die professionellen Autoren sind allesamt höchst sachverständig. Bitte empfehlen Sie unsere web-Seite weiter!
Mit freundlichen Grüßen
Bärbel Fischer

Die Guten ziehen wieder den Kürzeren

Frau Birgit Kelle, Vorsitzende der Europäischen Frauenvereinigung Frau 2000 plus, äußert sich zu den Forderungen aus den Reihen der Grünen und der SPD nach den Pisa-Ergebnissen jetzt verpflichtend die Ganztagsschule einzuführen.

 


Kaum dass die neue Pisa-Studie erschienen, melden sich sofort reflexartig die üblichen Bedenkenträger mit den immer gleichen vermeintlichen Lösungen: Mehr Staat. Mehr Ganztagsschule. Und natürlich verpflichtend für Alle.

Als ob es tatsächlich etwas bringt, wenn die Kinder fortan noch mehr Stunden in der Schule sitzen. Denn machen wir uns nichts vor: Betreuung in der Schule ist ja nicht gleich Bildung. Ich kenne zahlreiche Kinder, die erst Hausaufgaben machen, wenn sie dann um 16.30 Uhr aus der OGS nach Hause kommen. Denn dort ist es ihnen zu laut, sie können sich nicht konzentrieren. Der Tag endet für diese Kinder sehr spät, sie haben keine Zeit für Verabredungen und die Schularbeiten sind erst vor dem Abendessen fertig. Das ist also die Lösung? Niemand traut sich offenbar mal zu benennen, wo genau die Unterschiede liegen, wenn manche Kinder sich gut entwickeln und  andere schlechter.

Dabei ist es ganz einfach, denn ein paar Studien gibt es ja schon. Bescheinigt auch von der OECD, die im Ergebnis jährlich immer wieder neu bemängelt, dass in keinem anderen Land die soziale Herkunft derart entscheidend ist für den Erfolg von Schülern und Studenten wie in Deutschland. Und wenn man sich dann ansieht, wer denn die guten Schüler sind, dann sind es eben diejenigen, die von zu Hause am meisten Unterstützung bekommen. Und damit meine ich nicht Geld. Sondern Leistungswillen. Lernbereitschaft. Gewissenhaftigkeit. Anstrengung. Auch Analphabeten können Akademiker großziehen. Es ist eine Frage der Einstellung zu Bildung und Leistung und meistens nicht eine Frage des Geldbeutels. Das vermittelt keine Schule. Das ist auch nicht ihre Aufgabe. Das ist Sache der Eltern.

Und was ist also die Reaktion der Politik? Alle Schüler sollen mehr dem Einfluss des Elternhauses entzogen werden, damit sich der Staat in den Schulen mehr um alle kümmert. Hallo? Das mag für diejenigen funktionieren, die zu Hause keine Unterstützung bekommen. Aber im Umkehrschluss bedeutet es auch: Alle diejenigen, die bislang sehr gut sind, werden zwangsläufig herunter gestuft. Denn der Weg, der für sie bislang erfolgreich war, soll ihnen de facto durch flächendeckende Ganztagsschulen genommen und dem niedrigeren Niveau der anderen angeglichen werden. Wieder mal ein Gießkannenprinzip. Individuelle Förderung bleibt da eine leere Hülse. Übrigens auch eine inzwischen erschreckend normale Reaktion in unserem Land. Wenn das Leistungsniveau sinkt, werden die Ansprüche eben nach unten korrigiert. Damit wird jeder Leistungswille im Keim erstickt. Wir beschäftigen uns nicht mehr damit, wie die Guten vorankommen, sondern wie wir es den weniger Guten möglichst nicht so schwer machen. Und sie sollen um Himmels willen nicht merken, dass sie gerade den Anschluss verpassen. Sitzenbleiben abschaffen. Noten abschaffen. Leistungsniveau senken, Kopfnoten wieder abschaffen, wie es gerade in NRW passiert. Einheitsschule einführen. Schule als fröhliches Happening mit Wohlfühlgarantie. Phrasenhaft erscheinen da Politiker-Statements wie „Wir wollen kein Kind auf der Strecke lassen“. Ja sicher, aber müssen denn alle im gleichen Zug sitzen? Oder darf es für einige auch der ICE sein?

Birgit Kelle

 

Deutschland stirbt aus

Einen kritischen Blick auf die ineffektive deutsche Familienpolitik angesichts rückläufiger Geburtenzahlen wirft FAZ.NET und stellt einen Mangel an Mut zum Kind fest. “ Immer mehr Politik, immer weniger Kinder“ und „Männer als Problem“ resümiert der Autor Jan Grossarth. Auch er verkennt das eigentliche Problem für den Kinderschwund, nämlich das Umlageverfahren, das seit 1956 für die Rentenpolitik maßgeblich Kinderlose bevorzugt und Eltern bestraft.