Liebe BesucherInnen, klicken Sie auf den folgenden Link, und schon können Sie die Petition unterschreiben:
Herzlichen Dank!
Bärbel Fischer
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Herzlichen Dank!
Bärbel Fischer
Die Leutkircher Lokalpresse der Schwäbischen Zeitung berichtet über das Engagement von Müttern für Mütter:
Sie finden die Seite, auf der Sie online unterschreiben können, unter folgendem Link
Was nichts kostet ist nichts wert – die alte Volksweisheit wird nirgendwo stringenter umgesetzt, als in der Rentenpolitik. Wie lange wollen gerade Mütter sich das noch bieten lassen?
http://www.atkearney361grad.de/2013/03/25/meine-kinder-deine-rente/
Bitte beachten Sie die Petition zur Gleichberechtigung von Müttern, die vor 1992 Kinder geboren haben, die unter folgendem Link erreichbar ist:
Bei diesen älteren Müttern wird bisher nur ein Erziehungsjahr pro Kind bei der Rente anerkannt. Auch drei Erziehungsjahre für jüngere Mütter sind noch keine angemessene Anerkennung der Erziehungsleistung. Ein Elternteil müsste bei drei Erziehungsjahren 15 Kinder erziehen, um den Rentenanspruch eines „Eckrentners“ (45 Erwerbsjahre mit Durchschnittsverdienst) zu erreichen.
Um so ungerechter ist es, ältere Mütter mit einem Erziehungsjahr abzuspeisen.
Alle Eltern, junge wie alte, haben nur eine Chance, kinderfreundlichere Verhältnisse zu erreichen, wenn sie sich nicht gegeneinander ausspielen lassen, wie das in jüngster Vergangenheit immer wieder geschehen ist, z. B. indem das „Betreuungsgeld“ für junge Eltern in Konkurrenz zum Rentenanspruch für ältere Mütter gesetzt wurde.
Sicher ist es falsch, die Rentenausgaben immer weiter zu erhöhen. Schließlich müssen sie von der jungen Generation bezahlt werden. Es ist aber falsch, ausgerechnet bei den Müttern zu sparen, die die heutigen Renten überhaupt erst möglich gemacht haben. Die drei Erziehungsjahre sind schon dadurch zu finanziern, indem die jährliche allgemeine Rentenanpassung für ein oder zweiJahre ausgesetzt wird. Nicht die Renten an sich sind zu niedrig, sondern ganz speziell die Renten von Müttern mehrerer Kinder. Das wirkt sich bei den älteren Müttern besonders stark aus, da bei ihnen nur ein Erziehungsjahr pro Kind angerechnet wird.
Ich würde mich freuen, wenn Sie den Link einfach kopieren und beliebig weiterleiten.
Bärbel Fischer
Je mehr Kinder, desto mehr Rente
„Unser derzeitiges Rentensystem ist auf Selbstzerstörung programmiert und eine Einladung zur Kinderlosigkeit…“ sagt der Leiter des Heidelberger Familienbüros, Kostas Petropulos.
http://www.idea.de/detail/thema-des-tages/artikel/je-mehr-kinder-desto-mehr-rente.html
und
Pressemeldung Verband Familienarbeit e. V. 11.03.2013
Zynismus gegenüber Eltern als Konsequenz des Armutsberichts
Im Rahmen der öffentlichen Präsentation des 4. Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung verstieg sich Arbeitsministerin Ursula von der Leyen zu der Behauptung: „Die beste Armutsprävention ist Arbeit!“
Dazu die Vorsitzende des Verbands Familienarbeit e.V., Gertrud Martin: „Die Arbeitsministerin dokumentiert mit dieser zynischen Aussage ihre Geringschätzung der elterlichen Erziehungsarbeit. Kinderreiche Eltern und Alleinerziehende arbeiten in der Regel in und außer Haus mehr als andere und sind trotzdem am häufigsten arm. Mit der Weigerung, die Familienarbeit als gleichwertige und zu honorierende Leistung anzuerkennen, untergräbt sie ihr eigenes Konzept der „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, das nur funktionieren kann, wenn beide Arbeitsbereiche sich auch finanziell ergänzen. Arbeit ist Arbeit, hier wie dort!“
Martin erläutert näher: „ Mit der durch Adenauer 1957 eingeführten Rentenreform wurde der seit Adam und Eva geltende Anspruch, im Alter von den nachwachsenden Kindern versorgt zu werden, von der Erziehungsleistung abgekoppelt und an Erwerbsarbeit gebunden. Seither sind die erwerbsfähig gewordenen Kinder vorzugsweise denen zur Alterssicherung verpflichtet, die selbst keine Kinder aufgezogen und deshalb keine Lücken in ihrer Erwerbsbiographie haben. Die erziehenden Eltern werden gnadenhalber mit Minirenten abgespeist. Sie sind es aber, die das ganze System am Laufen halten, denn die bei Erwerbsarbeit eingezahlten Rentenbeiträge werden nicht angespart, sondern sofort an die aktuellen Rentner/innen ausbezahlt.“
55 Jahre habe dieses einseitige Umlagesystem auf Kosten der Eltern funktioniert. Aber heute verstünden immer mehr junge Leute, dass es für sie kontraproduktiv ist, Kinder aufzuziehen, weil es sich mit dem eingesparten Geld und der Rente, die von anderen erarbeitet wird, besser leben lässt. Kinderfreie trügen durch ihre Steuern zwar einen Teil der Kinderkosten. Der Löwenanteil bleibe aber bei den Eltern hängen. Zusammen mit ihrer eingeschränkten Erwerbsmöglichkeit seien Kinder so zum Armutsrisiko Nr. 1 geworden. Es sei, als wenn Eltern stetig auf ein Sparbuch einzahlten, von dem andere später abheben. Auch die mantrahaft zitierte „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ behebe den Schiefstand nicht. Kinder würden von den meisten Eltern nicht geboren, um sie alsbald wieder wegzuorganisieren. Vereinbarkeit und Wahlfreiheit entstehe erst, wenn Familien- und Erwerbsarbeit gleichermaßen honoriert würden. Allein so könne auch die Gleichberechtigung der Geschlechter verwirklicht werden.
Pressestelle des Verbandes Familienarbeit e. V.
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Kinderarmut sechsmal höher als Altersarmut – Fokus auf soziale Lage junger Familien richten
Stuttgart, 6.12.2012
Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen rentenpolitischen Debatte um Altersarmut erklärt SRzG-Sprecher Wolfgang Gründinger:
„Altersarmut ist in Deutschland heute erfreulicherweise selten. Nur 2,5 Prozent aller Personen über 65 waren Ende 2010 auf eine staatliche Grundsicherung angewiesen – so wenige wie in keiner anderen Altersgruppe. Zugleich sind die Senioren von heute die wohlhabendste Generation in Deutschland, und die gesündeste, aktivste und glücklichste Rentnergeneration der Nachkriegsgeschichte. Die Bekämpfung der Altersarmut ist ein wichtiger Erfolg der Sozialpolitik.
Bei den 15-64-Jährigen sind dagegen 9 Prozent auf die Grundsicherung angewiesen, bei Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren sind es sogar 16 Prozent. Junge Menschen sind heute also sechsmal häufiger von Armut betroffen als ältere. Die Politik muss ihren Blick daher verstärkt auf die soziale Lage junger Familien richten.
Die SRzG fordert daher einen ‚Zukunftssoli’ in Form einer höheren Erbschaftsteuer auf große Erbschaften von Privatvermögen. Auf diese Weise leistet die ältere Generation einen sozial- und generationengerechten Beitrag für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft, der vor allem Kinder und Jugendliche aus bedürftigen Familien zu Gute kommt.“
Hintergrund:
Studie: DIW: „Entwicklung der Altersarmut in Deutschland“, Berlin 2011. http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.372630.de/diw_sp 0378.pdf
STIFTUNG FÜR DIE RECHTE ZUKÜNFTIGER GENERATIONEN
Die Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen (SRzG) ist ein gemeinnütziger Think- Tank mit den Satzungszielen Generationengerechtigkeit und Nachhaltigkeit. Die SRzG wird von einem der jüngsten Stiftungsvorstände Deutschlands geleitet. Zu den Arbeits- schwerpunkten gehören u. a. Rente, Partizipationsrechte von Kindern und Jugendlichen, Arbeitsmarktpolitik, Staatsverschuldung, Ökologie und Bildung.
Die SRzG organisierte zahlreiche Kongresse und Tagungen. Durch einen Generationenge- rechtigkeits-Preis in Höhe von 10.000 Euro regt die SRzG junge Wissenschaftler an, sich mit Zukunftsthemen zu beschäftigen. Für Ihre Arbeit wurde die SRzG im Jahr 2000 mit der Theodor-Heuss-Medaille ausgezeichnet. 2011 erhielt sie einen Preis der EU Kommission für eines ihrer Freiwilligenprojekte.
Medienkontakt: SRzG, Wolfgang Gründinger, kontakt@srzg.de; Handy: 0151-40517632
Hausanschrift: Mannsperger Str. 29 70619 Stuttgart
Tel. 0711 / 28052777 Fax 03212 / 2805277 kontakt@srzg.de www.srzg.de
Altersarmut, Pflegenotstand, Rentenfiasko sind die Themen dieser Tage in allen Medien. Die eigentliche Ursache des Dilemmas wird aber verschwiegen, nämlich, dass unser so genannter Generationenvertrag Eltern und ihre Kinder strukturell benachteiligt, weil ihm ein Standbein fehlt, nämlich die Nachwuchsrente. Seit 1957 müssen Eltern über ihre Beiträge die Altgewordenen stützen und gleichzeitig den Lebensunterhalt für ihren Nachwuchs stemmen. Der „Lohn“ ! dafür zeigt sich in einer wesentlich geringeren Rente als Kinderlose sich durch den Wegfall von Familienzeit und Kindesunterhalt sichern können. Hier liegt also ein schwerwiegender, struktureller Denkfehler vor, den Dr. Johannes Resch anhand einiger Zitate von Sozialexperten aufzeigt.
Aus „Vom Generationenvertrag zum Generationenbetrug“) www.johannes-resch.de
„Wenn die Kinderlosen und die Kinderarmen ihr Dasein, insbesondere ihre Versorgung im Alter, auf anderer Leute Kinder aufbauen, dann bilden Familienlastenausgleich und Altersversorgung eine Einheit; eine sinnvolle Regelung ist nur möglich, wenn man beides zusammen anfasst.“
Oswald von Nell-Breuning, 1957 ; Sozialwissenschaftler (aus „Soziale Sicherheit?“ S. 35)
„ In der Tat hat der Gesetzgeber bei der 1957 in Kraft getretenen Rentenreform diesen Zusammenhang zwischen Familienlastenausgleich und Altersversorgung völlig übersehen und außer acht gelassen, wie er überhaupt die Sachproblematik einer sozialen Rentenversicherung verkannt hat.“
Oswald von Nell-Breuning 1978 (aus „Soziale Sicherheit?“ S. 76)
„Diejenigen, die Beiträge zahlen, empfangen ja nicht ihre Beiträge zurück, wenn sie alt geworden sind. Durch die Beiträge haben sie nicht die Rente erdient, sondern durch sie haben sie erstattet, was die Generation zuvor ihnen gegeben hat. Damit sind sie quitt. Die Rente, die sie selbst beziehen wollen, die erdienen sie sich durch die Aufzucht des Nachwuchses. Wer dazu nichts beiträgt, ist in einem ungeheuren Manko.“
Oswald von Nell-Breuning 1980 (auf dem Seniorenkongress der CDU)
„Im Bewusstsein der Öffentlichkeit wird die vom Bundesverfassungsgericht in mehreren Urteilen festgestellte grundgesetzwidrige Ausbeutung von Menschen mit Kindern zugunsten der Kinderlosen von drittrangigen Thesen verdrängt, vor allem durch die ständig wiederholte unbelegte These, dass die Geburtenrate im internationalen Vergleich um so höher sei, je höher die Frauenerwerbsquote ist.“
Herwig Birg, bis 2004 Direktor des Inst. für Bevölkerungsforschung und Sozialp., Univ. Bielefeld (Aus „Grundkurs Demographie“, 5. Lektion, FAZ.NET 2005)
„Der Unterhalt der alten Generation ist zu fast 100% kollektiviert, derjenige der nachwachsenden Generation dagegen nur zu etwa 25%. Dieses Ungleichgewicht schlägt sich auch in der demographischen Entwicklung nieder, und diese verschärft ihrerseits die Finanzierungsprobleme des Sozialsektors.“ … „Unsere Gesellschaft polarisiert sich in Familien (mit überwiegend zwei und mehr Kindern) und kinderlosen Lebensformen – eine neue gravierende Form sozialer Ungerechtigkeit tut sich auf.“
Franz-Xaver Kaufmann, bis 1997 Prof. für Sozialpolitik und Soziologie: „Herausforderungen des Sozialstaats“, S. 78, 80
„Diese strukturelle Rücksichtslosigkeit in unserer Gesellschaft begründet soziale Problemlagen von Familien, die nicht nur aus Gerechtigkeitsgründen, sondern auch mit Rücksicht auf ihre nachteiligen Folgen für die Humanvermögensbildung eine Herausforderung für die Politik darstellen.“
Familienbericht für die Bundesregierung (1994). S. 20
Der Leiter des Heidelberger Familienbüros, Kostas Petropulos, meldet sich im Berliner Tagesspiegel mit einem Gastbeitrag zu Wort. „Statt all der familienpolitischen Milchmädchenrechnungen: Kinderlose sollen weniger Rente bekommen, Eltern dafür mehr!“ ist das Fazit seiner Erläuterungen.
http://www.tagesspiegel.de/meinung/gastbeitrag-rettet-das-system/7267296.html
Stellungnahme zum Leserbrief „Die armen Jungen – wenn sie alt werden“ von Herrn Prof. Dr. Arno Klönne, Die Tagespost am 4. Oktober 2012
Den Ausführungen von Herrn Prof. Klönne muss energisch widersprochen werden, vorab seinem unkritischen und wenig sachkundigen Lob für die Adenauer’sche Rentenreform. Sie trägt fraglos die Hauptschuld an der Krise, in der das Rentensystem sich heute befindet. Nicht nur Ludwig Erhardt und die FDP haben seinerzeit opponiert, sondern auch Wilfried Schreiber, der für Adenauer das Konzept ausgearbeitet hatte, warnte dringend davor, einen einarmigen Generationenvertrag zu installieren, dem der zweite Arm, nämlich die Elternrente fehlt. Die Quittung liegt heute auf dem Tisch: Wir haben zu wenig Kinder. Aber allein eine hinreichend große und leistungsbereite Nachwuchsgeneration ist auf Dauer gesehen die Basis eines jeden umlagefinanzierten Systems. Die Maßnahmen, die Prof. Klönne vorschlägt, sind alle nur Flickschusterei, geeignet, den Zusammenbruch des Systems bestenfalls zu verzögern. Und es ist geradezu tragisch, dass die Politiker aller etablierten Parteien sich dabei übertrumpfen, die verschiedenen Elemente der Flickschusterei als Allheilmittel zu preisen, während sie die Wurzel des Übels sturheil ignorieren. Im Gegenteil: immer unverschämter hallt der Ruf, die Mütter sollten endlich mal auch was arbeiten, sprich: erwerbstätig sein, um Rentenbeiträge zu leisten, die am nächsten Tag den heutigen Rentnern überwiesen werden und die Rentenansprüche der Einzahlerinnen nur minimal erhöhen. Die größte der von Altersarmut betroffenen Bevölkerungsgruppen sind die Mütter, die „nicht gearbeitet haben“. (Als wenn die Erziehung von Kindern keine Arbeit wäre!). Durch die Fehlkonstruktion der Adenauer’schen Rentenreform wurde ihnen die im natürlichen Generationenvertrag ursprünglich gesicherte Altersversorgung genommen. Ihre Kinder müssen stattdessen die Renten fremder Leute erwirtschaften und abliefern.
30 Jahre hat es gedauert bis die Frauen merkten, wie sie hinters Licht geführt wurden und werden. Nach weiteren 25 Jahren sehen wir die Konsequenzen, die sie daraus zogen: In der jungen und jeder weiteren Generation fehlt ein Drittel der Mädchen, die Mütter werden könnten, die dies aber eher nicht anstreben, weil die Politik sie – im gesamtgesellschaftlichen Konsens – doch möglichst lückenlos bei der Erwerbsarbeit sehen will. Hier regiert das Prinzip: „Der Letzte macht das Licht aus!“
Eine angemessene Honorierung der überwiegend von den Müttern geleisteten Erziehungsarbeit wäre die richtige Antwort auf die demographische Misere. Die Steuerpflichtigkeit dieses Erziehungsentgelts würde auch – wie jede andere Arbeit – aktuell die Basis der Rentenkasse verbreitern. Das Risiko der Altersarmut würde entschieden entschärft. Gleichzeitig würden dank einer so gestalteten Anerkennung der elterlichen Erziehungsleistung mehr Kinder nachwachsen. Mit der Vereinbarungshypnose oder den Beschimpfungen à la „Heimchen am Herd“ und (dem bisschen!) Betreuungsgeld als „Verdummungsprämie“ kommen wir nicht weiter.
Der seit Jahrzehnten vom Verband Familienarbeit e.V. geführte Kampf um die finanzielle Absicherung der von den Eltern geleisteten Erziehungsarbeit wurde immerzu konterkariert durch die Frage, wer das denn bezahlen solle. Geld war aber für alles Mögliche da. Heute investieren wir Milliarden in den Ausbau der staatlichen Betreuungsmaschinerie und geben schier unbegrenzte Summen für die Idee Europa. Nur Eltern sollen aus ethischem Anspruch auf Teilhabe am allgemeinen Wohlstand verzichten. Dann sind sie im Alter das Armsein schon gewöhnt. Wie praktisch!
Gertrud Martin, Vorsitzende des Verbands Familienarbeit e.V. Seb.-Kneipp-Str.110 78048 VS-Villingen, Tel. 07721 56124