Stiftungsinitiative FÜR KINDER

Der schwer erkrankte Kinder-und Jugendpsychotherapeut Wolfgang Bergmann hat mit langjährigen Wegbegleitern und Mitarbeitern die Stiftungsinitiative „Für Kinder“ ins Leben gerufen. „Mein Wunsch ist, dass das immens wichtige Thema Kinder- und Elternliebe lebendig bleibt. Wir brauchen eine Gesellschaft, die die Eltern unterstützt, damit sie ihre unersetzliche Rolle ausfüllen können.“ Hier lesen Sie den Aufruf:



„Elterliche Erziehungsarbeit ist unersetzlich“
Pädagoge Wolfgang Bergmann will Stiftung gründen
 
Babys und Kleinkinder brauchen die Nähe und tiefe emotionale Bindung an ihre Eltern. „Damit legen wir in ihnen ein Glücksvermögen an, das ein Leben lang vorhält. Wir schaffen die seelischen Grundlagen für eine mitfühlende, und nicht kalt-rivaliserende Gesellschaft.“, sagt der renommierte Erziehungswissenschaftler Wolfgang Bergmann, Leiter des Instituts für Kinderpsychologie und Lerntherapie in Hannover.
 
Kinder haben ein Recht auf ihre Eltern, und Eltern ein Recht auf ihre Kinder. Beides ist ein Menschenrecht.
 
Aber ein breiter kultureller Trend weist seit langem  in eine andere Richtung. „Staatliche Einrichtungen seien der Familie vorzuziehen“, das liest man fast ohne Widerspruch in nahezu allen Medien und Verlautbarungen der Politik. Aber dieser Ansatz ist kurzsichtig und in dieser Einseitigkeit nicht zu verantworten.
 
Einen konträren Ansatz bestätigen unsere geistesgeschichtlichen Traditionen bereits seit dem Philosophen Kant und den Pädagogen Fröbel und Rousseau – sowie fast alle relevanten Studien der modernen Tiefenpsychologie und Bindungsforschung, als auch der Neurophysiologie heute. Das muss öffentlich zur Kenntnis genommen werden. In den für die Zukunft so bedeutenden Fragen von Bindung und Bildung darf es keine Leerstellen mehr geben 
 
Wir brauchen eine uneingeschränkte Liebe für unsere Kinder. Heute erscheinen sie in den öffentlichen Debatten oft nur wie kleine störrische Wesen, die den Eltern das Leben schwer machen. Aber Kinder sind das schönste Glücksversprechen, das wir haben.
 
Einer fürsorglichen Familie stehen heute viele Hindernisse entgegen. Jedes einzelne zu korrigieren wäre die vorrangige bildungs- und sozialpolitische Aufgabe. Sie muss heute und nicht morgen angegangen werden. Unsere Gesellschaft erkaltet sonst.
 
Kinder brauchen Eltern, die Zeit für sie haben, die seelisch und physisch anwesend sind. Elterliche Präsenz ist unersetzbar und nicht delegierbar“, betont Bergmann. „Sie ist die Basis für Lebens- und Lernfreude.“ Bergmann beklagt die zunehmende Ignoranz und Unwissenheit bezüglich der Bindungsbedürfnisse von Kindern – insbesondere von Babys und Kleinkindern. So ist sein Einsatz für die Kinder heute nötiger denn je.
 
Da Bergmann seit einem halben Jahr schwer erkrankt ist und sich dieser Aufgabe nicht mehr mit der bisherigen Intensität widmen kann, hat er mit langjährigen Wegbegleitern und Mitarbeitern die Stiftungsinitiative „Für Kinder“ ins Leben gerufen. „Mein Wunsch ist, dass das immens wichtige Thema Kinder- und Elternliebe lebendig bleibt. Wir brauchen eine Gesellschaft, die die Eltern unterstützt, damit sie ihre unersetzliche Rolle ausfüllen können.“
 
Als Kuratoren konnten die Schauspielerin Barbara Wussow, die TV-Moderatorin Franziska Reichenbach, der Erlanger Neurobiologe Prof. Ralph Dawirs, der kanadische Entwicklungspsychologe Prof. Gordon Neufeld und der australische Familientherapeut und Bestsellerautor Steve Biddulph gewonnen werden.
 
Die Initiative wird Projekte im wissenschaftlichen und praktischen Bereich unterstützen. Dazu zählen Zuwendungen an das neu gegründete Institut für Bindungswissenschaften, für das u.a. der Londoner Psychologe Prof. Jay Belsky, der Frankfurter Soziologe Tilmann Allert, der Düsseldorfer PsychotherapeutMatthias Franz, der Psychiater und Psychoanalytiker Hans-Joachim Maaz und der Psychosomatiker Ulrich T. Egle eingebunden sind. Darüber hinaus wird ein Verlag gegründet, der regelmäßig das Magazin „FamilienGlück“ publiziert. Die Stiftung will zudem Aufklärungsarbeit im Bereich Familien- und Sozialpolitik leisten sowie Charity-Veranstaltungen, Tagungen, Präsentationen und die Begleitung junger Familien organisieren.
 
Damit aus der Initiative eine rechtskräftige Stiftung werden kann, benötigt sie 50.000 Euro Startkapital. Wolfgang Bergmann bittet alle, denen die Zukunft der Kinder am Herzen liegt, um ihre Unterstützung: „Wir brauchen eine breite Beteiligung an diesem wichtigen Diskurs. Machen Sie mit! Werden auch Sie ein Anwalt der Kinder!“
 
Bergmann lebt in Hannover und ist Vater dreier Kinder. Als Bestsellerautor hat er unzählige Bücher zu psychologischen und pädagogischen Themen veröffentlicht. Auf der Cicero-Intellektuellenliste rangierte Bergman als einer von Deutschlands wichtigsten Vordenkern im Bereich Gesellschaftswissenschaften.
 
Für Fragen und Interviews steht Wolfgang Bergmann gern persönlich zur Verfügung: 
Tel. 0511/3631112 oder 0162/3670888
 
Spendenkonto: 1210 0138 17 bei der Sparkasse Stade Altes Land BLZ 241 510 05
 
 
 

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