Thema verfehlt – ungenügend!

Die Expertenkommission für den achten Familienbericht im Auftrag der Bundesregierung diagnostiziert: Zeitnot, Zeitdruck, Zeitwunsch der Eltern. Was empfiehlt Herr Professor Dr. Thüsing, Direktor des Instituts für Arbeitsrecht und Recht der sozialen Sicherheit, mit seinen Experten? Umverteilung von Zeit zwischen den Generationen. Genauer: Sechzig- bis Achtzigjährige sollen die Kinder betreuen und/oder die Hausarbeit erledigen. Mama und Papa können dann ohne Stress der Firma statt wie bisher nur in Teilzeit, endlich vollzeitig zur Verfügung stehen. Die Damen und Herren Experten sehen darin sogar eine „Win-win- Situation“ und ignorieren, dass für die Eltern nicht eine Minute mehr Zeit für die Familie herausspringt, sondern täglich 2 bis 4 Stunden weniger. Hier kann man mit Fug und Recht feststellen: Thema verfehlt – ungenügend!

Der Vorschlag zeigt aber zweierlei: 1. Familienarbeit darf nichts kosten. 2. der Zeitgewinn dient eben nicht der Familie, sondern der Arbeit und damit der Wirtschaft.

Ob die Kommission den Auftrag der Bundesregierung missverstanden hat, oder ob die ProfessorInnen einfach ausblenden, dass Kinder ein biologisches Anrecht auf die Präsenz ihrer Eltern haben, das sei dahingestellt. Was aber noch mehr zu denken gibt: Frau Kristina Schröder scheint ein Rezept zu billigen, das Eltern wie Kindern schadet und Familien krank macht.

Bärbel Fischer

Familienpolitik fördert Lohndumping

Dr. Johannes Schroeter, Vorsitzender des bayrischen Familienverbands, sieht einen fatalen Zusammenhang zwischen unserer betreuungsfixierten Familienpolitik und dem Trend ( dem Planziel ) zur Niedriglohngesellschaft. Jede dritte Frau und jeder zweite Jugendliche arbeitet heute in prekären Verhältnissen.
Die Leipziger Volkszeitung bestätigt diese Entwicklung:

"Mehr Zeit für Familie" – zynisch!

Als Ergebnis des achten Familienberichts der Bundesregierung fordert Familienministerin Schröder „mehr Zeit“ für Eltern. Dies ist entweder völlig naiv oder blanker Zynismus. Denn es war gerade die Strategie einer Frau v.d. Leyen, durch erhebliche Streichungen das Budget von Familien derart zu verengen, dass Mütter heute dazu verdienen müssen. Wer also weniger Geld hat, hat folglich auch weniger Zeit für seine Kinder. Außerdem hätte es keines Familienberichts bedurft, um festzustellen, dass Eltern sich mehr Zeit wünschen. Das weiß jedes Kind!

Pflegeversicherung – familiengerecht!

Mit seinem Konzept für eine, die Familienleistung berücksichtigende Reform der Pflegeversicherung, hat der junge Betriebswirt Stefan Walter von der Jungen Union, einen ausgezeichneten Beitrag geleistet, dem Prinzip Gerechtigkeit unter den Generationen wieder Geltung zu verschaffen. Ermutigend!

www.familiengerechtigkeit.de

Familie – was ist das?

Befragt nach den Gründen, weshalb Parteien und Organisationen die Fremdbetreuung von Kindern ab 12 Monaten der elterlichen Fürsorge vorziehen, geben deren Stellungnahmen wieder, welcher Wandel sich inzwischen im Denken der „modernen Gesellschaft“ vollzogen hat. Dr. Johannes Resch beleuchtet für den Verband „Familienarbeit heute“ die Fehleinschätzungen und das Halbwissen unserer Volksvertreter.

http://www.dhg-vffm.de/p/modules/news/, 27. 10. 2011: Betreuungsgeld contra „Moderne Gesellschaft“?

Bertelsmann-Stiftung diffamiert Familien

Mit seiner Äußerung, das geplante Betreuungsgeld, sei eine „Verdummungsprämie“stellte Jörg Dräger, der Vorstandsvorsitzende, alle Eltern unter Generalverdacht, ihre Kinder zu vernachlässigen. Nun fordern Elternverbände in einer Presseerklärung die Bertelsmann-Stiftung auf, sich von diesem Vorwurf offiziell zu distanzieren.

http://www.familien-schutz.de/wp-content/uploads/2011/10/Pressemitteilung_Eltern-fordern-Distanzierung-der-Bertelsmann-Stiftung.pdf

und die Presseerklärung der Ökologisch demokratischen Partei ÖDP:

"In der Pflege ist zuerst die Familie gefordert"

Gesundheitsminister Daniel Bahr FDP stellt seine Überlegungen zur Reform der Pflege in einem Interview mit der FAZ vor. http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/im-gespraech-gesundheitsminister-bahr-fdp-in-der-pflege-ist-zuerst-die-familie-gefordert-11486568.htmlDabei verkennt er allerdings die wahren Ursachen für die Krise der Pflegeversicherung.https://www.familiengerechtigkeit-rv.de/meinungen/meinungen.php

Neuer Verband für Kinderreiche – Pressekonferenz

Am 17. Oktober unterrichtete der neu gegründete „Verband für Kinderreiche“ in Berlin die Presse über die Notwendigkeit eines solchen Verbandes, seine Ziele und Angebote.

Deutschland ist nicht kinderfreundlich. Regelmäßig ist die größte Volkswirtschaft in Europa das Schlusslicht in Sachen Familie. Die Geburtenrate ist eine der niedrigsten, die Deutschen selbst schätzen sich als kinderunfreundlich ein. Dabei gehört Deutschland zu den reichsten Ländern der Erde. Auch die Privatvermögen steigen kontinuierlich. Eine Diskrepanz, die zunehmend auf Widerstand stößt.

Jetzt haben sich die kinderreichen Familien in Deutschland zu einem Verband zusammengeschlossen. Die Interessenvereinigung aller Familien mit drei und mehr Kindern wendet sich gegen die Diskriminierung des Lebensmodells kinderreicher Familien. Dr. Elisabeth Müller, Vorstandsvorsitzende des Verbandes: „Wir wollen dafür kämpfen, dass Großfamilien in Zukunft weder als phänomenal noch als asozial angesehen werden, sondern einfach als normal. Auch kreist die Debatte über Familienfreundlichkeit in Deutschland immer wieder um Begriffe wie Finanzen und Betreuungsangebote. Das ist definitiv der falsche Ansatz. Niemand bekommt Kinder aus ökonomischen Erwägungen. Das macht auch niemand für die Gesellschaft, sondern allein für sich und seine Familie.“

Wie der Verband kinderreicher Familien die Rahmenbedingungen für eine kinderfreundlichere Gesellschaft beeinflussen will, zeigt Andreas Konrad, stellvertretender Vorsitzender auf: „Wir sind erst ganz am Anfang unserer Arbeit und wollen noch nicht an jeder Stelle provokante Forderungen an die Politik richten. Schließlich geht es um Dialog, nicht um Konfrontation. Für uns ist jedoch von Beginn an klar, dass solche Dinge, wie das Familiensplitting, die Anrechnung von Betreuungszeiten auf die Rentenansprüche sowie die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum steuerfreien Existenzminimum entschieden angefasst werden müssen.“

Für kinderreiche Familien selbst sieht sich der Verband als Austausch und Meinungsforum. Vielfältige Unterstützungs- und Beratungsangebote sollen folgen. So ist eine Karte „Familie 3+“ in Planung. Hiermit sollen unter anderem für die Mitglieder des Verbandes Rabatte und weitere Vergünstigungen bei Unternehmen möglich sein. Der Verband setzt dabei auf die Bereitschaft der Wirtschaft, sich durch vielfältige Unterstützung für eine gesellschaftlich wichtige Zielgruppe einzusetzen.

Pressekontakt:

Thomas Franke
Sprecher des Vorstandes
Telefon: 030/2096-2831 thomas.franke@kinderreiche-familien.de