Bertelsmann-Stiftung diffamiert Familien

Mit seiner Äußerung, das geplante Betreuungsgeld, sei eine „Verdummungsprämie“stellte Jörg Dräger, der Vorstandsvorsitzende, alle Eltern unter Generalverdacht, ihre Kinder zu vernachlässigen. Nun fordern Elternverbände in einer Presseerklärung die Bertelsmann-Stiftung auf, sich von diesem Vorwurf offiziell zu distanzieren.

http://www.familien-schutz.de/wp-content/uploads/2011/10/Pressemitteilung_Eltern-fordern-Distanzierung-der-Bertelsmann-Stiftung.pdf

und die Presseerklärung der Ökologisch demokratischen Partei ÖDP:

Sehr geehrte Frau Dr. Maria Böhmer!

Zu den jüngsten Äußerungen von Frau Dr. Maria Böhmer, der Vorsitzenden der Frauen-Union, das geplante Betreuungsgeld lieber unbar und „gezielter den Müttern für den beruflichen Wiedereinstieg, die Rentenvorsorge oder für eine ergänzende Pflegeversicherung zukommen zu lassen“ :


Ich nehme Bezug auf Ihre jüngsten Äußerungen zum geplanten Betreuungsgeld (Focus online)


„Frauen, wir brauchen euch!“ tönt es uns aus Politik und Wirtschaft entgegen. Wir brauchen euch als gut ausgebildete Fachkräfte. Wir brauchen eure Kompetenzen, euer Talent, eure Kreativität. Tatsächlich: wir Frauen sind Alleskönner. Wir „stehen unseren Mann !“ als Apothekerin, Bäuerin, Lehrerin, Krankenschwester, Gastronomin, Journalistin, Bankangestellte, Verkäuferin. Wir organisieren, planen, entscheiden, verwalten riesige Summen. Kurz, wir sind autonom.


Sind wir aber Mutter geworden, und zu unserer Klugheit gesellt sich noch die Weisheit, unser Kind, unser höchstes Gut nicht vorzeitig in fremde Hände zu geben, sondern unsere Emotionalität 24 Stunden am Tag und jahrelang mit dem Kind zu teilen, dann ist auf einmal Schluss mit lustig! Wenn es darum geht, 150 Euro zu verwalten, zu entscheiden, wo und wie man das Geld am besten anlegt, oder wofür es ausgegeben wird, dann erklärt uns das politische Establishment für zu dumm, zu dämlich und für inkompetent. Dann wird über unsere Köpfe hinweg entschieden, wo man die lächerlichen 150 Euro „versteckt“, damit sie nicht etwa im Haushalt verschwinden. Die Gutscheinlösung scheint bei unseren Volksvertretern besonders beliebt zu sein.


Nun kommt das Argument, die „bildungsfernen Unterschichtfrauen“ würden das Geld für sich selbst verbrauchen, anstatt für die Bildung der Kinder. Nun frage ich Sie, warum die geplante staatliche Leistung Betreuungsgeld und nicht Bildungsgeld heißt? Doch, weil es für die mütterliche Betreuung gedacht ist. Die Erzieherinnen der Kita bekommen doch auch ihren Lohn (und keine Gutscheine)! Von Lohn kann bei dem lächerlichen Betrag von 150 Euro sowieso nicht die Rede sein, denn der Stundenlohn für die Mütter beträgt umgerechnet 62 Cent!


Um dieses Almosen geifern unsere Parlamentarier, wohl wissend, das jeder Krippenplatz den Steuerzahler 1000 Euro kostet. Um Gerechtigkeit geht es hier also nicht. Es geht, und Sie wissen das, auch gar nicht um Geld, sondern darum, den Müttern ihre Mutterschaft zu vergraulen. Schließlich sollen die Frauen ja eiligst wieder in die Betriebe, damit sie eine „ungebrochene Erwerbskarriere“ hinlegen. Und erst recht geht es nicht um das Wohl unserer Kinder. Denn sonst würde man den Müttern genügend Familienzeit und ein entsprechendes Auskommen gönnen.


Werte Frau Dr. Böhmer, wie tief sollen wir Mütter denn noch erniedrigt werden? Würden Männer das tun, so würde man sie als eingefleischte Machos verachten. Aber es sind ja gerade Politikerinnen wie Sie, Frau v.d. Leyen, Frau Schwesig und viele andere, die uns Mütter demütigen. Ist das Solidarität unter Frauen? Sind das die hehren Ziele der Gleichberechtigung? Vielleicht befasst sich die Gleichstellungspolitik einmal mit der Ungleichbehandlung unter Frauen und der Diskriminierung von jungen Müttern. Da gibt es viel zu tun, Frau Dr. Böhmer!


Daher möchte ich Ihnen, als der Vorsitzenden der Frauen-Union, dringend ans Herz legen, die Autonomie von uns Müttern ( Ihren Wählerinnen) wieder ernst zu nehmen, uns zu achten und zu ehren Denn nach unserer Auffassung ist es nicht damit getan, Kinder nur in die Welt zu setzen. Sie müssen auch in ihren humanen Bedürfnissen geachtet werden. Und sie haben den biologischen Anspruch auf Zeit und Zuwendung ihrer Eltern.


Es grüßt Sie zornig, aber zuversichtlich

Bärbel Fischer

im Auftrag der ELTERNINITIATIVE für FAMILIENGERECHTIGKEIT im Landkreis Ravensburg





zu "Verdummungsprämie"

Jörg Dräger, Vorstandsvorsitzender der Bertelsmannstiftung, bezeichnet das geplante Betreuungsgeld für Vollzeitmütter als „Verdummungsprämie“ für die Kinder.

Dazu folgende Kommentare:

Sehr geehrter Herr Draeger,

mit großem Interesse habe ich die gestrige Sendung „Glaubenskrieg Kinderbetreuung“ ( 23. 10. 2011 ) verfolgt.

Ich kriege schon die Krise, wenn das Wort „Rabenmutter“ bemüht wird, um einen vermeintlichen Krieg der Familienmodelle herbeizureden. Es gibt keine Rabenmütter, und es gibt keinen Krieg. Es geht einzig und allein darum, dass Familienfrauen gegenüber berufstätigen Müttern nicht benachteiligt werden dürfen. D. h., es kann auch nicht um lächerliche 150 Euro gehen, sondern um ein Betreuungsgeld in Höhe der staatlichen Krippensubvention pro Kind und Monat.

Dass in Deutschland Kinder heute schon nach wenigen Monaten out-gesourcet werden müssen, wird oft mit der Notwendigkeit „frühkindlicher Bildung“ beschönigt. Die hässliche Wahrheit ist aber, dass Müttern keine Zeit für Familie mehr bleibt, denn sie müssen sich ihr Brot und ihre Altersversorgung mühsam zusätzlich und trotz ihrer Verantwortung für leibliche Kinder erwirtschaften. Kindererziehung in der Familie hat hierzulande nämlich einen NULLWERT im ( tunlichst verschwiegenen ) Gegensatz zu Frankreich und den skandinavischen Ländern, die ein anständiges Betreuungsgeld (keine Herdprämie, dieses Unwort gibt es übrigens auch nur in Deutschland! ) zahlen, weil sie nach überaus traurigen Erfahrungen mit Krippenkindern den Wert einer funktionierenden Familie wieder hochschätzen. Sie, Herr Draeger, nennen ja das Betreuungsgeld schneidig eine „Verdummungsprämie“. Leider können wir erst in ein paar Jahren feststellen, welchen Verdummungseffekt die stressbelastete Krippenbetreuung auf den Intellekt der zu früh getrennten Kinder hatte.

Eines aber ist erwiesen, dass unsere deutschen Geistesgrößen allesamt unter mütterlich-liebender Fürsorge zu dem wurden, was sie sind.

Bärbel Fischer



Wer verdummt hier wen?


Wenn Herr Draeger von der regierungskonformen Bertelsmannstiftung das geplante Betreuungsgeld für Vollzeitmütter eine „Verdummungsprämie“ nennt, dann wird der Zuschauer hellhörig und misstrauisch. Schon wieder ein Unwort? Wozu? Reicht etwa die Gehirnwäsche zugunsten der frühen Krippenbetreuung noch immer nicht aus, um alle Mütter aus den Kinderzimmern und in die Betriebe zu jagen? Sind etwa immer noch nicht alle offenen Stellen mit billiger Frauenarbeit besetzt?


Wo es bisher nicht gelang, Mütter mit wohlklingenden Phrasen wie „Selbstverwirklichung“ und „Emanzipation“ aus dem Haus zu locken, so versucht man es nun eben mit der Schreckensbotschaft „Verdummung“, die den Kindern unter mütterlicher Betreuung angeblich droht.


Aber, Herr Draeger, so primitiv lassen sich Mütter nicht „verdummen“, auch nicht von Ihnen! Mütter merken genau, wie der Hase läuft. Frauen WOLLEN gar nicht Familie und Karriere gleichzeitig, sondern nacheinander. Aber nach dem Willen des Arbeitsmarktes SOLLEN sie, zum Teufel nochmal, gleichzeitig beides! Früher nannte man das Sklaverei!


Bärbel Fischer


 

zu "Fernhalteprämie"( Manuela Schwesig SPD)

Das geplante Betreuungsgeld von lächerlichen 150 Euro für die wertvolle bindungsintensive, mütterliche Betreuung eines Babys ist an sich schon eine Beleidigung für diejenigen Frauen, denen Kindeswohl über das Wohl des Arbeitsmarktes geht. Nun aber soll nach dem Willen unserer Familienministerin Kristina Schröder das versprochene Almosen bis zur Unwirksamkeit zermalmt werden. Die Begründung ist ebenso dreist wie verächtlich: die drei Milliarden fehlen! Wo sind sie denn geblieben? In Rettungsschirmen für Hanswurst-Staaten oder in der Rettung von Zockerbanken oder in der Subventionierung von Krippenplätzen mit 1000 Euro pro Monat für jedes 3. Kind im Lande. Frage: Was ist mit den anderen zwei Dritteln?


Weint nicht, ihr potentiellen Eltern! Hört einfach auf, Kinder zu zeugen! Ein Staat, der seine Mütter derart missachtet, dass er seinen Abgeordneten gestattet, als „Herdprämie“ oder „Fernhalteprämie“ ( Manuela Schwesig SPD) zu diffamieren, was als Anerkennung für Familienarbeit geplant war, der braucht weder achtsam und liebevoll betreute Kinder noch verantwortungsbereite Mütter. Ein Staat, der Eltern keinen verantworteten Umgang mit 150 Euro mehr zutraut und statt dessen Gutscheine ausgibt, der hat sein Ansehen bereits verspielt. Er braucht schlicht keine Eltern mehr, sondern nur noch Singles. Es erübrigt sich in dieser Situation schlicht und einfach, diesem Staat noch Kinder zu schenken!


Damit wäre unser demographisches Problem bereits im Jahr 2030 auch erledigt. Demokratisch hat sich unser Parlament durch seine wachstumsbesessenen und zukunftsblinden Abgeordneten längst selbst disqualifiziert!


Bärbel Fischer


Streit um Betreuungsgeld

Berlin – Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) will das für 2013 geplante Betreuungsgeld für Eltern nur noch ein Jahr statt wie ursprünglich beabsichtigt zwei Jahre lang auszahlen.

Betreuungsgeld unzureichend, aber notwendig!

Der Koalitionsvertrag von CDU, CSU und FDP sieht ab 2013 ein Betreuungsgeld für diejenigen Eltern vor, die auf staatlich organisierte, institutionalisierte Gruppentagesbetreuung für ihre Kinder in den ersten drei Jahren verzichten und stattdessen die Eltern-Kind-Bindung stärken und ihre Kinder selbst erziehen und fördern wollen. Bei der Anhörung im Bundestag argumentierte Bündnis 90 / Die Grünen gegen diese Förderung. Die Stellungnahme von Familien e. V. lesen Sie hier:

http://www.institut-bindung.de/pdfs/FNW-Stellungnahme.pdf

Sehr geehrter Herr Sigmar Gabriel

In der SPD- Pressemitteilung vom 19. 07. 2011 wirbt die SPD für „Mehr Ganztagskitas statt „Herdprämie“ Auch wenn Sie es noch tausendmal wiederholen, es bleibt ein Irrtum, dass Kleinkinder nur außerhalb der Familie gebildet werden. Denn ganz ohne Ganztagsbetreuung in Kitas brachte Deutschland bisher Wissenschaftler, Pioniere, Dichter, Philosophen, Forscher und Künstler hervor. Sie alle erfuhren im Elternhaus ihre frühkindliche Prägung, dazu aber eine intensive jahrelange Bindung an die präsenten Eltern als Voraussetzung für Intellekt und Kreativität.

http://www.deutscher-familienverband.de/index.php?id=3635

Dass in Deutschland Kinder heute schon nach wenigen Monaten out-gesourcet werden müssen, wird oft mit  der Notwendigkeit „frühkindlicher Bildung“ beschönigt. Die hässliche Wahrheit ist aber, dass Müttern keine Zeit für Familie mehr bleibt, denn sie müssen sich ihr Brot und ihre Altersversorgung erwirtschaften. Kindererziehung in der Familie hat hierzulande nämlich einen NULLWERT im ( tunlichst verschwiegenen ) Gegensatz  zu Frankreich und den skandinavischen Ländern, die ein anständiges Betreuungsgeld (keine Herdprämie!) zahlen, weil sie den Wert einer funktionierenden Familie wieder hochschätzen.

Da man die – noch – geborenen Kinder nicht wegzaubern kann, müssen sie einen Krippenplatz bekommen, der den Steuerzahler 800 bis 900 Euro monatlich kostet. Das verächtlich von Ihnen als  „Herdprämie“ verunglimpfte Betreuungsgeld von lächerlichen 150 Euro pro Mutter entspricht einem Sechstel der Kita-Kosten und umgerechnet einem Stundenlohn von  62 Cent, wenn man pro Tag 8 Std. ansetzt. (Tatsächlich aber haben Mütter einen14-Std.tag). Jährlich hätten erwerbstätige Mütter also einen Vorteil von 9000 Euro gegenüber nicht erwerbstätigen Familienmüttern trotz Betreuungsgeld. Und das, obwohl der Gesetzgeber gehalten ist, kein Familienmodell zu bevorzugen oder zu benachteiligen.

Wie kann die SPD, die sich doch gern als Hüterin sozialer Belange sieht, eine solch miese Kampagne unterstützen? Wie kann sie Müttern den Almosen aus der Hand schlagen, um ihn denen zu geben, die 2 Gehälter haben?  Warum ignoriert die SPD, dass eine Mutter mit drei und mehr Kindern weder erwerbstätig sein kann, noch die Kita-Beiträge für drei und mehr Kinder aufbringt.

Hier hat die SPD ein echtes Imageproblem. Vor lauter Ideologie scheint ihr die Antenne für die Realität abhanden gekommen zu sein. Von ihrem Parteikonzept her müsste gerade die SPD auf einem Betreuungsgeld, und zwar einem angemessenen, bestehen
( Eigener Herd ist GOLDES wert, sagt das Sprichwort nicht umsonst ). Sie wissen schon, dass deutsche Eltern sich heutzutage ein drittes Kind eigentlich gar nicht mehr leisten können, weil die Familie dann unter ihr Existenzminimum rutscht. Sie wissen auch, dass die meisten abgetriebenen deutschen Kinder das dritte oder weitere Kind einer Familie gewesen wären. Bei fairer Sozialbeitragsregelung, welche die Existenzminima der Kinder berücksichtigt, hätten wir mit Sicherheit mehr Geburten.

Noch eine Frage: Wo sind die 90 bis 120 Milliarden geblieben, die durch die sog. demographische Rendite, also durch den Nachwuchsmangel seit 40 Jahren nicht ausgegeben werden mussten? Eine verantwortungsvolle Politik hätte dieses Geld für die kommenden Generationen anlegen müssen.

Sehr geehrter Herr Gabriel, meine 10 Enkel wird das Defizit in der Solidargemeinschaft noch hart treffen. Wollen Sie sich dafür verantworten müssen, zu wenig für eine gesund nachwachsende Generation getan zu haben?

Damit grüße ich Sie freundlich und sehr besorgt um die SPD
Bärbel Fischer
für die „Elterninitiative für Familiengerechtigkeit im Landkreis Ravensburg“

150 Euro – ein Klacks!

Im Tagesspiegel äußert sich der Leiter des Heidelberger Familienbüros zu den Einwänden von „Experten“ gegen das Betreuungsgeld. Er resümiert: Die Politik kümmert sich zu viel um Kitas – und zu wenig um Eltern.

http://www.tagesspiegel.de/meinung/150-euro-betreuungsgeld-reichen-nicht/4423784.html

und

https://www.familiengerechtigkeit-rv.de/meinungen/meinungen.php

Ungenügend!

Aus Anlass der BT-Anhörung zum Betreuungsgeld am 4. Juli in Berlin fertigte der Leiter des Heidelberger Familienbüros, Kostas Petropulos, für das Familiennetzwerk e. V. eine Expertise. Dabei befasst er sich mit den verfassungsrechtlichen Vorgaben, den Einwänden gegen das Betreuungsgeld und dessen ungenügender Reichweite.

http://www.familie-ist-zukunft.de/seite/wp-content/uploads/2011/07/Betreuungsgeld_als_verfassungsrechtliches_Minimum-HBF-Expertise2.pdf