„Schwarz-rote Rentenwohltaten…“,

Leserbrief zu der grafischen Darstellung Gewinner contra Verlierer:                      „Schwarz-rote Rentenwohltaten…“, Schwarzwälder Bote, 13. 12. 2013

Der nicht genannte Autor dieser Darstellung hat entweder schlecht recherchiert oder er hat einen persönlichen Widerwillen gegen die Rentenerhöhung für die älteren Mütter.

1. Missgönnt er der Verkäuferin (64) die „Besserstellung (56 €) bis ans Lebensende“, für die sie „maximal noch für ein Beitragsjahr zur Kasse gebeten“ wird?

2. Den Facharbeiter (60) kostet der Verzicht auf die Absenkung des Rentenbeitrags monatlich 12 €. „Das ist sein Beitrag zur Mütterrente.“ Widerspruch!! Die Mütterrente wird aus den Steuermitteln bezahlt, die seit vielen Jahren vom Bund an die Rentenkasse überwiesen werden – in doppelter Höhe wie für die Berentung der Erziehungsleistung benötigt!

3. „Die Fachverkäuferin (31) hat von der verbesserten Mütterrente nichts, denn begünstigt sind nur ältere Frauen…“ Durch die Nicht-Absenkung des Rentenbeitrags verzichtet sie auf etwa 7.50 € monatlich, weil „Union und SPD die Mehreinnahmen für die Mütterrrente brauchen“. Warum diese hämische Ausdrucksweise, wenn doch diese jüngeren Mütter ohnehin drei Rentenpunkte pro Kind bekommen und nicht nur einen zweiten wie jetzt die „älteren Frauen“?

4. Der Student (21) muss „über den Rentenbeitrag die Mütterrente bezahlen“. Wie schon gesagt: das stimmt nicht! Und vielleicht hat der junge Mann ja noch eine alte Mutter, die jetzt phantastisch „profitiert“!

5. Der Facharbeiter (40) „ist bei der verbesserten Mütterrente als Beitragszahler mit monatlich 12 € auch dabei“. Hier gilt bezüglich der Mütterrente dasselbe wie bei dem Facharbeiter, der Fachverkäuferin und dem Studenten.

Der Grund, warum die fällige Rentenabsenkung nicht durchgeführt wird, liegt in der absehbar dramatisch sinkenden Anzahl der Beitragszahler. Sprich: wir haben zu wenig Nachwuchs = Kinder, mit einem in jeder Folgegeneration fehlenden Drittel an gebärfähigen Frauen. Die restlichen zwei Drittel haben inzwischen gemerkt, dass Kinderhaben in die Altersarmut führt und verhalten sich danach!

 

Gertrud Martin, Seb.-Kneipp-Str. 110, 78048 VS-Villingen, Tel. 07721 56124

 

Ein Gedanke zu „„Schwarz-rote Rentenwohltaten…“,

  1. Da die SPD-Basis nun angeblich zugestimmt hat, darf auch diese Bewertung nun raus:

    Nach allen bisherigen Erfahrungen kennt diese neue schwarz-rote Einheitspartei nur eine Richtung:
    Finanzielles Abwürgen von Familien mit Kindern, Verstaatlichung der Mangelware Kind und ab mit dem Land in einen schwesistischen Rentnerstaat.

    „Frei“ bedeutet unter den Bedingungen für dieses Land – zukunftsfrei!

    Man bedenke:
    Bei dieser Bundestagswahl hat anstelle einer 5%-Sperrklausel in Wirklichkeit eine de facto fast 16%ige Sperrklausel gewirkt! Für ca. 100 Mandate sitzen objektiv gesehen falsche Leute drin, denn so viele Mandate fallen ja nicht unter den Tisch, sondern wurden mir nichts dir nichts umgewidmet und könnten von der neuen Einheitspartei mißbraucht werden, um nach Belieben Grundgesetzänderungen vorzunehmen.

    Dieser heutige 14. Dezember 2013 wird also ein ganz besonderer Einschnitt sein!

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