Wiegen leer, Schulhof leer – wo kommt eure Rente her?

Weder auf Mahnungen durch den Deutschen Familienverband und sonstige Familienverbände, noch auf Schriften von Autoren wie Dr. Jürgen Borchert, Kostas Petropulos, Rainer Stadler u.v.a.. oder auf wissenschaftliche Studien zur Schädlichkeit von familienferner Ganztagsbetreuung reagiert die Regierungskoalition. Die Ökonomisierung der Familie als Reservoir für neue Arbeitsplätze schreitet voran. Niemanden kümmert, was mit unseren Kindern morgen ist. „W a c h s t u m “ scheint fraglos zu rechtfertigen,  dass wir unseren Nachwuchs rücksichtslos in familienferner Ganztagsaufsicht  emotional und weltanschaulich verkümmern lassen.

Was können wir dagegen tun? Sind uns unsere Kinder nicht viel mehr wert? Unterwerfen wir uns blind staatlichen Ansprüchen? Wehren wir uns nicht mehr gegen den Verkauf unserer Familien an wirtschaftliche Interessenten?

Die ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT macht einen Vorstoß. Sie will die Bevölkerung aufwecken mit folgenden Aufklebern ( zu beziehen bei: info@familiengerechtigkeit-rv.de )

Variante 1:
Wer in Deutschland rechnen kann,
schafft sich keine Kinder an.
Variante 2:
Greises Volk – greises Land
gibt den Löffel aus der Hand!
Variante 3:
Politik macht Eltern arm,
darum schlagen wir ALARM!
Variante 4:
Wiegen leer, Schulhof leer –
wo kommt eure RENTE her?
Sollten Sie an der Verwendung solcher Aufkleber interessiert sein, wenden Sie sich bitte an: info@familiengerechtigkeit-rv.de )

 

 

 

Unverzichtbarer Dienst!

Ohne die tagesaktuellen Nachrichten, die das Heidelberger Büro für Familienfragen und soziale Sicherheit über den hellhörig kritischen E-Mail -Dienst von Herrn Petropulos könnten wir von der“Elterninitiative für Familiengerechtigkeit“ unsere Nutzer nur sehr unzureichend informieren. Daher schätzen wir die emsige Arbeit des Autors als unersetzlichen Basisdienst, und seine differenzierten Einschätzungen als hochwertige Orientierungshilfe. Außerdem bietet das HBF eine Chronik über die gesellschaftliche Entwicklung der vergangenen 20 Jahre und ein ausgezeichnetes Stichwort-Register zur schnellen Information.

Daher bitten wir Sie als Leser, diesen Dienst  als künftige Abonnenten zu stützen und sich registrieren zu lassen. Sie werden es nicht bereuen!

Bärbel Fischer

 

500+ – HBF-Abo-Kampagne 2014 für weitere 20 Jahre Klartext-Information des Heidelberger Büros für Familienfragen und soziale Sicherheit

Öffentliche Debatten und politische Entscheidungen brauchen solide Fakten, Analysen und Bewertungen. Beim Thema „demografische Nachhaltigkeit als Zukunft für alle“ gibt es bundesweit nur das Heidelberger Büro für Familienfragen und soziale Sicherheit (Heidelberger Familienbüro), das seit März 1995 unabhängig von der wechselhaften Themen-Konjunktur bei Politik und Medien beständig und tagesaktuell darüber informiert. Dabei sind die tagesaktuellen Meldungen vom Blick für das Ganze geprägt, liefert der HBF-Infodienst Exklusivmeldungen und -berichte, kritische Analysen auf höchstem Fachniveau und herausragende Gesamtdarstellungen. Die Qualität seiner unabhängigen und fundierten Arbeit spiegelt sich im Echo und den Inhalten der polit-medialen Debatten. Um diese Wirkung gerade in Zeiten eines massiven Spardrucks in der gesamten Medienbranche aufrechtzuerhalten und weiter auszubauen, brauchen wir jetzt (nicht nur) die Unterstützung unserer Leser und Leserinnen der HBF-Internetseite oder des kostenlosen HBF-E-Mail-Dienstes.

Testen Sie daher ganz unverbindlich das HBF-Schnupper-Abo oder entscheiden Sie sich für eines unserer reguläres Abonnements.

 

DIE INFORMATIONSFLUT IST BILLIG ZU HABEN – DURCHBLICK HAT SEINEN PREIS!

 

 

 

 

Kinder sind unser größter Schatz

Sehr geehrte Frau Maybrit Illner,

 

Ihre gestrige Sendung zum Pflegenotstand ( 18. 09. 2014 ) hat uns sehr verwundert. Die Beiträge Ihrer Gäste schilderten zwar die blanke Realität. Aber weder Sie noch die Damen und Herren aus Ihrer Runde stellten die einzig entscheidende Frage, warum  denn Deutschland  in diesen Notstand von 30 000 fehlenden Fachkräften geraten ist, und wie man auf lange Sicht wieder aus diesem Dilemma kommt. Anscheinend gibt es heute nur eine einzige kurzsichtige Option: ausländische Pflegekräfte anheuern, die dann allerdings in ihren Heimatländern fehlen.

Die Ursache für diesen Notstand ist in der schrumpfenden Bevölkerung zu suchen. Seit 1965 werden heute nur noch halb so viele Kinder geboren. Die fehlenden 650 000 Kinder hätten wir dringend gebraucht, um unser Sozialsystem zu stabilisieren ( wobei Kinder nicht als Retter der Altersversorgung zu gelten haben ). Schrumpfung  ist kein Naturgesetz, sondern ließe sich sofort beheben, würde man in Deutschland Familien nicht seit Jahrzehnten mit doppelten Abgaben ( privat gestemmte Kinderkosten, einschließlich 19 % Verbrauchssteuern PLUS  familienblinde*) Beiträge in die Rentenkasse. ) strangulieren. 

*) familienblind heißt: Der Vater von 6 Kindern zahlt den gleichen Betrag wie ein Single, obwohl er sein Einkommen durch 8 teilen muss.

 

Es ist unseres Erachtens ein unverzeihlicher Fehler der Medien, das Problem der Altenpflege kurzsichtig nur von heute auf morgen zu betrachten und die künftigen Generationen sträflich auszuklammern. Was ist mit der Altersversorgung unserer Enkel, wenn ausländische Kräfte nicht mehr zur Verfügung stehen werden, oder wenn diese ebenfalls auf Nachwuchs verzichten, weil in Deutschland familienorientierte  Elternschaft weder erwünscht noch honoriert wird?

 

Kindermangel ist die logische Folge völlig verfehlter Familienpolitik, die mit Pflästerchen hier und Pflästerchen dort Eltern zu Bittstellern degradiert. Was kann man gegen Kindermangel tun? Der Präsident des Deutschen Familienverbandes, Dr. Zeh, gibt anlässlich des Weltkindertages am 21. September eine klare Antwort.

http://www.deutscher-familienverband.de/presse/pressemitteilungen/355-kinder-sind-unser-groesster-schatz

 

Mit besten Grüßen im Auftrag der ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT

Bärbel Fischer

Studie mit Passauer Beteiligung zeigt: Mehr Krippen führen zu mehr Geburten

Mehr Krippenplätze führen zu mehr Geburten. Das ist das Resultat einer neuen Studie des ifo Instituts, an der auch die Universität Passau beteiligt war. Die Studie hat erstmalig den Ausbau der Krippenplätze in Westdeutschland auf den Zusammenhang mit der Geburtenrate untersucht. Die Forscher fanden heraus, dass ein Anstieg der Betreuungsquote für unter dreijährige Kinder um zehn Prozentpunkte zu einem durchschnittlichen Anstieg der Geburtenrate um 2,8 Prozent führt. „Krippenplätze verbessern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, erläutert Prof. Stefan Bauernschuster von der Universität Passau.

Sehr geehrter Herr Professor Bauernschuster!

Aus Ihrer Pressemitteilung vom 27. Mai 2014  geht hervor, dass Ihre STUDIE auf wunderbare Weise genau das Ergebnis lieferte, das sich die Bundesregierung so sehr gewünscht hat, nämlich dass ein vermehrtes Angebot an Kinderbetreuung auch eine vermehrte Geburtenrate bewirkt. Wie praktisch für unsere smarte Frau Familienministerin Schwesig, denn die Bundesregierung sichert sich vorsichtshalber „wissenschaftlich“ ab, wenn sie – ohne demokratische Legitimation – weitere Milliarden in den Ausbau der Kinderbetreuung investiert. Dass dadurch jene Eltern noch mehr ins Hintertreffen geraten, die sich selbstverantwortlich der Erziehung ihrer Kleinkinder widmen ( durch Art. 6 GG verpflichtet ), steht außer Frage.

Wir fragen: Ist je eine Studie erstellt worden, die nachweist, wie sich mütterliche WAHLFREIHEIT auf die Geburtenrate auswirkt? Dazu müssten, wegen der Vergleichbarkeit, jene Summen, die der Staat für die außerfamiliäre Kinderbetreuung investiert ( ca. 1000.- € monatlich), auch jenen Eltern zu personaler 1:1-Betreuung verfügbar gemacht werden, die auf eine Erwerbsarbeit zugunsten ihrer Wunschkinder verzichten. Wegen der fehlenden Vergleichbarkeit halten wir Ihre Studie daher kaum für aussagekräftig. Wir behaupten nämlich, dass wir Eltern uns leichter für ein 2., 3., 4., Kind entscheiden würden, müssten wir nicht extrem, bis hin zur Armut,  Monat für Monat teuer dafür bezahlen *). Unseres Wissens ist der Versuch, Eltern ihr persönliches Familienmodell wählen zu lassen, noch NIE gemacht worden, denn diese Option ist von der Bundesregierung überhaupt nicht mehr vorgesehen, und sie gibt auch keinen Cent für eine VERGLEICHENDE  STUDIE aus. Der demografische Schwund ist aufgrund seit Jahrzehnten sträflich vernachlässigter Familienpolitik inzwischen so dramatisch, dass die BR glaubt, auf Kosten der emotionalen Sicherheit ihrer Kinder möglichst viele  junge Mütter für die Wirtschaft rekrutieren zu müssen. Man tut so, als käme es lediglich auf die ZAHL der Kinder als künftige Beitragszahler an, nicht aber auf deren vitale Stabilität. Denn als Wissenschaftler ist Ihnen das psycho-emotionale RISIKO sehr wohl bekannt, dem wir unseren Nachwuchs durch jahrelange Ghettoisierung aussetzen. Dass Ihre Studie diesen Aspekt völlig außer Acht lässt, zeugt nicht eben von Professionalität!
Daher wenden wir uns als ELTERNINITIATIVE an Sie, Herr Professor Bauernschuster, mit der Bitte, darüber ernsthaft nachzudenken, was unserem Nachwuchs mehr nützt: emotionale Bindungssicherheit über die Eltern und  stressfreies Aufwachsen in der Familie oder eine  1: 8- Betreuung für täglich 5 bis 10 Stunden ohne personalen Liebesbezug. Was wir Tierkindern im Zoo für viel Geld fraglos zugestehen, verweigern wir unserem eigenen Nachwuchs aus rein wirtschaftlichen Erwägungen.
Diesen Brief, sehr geehrter Herr Prof. Bauernschuster, veröffentlichen wir auf
http://forum-familiengerechtigkeit.de.
Mit den besten Grüßen in der Hoffnung darauf, dass Sie hiermit eine neue, vielleicht ungewohnte  Perspektive auf Familien und deren Missachtung durch die Bundesregierung*)  gewinnen, verbleibe ich in der Hoffnung auf Ihre Antwort
im Auftrag
Bärbel Fischer
*) lesen Sie dazu das Buch: SOZIALSTAATSDÄMMERUNG von Dr. Jürgen Borchert, leitender Richter am Landessozialgericht Darmstadt, Riemannn-Verlag München 2013
ANTWORT
Sehr geehrte Frau Fischer,
herzlichen Dank für Ihre E-Mail und Ihr Interesse an meiner Arbeit.
Die Gesamtevaluation ehe- und familienbezogener Leistungen in
Deutschland, aus der die von Ihnen angesprochene Studie entstanden ist,
war ein riesiges Projekt, das von 2010 bis 2014 lief. Daran beteiligt
waren neben mir und meinen Kollegen am ifo Institut unter anderem
Forscher von TNS Infratest, des Deutschen Instituts für
Wirtschaftsforschung (DIW), des Zentrum für europäische
Wirtschaftsforschung (ZEW), des Hamburger Weltwirtschaftsinstituts
(HWWI), der Universität Köln, der Universtiät Duisburg-Essen, der
Universität Bochum, des Institut für Demoskopie Allensbach (IfD) oder
des Forschungszentrums Familienbewusste Personalpolitik (FFP).
Untersucht wurden eine Vielzahl ehe- und familienpolitischer Leistungen,
neben der öffentlichen Förderung der Kinderbetreuung zum Beispiel das
Kindergeld, das Ehegattensplitting, das Elterngeld oder auch das
Betreuungsgeld. Als Zielgrößen haben wir neben der Erfüllung von
Kinderwünschen unter anderem auch die Vereinbarkeit von Familie und
Beruf, die wirtschaftliche Stabilität von Familien, die soziale Teilhabe
von Familien und nicht zuletzt auch das Wohlergehen von Kindern
untersucht.
Die einzelnen Module basieren auf einzigartigen Datensätzen; die
jeweiligen Fragestellungen wurden mit den modernsten wissenschaftlichen
Methoden analysiert. Die daraus entstandenen Forschungsarbeiten wurden
und werden auf diversen referierten Fachkonferenzen in Europa und den
USA präsentiert und haben weltweit große wissenschaftliche Anerkennung
erfahren. Dieser Prozess stellt sicher, dass sich unter die Arbeiten
keine „Gefälligkeitsgutachten“ einschleichen, sondern die Arbeiten
wissenschaftlich absolut objektiv, die Fragestellungen mit geeigneten
Methoden analysiert und die Ergebnisse replizierbar sind.
Damit wollen wir erreichen, dass Familienpolitik nicht auf ideologischen
Glaubenssätzen oder politischen bzw. wirtschaftlichen Interessen beruht,
sondern auf objektiven wissenschaftlichen Erkenntnissen. Jede der
Studien der Gesamtevaluation, so auch unsere Studie zu Kinderbetreuung
und Fertilität, liefert dafür ein winziges Mosaikstückchen, nicht mehr
und nicht weniger. Ich geben Ihnen natürlich völlig Recht, dass man aus
dieser einen Studie allein nicht sagen kann, was die beste
Familienpolitik ist. Wie gesagt: Nur in der Gesamtschau, in der
einerseits neben Fertilität weitere Ergebnisgrößen wie beispielsweise
das Wohlergehen der Kinder berücksichtig werden und andererseits auch
weitere familienpolitische Maßnahmen (wie beispielsweise das
Betreuungsgeld) angeschaut werden, können vorsichtige Rückschlüsse für
die Familienpolitik gezogen werden. Ich sage „vorsichtige“ Rückschlüsse,
weil wir natürlich nicht alles messen können, was unter Umständen
wichtig wäre. Aber wir können doch so einiges objektiv messen – und das
ist unserer Ansicht nach allemal besser als unüberprüften ideologischen
Glaubenssätzen blind hinterherzulaufen.
Was Ihre konkrete Frage betrifft, so sind für Sie wahrscheinlich
insbesondere die wissenschaftlichen Studien zu den Effekten von
Kinderbetreuung auf Fertilität und dem Wohlergehen von Kindern, aber
auch zum Betreuungsgeld interessant. Was die Effekte von Kinderbetreuung
auf das Wohlergehen von Kindern betrifft, verweise ich Sie auf diverse
Arbeiten des Nobelpreisträgers James Heckman, von W. Steven Barnett, des
Direktors des National Institute for Early Education Research, oder auch
auf die neuesten Arbeiten von Tarjei Havnes oder Janet Currie. Was die
Effekte des Betreuungsgelds auf das Wohlergehen von Kindern betrifft, so
finden Sie eine kurze, verständliche Zusammenfassung einer aktuellen
Studie von meiner Kollegin Christina Gathmann (Universität Heidelberg)
hier: http://www.uniheidelberg.de/md/awi/professuren/amnpoe/studiebetreuungsgeld_deutschekurzfassung.pdf.
Ich hoffe, Ihnen damit einen kleinen Einblick in den Hintergrund unserer
wissenschaftlichen Arbeit gegeben zu haben.
Mit freundlichen Grüßen,
Stefan Bauernschuster————————————–
Prof. Dr. Stefan Bauernschuster
Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Wirtschaftspolitik
Universität Passau
Innstraße 27, 94032 Passau (Germany)
Tel.: +49 (0)851-509-2540
http://www.wiwi.uni-passau.de/bauernschuster.htmlifo Forschungsprofessor
CESifo Research Affiliate
ANTWORT  der  ELTERNINITIATIVE

Herzlichen Dank, Herr Professor Bauernschuster für Ihre rasche Antwort zu meinem Schreiben vom 6. September 2014. Trotzdem bleiben für uns Eltern einige Fragen offen:

  • Wurde von den beauftragten Instituten je einmal eine Ertragsaufstellung aufgestellt, die Aufschluss darüber gibt, welcher NUTZEN von jedem geborenen Kind zu erwarten ist? Das ifo-Institut errechnete 2005 einen Gewinn für die Sozialversicherungen pro Kind von 77 000 € über die staatlichen Transferleistungen hinaus. Das bedeutet, dass jedes nicht mehr geborene Kind dem Staat einen vergleichbaren Schaden verursacht. Wenn man aber Müttern mit Altersarmut droht ( Manuela Schwesig), falls sie keiner Erwerbsarbeit nachgehen, so verhindert man die 2., 3., und 4. oder 5. Kinder, die als Ausgleich für die vielen verhinderten Kinder dringend gebraucht würden.
  • Mit keinem Wort bestätigen Sie, dass alternative Familienmodelle, z. B. SELBSTERZIEHER bei gleichwertiger finanzieller Förderung von 1000.-€ pro Kind untersucht wurden. Das war sicherlich auch nicht Ihr regierungsamtlicher Auftrag. Trotzdem ist Ihre Evaluation keineswegs aussagekräftig, solange dieser Aspekt fehlt!
  • Solange man staatliche oder institutionelle Kinderbetreuung ( Kommunale, Diakonie, Caritas, Kinderhilfswerk … ) für  Kindererziehung bezahlt, Eltern selbst  aber  leer ausgehen lässt, investiert man zwar in Arbeitsplätze, aber nicht in Familien. Insofern bleibt der Slogan FAMILIENFÖRDERUNG reines Geschwafel. Man muss nur polit-medial elterliche Kompetenz schlecht reden, schon profitieren familienferne Institutionen. Was läge näher, als Eltern für ihre Erziehungsarbeit selbst zu steuerzahlenden und sozialversicherten Arbeitnehmern zu machen?
  • Warum wurden für eine Evaluation familienfördernder Maßnahmen keine Eltern selbst oder sachkundige Verbände, z. B. der Deutsche Familienverband oder andere, gehört?
  • Inwieweit schätzt unsere Regierung überhaupt noch elterliche Erziehung?
  • Inwieweit will sie diese radikal aushungern?
  • Inwieweit verfolgt unsere Regierung eine staatliche Ghettoisierung des deutschen Nachwuchses über die gesamte Kindheit und Jugend und entfremdet ihn den Elternhäusern, was jegliche Pluralität verhindert?

Auch wenn Sie keinen familienpolitischen Empfehlungen aussprechen, so müssten Sie doch die Konsequenzen Ihrer Evaluation abwägen.

Dazu wünschen wir uns von Ihnen eine klare Auskunft, Herr Professor Bauernschuster!

Mit den besten Grüßen                                                                                                     Bärbel Fischer                                                                                             ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT

 

 

 

 

Gehirnwäsche empfohlen

Verband Familienarbeit e.V. Pressemeldung

Eltern sollen sich „freiwillig“ der Staatsideologie unterordnen
                                                                                                                                        5.August 2014

Eine aktuelle Studie „Familienleitbilder in Deutschland, ihre Wirkung auf Familiengründung und Familienentwicklung“ der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) beschreibt die Konkurrenz von „tradierten“ und „modernen“ Leitbildern, die Eltern in ihrem Bemühen um Kindeswohl und ökonomische Sicherheit überfordern und den Kinderwunsch beeinträchtigen.*

Der stellvertretende Vorsitzende des Verbandes Familienarbeit, Dr. Johannes Resch, meint dazu:
„Die nahe liegende Frage, inwieweit der Gesetzgeber für die Überforderung der Eltern verantwortlich ist, wird nicht gestellt, geschweige denn beantwortet. Kein Wort darüber, dass ausgerechnet das von Adenauer 1957 eingeführte Rentenrecht die Alterssicherung als natürlichen Ertrag der Erziehungsleistung vergesellschaftet, aber die Kinderkosten ganz überwiegend bei den Eltern belassen hat. Es wird verschwiegen, dass auf diese Weise eine mit der Kinderzahl zunehmende (relative) Verarmung der Familien erzwungen wurde, die das Spannungsverhältnis, unter dem Eltern heute leiden, erst verursacht hat.“

Es hätte der KAS gut angestanden, die vor fast 60 Jahren gemachten folgenreichen Fehler der „konservativen“ Parteien endlich zu benennen und eine Korrektur zu fordern. Stattdessen werde den Eltern empfohlen, ihre Bemühungen um das Kindeswohl „zu hinterfragen“ und „die Debatte darüber, wie die berechtigten Ansprüche an eine gute Kindheit auch durch externe Betreuungs­einrichtungen gewährleistet werden können, weiter zu intensivieren“ (S. 32 der Studie). Das sei eine direkte Aufforderung, eigene Wertvorstellungen der heute von allen Bundestagsparteien getragenen elternfeindlichen Staatsideologie unterzuordnen.

Dr. Resch weiter:„Die Autoren der Studie übersehen, dass die Lebensbedingungen der Eltern auf gesetzlichem Wege Schritt für Schritt so verändert wurden, dass vielen Eltern nichts anderes mehr übrig bleibt, als sich „freiwillig“ der von der Wirtschaftslobby gesteuerten Ideologie unterzuordnen oder auf Kinder zu verzichten. So werden Kindeswohl und Elternwille rücksichtslos dem Profit­interesse der Wirtschaft geopfert. Die Eltern sollen das aber nicht als Bevormundung empfinden, sondern den Eindruck gewinnen, es diene ihrem eigenen Wohl und dem Wohl ihrer Kinder. Eltern sollen nicht merken, wie ihr Denken manipuliert wird.“

* Link zur Studie der KAS:

http://www.kas.de/wf/doc/kas_38060-544-1-30.pdf?140612151941

Lesen Sie dazu auch unseren Beitrag vom 8. Juli 2014:                                                  Weg mit der GUTEN MUTTER ! 

 

 

Wie l e e r ist euer Land!

Welt-online berichtet über die erfolgreiche Besetzung einer Kreuzberger Schule durch afrikanische Flüchtlinge. Die jungen Menschen wundern sich über ein entleertes und vergreistes Deutschland.

Elterngeld beschleunigt den Kinderschwund

Die Journalistin Dorothea Siems äußert sich in der WELT kritisch zum Elterngeld, weil es katastrophale „Nebenwirkungen“ hat und den Kinderschwund noch beschleunigt.

Das moderne Familienmodell dämpft die Lust auf Nachwuchs

und

Elterngeld hat viele Nebenwirkungen

Mütter sollen die Arbeitsleistung der Ungeborenen ersetzen

In trauter Einigkeit vertreten der DIHK-Chef Schweitzer und Familienministerin Manuela Schwesig die Ansicht, dass unser Sozialprodukt nur dann Bestand hat, wenn Mütter die Arbeitskraft ungeborener deutscher Kinder ersetzen und fordern deshalb gemeinsam längere Arbeitszeiten für Eltern. Ausdruck einer fatalen Missachtung der Interessen von Familien.  Ein Beitrag von Ferdinand Knauß:

http://www.wiwo.de/politik/deutschland/35-stunden-woche-fuer-eltern-familienarbeitszeit-auf-kosten-der-kinder/9729094.html

 

Ein Rap?

Kinder machen Eltern arm, deshalb schlagen wir Alarm!

Wer in Deutschland rechnen kann, / schafft sich keine Kinder an.                                 Denn als Single lebt sich´s fein, / hat sein Geld für sich allein,                                           wird von Schäuble hoch belohnt / weil von Abgaben verschont.

Kinder machen Eltern arm, deshalb schlagen wir Alarm!

Kinderkosten, oh wie toll, / machen Schäubles Kasse voll,                                               weil er kalt und ungeniert / Mehrwertsteuer abkassiert.                                                    Wer für Kinder sorgen muss, / zahlt viel Steuer voll Verdruss.

Kinder machen Eltern arm, deshalb schlagen wir Alarm!

Kindergeld, was für ´ne Nummer, / macht den Eltern deshalb Kummer,                           weil auf Kindesunterhalt / Steuern sie bereits bezahlt,                                                     denn Herr Schäuble, wie´s beliebt, / nimmt zuerst, bevor er gibt.

Kinder machen Eltern arm, deshalb schlagen wir Alarm!

Üppig lebt, wenn einst bejahrt, / wer sich Kinderkosten spart.                                          Alte Eltern, still und stumm, / dreh´n den letzten Cent noch um.                                     Armut heißt das bittre Los, / sind die Kinder endlich groß.

Kinder machen Eltern arm, deshalb schlagen wir Alarm!

Merkels Herz schlägt für die Alten, / will „Demografie gestalten“!                        Rentnerstimmen für Union sichern ihre Bastion.                                                              Ohne mütterlichen Schoß / geht der Schuss nach hinten los!

Kinder machen Eltern arm, deshalb schlagen wir Alarm!

Junge Leute sind nicht dumm, / schaffen sich nicht gratis  krumm,                              wollen keine Kinder mehr. / Kinder machen Beutel leer!                                                   Wer in Deutschland rechnen kann, / schafft sich keine Kinder an.

Kinder machen Eltern arm, deshalb schlagen wir Alarm!

„Wer in Deutschland rechnen kann, schafft sich keine Kinder an.“

Dieser böse Vers, der in Deutschland die Runde macht, ist so wahr wie gefährlich. Eigentlich müsste sich seine Verbreitung schon aus Rücksicht auf unsere Nachkommen und das bereits kollabierende Sozialsystem verbieten.

Was aber wäre, wenn

  • dieser Spruch auf allen Plakatwänden, Litfasssäulen, in allen Zeitungen und Zeitschriften, in der Kinowerbung, im TV-Werbeblock erschiene – kurz nicht mehr zu übersehen wäre?
  • Schlagersänger diesen Vers als Hit in deutsche Mikrophone plärrten,
  • unsere Politiker vom Aufstehen bis zu Nachtruhe mehrmals täglich über diesen sarkastischen Vers stolpern müssten?
  • die ganze Nation gezwungen wäre, über die Folgen unserer Generationen vergessenen Gesellschaft für die Zukunft nachzudenken?

Alle Warnungen, Mahnungen, Studien und Prognosen zum  Generationenschwund werden bisher politischerseits geflissentlich in den Wind geschlagen oder in Vogel-Strauß-Manier beantwortet mit Floskeln wie: „Demografie gestalten“ ( Angela Merkel ), was so viel heißt, dem alternden Wählerklientel Vorteile zu verschaffen. Dass unsere Steuer- und Sozialsysteme Familien mit Kindern extrem würgen, wird standhaft ignoriert. Die Medien tun ebenfalls das Ihre, um der Bevölkerung die Brisanz der demografischen Lage zu verschweigen. Anstatt die jahrzehntelange finanzielle und verfassungswidrige Diskriminierung von Eltern zu publizieren, pusht man Randprobleme wie  Homosexualität und deren vermeintliche Diskriminierung in den Vordergrund. Ein klassisches  Ablenkungsmanöver!

Zuckerbrot oder Peitsche? Wenn schon Warnungen nicht fruchten, dann müsste man es mal mit der brutalen Klartext-Peitsche versuchen, damit es künftig heißt:

„Wer in Deutschland denken kann, schafft sich gerne Kinder an.“

Bärbel Fischer