29 Minuten Nachhilfe in Sachen Demografie

„Deutschland geht es gut“, so tönt es allenthalben aus Berlin und aus dem Mund der Kanzlerin. Die Bevölkerung jedoch, sofern sie Kinder aufzieht, sieht das ganz anders. Denn mit dem Schwund des Nachwuchses setzt Deutschland seine Zukunft aufs Spiel.

Auch nach zwei Jahren hat die Einschätzung von Kostas Petropulos, Leiter des Heidelberger Familienbüros, an Aktualität nicht eine Silbe eingebüßt. In der Reihe WISSEN des Südwestrundfunks verdeutlicht er, dass die Zukunftsprobleme unserer Gesellschaft nicht mit Pseudolösungen bewältigt werden können, sondern allein mit Erhalt und Pflege unseres Nachwuchses, wahlstrategisch jedoch erfolgreich verhindert durch mehrere Bundesregierungen der Vergangenheit ( u. U. ein Grund einiger Bürger, sich heute Pegida anzuschließen? ). 

Liebe Nutzer, nehmen Sie sich 29 Minuten Zeit, um per AUDIO aktuell auf dem Laufenden zu sein!

http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/populaere-irrtuemer-zur-demografie/-/id=660374/sdpgid=847208/did=12156962/nid=660374/16iivjo/index.html

 

Sag mir, wo die Babys sind, wo sind sie geblieben?

Liebe Nutzer, bitte beachten Sie das Video auf dieser Seite rechts über den Links! Sie dürfen den Song auch gerne in Ihren Verteilern verbreiten. Vielleicht dringt die Botschaft musikalisch leichter ins Bewusstsein der deutschen Bevölkerung, als über das geschriebene Wort.

Link zu YouTube:

Ich danke Herrn Ralf Glenk, der die musikalische Umsetzung meisterhaft bewältigt hat, und Herrn Ulrich Fischer, Geigenbaumeister, für die Installierung im Internet.

http://www.ralfglenk.de

http://www.musik-fischer.de

 

ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT

Bärbel Fischer

Wir fordern ein „Parents-Mainstreaming“!

Sehr geehrte Frau Dierssen von den Evangelischen Frauen in Württemberg,

ich hatte am vergangenen Samstag die Gelegenheit, als Delegierte beim ÖDP-Landesparteitag in Stuttgart Ihren erhellenden Vortrag zu hören. Gender-Mainstreaming     ( GM ) als  eine Verordnung zur Gleichbehandlung beider Geschlechter ist ein absolut löbliches Konzept. Anders als immer behauptet wird, geht es demnach gerade um die Anerkennung der Unterschiedlichkeit von Männern und Frauen und deren Berücksichtigung im gesellschaftlichen Leben, und eben nicht um Gleichmacherei. In Ihrer Synopse sieht man den Weg von der Idee von 1985  bis zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz AGG.

Gegen Ihre Ausführungen, Frau Dierssen, ist überhaupt nichts einzuwenden. Und wenn die Bundesregierung derselben Auffassung wäre wie Sie persönlich, dann hätten wir die Probleme mit GM gar nicht. Nur leider ist das eben nicht so. Anstatt den Frauen Wahlfreiheit für ihren selbst gewählten Lebensstil zu gewähren, wird von oben nach unten bevormundet, verteufelt, diffamiert.

Ein Beispiel:

Gerade die gut situierten Frauen ( Deutscher Frauenrat, CDU-Frauenunion, Feministinnen u.a. ) sind es, die uns Frauen im Zeichen von GM vorschreiben, wie wir zu leben haben      ( Paradigmenwechsel zur „modernen“, erwerbstätigen, unabhängigen Frau ), und die alles unternehmen, um herkömmliche „Rollen aufzubrechen“. Was war das für eine Hexenjagd, als Kristina Schröder ihr Buch vorstellte! Selbstbestimmung ist anscheinend nur akzeptabel, wenn die Frau ihr Haus verlässt, ihre Kinder abgibt und sich in das maskuline System begibt . Will sie aber für ihre Kinder präsent sein, so wird sie als Dummchen, Schlampe  oder Heimchen am Herd gebrandmarkt – wohl gemerkt von Frauen! Diese Verunglimpfungen führen dazu, dass junge Leute sich lieber gegen Kinder entscheiden, als zu Verlierern gemacht zu werden. Und solange kinderlose Bürger über das Umlageverfahren im Rentensystem gegenüber Eltern bevorzugt werden, weil sie ihre Rente von den Kindern anderer Leute erwirtschaften lassen, solange wird sich daran auch nichts ändern.

Zum Anderen halten wir das GM für wissenschaftsfeindlich, weil es alle Erkenntnisse aus den Humanwissenschaften ( Medizin, Biologie, Gehirnforschung, Soziologie, Entwicklungspsychologie…) ausklammert. Auf diese Weise verkommt das gut gemeinte  GM-Konzept zu einer bloßen Ideologie. 

Zum Beispiel nenne ich nur das Konzept VEREINBARKEIT. Es will den Frauen Unabhängigkeit vom Partner und von ihren Kindern garantieren. Nun wollen aber gar nicht alle Frauen unabhängig sein, sondern sie akzeptieren, dass das Leben in Fürsorge für andere immer Abhängigkeit ( und Opferbereitschaft ) bedeutet. Solidarität schließt Abhängigkeit ein, das werden Sie, Frau Dierssen, als EFW-Frau doch wissen! Außerdem sind erwerbstätige Frauen ebenfalls, und vielleicht noch krasser abhängig: vom Betrieb, vom Chef, vom Arbeitsmarkt.

Ein Drittes:

Das AGG ist in unseren Augen höchst defizitär konstruiert, denn es lässt die Benachteiligung von Menschen wegen ihrer Kinder ( z. B. bei der Wohnungssuche, bei der Besteuerung, beim staatlichen Zugriff auf das Existenzminimum der Familie, bei der Rente  etc. ) völlig außer Acht. Im Gegensatz zu den geschützten Personen können Eltern gegen ihre Benachteiligung nicht klagen. Das gibt das AGG nicht her. Eltern sind offenbar nicht schutzwürdig!

Was wir brauchen ist ein Parents-Mainstreaming, indem alle Lebensbereiche auf           g e n e r a t i v e  Tauglichkeit untersucht werden und Eltern mit Kinderlosen zumindest gleichgestellt, wenn nicht sogar bevorzugt behandelt werden ( da sie seit Jahrzehnten im Gesetz unterrepräsentiert sind ).Ein solches Parents-Mainstreaming hätte Familiengerechtigkeit zum Ziel und damit die Abschaffung aller Diffamierungen, unter denen Eltern und ihre Kinder seit Jahrzehnten leiden. Hier hat sich unser Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend BFSFJ einen 60-jährigen Dornröschenschlaf genehmigt. Denn es hat nichts unternommen, um das missglückte Adenauer´sche Rentensystem vom Kopf auf die Füße zu stellen. Es hat nicht einmal fertig gebracht, die familienbezogenen Urteile zur Gleichstellung von Familien mit Nichtfamilien aus Karlsruhe umzusetzen. Diesem familien-feindlichen System haben wir zu verdanken, dass sich die Alterspyramide auf den Kopf gestellt hat, dass so viele Frauen ihre dritten und weiteren Kinder abtreiben, dass junge Leute unser Land verlassen, weil sie in Deutschland keine Perspektive für Familie sehen.

Meine persönliche Wahrnehmung ist, Frau Dierssen, dass sich unsere Regierung mit großem steuerfinanzierten Aufwand um die Gleichberechtigung von Frauen kümmert, die Gleichbehandlung von Eltern aber bewusst und deshalb sträflich umgeht.

Vielleicht wollen Sie mir antworten, Frau Dierssen. Ich bin geschäftsführendes Mitglied der ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT, Mutter von vier Kindern und Großmutter von zehn Enkeln. Diese sind mir Motivation, mich für die GLEICHBEHANDLUNG  und AUTONOMIE aller Eltern einzusetzen.

Dieser so genannte OFFENE  BRIEF wird auf unserer Internetseite und auf der ÖDP-Seite veröffentlicht.

Damit grüße ich Sie in der Hoffnung auf Ihr Verständnis

Bärbel Fischer

 

Familienbund kritisiert Schwesig

Unter dem Titel „Neuer Bildungskonsens: Frühkindliche Bildung stark machen“ http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/kinder-und-jugend,did=210806.html erklärt Frau Schwesig: „Ich freue mich sehr, dass sich Bund und Länder zum ersten Mal an einen Tisch setzen, um über die Qualität in den Betreuungsangeboten zu reden. Wir haben einen neuen Bildungskonsens erreicht: Bildung beginnt in der Kita und stellt die Weichen für die weitere Entwicklung. Deshalb brauchen wir gute Kinderbetreuung, sie ist eine Investition in die Zukunft für mehr Chancengleichheit von Kindern,“

Dazu äußert sich  der Bayrische Familienbund der Katholiken scharf:

„Bildung beginnt nicht erst in der Kita.“ –                                                                  Elterliche Zuwendung soll als vertane Zeit diffamiert werden

 München  –  Der Familienbund der Katholiken in Bayern kritisiert Bundesfamilienministerin Schwesig für die Behauptung: „Bildung beginnt in der Kita.“ – Schon der Begriff „Muttersprache“ zeige, wo Bildung wirklich beginne.

Das Bundesfamilienministerium hat mit Datum vom 6. Nov. 2014 eine Pressemitteilung veröffentlicht. Darin wird Ministerin Schwesig mit den Worten zitiert: „Bildung beginnt in der KiTa.“

Dazu stellt der Landesvorsitzender des Familienbundes, Dr. Johannes Schroeter, fest: Bildung beginnt in der Familie. Sie beginnt spätestens mit der Geburt. Schon der Begriff Muttersprache zeigt, wo die meisten von uns ihre erste sprachliche Bildung erfahren haben.“

Die familiäre Bildung und Erziehung werde oftmals mit Absicht diskriminiert. Eltern sollten Minderwertigkeitsgefühle eingeredet werden. Insbesondere solle der Eindruck erweckt werden, dass die Zeit in der Familie vertane Zeit sei und der Entwicklung der Kinder schade.

Dahinter stünden vor allem wirtschaftspolitische Motive. Eltern sollten vermehrt von der Familienarbeit in die Erwerbsarbeit gedrängt werden. Damit sollten insbesondere demografiebedingte Lohnsteigerungen verhindert werden.

Dr. Johannes Schroeter
Landesvorsitzender,
Familienbund der Katholiken in Bayern

Landesgeschäftsstelle:
Rochusstr. 5
80333 München
Tel. 089-2137-2226
Fax  089-2137-2225
www.familienbund-bayern.de

 

 

 

Wiegen leer, Schulhof leer – wo kommt eure Rente her?

Weder auf Mahnungen durch den Deutschen Familienverband und sonstige Familienverbände, noch auf Schriften von Autoren wie Dr. Jürgen Borchert, Kostas Petropulos, Rainer Stadler u.v.a.. oder auf wissenschaftliche Studien zur Schädlichkeit von familienferner Ganztagsbetreuung reagiert die Regierungskoalition. Die Ökonomisierung der Familie als Reservoir für neue Arbeitsplätze schreitet voran. Niemanden kümmert, was mit unseren Kindern morgen ist. „W a c h s t u m “ scheint fraglos zu rechtfertigen,  dass wir unseren Nachwuchs rücksichtslos in familienferner Ganztagsaufsicht  emotional und weltanschaulich verkümmern lassen.

Was können wir dagegen tun? Sind uns unsere Kinder nicht viel mehr wert? Unterwerfen wir uns blind staatlichen Ansprüchen? Wehren wir uns nicht mehr gegen den Verkauf unserer Familien an wirtschaftliche Interessenten?

Die ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT macht einen Vorstoß. Sie will die Bevölkerung aufwecken mit folgenden Aufklebern ( zu beziehen bei: info@familiengerechtigkeit-rv.de )

Variante 1:
Wer in Deutschland rechnen kann,
schafft sich keine Kinder an.
Variante 2:
Greises Volk – greises Land
gibt den Löffel aus der Hand!
Variante 3:
Politik macht Eltern arm,
darum schlagen wir ALARM!
Variante 4:
Wiegen leer, Schulhof leer –
wo kommt eure RENTE her?
Sollten Sie an der Verwendung solcher Aufkleber interessiert sein, wenden Sie sich bitte an: info@familiengerechtigkeit-rv.de )

 

 

 

FOCUS : „Verrat an der Familie“

Presse-Info des Verbandes Familienarbeit e. V.

Beitrag im „Focus“ thematisiert die Diskriminierung von Eltern

Der Staat drängt Mütter in den Job – und Kinder damit in die Krippe. Doch nicht alle Eltern wollen das so einfach hinnehmen und leisten Widerstand“

Diese Worte könnten ebenso in einer Verlautbarung unseres Verbandes stehen. Es handelt sich aber um die Titelzeilen eines Beitrags von Ulrike Plewnia im „Focus“ (Nr. 40/14 vom 29. 9.2014, S. 52). Der Beitrag hebt sich deutlich von der sonst üblichen „Mainstream“-Berichterstattung unserer Leitmedien ab, die unkritisch der Regierungspolitik folgen. Es wird klar ausgesprochen, dass Eltern, die ihre Kinder in den ersten Lebensjahren selbst betreuen wollen, in den großen politischen Parteien keinen Fürsprecher mehr finden. Die politischen Kräfte hinter dieser familienfeindlichen Politik in Wirtschaft und Gesellschaft, die Eltern nur als Arbeitskräftepotential betrachten, ohne das Kindeswohl zu berücksichtigen, werden offen benannt. Es wird auch angesprochen, wie versucht wird, mit pseudowissenschaftlichen Studien eine Überlegenheit der Krippenbetreuung von Kleinkindern gegenüber der Betreuung durch die Eltern vorzutäuschen, während die seriöse Wissenschaft die Krippenbetreuung eher kritisch sieht.

Der Verband Familienarbeit e.V. wendet sich seit Langem besonders gegen die gezielte Diskriminierung von Eltern mehrerer Kinder, wie sie beispielhaft im seit 2007 geltenden Elterngeldgesetz zum Ausdruck kommt. Dazu unterstützt unser Verband mehrere Beschwerden beim Bundesverfassungsgericht und beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg, vergl. unsere Pressemeldungen vom 8. Mai 2014 und vom 4.12.2013, einzusehen unter:

http://familienarbeit-heute.de/?cat=31

Es ist unverkennbar, dass im Rahmen der einseitigen Krippenförderung unter Vorspiegelung der Gleichberechtigung der Geschlechter eine „Gleichstellung“ der Eltern in der Erwerbswelt angestrebt wird, ohne deren Wünsche zu berücksichtigen. Gleichstellung gegen den Willen der Betroffenen ist aber Bevormundung und damit das Gegenteil von Gleichberechtigung. Unser Verband fordert alle Eltern, die sich nicht bevormunden lassen wollen, auf, unseren Verband und dessen Kampf um die Gleichberechtigung von Eltern durch ihre Mitgliedschaft zu stärken.

Bundesvorsitzende Gertrud Martin, Tel.: 07721/56124,                                                       E-Mail: bundesvorstand@dhg-vffm.de

Stellv. Vorsitzende Dr. Johannes Resch, Tel.: 06346/9890628,                                            E-Mail: Johannes.Resch@t-online.de, Web-Seite: www.johannes-resch.de

Birgit Kelle, E-Mail: bkelle@dhg-vffm.de

Geschäftsstelle Gudrun Nack, Tel.: 0761/4002056,                                                             E-Mail: geschaeftsstelle@dhg-vffm.de, Vaubanallee 4, 79100 Freiburg

Internet http://familienarbeit-heute.de

Bankverbindung Verband Familienarbeit e.V.,Volksbank Schwarzwald Baar Hegau

IBAN: DE47 6949 0000 0025 4109 04 BIC: GENODE61VS1

Mogelpackung Elterngeld PLUS

Unter TOP 19 wurde heute der von der Bundesregierung ( Manuela Schwesig SPD ) eingebrachte Entwurf eines Gesetzes  zur Einführung des Elterngeld-PLUS mit Partnerschaftsbonus und einer flexibleren Elternzeit im Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz im Parlament beraten.

Aus diesem Grund erinnern wir an unseren Beitrag vom 13. Juni 2014, das dieses Vorhaben als billige Mogelpackung entlarvt. Denn Eltern bekommen nicht mehr Zeit für ihre Familie, sondern weniger.

………………………………………………………………………………………………………………………………..

Ganz ohne Frage ist das von Ursula v.d. Leyen 2007 eingeführte Elterngeld verfassungswidrig,

  1. weil es erwerbstätige Mütter begünstigt, Vollzeitmütter aber benachteiligt,
  2. weil es nicht die Erziehungsleistung der Eltern honoriert, sondern deren  vorangegangene Erwerbsarbeit,
  3. weil es gegen das Menschenrecht des Kindes auf Betreuung durch seine Eltern verstößt ( Art. 6,2 GG und Art. 9 UN-Kinderrechtskonvention ).

Das BEEG  http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/beeg/gesamt.pdf              sieht vor, dass die Mutter 12 Monate, der Vater 2 Monate lang zugunsten ihres Babys ihre Erwerbstätigkeit (40 Stunden) ruhen lassen und dafür ein einkommenabhängiges  Elterngeld beziehen. Im zweiten Jahr soll das Baby dann in  einer Krippe untergebracht werden, damit beide Eltern wieder  in Voll- oder Teilzeit  ihrem Betrieb zur Verfügung stehen.

Die geplante Elterngeld-PLUS-Reform dieses Gesetzes durch Manuela Schwesig verspricht „mehr Zeit für Familie und Beruf“, indem sie beide Eltern im ersten wie im zweiten Jahr je 32 Stunden beschäftigt wissen will. Dabei soll der Erhalt des EG auf zwei Jahre, aber in halber Höhe erweitert werden. Die das reguläre Elterngeld ergänzende Regelung soll ab Juli 2015 gelten und etwa 100 Millionen Euro zusätzlich kosten.

http://www.sueddeutsche.de/politik/elterngeld-plus-mama-kann-bald-frueher-arbeiten-1.1985624

Das Bundeskabinett hat im Juni 2014 diese Reform gebilligt.                                 Hat denn kein Minister widersprochen?                                                                      Hat denn kein Minister nachgerechnet?

Wer nämlich nachrechnet, merkt schnell: Es handelt sich hier um eine klassische Mogelpackung! Denn nun arbeiten auf zwei Jahre gerechnet die Eltern wöchentlich 8 Stunden mehr für den Betrieb. Das macht bei 2×45 Arbeitswochen eine Mehrleistung von 720 Stunden, also 90 volle Achtstundentage oder 18 Wochen PLUS für den Betrieb, aber 90 volle Achtstundentage MINUS an Präsenz für ihr „Wunschkind“.

Frau Schwesigs Maxime lautete bereits im Wahlkampf 2013, die Elternzeit zu verkürzen und die Eltern „vollzeitnah“ zu beschäftigen. Oder hätte sie jemals  eine Reform in Angriff genommen, um Eltern ein ebenso kräftiges PLUS an Zeit für ihr Kind zu verschaffen? Niemals!  Kinder in Deutschland stören einfach die Karriere. Weg mit ihnen!

Die oben erwähnten Zahlen belegen jedenfalls, wie sehr die Regierung bemüht ist zu verbergen, was sie wirklich vorhat, nämlich unseren Kindern künftig noch weniger Anspruch auf elterliche  Umsorgung zuzugestehen ( jedes Affenkind im Zoo findet bessere Bedingungen vor). Tatsächlich „fördert“ dieses Programm den frühest möglichen Wiedereinstig der Mütter in ihren Beruf. Die Große Koalition hat uns also gleich zwei „tüchtige“ Arbeitsministerinnen aus der SPD beschert, doch eine politische Fürsprecherin für Kinder und ihre rechtmäßigen biologischen Bedürfnisse – Fehlanzeige!

Der Schwesig´sche Slogan „Mehr Zeit für  Familie und Beruf“ – ist ein einziges, aber bewusstes  Täuschungsmanöver. Möglicherweise wird dieser Schuss nach hinten losgehen, wenn sich nämlich die Zahl der Geburten noch weiter verringert.

Wozu denn Kinder haben als hätte man keine?

Bärbel Fischer

Dazu auch:

http://www.publik-forum.de/Politik-Gesellschaft/das-falsche-versprechen?idw=20149908

38-Stundenwoche für Wickelkinder

„Vereinbarte Betreu­ungszeit in Kitas für unter 3-Jährige: durchschnittlich 38 Wochen­stunden.“

Das meldet das Statistische Bundesamt als „Zahl der Woche“

Die längste durchschnittliche Betreuungszeit vereinbarten die Eltern im Saarland mit über 45 Wochenstunden, die kürzeste in Bayern mit 31,5 Wochenstunden.

Weitere Informationen:
https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/zdw/2014/PD14_038_p002.html

Dr. Johannes Schroeter
Landesvorsitzender,
Familienbund der Katholiken in Bayern

Landesgeschäftsstelle:
Rochusstr. 5
80333 München
Tel. 089-2137-2226
Fax  089-2137-2225
www.familienbund-bayern.de

Diakonie hält an der Diffamierung der Eltern fest

Pressemeldung  

                                                                                                                                             Die Diakonie der Evangelischen Kirchen in Deutschland hat sich schon mehrmals gegen das Betreuungsgeld für Eltern, die ihre Kleinkinder selbst betreuen, gewandt.*

Der stellvertretende Vorsitzende des Verbands Familienarbeit und Facharzt für Psychiatrie, Dr. Johannes Resch, meint dazu:

„Die Ablehnung des Betreuungsgelds wurde bisher auch von der Diakonie mit dem von der Wirtschaftslobby in die Welt gesetzten Märchen begründet, die Betreuung in Kinderkrippen diene der `frühkindlichen Bildung`, was angeblich für Kinder aus `prekären` Verhältnissen besonders wichtig sei.

Dieses `Märchen` wurde neuerdings vom Sprecher des Diakonischen Werks in Rheinland-Pfalz, Pfarrer Albrecht Bähr, wieder aufgewärmt.**

Bähr ignoriert offensichtlich die zahlreichen seriösen wissenschaftlichen Erkenntnisse, dass die Trennung von den vertrauten Bezugspersonen für Kinder unter drei Jahren ein erhebliches Risiko für die spätere soziale Entwicklung bedeutet. Solange sich das `Urvertrauen` von Kleinkindern noch nicht gefestigt hat, werden Trennungen als Gefahr erlebt, die die Entwicklung von persönlicher Sicherheit erschwert. Die Folgen sind oft mangelndes Neugierverhalten, was Bildungsfähigkeit und in der späteren Jugend den Bildungswillen („Null Bock auf Schule“) beeinträchtigt bis hin zu Lebensunzufriedenheit und Depression. – Namentlich für Kinder aus prekären Verhältnissen, die ohnehin schon einer stärkeren Belastung ausgesetzt sind, bedeutet der zusätzliche Krippenstress eine besonders hohe Gefährdung.

Wer wie Bähr – der herrschenden, von der Wirtschaft diktierten Staatsideologie folgend – behauptet, die 150 € Betreuungsgeld seien in einer Krippe besser aufgehoben als bei betreuenden Eltern, sieht offensichtlich nur noch die Interessen der dortigen Arbeitnehmer/innen und hat die Empathie für Kinder und Eltern verloren. – Aus der Diakonie, die einmal Helfer für Menschen in Not sein wollte und es lange Zeit auch war, ist ein Sozialkonzern geworden, der zunehmend von der Zerstörung der Familie und auf Kosten von Eltern und Kindern lebt.“

* vgl. Pressemeldung des Verband Familienarbeit vom 7. Mai 2012 („Diakonie diffamiert die Eltern!“):http://familienarbeit-heute.de/?p=2141
** Evangelischer Kirchenbote der Pfalz vom 17.8.2014, S. 3

Bundesvorstand

Vorsitzende Gertrud Martin, Tel.: 07721/56124, E-Post: bundesvorstand@familienarbeit.org

Stellv. Vorsitzende Dr. Johannes Resch, Tel.: 06346/9890628, E-Post: jresch@familienarbeit.org Web-Seite: www.johannes-resch.de

Birgit Kelle, E-Post: bkelle@familienarbeit.org Web-Seite: www.birgit-kelle.de

Schatzmeisterin Ulrike Rau, Tel.: 07563/2637, E-Post: urau@familienarbeit.org

Beisitzerin Wiltraud Beckenbach, Tel.: 06356/963445, E-Post: wbeckenbach@familienarbeit.org

Beisitzer Karl Simpfendörfer, E-Post: ksimpfendoerfer@familienarbeit.org

Beisitzerin Silke Bürger-Kühn, Tel.: 07181/64596, E-Post: sbuergerkuehn@familienarbeit.org

Beisitzerin Ute Steinheber, Tel.: 07051/4810, E-Post: usteinheber@familienarbeit.org

Geschäftsstelle Gudrun Nack, Tel.: 0761/4002056, E-Post: geschaeftsstelle@familienarbeit.org Vaubanallee 4, 79100 Freiburg

Pressestelle E-Post: pressestelle@familienarbeit.org

Internet http://familienarbeit-heute.de

Bankverbindung Volksbank Schwarzwald Baar Hegau , IBAN: DE47 6949 0000 0025 4109 04 BIC: GENODE61VS1

ARD verbreitet Märchen vom familienfreundlichen Deutschland

PRESSEINFORMATION

Stellungnahme des Bündnisses „Rettet die Familie“ zur ARD-Sendung                           „Der Kinderreport – Nachwuchssorgen im Wohlstandsland“,                                    Montag, 11 .August, 22 Uhr 20 – nachzuhören mit folgendem Link:

http://www.ardmediathek.de/tv/Reportage-Dokumentation/Die-Story-im-Ersten-Der-Kinderreport-/Das-Erste/Video?documentId=22889722&bcastId=799280

Das Thema hätte tatsächlich Gelegenheit geboten, grundsätzliche Konstruktionsfehler in unserer Gesellschaft aufzuarbeiten. Stattdessen war die Sendung ein Beispiel für die Gleichschaltung öffentlich-rechtlicher Medien mit der von der Wirtschaftslobby gesteuerten Regierungsideologie, die uns durch falsche Zahlen (Märchen von der „200 Mrd. € Familienförderung“) glauben machen will, Deutschland sei ein familienfreundliches Land.

Die im Gegensatz dazu stehende Mehrheitsmeinung der Deutschen, ihr Land sei familienfeindlich, wurde zwar in der Sendung erwähnt, aber in überheblicher Weise als „Selbsttäuschung“ dargestellt. Tatsächlich kommt aber das Empfinden der Bürger/innen der Wirklichkeit weit näher als die Meinungsmache der ARDLeute, die die eigentlichen Ursachen der Kinderfeindlichkeit unserer Gesellschaft sorgsam aussparten.

Mit keinem Wort wurde in der Sendung thematisiert, dass unsere Gesetzliche Rentenversicherung tatsächlich eine Enteignung der Eltern bedeutet, weil der Rentenanspruch fast ausschließlich an Erwerbsarbeit gebunden wurde, obwohl die Renten ausschließlich von den Kindern der Rentnergeneration bezahlt, also in Wirklichkeit allein durch Kindererziehung erarbeitet werden. Dieser Enteignungseffekt beträgt ein Mehrfaches des gesamten „Familienlastenausgleichs“ und ist der wichtigste Grund für die zunehmende Familienarmut.

Kein Wort von einem Elterngeldgesetz, das Eltern mehrerer Kinder gezielt diskriminiert, indem es die Betreuung bereits vorhandener Kinder vor einer weiteren Geburt wie Nicht-Arbeit behandelt und ausgerechnet diejenigen Eltern regelrecht bestraft, die die größten Opfer zugunsten der Betreuung ihrer Kinder erbringen, indem sie länger als ein Jahr auf eigene Erwerbstätigkeit verzichten.

Die Aufzählung ließe sich fortsetzen. Das in der Sendung vermittelte Bild einer kinderfreundlichen Gesellschaft ist ein Märchen, das – wie auch die in der Sendung genannten Meinungsumfragen zeigen – von den Eltern nicht geglaubt wird, weil es in krassem Widerspruch zur Wirklichkeit steht. Die Sendung war allerdings geeignet, Mitbürger/innen zu täuschen, die selbst keine Erfahrungen mit eigenen Kindern haben.

Bündnis Rettet die Familie – http://www.rettet-die-familie.de/                             Vorsitzende: Birgit Kelle, Stellv. Vorsitzender: Dr. Johannes Resch               Geschäftsstelle: Heidigweg 57a, 63743 Aschaffenburg;                                  Spendenkonto: Konto:6650; BLZ: 795 500 00; Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau