Propaganda

„Unsicherheit überschattet Ferienbeginn“                                                                 Schwäbische Zeitung, 30. Juli 2020                          

Leserbrief

Den Bericht der Stuttgarter Korrespondentin vervollständigte die Redaktion mit einem „niedlichen“ Foto, auf dem sich drei Grundschülerinnen über ihr Zeugnis freuen. Absolut nicht erfreulich ist, dass die Kinder Masken tragen. Wer hat sie dazu aufgefordert? Das Kultusministerium gewiss nicht, wie mir das Ministerium auf Nachfrage versicherte. Denn es gibt zwar Hygienevorschriften für Schulen, aber keine Maskenpflicht.

Die Ministerin entschied so, weil sie weiß, dass die Masken erstens nicht vor Ansteckung schützen, weil keine  Maske Viren von 120 Nanometern ( 1nm= ein Millionstel Millimeter ) zurückhält. Zweitens ist ihr bekannt, dass die Rückatmung hinter der Maske die Sauerstoffaufnahme verhindert, was zu schneller Ermüdung und Konzentrationsschwäche führt. Mit Sicherheit wollte sie die Kinder auch davor bewahren, sich als Bedrohung für ihre Mitmenschen zu erleben.

Kinder zum Tragen einer Maske zu zwingen ist eine Verletzung von Art. 2,2 GG und § 240 StGB und kann wegen Körperverletzung oder /und Nötigung strafrechtlich verfolgt werden. Keine Schule darf sich eine eigene Paralleljustiz erlauben. 

Fragt sich, warum Schulen sich immer noch über amtliche Vorgaben hinwegsetzen und warum die Presse mit solchen Bildern arbeitet.

Bärbel Fischer

Ein Gedanke zu „Propaganda

  1. In seinem „Sendbrief zum Dolmetschen“ schrieb Martin Luther „…man muß die Mutter im Haus, die Kinder auf der Gassen, den gemeinen Mann auf dem Markt drumb fragen und denselbigen auf das Maul sehen, wie sie reden, und darnach dolmetschen“.

    Den „Mann auf dem Markt“ würde er heute wohl noch finden, aber die Mutter würde er vergebens im Haus suchen; sie muss außer Haus arbeiten, wenn sie denn überhaupt ein Haus hat. Denn die große Mehrzahl der Familien kann oder will sich kein Haus mehr leisten; das Wort „Elternhaus“ wird bald verschwunden sein.
    Vor allem aber würde der Reformator keine „Kinder auf der Gassen“ mehr finden. Noch in den fünfziger Jahren gehörte die Straße am späten Nachmittag und in den Ferien den ganzen Tag über den Kindern; Jungs spielten Völkerball oder Schlagball, Mädchen hüpften Seil, beide versuchten das Kunststück, zwei oder gar drei Bälle in Folge an die Wand zu werfen und wieder aufzufangen, ohne dass ein Ball zu Boden fiel. Heute gehört die Straße den Fahrzeugen; und fehlen diese, so wirken „die Gassen“ wie ausgestorben. Man gehe an einem Nachmittag im November, wenn die Sonne nur noch fahl scheint, durch eine Straße einer Wohnsiedlung: Man meint, in einer Totenstadt zu sein.

    Nur noch in den Kitas und vielleicht noch auf den Schulhöfen sind die Kinder unter Ihresgleichen, wenn auch permanent unter Aufsicht. Soll nun wegen der Corona-Geschichte ihnen auch dieses letzte Refugium genommen werden? Sollen sie auf Abstand gehalten und in Angst versetzt werden? Soll das Kinderlachen unter der Maske ersterben? Und das alles, weil irgendeiner der zahllosen Wissenschaftler den vagen Verdacht geäußert hat, Kinder könnten, wenn auch selbst vom Virus kaum behelligt, dieses vielleicht, vielleicht an irgendwen weitergeben? Kommt denn niemand auf die naheliegende Idee, dass dann der Irgendwer gefälligst auf sich selbst aufpassen kann?

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