Familienmodelle mit bestimmter Rollenverteilung…

sollen nach Frau Köhler (FOCUS) staatlich nicht mehr gefördert werden. Recht hat sie, wahrscheinlich unbeabsichtigt! Denn das Modell mit den „bestimmten Rollen: Vater und Mutter erwerbstätig, Kinder in Ganztagsbetreuung“ wird mit Steuergeldern hoch subventioniert, während die traditionelle Familie leer ausgeht. Das muss aufhören, meint Dr. Albert Wunsch bei „Erziehungstrends“

EU-Betreuungsschlüssel

Die Bertelsmann Stiftung hat die deutsche Situation des Personalschlüssels in Kindergärten untersucht und festgestellt: Die frühkindliche Bildung in deutschen Kindergärten leidet erheblich an der schwachen Personalausstattung. Nur wenn genügend Erzieherinnen in den Kitas sind, könnten Kinder tatsächlich individuell gefördert werden, heißt es in der gestern veröffentlichten Studie. Kein Bundesland habe den von der Stiftung empfohlenen Personalschlüssel von rechnerisch einem Betreuer für 7,5 Kindergartenkinder erreicht.

Manchen Eltern würde es vielleicht dämmern, dass der optimale Betreuungschlüssel am ehesten garantiert wäre, wenn sie sich selber als Bildungsträger ihrer eigenen Kleinstkinder engagieren würden. Insbesondere würden auch Urlaub, Krankheit und Arbeitsplatzwechsel seitens der Erzieherinnen nicht mehr ins Gewicht fallen und die Erzieherinnen, die „frei“ von der Betreuung der unter Dreijährigen würden, könnten zur individuellen Bildung der tatsächlichen Kindergartenkinder eingesetzt werden.

Über die  Zustände in KITAs s. unser Beitrag vom 1. Februar 2010 : Bertelsmann, der Kindergarten und ich

EU-Empfehlungen für den Personalschlüssel:
Alter der Kinder / Erzieherin: Kinder
0 bis 24 Monate / 1:3
24 bis 36 Monate / 1:3 bis 5
36 bis 48 Monate / 1:5 bis 8
48 bis 60 Monate / 1:6 bis 8
Quelle bei Bertelsmann




Unternehmen KITA

“ Wir machen im Kindergarten das Humankapital nutzbar, indem wir qualifizierte  Interaktionen produzieren, die  automatisch eine effektive Input-Output-Relation nach sich ziehen und die angestrebte Erfolgsmaximierung von 50 Prozent  pro Jahrgang  garantieren.“ So klingt im Unternehmerdeutsch was einst „Liebe und Zuwendung“ hieß. Wie „frühkindliche Bildung in Kitas heute real aussieht, welchem Druck das immer mehr dezimierte und schlecht bezahlte Personal ausgesetzt ist, welchen hohen Ansprüchen es  unter schlechtesten Bedingungen gerecht werden soll, das lesen Sie unter

Scheidungen verhindern

Die Zeitschrift „Der Freitag“ bringt einen Beitrag des englischen „Guardian“ über das Anliegen der konservativen Tories, Maßnahmen zur Stabilisierung von Elternbeziehungen zu ergreifen, um im Interesse der Kinder die Scheidungsrate zu senken.

Politik schafft Hausfrauen ab -wie im Sozialismus

282 500 Euro ließ es sich der Ravensburger Verlag kosten, eine Studie zu finanzieren mit dem Ergebnis: Das Modell Hausfrau sei unbeliebt. Junge Mütter wollten beides gleichzeitig: Beruf und Fürsorge. Das Drei-Phasenmodell: Erwerbstätigkeit – Fürsorge für die Kinder – Erwerbstätigkeit sei überholt. Anlässlich dieser Medienkampagne sei auf einen Beitrag von Marie Luise Schellen in DIE FREIE WELT hingewiesen.

Gender Mainstreaming, was ist das?

Etwa nur fünf Prozent der Bevölkerung Deutschlands wissen etwas mit dem Begriff Gender Mainstraming anzufangen. Dass dahinter das größte, inzwischen weltweit fest verankerte Menschenexperiment aller Zeiten steckt, ahnt dabei bisher kaum jemand.

http://www.gabriele-kuby.de/wortmeldungen/gender-mainstreaming/

Familien-oder Genderpolitik?

Die Stiftung für Ökologie und Demokratie e.V. lädt am 6. März zu einer familienpolitischen Tagung nach Stuttgart ein. Mit interessanten Einschätzungen nehmen namhafte Fachleute Stellung zu den aktuellen politischen Strömungen zur Veränderung der Gesellschaft.

Prof. em. Dr. Paul-Ludwig Weinacht von der Universität Würzburg spricht über 

Die sozialen und ethischen Grundlagen einer aktiven Familienpolitik.

Dr. Jürgen Liminski, Journalist und Buchautor wählte das Thema:

 „Die verratene Familie“ – was müsste geschehen?“

Gabriele Kuby, Buchautorin sieht einen 

Angriff auf die Familie durch die politisch forcierte Gender-Ideologie.

Interessenten können sich bis 19. Februar anmelden bei:

Stiftung für Ökologie und Demokratie e.V.

Siemensring 54

76761 Rülzheim

Tel: 07272 / 3648

eMail: Stiftung-fuer-Oekologie-u-Demo@t-online.de

Ort: Jugendherberge Stuttgart International, Haußmannstr. 27,  70188 Stuttgart

Teilnahmegebühr: 50 € einschl. Mittagessen und Kaffee

Beginn 10:00

Ende    18:00

Very Important Babys – Kinder unter Erfolgsdruck

Ein Auszug aus dem Buch „Die Perfektionierer“ von Klaus Werle ( Campus ), erschienen bei spiegel-online am 18. 01. 2010, zeigt, warum das permanente Optimieren in Ausbildung, Beruf und Alltag längst nicht immer die erhofften Vorteile bringt – und vor allem, wer davon profitiert.

Kleinkindbetreuung in FRANKREICH

Ein Abschnitt aus dem Aufsatz: „Unterstützung der Familien – oder Betreuung durch den Staat?“ von Stefan Fuchs (i-DAF 2008) zeigt, dass die jüngsten familienpolitischen Reformen in Frankreich selbst erziehende Mütter stärken. Von Gutscheinen keine Rede!

„….Schon heute müssen in machen Orten Deutschlands mangels Kinder Schulen und auch Kindergärten geschlossen werden. Die Kommission „Familie und demographischer Wandel“ der Robert Bosch Stiftung hat deshalb in ihrem Abschlussbericht darauf hingewiesen, dass in „Nord- und Ostdeutschland längst Regionen entstanden sind, in denen 40-60 Personen pro Quadratkilometer leben und eine ausdifferenzierte, auf einzelne Teilgruppen von Kindern hin orientierte Infrastruktur gar nicht mehr aufrecht zu erhalten ist“. Sie kommt deshalb zu dem Schluss, dass es sinnvoll wäre, sich stärker an den „französischen Erfahrungen“ zu orientieren, die „durch eine Vielfalt unterschiedlicher Betreuungsangebote, häufig auch privat organisiert, die Nachfrage decken“ (55). 
In Frankreich besuchen nach Angabe einer Expertise zum 7. Familienbericht der Bundesregierung (56) elf Prozent der Kinder unter drei Jahren regelmäßig eine Krippe (57). Ein Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz existiert nicht. Die Versorgung mit Krippenplätzen ist regional sehr unterschiedlich, mit einer hohen Versorgung im Großraum Paris und relativ wenigen Krippenplätzen auf dem Land. 

 

Seit Mitte der 80er Jahre gibt die französische Regierung, nicht zuletzt aus Kostengründen, anstelle der Krippenbetreuung der staatlich unterstützten, individuellen Betreuung den Vorzug. Die Inanspruchnahme einer Tagesmutter ist, besonders in der Mittelschicht, zur Hauptbetreuungsart der Kleinkinder berufstätiger Eltern geworden (58). Mit dem 

„Prestation d`accueil du jeune enfant“ („PAJE“) genannten Gesetz von 2004 werden die Ressourcen der Familienpolitik noch stärker von den Strukturen kollektiver Erziehung in monetäre Transfers und private Betreuungsformen umgeleitet. Nach diesem Gesetz können Eltern sich entscheiden, ob sie staatliche Zuschüsse für die Tagespflege von Kindern oder Leistungen „für die freie Wahl der Betreuungsform“ in Anspruch nehmen. Dieses bis zum dritten Geburtstag des Kindes gezahlte Erziehungsgeld beträgt 533 € für nichterwerbstätige und 406 € für teilzeitbeschäftigte Eltern (59). Die jüngsten familienpolitischen Reformen in Frankreich haben damit das Bild der „selbst erziehenden“ Mutter gestärkt (60).“ 
(55) Vgl.: Kurt Biedenkopf et al: Starke Familie. Bericht der Kommission „Familie und 
demographischer Wandel“ im Auftrag der Robert Bosch Stiftung, S. 73.  
(56) Vgl.: Jeanne Fagnani: Familienpolitik in Frankreich: Vor- und Nachteile, in: Hans Bertram 
et al (Hrsg.): Wem gehört die Familie der Zukunft? Expertisen zum 7. Familienbericht der 
Bundesregierung, Opladen 2006, S. 390. 
(57) Vgl. Mechthild Veil: Geteilte Verantwortung. Neuere Entwicklungen in der französischen 
Familienpolitik, in: Dokumente. Zeitschrift für den deutsch?französischen Dialog, S. 32. 
(58) Vgl., ebd., S. 390?39. 
(59) Vgl. Mechthild Veil: Geteilte Verantwortung. Neuere Entwicklungen in der französischen 
Familienpolitik, in: Dokumente. Zeitschrift für den deutsch?französischen Dialog, Ausgabe 1, 
63. Jahrgang, Februar 2007, S. 35. 
(60) Vgl., ebd., S. 36.