Mehr Rentengerechtigkeit für ältere Mütter ist keine Finanzierungsfrage

Verband Familienarbeit e. V.         

Pressemeldung

Mehr Rentengerechtigkeit für ältere Mütter ist keine Finanzierungsfrage

Positives von den CDU-Frauen

Die Ehrenvorsitzende des Verbandes Familienarbeit e. V., Wiltraud Beckenbach, äußertsich zur von der CDU-Frauen-Union geforderten Erhöhung der Renten älterer Mütter:

„Nach dem erbärmlichen Gezerre um das Betreuungsgeld ist die Forderung der CDU-Frauen-Union auf Anrechnung von drei Erziehungsjahren für vor 1992 geborene Kinder mal etwas Positives und ein Stück mehr an Gerechtigkeit. Auch die Lebensleistung von Müttern muss sich in der Altersversorgung niederschlagen. Es ist nicht hinnehmbar, dass gerade diejenigen, die den wichtigsten Beitrag für die Zukunft unseres Landes geleistet haben, immer wieder benachteiligt werden.“

Der stellv. Vorsitzende des Verbandes, Dr. Johannes Resch, ergänzt: „Mehr Erziehungsjahre für ältere Mütter bei der Rente sind ohne Zusatzfinanzierung möglich.“ Er erläutert: „Die Rentenhöhe orientiert sich am `aktuellen Rentenwert`, der nach dem `Durchschnittsentgelt` vollbeschäftigter Arbeitnehmer/innen bestimmt wird. Das bildet aber die Lebenswirklichkeit von Arbeitnehmer-Familien ungenügend ab, weil die unbezahlte Erziehungsarbeit von Eltern nicht berücksichtigt wird. Es werden ausschließlich die Lebensverhältnisse von Nur-Erwerbstätigen zugrunde gelegt. Es ist wirklichkeitsnäher, die unbezahlte Erziehungsarbeit bei der Berechnung des Durchschnittsentgelts teilweise zu berücksichtigen. Damit wird der aktuelle Rentenwert etwas gesenkt. Schon eine Minderung um 5% spart etwa 13 Mrd. € ein. Das ist etwa der Betrag, der zur Finanzierung von zwei zusätzlichen Erziehungsjahren für alle vor 1992 geborenen Kinder erforderlich ist. Eine finanzielle Zusatzbelastung für die Rentenversicherung oder den Staat wird vermieden. Im Ergebnis würden Ansprüche aus Erwerbsarbeit geringfügig sinken. Die Erziehungsleistung würde aber deutlich aufgewertet.“

Resch weiter: „Dann wird Altersarmut, die vor allem Mütter mehrerer Kinder betrifft, gemindert und ein Stück Generationenvertrag zwischen Eltern und Kindern wiederhergestellt. CDU/CSU und FDP können jetzt beweisen, dass sie aus ihren Fehlern bei der Rentenreform 1957 gelernt haben.“

Pressestelle Verband Familienarbeit e. V.

Wissen, was läuft!

Die ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT macht aufmerksam auf den Infodienst des HEIDELBERGER BÜRO FÜR FAMILIENFRAGEN UND SOZIALE SICHERHEIT (HBF)

An alle familienpolitisch interessierte, kritische Mitbürger!

Die Medienberichterstattung über Familien und ihre Bedürfnisse in unserem Land ist kurzatmig, oft einseitig und fast durchgängig ohne tiefere Sachkenntnis. Deshalb gibt es nicht nur in der Öffentlichkeit, sondern selbst bei Eltern große Informationslücken, die es der Politik ermöglichen, ihren fatalen Kurs der „strukturellen Rücksichtslosigkeit“ (Familienbericht der Bundesregierung, 1994) gegenüber Familien ungebremst fortzusetzen. Mit dem Heidelberger Büro für Familienfragen: http://www.heidelberger-familienbuero.de gibt es jedoch seit 17 Jahren ein wirkungsvolles Gegenmittel: Tagesaktuelle Meldungen mit soliden Hintergrundinformationen.  Mit einem genauen Blick auf die Presse, Experten und Politik berichtet der Leiter des Büros, Kostas Petropulos, über wesentliche Entwicklungen, Entscheidungen und Auswirkungen des Handelns von Politik und Wirtschaft auf die Gesellschaft, insbesondere auf Familien, Frauen und Jugend. Der/Die Leser/in erhält zudem eine Übersicht zu den journalistischen Einschätzungen, um  sich dann beispielsweise selbst über die einschlägigen Leserforen zu äußern. Über ein  reichhaltiges Schlagwortverzeichnis lassen sich zudem viele Hintergrundinformationen und Daten auf der HBF-eigenen Internetseite abfragen. Vom Echo und Stellenwert dieses einzigartigen familien- und sozialpolitischen Dienstes können Sie sich ein eigenes Bild auf der Internetseite http://www.heidelberger-familienbuero.de/HBF-Echo-Medien.htm machen.

Daher möchten wir hier für diesen überaus wichtigen partei- und verbandsunabhängigen Service werben. Testen Sie das einwöchige HBF-Schnupper-Abo oder nutzen Sie den kostenlosen den E-Mail-BasisService oder abonnieren Sie den erweiterten Basis/Premiumservice gegen einen steuerlich absetzbaren Monatsbeitrag von 5.- oder 10.- Euro! Es zahlt sich aus!

Nähere Informationen zum HBF-Angebot finden Sie unter:

http://www.heidelberger-familienbuero.de/Aboinfos-HBF-Infodienst.htm

Papa, Papa, Kind -Homo-Ehe ohne Grenzen?

Die kommende Hart-aber-fair-Sendung am Montag, 3. 12. um 21 Uhr ARD  befasst sich mit der geforderten Gleichberechtigung von homosexuellen Paaren und Ehepaaren. Herr Lohmann und Frau Kelle sprechen sich zugunsten von Ehe und Familie aus. Über den Link:  http://www.wdr.de/tv/hartaberfair/index.php5  können Sie sich vorab in die Diskussion einbringen. 

Betriebliche Betreuung ist dem Staat 400 Euro wert, elterliche nur 100 Euro!

BMFSFJ 
Pressemitteilung Nr. 110/2012
Veröffentlicht am Fr 30.11.2012
Thema: Familie

Finanzielle Anreize für Unternehmen zur Einrichtung von Betriebskitas

Unternehmen können ab sofort am neuen Förderprogramm Betriebliche Kinderbetreuung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend teilnehmen. Dabeierhalten Arbeitgeber einen Zuschuss, wenn sie neue, betriebliche Kinderbetreuungsplätze einrichten. Damit leistet das Bundesfamilienministerium einen weiteren Beitrag zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Deutschland.

„Der Ausbau der Kinderbetreuung ist von zentraler Bedeutung, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter zu verbessern“, sagt die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder. „Dabei sind neben öffentlichen Kinderbetreuungseinrichtungen auch betriebliche Angebote gefragt. Mit dem neuen Förderprogramm wollen wir Unternehmen motivieren, ihre Beschäftigten bei der Kinderbetreuung zu unterstützen. Davon profitieren Eltern genauso wie Arbeitgeber. Denn Mütter und Väter, die ihre Kinder gut aufgehoben wissen, arbeiten stressfreier und effizienter.“

Das Förderprogramm richtet sich an Arbeitgeber aller Größen und Branchen mit Sitz in Deutschland. Neben Unternehmen können sich Körperschaften, Stiftungen und Anstalten des öffentlichen und privaten Rechts, wie zum Beispiel Hochschulen, und Behörden an dem Programm beteiligen. Gefördert werden auch Verbundlösungen von Unternehmen, die sich für eine gemeinsame Kinderbetreuung zusammenschließen. Die Fördermittel werden als Anschubfinanzierung für bis zu zwei Jahre gewährt. Je neu geschaffenem Ganztagsbetreuungsplatz werden 400 Euro pro Monat als Zuschuss zu den laufenden Betriebskosten gezahlt. Insgesamt können die Unternehmen während des Förderzeitraums eine Unterstützung von 9.600 Euro pro Betreuungsplatz erhalten. Mit dem Programm werden neue Gruppen mit Mitarbeiterkindern bis zum vollendeten dritten Lebensjahr gefördert.

Das Förderprogramm Betriebliche Kinderbetreuung ist Teil des 10-Punkte-Programms für ein bedarfsgerechtes Kinderbetreuungsangebot 2013. Damit unterstützt das Bundesfamilienministerium auch Unternehmen, die ihre Beschäftigten mit einer betriebseigenen Kindertagespflege unterstützen wollen. Mit dem“AktionsprogrammKindertagespflege“ erhalten Unternehmen Zuschüsse, wenn sie eine Tagesmutter oder einen Tagesvater fest anstellen.

Informationen hierzu finden Sie unter www.fruehe-chancen.de
<http://www.fruehe-chancen.de>. Mehr Informationen zum Förderprogramm
Betriebliche Kinderbetreuung finden Sie unter
www.erfolgsfaktor-familie.de/kinderbetreuung
<http://www.erfolgsfaktor-familie.de/kinderbetreuung>.

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
E-mail: poststelle@bmfsfj.bund.de <mailto:poststelle@bmfsfj.bund.de>
Internet: http://www.bmfsfj.de <http://www.bmfsfj.de>

Störe meine Greise nicht!

Mit welchen Hetzparolen sie auch gegen das Betreuungsgeld gewettert haben, es sei schwachsinnig ( Steinbrück) und koste viel zu viel Geld, auf einmal sind die Milliarden da. Natürlich sei es jedem Rentner gegönnt, dass er ein paar Euro mehr bekommt. Er/ Sie hat dafür auch geschuftet, ein Leben lang.

Sollen aber die Jungen deshalb schweigen im Angesicht der immensen Lasten die auf sie zukommen? Vielleicht resignieren sie schon, denn sie sind inzwischen  in der Minderzahl. Und mit Minderzahlen kann man keine Wahlen gewinnen.

Auch wenn er lang ist, so lohnt sich die Lektüre  dieses  Artikels: http://www.wiwo.de/politik/deutschland/demografie-die-jungen-halten-still-seite-all/7304386-all.html

Leseprobe:

“ …  Bereits heute fließt mehr als ein Drittel des Bundeshaushaltes nicht in Zukunftsinvestitionen, sondern geht für Zinsen und Rentenzuschüsse drauf. Dabei haben die Jungen längst das Gefühl, dass sie auf sichere Renten und eine gute Infrastruktur selbst nicht mehr hoffen dürfen. Die Politik wendet sich lieber den Alten zu, auch aus eigenem Interesse: Schon heute ist jeder dritte Wähler älter als 60. Bis 2050 wird sich ihr Anteil noch verdoppeln. Und anders als die Jungen pilgern die Senioren auch treu ins Wahllokal. Das Motto des Wahlkampfes lautet daher: Störe meine Greise nicht. Schon gar nicht mit Debatten über hohe Schulden oder die Finanzierung sozialpolitischer Mildtaten….

Wir fordern GERECHTIGKEIT, Herr Juul!

Sehr geehrter Herr Juul,

mit großem Interesse lasen wir  im SPIEGEL Ihre Gedanken zu dem widerlichen und bereits pathologischen „Zickenkrieg“ und möchten Ihnen dafür herzlich danken. Wir von der ELTERNINITIATIVE  für  FAMILIENGERECHTIGKEIT ( www.familiengerechtigkeit-rv.de ) sehen eine Ursache für die Auseinandersetzung darin, dass in Deutschland eine finanzielle Ungleichbehandlung einzelner Familien politisch gewollt ist (s. Anhang: frei verfügb. Einkommen DFV 2012 ). Könnten die Familien frei wählen, wie sie  – ohne Nachteile – mit ihrer Familie leben wollen, so käme es gar nicht zu der hämischen Hetzjagd. Aber genau die freie Wahl wird verhindert, weil Wirtschaft und Politik Anspruch erheben auf die Arbeitskraft junger Frauen. Daher  l e n k t   die Politik durch einkommensabhängiges Elterngeld und die immense Krippenförderung  die Mütter in die Betriebe und die Kinder in die Krippen ( s. Anhang Resch ).

Der Zickenkrieg ist nach unserem Dafürhalten in erster Linie ein politisches Problem mit medialer Verstärkung. Kaum eine Zeitung (Talkshow) ist neutral in Familienfragen. Um die oben erwähnte Hetzjagd zu beenden, fordert unsere Initiative Gerechtigkeit für  a l l e Familien ( s. Anhang: Ungleichbehandlung ).

Damit grüßen wir Sie mit Hochachtung vor Ihrem Mut, für  K i n d e r  zu kämpfen. In der ganzen Debatte spielen diese nämlich kaum eine Rolle, und keiner fragt, wie es ihnen geht.
Bärbel Fischer
ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT

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Außer einer üblen Diskriminierung elterlicher Fürsorge ( z. B. „Herdprämie“) stellen Eltern seit langem eine beklagenswerte Ungleichbehandlung fest 

1. zwischen erwerbstätigen ELTERN und selbst  erziehenden ELTERN                               2. zwischen ELTERN und  BÜRGERN ohne Fürsorgepflichten für Kinder                            3. zwischen ELTERN und  WÄHLERN ohne Fürsorgepflichten für Kinder

Denn:

1. Am anschaulichsten wird die Ungleichbehandlung deutlich dadurch, dass Eltern, die ihre drei Kinder subsidiär in eigener Verantwortung erziehen, im Lauf der ersten sieben Kinderjahre einen Verlust von nahezu 100 000 Euro zu beklagen haben gegenüber jenen Eltern, die ihre drei Kinder durch Dritte in einer Krippe betreuen lassen. Dieser Verlust ergibt sich dadurch, dass das Elterngeld einkommensabhängig bezahlt wird, und Mütter mehrerer Kinder kein Einkommen erzielen können www.johannes-resch.de

2. Bürgern ohne Kinderlasten verbleiben bei einem Jahreseinkommen von 30 000 Euro am Jahresende plus 11 179 Euro an frei verfügbarem Einkommen gegenüber dem Familienvater von drei Kindern, der jährlich minus 8 007 Euro  zu beklagen hat. Das entspricht einer Differenz von 19 186 Euro jährlich oder 1600 Euro monatlich. http://www.deutscher-familienverband.de/uploads/media/Horizontaler_Vergleich_West.pdf.                       Gerade in Familien fehlt dieses Geld, da sie durch erhöhten Verbrauch von der 19%-igen Mehrwertsteuer (Ökosteuer, Stromkosten usw.) ungleich heftiger betroffen sind als Bürger ohne Kinderlasten.

3. Familien fehlen die Stimmen. Bei einem demokratischen „Wahlrecht für alle“ würde sich der Stimmenanteil für die Bedürfnisse von Familien deutlich erhöhen. Auch Kinder sind Bürger und haben ein Recht, beachtet zu werden. Kinder als künftige Steuerzahler brauchen ein demokratisches Stimmrecht.

Wir werden diese Missachtung unserer Elternleistung nicht weiter hinnehmen!

Daher fordern wir:                                                                                                                  1. die gleiche finanzielle Wertschätzung  der Erziehungsarbeit  von Eltern verglichen mit der finanziellen Vergütung für außerfamiliäre Kräfte in institutionellen Krippen ( ca. 1000 bis 1200 Euro)

2. die Berücksichtigung der Kinder bei der Belastung durch die Sozialabgaben, nämlich durch die Erhebung  vom NETTO, anstatt vom BRUTTO, und eine Rückerstattung der Verbrauchssteuern für Kinderbedarf.

3. ein „Wahlrecht für alle“, was beinhaltet, dass Eltern für ihre minderjährigen Kinder  votieren.

4- Die Diskriminierung von Eltern durch eine krasse finanzielle und demokratische Ungleichbehandlung seitens der Politik ist unverzüglich zu beenden. Ebenso muss die Diffamierung  der Elternleistung von deutschen und Migranteneltern  durch Parteien, Wirtschaft ( z.B. BDA ) und  Medien  unterbunden oder ggf. bestraft werden. Eltern sind kein Freiwild, vielmehr ist ihre Leistung für die nachwachsende Gesellschaft zu würdigen und durch eine Gleichbehandlung so zu honorieren, dass kein Familienmodell benachteiligt wird.

Vernunft und Anstand gebieten, dass elterliche Erziehungsarbeit wertgeschätzt und durch eine  G l e i c h b e h a n d l u n g  anerkannt wird.

Unterscheiden sich Caritas und Jobcenter noch?

Das Jobcenter Konstanz hat gemeinsam mit der Caritas vom 01.02.2012 – 30.11.2012 das Projekt „Kunststück“ für Allein Erziehende angeboten. Dazu richtet eine Leserin kritische Anmerkungen an die Caritas, die sich mehr und mehr Sprache und Vorurteile der Jobvermittler zu eigen macht.

 

Sehr geehrter Herr Roth und alle, die bei der Caritas mit Alleinerziehenden zu tun haben,

es ist mir ein Anliegen mich zu Ihrem Projekt „Kunststück“ zu äußern:

„Ein wirklich tolles Projekt“ denkt man im erste Moment, wenn man das hört und liest und die gelungenen Werke in der dazugehörigen Ausstellung betrachtet.

Vielleicht bleibt man bei diesem Gedanken, wenn man nicht bereit ist genau hin zu sehen. Die wenigsten werden das. Doch ich möchte es: Genauer hin sehen.

 

Alleinerziehende Mütter sollen Stärken aktivieren, heißt es da in Ihrem Text zum Projekt. Das hört sich für mich an, als seien allein erziehende Mütter schwach.

Ich glaube, die meisten dieser Mütter zeigen täglich Ihre Stärke, indem sie den Alltag mit Kindern und alles was dazu gehört ALLEIN meistern.

Sie sollen, schreiben Sie „durch Beschäftigung wieder finanziell unabhängig werden“. Und genau darum geht es. Ihr ganzes, schön klingendes Projekt.

 

Beschäftigung? Glaubt die Caritas, wie das Jobcenter auch, Mütter, insbesondere alleinerziehende Mütter seien „nicht beschäftigt? Wirklich???

Oder werden diese Mütter inzwischen nicht nur vom Jobcenter, sondern sogar von der Caritas unterschwellig diskriminiert? Kindererziehung und die gesamte alleinige Organisation des Alltags mit Kindern ist also keine Beschäftigung!

Und finanziell unabhängig (von Staatskosten) sollen diese Frauen endlich werden. Das ist das Hauptziel Ihres Projektes.

Ja, warum sind sie denn „finanziell abhängig“. Warum?

Weil sie Kinder haben, die bei Ihnen wohnen. Oft unterhalten diese Frauen sich bereits selbst durch Erwerbsarbeit (zusätzlich zur Familienarbeit). Da aber bedürftige Kinder bei Ihnen leben, sind alle in der „Hartz-IV-Falle“. Wohl in den allermeisten Fällen, weil die Väter ihre Kinder finanziell nicht unterstützen (und sich auch oft in sonstiger Hinsicht aus dem Staube gemacht haben). Viel zu viele Väter drücken sich gekonnt vor der Verantwortung, und das ist immer noch gesellschaftlich anerkannt. Es kommt nicht einmal zur Sprache.

Vielleicht ist Ursache auch, dass dem Staat Erziehungsarbeit in der Familie kein Cent wert ist. Weil letztlich Kinder nichts wert sind und man ihre Bedürfnisse (nach Bindung und familiärer Geborgenheit) ignoriert. Viel einfacher ist es da natürlich, den Müttern die Schuld und damit die Gesamtverantwortung in die Schuhe zu schieben. Sie tun ja nie was, diese Mütter, deshalb sind sie wohl finanziell abhängig. Klar. Wie kleingeistig und schlichtweg falsch ist diese weit verbreitete Denke.

Macht die Caritas da mit?

Weiter führen Sie auf: „Ziel ist es, innere Konflikte und Ambivalenzen aufzulösen“ und „die Persönlichkeit zu stärken“. Da finden wir sie ja schon wieder, die (angeblichen) Ursachen des Elends, in den (unfähigen) allein erziehenden Müttern!

Diese haben also irgendwelche (grundlosen) Ambivalenzen und Konflikte in sich, sie sind also an sich schon schwierig und haben außerdem eine schwache Persönlichkeit. Das haben wir ja schon immer gedacht, oder? Ja- vielleicht spüren sie tatsächlich Ambivalenzen und Konflikte in sich. Es gibt auch einen guten Grund dafür: Es ist der massive finanzielle und seelische Druck, dem sie in Abhängigkeit vom Jobcenter und seinen Menschen (insbesondere Mütter)- verachtenden Methoden ausgesetzt sind. Wer da nicht unendlich stark ist, geht in Kürze kaputt. Die Kinder dann auch. Weil sie eigentlich genug zu tun haben „Mutter und Vater zugleich“ für Ihre Kinder zu sein, was natürlich nicht geht.

Genug zu tun damit, Schadensbegrenzung bei den Kindern zu betreiben und immer alles allein zu organisieren und immer zu funktionieren. Immer.

Und das Jobcenter Ihnen immer wieder einen Strich durch die Rechnung macht.

Weil sie auf vieles verzichten und gerne da wären für Ihre Kinder…jetzt noch mehr,

wo der Vater weg ist. Weil sie das nicht dürfen und es keinen interessiert. Im Gegenteil.

Allein erziehende müssen ihre Persönlichkeit stärken. Meinen Sie. Die Tatsache, unter welchen Bedingungen diese ihre Kinder groß ziehen spricht sogar von großer Persönlichkeitsstärke. Finde ich. Vielleicht sollte man sie nicht immer untergraben, durch Erniedrigungen, Demütigungen und Ignoranz.

Das Jobcenter agiert massiv Kinder- und Mütterfeindlich. Seit Jahren.

Das weiß jeder, der diese Maschinerie erleben musste. Dass die Caritas nun aber auch in diese Bresche springt macht mich fassungslos. Womöglich deshalb, weil die Caritas von den vielen 1,50- Jobs profitiert, die allein erziehende Mütter bei Ihnen ausüben? Ich hoffe nicht.

Seit Neuem ist es ja auch Ziel der Caritas, Kleinstkindern die Kinderkrippe als angeblich besten Aufenthaltsort zu empfehlen. Auch sie schwimmt mit dem Mainstream, geprägt von wirtschaftlichen und politischen Interessen und spricht sich für den Krippenausbau aus, wohl wissend,  dass die (nicht von der Wirtschaft gekauften) Bindungsforscher, Kinderärzte, Psychologen vor den Auswirkungen warnen. Gerade für Kinder von Allein Erziehenden stellt dies eine zusätzliche Belastung dar. Die Caritas macht sich stark für eine „Maßnahme“, deren Ziel es ist, Vollzeit Familienarbeit leistende Mütter zusätzlich in Vollzeit Erwerbstätigkeit zu pressen. Die Kinder werden dann ganztags fremd betreut und abends von einer erschöpften Mutter abgeholt. Viele dieser Familien werden trotz Vollzeiterwerbstätigkeit der Mütter teilweise auf Allg II angewiesen sein, bzw. in ärmlichen Verhältnissen leben müssen. Abends wartet dann die Arbeit im Haushalt und die angestauten Bedürfnisse der Kinder an die so lange abwesende Mama.

Wie soll das gehen? Was soll das geben? Mütter landen im Burnout und Kinder in der Vernachlässigung.

 

Ist es das, was die Caritas will?

 

Allein erziehenden Müttern wird doch seit Jahren vermittelt, dass sie hilfsbedürftig, unfähig und zu schwach sind. Sie sind jedenfalls selbst Schuld an ihrer Misere. Benötigen, wie oft als Ziel formuliert wird: „Aktivierung“. (Ich kenne wenig Menschen, die so aktiv sind wie eine Mutter, tagein tagaus). Aber man stellt sie so hin. Damit sie noch mehr leisten, als sie ohnehin schon tun. Mehr, als ein Mensch leisten kann. Sie werden bewusst und massiv überbelastet, um die Unfähigkeit des Staates und vieler Väter zu verschleiern.

 

Will die Caritas das mit tragen?

 

Eltern schaffen die späteren Rentenzahler und Arbeitnehmer der Zukunft, die einmal Steuern zahlen werden. Allein Erziehende  erbringen diese Leistung alleine.

Wenn wir schon mit „Abhängigkeiten und Unabhängigkeiten argumentieren: Ist nicht unsere Gesellschaft und „der Staat“ abhängig davon, dass Eltern diese Leistung erbringen? Wie wäre es denn, wenn den Eltern endlich genau dafür Anerkennung gezollt würde? Für Ihre tägliche wertvolle Erziehungsarbeit. Dann gäbe es kein AllgII mehr mit all diesen Demütigungen, sondern ein angemessenes  Erziehungsgehalt.

 

Wie kann man denn Familienarbeit leistende allein erziehende Mütter mit „Arbeitslosen“ in einen Topf stecken?  Welche unsägliche Ignoranz und Abwertung der Erziehungsarbeit steckt da dahinter! Statt Milliarden in Krippenausbau zu verpulvern, um letztlich durch mehr verfügbare Arbeitnehmer das Lohnniveau weiter zu senken. Und weitere Milliarden für die Organisation eines absurden AllgII- Verwaltungs-und Schikaneapparates für Mütter. Anerkennung von Elternleistung wäre auch, dem nach einigen Jahren in den Beruf rückkehrenden Elternteil, diesen Wiedereinstieg zu ermöglichen und entsprechende Bedingungen dafür zu schaffen (Teilzeit, Refresherworkshops…)

Wenn Sie wirklich die Bedingungen von Einelternfamilien verbessern wollen, hoffe ich, dass Ihnen mein Beitrag zu denken gibt.

 

Mit freundlichen Grüßen

Carmen D.

 

 

Abstimmen!

Auf www.publik-forum.de gibt es rechts eine Möglichkeit, abzustimmen: Brauchen Hausfrauen und -männer ein Gehalt?

Wer sich für 4 Wochen kostenlos einloggt, kann den bemerkenswerten Artikel: „Das Kümmer-Gen“ von Antje Schrupp anhören. Thema: Wieviel ist die Sorge-Arbeit der Gesellschaft wert?

Bemerkenswert auch der Vorschlag, die bisherigen Menschenrechte zu erweitern um „das Recht, versorgt zu werden und andere zu versorgen“

Experten schlagen ALARM

Pressemeldung das Familiennetzwerks FAMILIE – IST – ZUKUNFT:

Staat zahlt Prämien für Kindesvernachlässigung

Krippensubvention ist „Fernhalteprämie“ von der Elternliebe

„Kleinstkinder unter drei Jahren sind in Krippen nachweislich chronischem Stress ausgesetzt, der u.a. die Entwicklung des Gehirns beeinträchtigt und so untergräbt, was Menschen freundlich, gelassen, zugewandt, gesund und entspannt sein lässt.“, so Prof. Dawirs vom Institut für Bindungswissenschaften.

„Frühkindliche Bildung in Krippen“ ist nach Ansicht zahlreicher Experten eine freie Erfindung und inzwischen im Ganzen gründlich widerlegt. Trotzdem dient dieser Unsinn weiterhin zur Rechtfertigung einer „kollektiven Kindesmisshandlung“  in Form stunden- und tagelanger aufgezwungener emotionaler Verlassenheit der Kleinkinder in Krippen.

Für immer mehr Experten ist dieser Umstand kaum ertragbar, zusehen zu müssen, wie Milliarden ausgegeben werden, um Kindern zu schaden, anstatt nachhaltig Elternkompetenzen zu stärken.

Ab 2013 erhalten nun Eltern, die ihr Kind vernachlässigen, indem sie es in eine Krippe geben, einen Rechtsanspruch auf ca. 1500€/Monat Förderung. Soviel Geld gibt der Staat pro Kind und Monat aus, um die Unterbringung  von Kleinstkindern in Gruppenbetreuung zu finanzieren, anstatt die Eltern mit dieser Summe zu unterstützen.

Wenn sich Politiker wie Frau Nahles, Herr Gysi, Frau Künast, Peer Steinbrück oder Herr Hundt ereifern, den Krippenausbau voranzutreiben, erklären sie damit in aller Öffentlichkeit, dass sie der Schädigung zustimmen und ihnen die Schicksale der Kinder offensichtlich egal sind. Gerne wird dabei vom Betreuungsgeld als „Fernhalteprämie“ von der Krippe gesprochen. Tatsächlich zahlt der Staat jedoch eine „Fernhalteprämie“ von der Elternliebe in zigfacher Höhe.

Dr. Maaz vom Choriner Institut bestätigt:  „In den ersten drei Jahren werden die Weichen gestellt, wie selbstsicher ein Mensch im späteren Leben ist oder wie selbstunsicher, wie einfühlsam und hilfsbereit oder wie hasserfüllt und gewaltbereit, letztlich wie seelisch gesund oder in welchem Ausmaß gestört.“

Politiker, die die Fremdbetreuung von Kindern unter drei Jahren in Krippen fordern, bleiben uns und unseren Kindern die Antwort schuldig, wie sie dies mit sich und ihrem Gewissen vereinbaren können,  einen Rechtsanspruch auf nachhaltige Misshandlung von 750 000 Kleinstkindern zu wollen. Eine finanzielle Förderung einer Betreuungsform, die Kleinstkinder systematisch psychisch krank macht, muss gestoppt werden.

UNTERZEICHNER:

Dipl.-med. Bettina Seiser, Bad Blankenburg

Dr. med. Raphaela Haberkorn, Bergen (Rügen)

Dipl.-Psych. Constanze Pflüger-Sarlan, Berlin

Dr. Sabine Stiehler, Dresden Dipl.-Psych.

Iris Graurock, Dresden

Dr. med. Friederike Beier, Dresden

Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeutin Sabine Lück, Wendeburg

Dipl.-Psych. Christina Weidelt, Halle

Dipl.-Psych. Ute Schulz, Halle

Dr. med. Ulrike Gedeon-Maaz, Halle

Dr. med. Hans-Joachim Maaz, Halle

Dr. med. Uta Wiegeleben, Halle

Prof. Dr. rer. nat. Ralph R. Dawirs, Erlangen

Dipl.-Psych. Elke Stechbarth, Hildburghausen

Dipl.-Psych. Ilka Bläß, Leipzig

Dipl.-Psych. Susanne Leistner, Leipzig

Dr. med. Stephanie Kant, Magdeburg

Dr. med. Ines Buchholtz, Magdeburg

Dipl.-Psych. Ekbert Kreztschmar, Naumburg

Dipl.-Psych. Yvonne Pickenhain, Naumburg

Dipl.-Psych. Frank Stechbarth, Suhl

Dr. med. Anneliese Merker, Weimar

Dipl.-Psych. Anke Borchardt, Leipzig

Dipl.-Psych. Jörg Klemm, Jena

Wirtschaft fordert Verstaatlichung der Kleinkind-Erziehung

Pressemeldung

21. 11. 2012

Wirtschaft fordert Verstaatlichung der Kleinkind-Erziehung

Vertreter der Wirtschaft haben die Forderung der Kommunen scharf zurückgewiesen, sich stärker am Ausbau der ab Sommer 2013 garantierten Krippen-Betreuung von Kindern unter drei Jahren zu beteiligen. Der DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann: “Unternehmen können nicht Ausputzer für Bund, Länder und Kommunen sein.“ Christina Ramb von den Arbeitgebern bekräftigte: „Es darf nicht sein, dass die Verantwortung für Kinderbetreuung auf Unternehmen verlagert wird; das ist Kernaufgabe des Staates.“ *

Dazu Gertrud Martin, Vorsitzende des Verbands Familienarbeit e. V.:

„Unsere Sozialgesetze verpflichten die erwachsen gewordenen Kinder, Renten und Krankheitskosten für alle Alten zu bezahlen, unabhängig davon, ob diese selbst Kinder erzogen hatten oder nicht. Daher ist es ohne Zweifel eine Kernaufgabe des Staates geworden, im Gegenzug die Kindererziehung finanziell abzusichern. Die seit Jahrzehnten bestehende Weigerung der Regierenden, dieser Pflicht nachzukommen, hat inzwischen zu zunehmender Verarmung der Familien mit nachlassender Erziehungsfähigkeit und zu einem gravierenden Geburtendefizit geführt.“

Martin weiter: „Gemäß unserem Grundgesetz ist es jedoch eine Kernaufgabe der Eltern, über die Art der Kinderbetreuung zu entscheiden. Der Staat hat folglich die Pflicht, wieder die Voraussetzungen zu schaffen, dass die Eltern diese Entscheidung ohne wirtschaftliche Benachteiligung im Interesse ihrer Kinder frei treffen können. Er ist nicht Ausputzer der Wirtschaft, um ihr mittels einseitiger Krippenförderung möglichst viele Arbeitskräfte zuzuführen, damit die Löhne gedrückt und die Profite maximiert werden können.“

Der Psychiater Dr. Johannes Resch dazu: „Eine Bevorzugung der Krippenerziehung wäre allenfalls dann zu rechtfertigen, wenn sie vorteilhafter für die Kinder wäre. Dafür gibt es aber bis heute keine seriösen Hinweise. Gegenteilige Behauptungen beruhen so gut wie ausnahmslos auf von der Wirtschaft gekauften `Studien`. Seriöse wissenschaftliche Arbeiten zeigen dagegen handfeste Hinweise auf höhere Risiken für die spätere soziale Entwicklung. Das gilt auch für die ohnehin schon stärker belasteten Kinder aus prekären Verhältnissen und von Migranten, die durch frühe Krippenbetreuung einer zusätzlichen Belastung ausgesetzt werden.“

http://www.wirtschaft.com/20121107-arbeitgeber-weisen-verantwortung-fuer-kinderbetreuung-zurueck-58600