Die Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen der Deutschen
Bischofskonferenz hat 2008 ein Gutachten zu einer familiengerechten
Reform der gesetzlichen Rentenversicherung erstellen lassen.
( Arbeitshilfen Nr. 214 ) Die Studie kann bestellt werden und steht
als Download zur Verfügung.
Archiv des Autors: deradmin
Bindung, Bildung, Innovation
Vor einem Jahr trafen sich in Berlin Hirnforscher, Ökonomen,
Personalberater zu einem Symposium. Ihre Beiträge suchten nach
Zusammenhängen zwischen frühkindlicher emotionaler Bindung und
späterer Kreativität. Inwieweit hängt das Innovationsvermögen einer
Generation von gelungenen Erstbindungen ab? Das Institut für
Demokratie, Allgemeinwohl und Familie e. V. berichtet.
Herwig Birg II
"Deutschland verliert sein Rückgrat"
In einem Interview mit FOCUS-ONLINE weist der
Bevölkerungswissenschaftler Professor Herwig Birg auf die Folgen hin,
die durch den Geburtenschwund in Deutschland bereits heute deutlich
zu spüren sind. Er stellt fest, dass Familien hierzulande
stiefmütterlich behandelt werden. Eine Abgabenpraxis, die sich nach
der Kinderzahl richtet, würde die Erziehungsleistung von Eltern
wenigstens finanziell würdigen.
http://www.herwig-birg.de/downloads/dokumente/FocusOnline091118.pdf
"Von den Affen im Wald"
Eine Tierfabel erzählt gleichnishaft, wie unser Sozialsystem
funktioniert und welche Folgen daraus erwachsen.
Hören und sehen Sie einen Beitrag von Carlos A. Gebauer bei
FAMILYFAIR.TV
Kinder parken?
Der Journalist und Vater von 10 Kindern Jürgen Liminski befürchtet,
dass unter dem künftigen Sparzwang Kitas bestenfalls noch
"Parkplätze" für Kinder anbieten können.
http://www.freiewelt.net/blog-1852/der-gro%DFe-unterschied.html
Bedürfnisse der Kinder beachten
Dr. Maria Steuer ist Kinderärztin, Familientherapeutin und Mutter von 3 Kindern. Zudem ist sie die Vorsitzende des Familiennetzwerkes. Das Familiennetzwerk ist ein Zusammenschluß von Vereinen, Institutionen, Familien und Wissenschaftlern, die sich u.a. dafür einsetzen, daß die Bedürfnisse der Kinder in der Vereinbarkeitsdebatte berücksichtigt werden und finanzielle Gerechtigkeit für Familien hergestellt wird. Im Interview mit FreieWelt.net sprach sie über die einseitige Ausgestaltung der Familienpolitik, das negative Bild der Eltern in den Medien und erklärt, inwiefern wir endlich „auf den Hund“ kommen sollten.
FreieWelt.net: Frau Steuer, mit dem Familiennetzwerk engagieren Sie sich seit Jahren für eine familiengerechte Ausgestaltung von Politik und Gesellschaft. Wie beurteilen Sie das familienpolitische Handeln der schwarz-gelben Koalition und der neuen Familienministerin Kristina Schröder seit der Bundestagswahl im letzten September?
Maria Steuer: Unter familiengerechter Ausgestaltung verstehen wir etwas anderes als die schwarz-gelbe Koalition. Unsere Auffassung verlangt eine Orientierung der Familienpolitik an den entwicklungspsychologisch begründeten Bedürfnissen der Kinder. Davon ist jedoch auch unter der neuen Familienministerin noch wenig zu erkennen. Unter familiengerechter Ausgestaltung wird dort eine optimale Vereinbarkeit von Beruf und Familie verstanden, die sich nach den Bedürfnissen der Arbeitswelt ausrichtet und Müttern in erster Priorität die Betreuung ihrer Kinder anbietet und das möglichst ohne eine Unterbrechung der Erwerbstätigkeit. Dieses Angebot wird Müttern schmackhaft gemacht, weil man ihnen auf der einen Seite verspricht, ihre Kinder auch eifrig zu bilden und auf der anderen Seite, dass die Müttererwerbstätigkeit der beste Schutz vor Familienarmut sei
Das Interview führte Kerstin Schneider.
Geringschätzung von Eltern
Prof. Dr. Johannes Schroeter ist Landesvorsitzender des Familienbundes der Katholiken in Bayern und Vater von vier Söhnen. Im Interview mit FreieWelt.net sprach er über die Intoleranz der Gesellschaft gegenüber der Entscheidungsfreiheit der Familien, über die Überheblichkeit mancher Bildungs- und Erziehungsdienstleister und über die Rivalitäten um die Schaffenskraft der Eltern.
FreieWelt.net: Prof. Schroeter, als Landesvorsitzender des Familienbundes der Katholiken in Bayern engagieren Sie sich bereits seit vielen Jahren für eine familiengerechte Ausgestaltung von Politik und Gesellschaft. Wie beurteilen Sie das familienpolitische Handeln der schwarz-gelben Koalition und der neuen Familienministerin Kristina Schröder seit der Bundestagswahl im letzten September?
Prof. Dr. Johannes Schroeter: Ich bin unschlüssig. Es gab begrüßenswerte Fortschritte bei Kindergeld und Kinderfreibetrag. Als ärgerlich empfand ich aber die Geringschätzung von Eltern, die in den koalitionären Streitigkeiten um das Betreuungsgeld zum Vorschein kam.
FreieWelt.net: Die Regierung hat gleich nach ihrem Amtsantritt das Kindergeld und den Kinderfreibetrag erhöht. Eine zweite Erhöhung ist noch in dieser Legislaturperiode in Aussicht gestellt. Aus der Opposition, aber auch aus den eigenen Reihen der Regierungskoalition, werden diese Fortschritte im Familienlastenausgleich aber immer wieder heftig angegriffen. Auch andere familienpolitische Leistungen, etwa das Elterngeld oder das geplante Betreuungsgeld, geraten immer mehr in die Kritik. Worin sehen Sie die Ursachen für solche Angriffe?
Prof. Dr. Johannes Schroeter: Ich sehe die Ursachen teils in Intoleranz, teils in Überheblichkeit und teils in wirtschaftlicher Rivalität. Intoleranz besteht in Teilen unserer Gesellschaft gegenüber der verbrieften Freiheit der Familien, die Bildung und Erziehung ihrer Kinder vorrangig selber zu bestimmen
FreieWelt.net: Nehmen wir einmal an, Sie hätten drei familienpolitische Wünsche an die Regierung frei. Was würden Sie sich wünschen?
Prof. Dr. Johannes Schroeter: Ich glaube, ich würde mir nur eines wünschen: Die Einführung eines Allgemeinen Wahlrechts in Deutschland. Jeder Staatsbürger muss zukünftig ein Wahlrecht haben, auch die Kinder. „One man, one vote“ – ein Mensch, eine Stimme. Nur so kämen die Familien zu einem politischen Gewicht, das auch ihrem Bevölkerungsanteil entspräche. Erst dann wird es politisch möglich sein, für eine nachhaltige familienpolitische Entwicklung die erforderlichen Stimmenmehrheiten zu finden. In den vergangenen beiden Bundestagen hat es immerhin schon zwei interfraktionelle Anträge gegeben, die genau diese Entwicklung zum Ziel hatten. Das stimmt mich hoffnungsvoll.
Das Interview führte Kerstin Schneider
Bankenlobby und Kinderarmut
Sag die Wahrheit!
M a c h e n S i e m i t !
Löchern wir im „Abgeordneten-Check“ unsere Vertreter im Parlament und fordern
ihre Position zu Fragen des gerechten Familienlastenausgleichs
heraus. Die Antworten werden unsere nächste Wahl entscheidend prägen.
Wer nicht begreift, dass die sträfliche Benachteiligung von Familien
die Grundlagen unserer Gesellschaft zerstört, der gehört abgewählt!