Familienwahlrecht überfällig!

Eine Kehrtwende, wie sie bei der Atompolitik möglich war,  hin zu einem Familienwahlrecht würde Familien endlich mehr Mitsprache im demokratischen System verschaffen. Schließlich besteht die Bevölkerung nicht nur aus Volljährigen, sondern auch aus der nachwachsenden Generation. Gerade die vitalen Ansprüche dieses jungen Potentials werden derzeit total ignoriert. Kein Wunder, dass politische Entscheidungen immer wieder konträr zu den Bedürfnissen von Familien getroffen werden ( s. Achter Familienbericht ).

Der Verband der Familienfrauen und-männer vffm mahnt, den Interessen des Nachwuchses mehr demokratisches Gewicht zu geben.

http://www.dhg-vffm.de/p/modules/news/

 

Dorothee Bär zur Demografie-Reserve

Sehr geehrte Frau Fischer,

vielen Dank für Ihre unterstützende E-Mail zum Vorschlag der Jungen Gruppe unserer Fraktion zur Demographie-Reserve. Mit dem Vorschlag hat die Junge Gruppe eine Diskussion angestoßen, die ich für sehr berechtigt halte. Ich lege Ihnen gerne dar, warum:

Heute haben Menschen eine weit höhere Lebenserwartung als früher. Nach dem Eintritt in den Ruhestand stehen ihnen noch viele Lebensjahre offen, in denen die meisten von ihnen auf Zahlungen aus der Rentenkasse angewiesen sind, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Dass die Menschen immer älter werden, ist eine erfreuliche Entwicklung. Doch gleichzeitig werden immer weniger Kinder geboren, so dass die nachwachsende Generation zahlenmäßig immer kleiner wird.

Dieser demographische Wandel stellt unser Land – und vor allem unsere umlagefinanzierten Sozialsysteme – vor große Herausforderungen. Das Umlageverfahren der Sozialversicherungssysteme beruht als Generationenvertrag auf der Bereitschaft, Kinder zu bekommen und zu erziehen, so dass auch künftig Beiträge gezahlt werden können. Kinderlose entziehen sich – gewollt oder ungewollt – dieser im System implizierten Aufgabe. Sie sind nur teilweise an den Kosten der Kindererziehung beteiligt.

Auch unser Rentensystem ist umlagefinanziert. Das heißt, dass immer die erwerbstätige Generation für die Renten der vorherigen Generation aufkommt. Die Beiträge der aktiv Erwerbsstätigen ermöglichen der Eltern- und Großelterngeneration das finanzielle Auskommen in der Rentenbezugsphase. Dieses System fußt darauf, dass es immer genügend junge Erwerbstätige gibt, die in die Rentenkasse einzahlen. Doch da seit Jahren die Geburtenrate auf relativ niedrigem Niveau  verharrt, gibt es immer weniger jungen Menschen, die dies tun können. Diese Entwicklung führt entweder dazu, dass die künftigen Rentner mit weniger Rente auskommen müssen oder die junge Generation durch immens hohe Beitragsleistungen über die Maßen belastet würde.

Beides können wir nicht wollen. Daher müssen wir überlegen, wie wir die demographischen Lasten gerecht verteilen. Da Eltern einen doppelten Beitrag für den Erhalt des umlagefinanzierten Rentensystems leisten – sie zahlen Beiträge für den Erhalt dieses Systems und ziehen andererseits auch künftige Beitragszahler groß – ist es nur fair, darüber nachzudenken, wie sie angemessen entlastet werden können.

Die von der Jungen Gruppe in die Diskussion eingebrachte Demokratie-Reserve zur finanziellen Entlastung von Eltern hat nichts mit „Strafe“ zu tun, sondern mit der Notwendigkeit, zu einem fairen Lastenausgleich zu kommen. Angesichts der vehementen Ablehnung des Diskussionsbeitrages wird dieser Weg sicherlich nicht weiterverfolgt. Aber die Politik steht weiterhin vor der Aufgabe, die sozialen Sicherungssysteme zukunftsfest zu machen und dabei zu berücksichtigen, dass Paare, die bereit sind, Kinder zu bekommen und zu erziehen, schon einen erheblichen Beitrag für den Generationenvertrag leisten.

Der Vorschlag der Jungen Gruppe hat eine wichtige Diskussion angestoßen, die wir jetzt dringend führen müssen.

Mit freundlichen Grüßen Ihre Dorothee Bär

 

Nicht zielführend, Frau Merkel

Leserzuschrift zum Bericht der Schwäbischen Zeitung zur Sonderabgabe von Kinderlosen

Nicht von ungefähr fiel das neueste Machtwort in Merkels selbstherrlicher „basta“-Politik in den Beginn der närrischen Zeit: Eine Narretei ist es, eine dringend gebotene Weichenstellung wie den sog. „Kindersoli“ als (böse) „Einteilung in Menschen mit und ohne Kinder“ zu bezeichnen und, typisch Merkel-verschwurbelt, als „nicht zielführend“ abzukanzeln. Strafabgabe für Kinderlose? Ein bewußter Dysphemismus unseres linken Establishments, geht es doch nicht um Bürgerbestrafung, sondern um eine Korrektur des Adenauer´schen Fehlkonstrukts Generationenvertrag: Unsere Abgaben in die Rentenversicherung landen schließlich nicht in einem Tresor, den wir dann bei Anbruch der Rentenzeit öffnen und uns über die angesparte „Altersversorgung“ freuen können, sondern direkt in den Taschen der jetzigen Rentner. Sind wir dann mal Rentner, erwarten wir dasselbe von – unseren Kindern, von wem denn auch sonst? Kinder sind deshalb kein „Luxus“, sondern systemimmanente Notwendigkeit, und ohne Kinder keine Zukunft! Mithin übrigens auch kein Markt und kein Geldwert, ein nurmehr angespartes Rentenvermögen wäre also wertlos, darum ja überhaupt erst der Generationenvertrag zwischen Rentnern und Erwerbstätigen – und deren vergessenen Kindern. Es ist höchste Zeit, die lächerliche Almosenalimentierung für deutsche Familien endlich durch konkrete, politische, gesellschaftliche und rentenrechtliche Schritte abzulösen und die – aus welchen Gründen auch immer – Gebärverweigerer daran zu erinnern, wer auch für ihre Zukunft heute die Lasten trägt.

Frieder Kammerer, Herdwangen

Koalition aus Ignoranz und Egoismus

Deutschland braucht mehr Kinder, ansonsten werden unsere sozialen Sicherungssysteme kollabieren. Doch eine Große Koalition aus Ignoranz und Egoismus ignoriert die Fakten – dabei ist klar: Wer keine Kinder hat, muss auf andere Weise seinen Beitrag leisten, meint der Erziehungswissenschaftler Dr. Albert Wunsch.

http://www.theeuropean.de/albert-wunsch/10045-belastung-kinderlosigkeit

Das Problem ist unser Sozialsystem

Umlagefinanzierung und Arbeitsmarktstruktur machen Kinderlose zu Profiteuren. Doch das Grundgesetz verlangt die Förderung der Familien, kommentiert Kostas Petropulos, der Leiter des Heidelberger Familienbüros.

http://www.zeit.de/gesellschaft/familie/2012-02/familienpolitik-abgabe-kinderlose

Junge CDU-Abgeordnete wollen Gerechtigkeitslücke beseitigen

Es klingt fast wie ein Wunder. Junge CDU-Abgeordnete um den Chemnitzer Marco Wanderwitz, Vater von drei Kindern, wollen sich für mehr Generationengerechtigkeit einsetzen und kinderlose Mitbürger in die Verantwortung nehmen. Bitte beteiligen Sie sich an der Abstimmung: Sollen Kinderlose eine Sonderabgabe zahlen? Ja/Nein?

http://www.welt.de/politik/deutschland/article13866979/Sollen-Kinderlose-mehr-fuer-soziale-Sicherheit-zahlen.html

Pflegeversicherung – familiengerecht!

Mit seinem Konzept für eine, die Familienleistung berücksichtigende Reform der Pflegeversicherung, hat der junge Betriebswirt Stefan Walter von der Jungen Union, einen ausgezeichneten Beitrag geleistet, dem Prinzip Gerechtigkeit unter den Generationen wieder Geltung zu verschaffen. Ermutigend!

www.familiengerechtigkeit.de