Gleichstellung hat Folgen

Zum Gleichstellungsgutachten: Neue Wege – gleiche Chancen

Die Sachverständigen bemängeln  in ihrem Gutachten „Neue Wege – gleiche Chancen“ Karrierehindernisse wie: geschlechtsspezifische Berufswünsche junger Frauen, Unterbrechungen der Erwerbsbiografie wegen Geburten, Kindererziehung und Pflege, falsche Anreize durch Ehegattensplitting, Minijobs und die beitragsfreie Mitversicherung. All diese Mängel gelte es zu beheben, damit Frauen einer ununterbrochenen Vollzeitbschäftigung nachgehen können, sich ihre Karrierechancen nicht verbauen und im Alter versorgt sind. Kinder bedeuten ja heute schon kein Karrierehindernis mehr, denn der massive Ausbau von Krippen ist beschlossene Sache. Doch diese „neuen Wege“ sind gar nicht neu, sondern in Wahrheit sogar uralt. Schon Marx und Engels führten die Gesellschaft auf diesen „neuen Wegen“ ins sozialistische Chaos. Michail Gorbatschow formulierte in seinem Buch Perestroika angesichts von 40 Millionen Alkoholikern, von einem durch Gewalt, Terror und Kriminalität heimgesuchten und zerfallenen Land : „Wir haben erkannt, dass viele unserer Probleme im Verhalten vieler Kinder und Jugendlicher – in unserer Moral, der Kultur und der Produktion – zum großen Teil durch die Lockerung familiärer Bindungen und die Vernachlässigung der familiären Verantwortung verursacht werden. Dies ist ein paradoxes Ergebnis unseres ernsthaften und politisch gerechtfertigten Wunsches, die Frau dem Mann in allen Bereichen gleichzustellen“.

"Gleichstellung" – bloße Ideologie!

„Gleichstellung“ ist von vornherein der falsche Ansatz.
Tatsache ist, dass wir alle im Alter auf die nachwachsende Generation angewiesen sein werden, die die Renten für uns erwirtschaftet und uns pflegt.
Und damit sich ein Volk zahlenmäßig gleichbleibend fortpflanzt, sind im Schnitt drei Kinder pro Familie erforderlich (zwei als Nachkommen der Eltern plus eines zum Ausgleich für Kinderlose).
Doch dieses Erziehen von drei Kindern ist so viel Arbeit, dass an der arbeitsteiligen Familie (Vater verdient das Geld und Mutter erzieht die Kinder) kein Weg vorbei führt: nur diese arbeitsteilige Familie ist in der Lage, eine ausreichende Zahl von Kindern aufzuziehen, die uns später im Alter versorgen.
Allein von daher muss diese Familienform gefördert werden, damit wir im Alter versorgt sind!
Die „Gleichstellung“ dagegen ist reine Ideologie, führt zu noch weniger Kindern und damit zu nie gekannter Altersarmut sowie zum Aussterben unseres Volkes. Sarrazin formulierte es treffend: „Deutschland schafft sich ab.“

Michael Bloch, Bad Kreuznach

Sehr geehrte Frau Bundesministerin!

Sehr geehrte Frau Bundesministerin für Familienfragen!

Frau v. d. Leyen gab 2008 der Fraunhofer-Gesellschaft den Auftrag, den IST- und SOLL- Zustand für die Gleichstellung von Frauen und Männern im Lebensverlauf festzustellen. Das Gleichstellungsgutachten ( GG ) vom 25. 01. 2011, erstellt von einer Sachverständigenkommission, trägt den Titel: NEUE WEGE – GLEICHE CHANCEN.

Die Kommission geht davon aus, dass Frauen in ihrer Karriere behindert werden durch Baby-und Erziehungszeiten, durch Rollenklischees, durch falsche Subventionen. Im Leitbild zum GG singen die GutachterInnen zwar das Hohe Lied von der Pluralität und vom Respekt vor der Wahl der Lebensform, beklagen aber gleichzeitig, dass vor allem Frauen, aber auch Männer „die falschen Entscheidungen“ träfen, z. B. ihre Priorität auf Familie und Kinder zu setzen.

Beklagt wird, dass junge Leute noch immer und beharrlich ihre Berufswahl geschlechtsspezifisch treffen.

Galaxien fern liegt der Kommission der Gedanke, Frauen könnten in ihrer Berufswahl und mit ihrer Lebensplanung glücklich sein. Was sie völlig ausblendet: Die meisten jungen Frauen sind klug genug zu wissen, was sie wollen: Freude an der Arbeit, interessante Themen, Umgang mit Menschen, feste Arbeitszeiten, Zeit für Beziehung, Zeit für Familie etc. Frauen wissen auch was sie nicht wollen: flexible und mobile Arbeitsplätze, Überstunden, Strapazen, Hektik, unvorhergesehene Termine, ständige Verfügbarkeit. Das sind die Kriterien, nach denen junge Frauen ihren Beruf wählen. Sie richten sich doch nicht nach Gleichstellungskriterien von Gender-Ideologen! Und sie lassen sich auch nicht ständig vorwerfen, einen Frauenberuf statt eines Männerberufs gewählt zu haben. Hier werden Frauen als dümmlich, karrierevergessen und hausbacken dargestellt. Eine solche Einschätzung widerspricht der selbst verordneten Achtung vor den Lebensentwürfen von Frauen.

Beklagt wird auch, dass das „ geschlechter-stereotyp geprägte Frauen- und Familienbild“ weibliche Erwerbseinstiege und Karrierechancen erschwerten.

Dass Frauenberufe hierzulande schlecht bezahlt sind und geringe Aufstiegschancen bieten, scheint für die Sachverständigen schicksalhaft und alternativlos zu sein. Niemand kommt auf die Idee, an dieser Stelle einmal aufzuräumen und anstelle eines Gleichstellungsgesetzes ein Gleichwertigkeitsgesetz zu planen. Statt dessen schlägt die Kommission vor, Ehegattensplitting, Teilzeit- und Minijobs und die Abgabenpraxis zum Abschuss freizugeben.

Trotz Kinderkrippen, Elterngeld, Ganztagsschulen sind nach Ansicht der Kommission immer noch viel zu wenig Frauen in den obersten Chefetagen zu finden. Dafür gibt es eine ganz einfache Erklärung: Mütter lieben ihre Kinder und wollen ihnen ihre ungeteilte Zeit schenken. Schlicht: Sie sind Mutter geworden und wollen für einige Jahre ihren Kindern auch Mutter sein. Nur, für diese Binsenweisheit hat die Kommission keine Antenne. Kinder sind in ihren Augen zwar eine, für die Alterssicherung notwendige, aber lästige Beeinträchtigung für die Karriere, aber der Nachwuchs kann heute ja durchaus wegorganisiert werden. Kindliche Ansprüche auf Zärtlichkeit und Zuwendung? Ach! Das sind für die Kommission Relikte aus uralten Zeiten, wo Eltern noch Rollen übernahmen, um das Familienleben reibungsarm zu gestalten. Im GG-Deutsch heißt das „Re-Traditionalisierung der familiären Arrangements, mit der Folge, dass Frauen beruflich zurückstecken, und dabei die Möglichkeiten, eigenes Einkommen zu erzielen, einbüßen.“ Eigenes Einkommen einbüßen, das sieht die Kommission richtig, ist gegen jedes demokratische Recht, und dürfte von Rechts wegen gar nicht sein. Dazu müssten aber die Gutachter fordern, Familienfrauen ein Erziehungsgehalt zu bezahlen, und nicht nur eine Betreuungsgeld von lächerlichen 150.- Euro.

Hier darf auch einmal festgestellt werden, dass das Leitbild der Kommission sich zu 100% an erwerbstätigen Frauen und Männern orientiert und Familien mit mehreren Kindern völlig außer Acht lässt, obwohl Mütter als geniale Managerinnen jahrein jahraus full-time tätig sind. Haben diese Frauen für die Gleichstellungsfrage keinen Stellenwert? Nein, offensichtlich nicht. Das ist auch nicht verwunderlich: In der Berechnung der Sozialabgaben spielen Kinder keine merkliche Rolle. Und weil FamilienSorgeFrauen für ihre Arbeit bislang kein Gehalt bekommen, zählen sie auch nicht. Sie werden schlicht vergessen. Ihre Kinder jedoch spielen erst dann wieder eine Rolle für die Gesellschaft, wenn sie selbst erwachsen und Beitragszahler geworden sind. Schließlich müssen ja auch jene Rentner versorgt werden, die sich zeitlebens Kinderkosten erspart haben.

Außerdem fehlt im GG ein Rat der Kommission, nach dem Frauen nach der Familiensorgezeit Karrierechancen in Aussicht gestellt werden. Nach heutiger Berechnung bleiben den Frauen und Müttern dann immer noch 20 bis 30 Jahre, um Frauenkarriere zu machen. Aber die Weichen dafür müssen heute gestellt werden. Eine lohnende Aufgabe für eine Frauenministerin, der das materielle und psychische Wohlergehen von Familien und Kindern am Herzen liegen müsste.

Mit freundlichem Gruß
Bärbel Fischer

zum Gleichstellungsgutachten, 26. 01. 2011

In ihrem Gleichstellungsgutachten NEUE WEGE – GLEICHE CHANCEN geht es der Kommission ausschließlich darum, Erwerbsarbeit von Frauen und Männern gleichzustellen. Beklagt wird

1. dass Frauenarbeit schlechter bezahlt wird ( Das ist kein Schicksal. Ein entsprechendes Gesetz könnte Recht schaffen.)

2. dass auch lebenslang kinderlose Frauen schlechter bezahlt werden, nur weil sie als Frauen auch potentielle Mütter sind ( Müttern bleibt noch viel weniger im Geldbeutel.)

3. dass „falsche gesetzliche Anreize, d. h.falsche Subventionen“ ( Minijobs, Ehegattensplitting und die Mitversicherung in der Krankenkasse ) den Weg zur Chancengleichheit, d. h. zu einer ausreichenden eigenen Existenzsicherung verbauen. ( Im Klartext: Frauen sollen vollerwerbstätig sein, damit sie nicht in Altersarmut landen. Denn nach unserer Gesetzeslage erwirbt eine Mutter durch Erziehungsleistung keinen Versorgungsanspruch)

4. dass Erwerbsunterbrechungen ( z. B. durch Geburten ) und Teilzeitphasen ( z. B. wegen Kindererziehung ) „Narben“ in weiblichen Erwerbsverläufen hinterließen, die sich in verminderten Einkommens-und Karrierechancen niederschlagen. ( Narben bekommen Mütter durch unsere kalten Sozialgesetze, die den gesellschaftlichen Wert von Kindererziehung und Familienarbeit ignorieren.)

5. dass die meisten Mädchen noch immer lieber weiblich geprägte Berufe wählen, weil sie in einem traditionellen Rollenmuster gefangen seien ( Als ob junge Frauen nicht selber besser wüssten, wie sie ihre Zukunft gestalten wollen. Sie lassen sich nicht von irgendwelchen Gender-Ideologen vorschreiben, welchen Beruf sie anstreben sollen.)

Diese „desaströsen“ Mängel gelte es zu beheben, so die Kommission.

Die desaströse Folge: Frauen werden nur noch als Erwerbstätige wahrgenommen, nicht mehr als Familienfrauen. Frauen werden gezwungen, entweder kinderlos zu bleiben oder ihr Kind frühzeitig außer Haus zu schaffen.

Mütterbonus – abgeschafft!
Wahlfreiheit – Fehlanzeige!
Kinder – entsorgt!

Diese Vorhaben sind keine neuen Wege, sondern nach feministischem und sozialistischem Muster lange vorbereitet und genau so beabsichtigt.

Dahinter steht folgende Ideologie ( Gender-Mainstreaming ):
Frauen und Männer sind gleich.
Kinder sind Verfügungsmasse.
Die Wirtschaft braucht alle Arbeitskräfte.
Nur so können die Löhne niedrig gehalten werden.

Fazit für Familien mit Kindern: BEKANNTE WEGE – KEINE CHANCE
Bärbel Fischer

"Beitragsfreie Mitversicherung"?

Leserbrief zu: Das Ende der Solidarität – Barbara Tambour -Publik Forum – 1 / 2011

Die schwarz-gelbe Regierung plant, Kinder oder erwerbslose Familienmitglieder nicht länger “beitragsfrei“ mitzuversichern. Hier gipfelt die Skrupellosigkeit unserer Politiker. Denn de facto sind Kinder noch nie beitragsfrei mitversichert gewesen. Wenn sich ein Elternpaar sein Bruttoeinkommen von 4000 Euro mit drei Kindern teilen muss, dann verfügt jedes Familienmitglied noch über 800 Euro. Davon zahlt jede Person anteilig ihren KV-Beitrag. Die Rede von der „beitragsfreien Mitversicherung“ ist demnach eine bewusste und böswillige Täuschung der Öffentlichkeit.

Gesetzeswidrig ist es noch immer so, dass Eltern gleich doppelt und mehrfach Sozialbeiträge leisten, nämlich einmal den bruttolohnabhängigen Geldbeitrag, wie ihn auch jeder Kinderlose abführt. Aber zusätzlich schultern sie noch den Unterhalt ihrer Kinder als ihren generativen Beitrag, der entgegen der Aufforderung des BVGs bis heute unberücksichtigt blieb.

Genau diese Kinder sind es, auf die wir Alten uns demnächst mit all unseren Ansprüchen stützen werden. Gerechterweise müssten von dem Bruttoeinkommen der Familien zuerst die Unterhaltskosten, oder mindestens das Existenzminimum aller Familienmitglieder abgezogen werden. Dann würde deutlich, dass das frei verfügbare Einkommen in vielen Familien nach null tendiert. Je mehr Kinder, desto weniger bleibt übrig.

Mit ihrem Rösler´schen „solidarischen (!) Versicherungssystem“ will die CDU-FDP-Regierung sowohl den Erwerbstätigen als auch jedem ihrer Kinder eine Pauschale aufs Auge drücken: ein klarer Fall für das Bundesverfassungsgericht!

Bärbel Fischer

Eheförderung und Familienförderung sind zwei Paar Stiefel

Zu: Taktik – Neue Werte sind die alten (Schwäbische Zeitung, 12. 01. 2011)
hier: SPD will Ehegattensplitting abschaffen

Nach Ansicht von SPD-Politikern gehört das Ehegattensplitting (ES) abgeschafft, weil es in seiner bisherigen Form weder die Erwerbstätigkeit von Müttern, noch die materiellen Belange von Kindern fördere. Aber ist dies überhaupt Sinn und Zweck des ES? Was hat denn seiner Zeit den Gesetzgeber bewogen, Eheleute durch ein ES zu entlasten? 1959 wurde das ES eingeführt, um eine verfassungswidrige Benachteiligung von Eheleuten gegenüber Alleinstehenden zu vermeiden. Bei Abschaffung des ES wird die Verfassungswidrigkeit wiederhergestellt. Jede Ehe, auch die kinderlose, ist mit zahlreichen Rechten und Pflichten verbunden, z. B. mit der gegenseitigen Unterhaltsverpflichtung. Damit entlasten die Eheleute den Sozialstaat um Milliardenbeträge. Da laut Grundgesetz der Staat einerseits zum Schutz der Ehe, andererseits zum Schutz der Familie verpflichtet ist (Art. 6,1 GG ), kommt er zum einen den Eheleuten mit dem ES entgegen, denn er setzt mit der Institution Ehe auf Verlässlichkeit, Fürsorge und gegenseitigen Beistand. Für Kinder-und Familienförderung jedoch braucht der Staat andere, spezifische Instrumente, unabhängig von der Form des Zusammenlebens der Eltern. Weder auf Eheförderung noch auf Familienförderung kann unser Gemeinwesen verzichten.


Würde man das ES abschaffen, wäre dies das Ende der Solidarität. Außerdem könnten sich in Zukunft Paare, wenn überhaupt, nur noch ein einziges Kind leisten. Familien mit zwei, drei oder mehr Kindern blieben auf der Strecke. Doch auf jedes dieser Kinder käme es an, um 2030 unsere alternde Gesellschaft in Deutschland zu stützen.


Ulrike und Wilfried Rau, Kißlegg


zu: SPD will Ehegattensplitting abschaffen

Alles läuft nach Plan: Zuerst sorgen Politik und Wirtschaft dafür, dass Familien von einem Lohn nicht mehr leben können ( Zeitarbeit, Leiharbeit, Minijobs, ungerechte Sozialabgaben, x-fache Verbrauchssteuern, Rentennachteile für Eltern ). Folglich müssen auch Mütter erwerbstätig sein. Für die Kinder bleibt keine Zeit mehr. Sie werden in die Ganztagsbetreuung geschickt. Dazu braucht der Staat aber immense Summen. Nun soll nach SPD-Willen den Ehepaaren der Splittingvorteil weggenommen werden. Der Staat will dann den Einbehalt in die „Bildung“, sprich in die staatliche Verwahrung der Kinder stecken. Den Eltern bleibt immer noch weniger frei verfügbares Einkommen, weniger Gestaltungsmöglichkeit, weniger Einflussnahme und Verantwortung. So dreht sich die Verstaatlichungsspirale vom einstigen verantwortungsbereiten Elternhaus bis hin zu einer Massenerziehung, wo letztlich keiner mehr die Verantwortung für die jungen Menschen trägt. Verharmlosend wird dieses sozialistische Planmodell mit dem schönen Wort „Familienförderung“ versehen.


Wann wachen wir denn endlich auf und erkennen, welches Spiel hier abläuft?

Bärbel Fischer