Eine faire Rente für alle

Ich – Christl Glauder – bin Mutter von 6 Kindern, derentwegen ich einen großen Teil meines Arbeitslebens in Teilzeit verbracht habe. Seit vielen Jahren arbeite ich nun Vollzeit, meine Kinder auch, und habe nach 45 Berufsjahren trotzdem nur eine Rentenerwartung von rund 800 Euro. Das errechnet sich aus dem Durchschnitt all meiner Einkünfte, ( laut Frau Nahles und auch Frau von der Leyen ), meiner „Lebensleistung“. Lebensleistung als Berufstätige, alles andere wird kaum berücksichtigt. …

 

Bitte unterschreiben Sie die Petition!

 

https://www.change.org/p/an-andrea-nahles-und-manuela-schwesig-eine-faire-rente-f%C3%BCr-alle?recruiter=40175082&utm_campaign=signature_receipt&utm_medium=email&utm_source=share_petition

3 Gedanken zu „Eine faire Rente für alle

  1. Bitte lesen Sie die zahlreichen Kommentare der Unterstützer dieser Petition!

    Fast alle sind der Meinung, dass das Aufziehen von Kindern echte Arbeit ist, die für das Fortbestehen unserer Gesellschaft und unsere Renten mindestens so wichtig ist wie Berufstätigkeit und daher gleiche Wertschätzung – und gleiche Rentenansprüche verdient! Wir sind mit unserer Einschätzung elterlicher Arbeit also nicht allein, was mich sehr freut.

    Umso mehr habe ich mich geärgert, als ich heute Morgen im Deutschlandfunk ein Interwiew mit dem SPD-Politer Thomas Oppermann hörte. Auf die Frage, was die SPD im Falle eines Sieges bei der Bundestagswahl ändern würde, antwortete er u . a. wörtlich: „das Leben von Familien mit berufstätigen Eltern erleichtern.“

    Aha! Schon die Formulierung „berufstätige Eltern“ entlarvt ihn: für die SPD sind nur Familien mit (zwei) berufstätigen Eltern interessant, und es geht ihr offenbar nur darum, die Kinder noch weiter fremd zu betreuen als bisher, damit die beide Eltern ein „erleichtertes Leben“ im Beruf haben. Die Anerkennung elterlicher Arbeit und die dringend nötige Entlastung bei Sozialbeiträgen steht bei der SPD also nicht auf der Agenda. Stattdessen werden mit schönen Worten „Erleichterungen“ versprochen.

    Liebes Wahlvolk: bitte hört genau hin, was die Politiker sagen. Schon einzelne Worte können viel über deren Grundhaltung verraten.

    • Bei einem Symposion der Ruhestandsbeamten war die einhellige Meinung, es komme auf ausreichenden Nachwuchs und Migration an. Der Redner Franz Müntefering SPD verstieg sich sogar zu der Äußerung, man müsse Familien spürbar entlasten, denn sie leisteten Großes. Entlastung aber bitte nicht mit einem höheren Kindergeld, sondern mit kräftigen Investitionen in Schulen und Kitas. Bloß ja nicht Eltern einen Cent mehr geben!

  2. Die Herren Müntefering und Oppermann und mit ihnen unisono ein großer Chor aus Politikern und Zeitungsleuten werden immer wieder ihr altes Lied singen und sich dabei durch keine gegenläufige Erfahrung beirren lassen: Der Staat soll es richten, die Erwachsenen gehören an die Werkbank, die Kinder in die Krippe.

    Neue Strophen in dem alten Lied sind : Die Migranten werden das Umlagesystem der Renten weiter betreiben, im übrigen helfen ein paar kosmetische Korrekturen ( längere Lebensarbeitszeit u.s.w..). Zwar sind die alten Strophen durch die Erfahrung widerlegt , z.B. durch den Untergang der sozialistisch regierten Gesellschaften, die neuen offenbar reiner Unsinn ( z.B. erfolgt die Migration aus dem islamischen Ländern meist direkt in die Sozialsysteme und wird diese nicht stützen sondern sie ruinieren, außerdem ist offenkundig, dass es imperialer Menschenraub wäre, aus den Ländern der dritten Welt die Tatkräftigsten abzuziehen, damit sie hierzulande die Renten erwirtschaften). Aber diese Leute sind resistent gegen Tatsachen.

    So etwas nennt man neuerdings postfaktisches Denken, bisher hieß es Torheit. Die amerikanische Historikerin Barbara Tuchman hat in den achtziger Jahren dazu ein ganzes Buch geschrieben; man könnte jetzt die Fortsetzung dazu schreiben.

    Als ein Paradebeispiel törichten Handelns beschreibt sie die Begeisterung, mit welcher die Trojaner das heute noch so genannte Trojanische Pferd in ihre Maueren zogen, obwohl sie gewarnt worden waren, obwohl es leicht gewesen wäre, die Dummheit zu unterlassen, ja sogar noch vom einmal eingeschlagenen Weg ins Unheil zurück zu kommen. Torheit liegt demzufolge dann vor, wenn eine Gesellschaft hartnäckig gegen die eigenen Interessen handelt, obwohl Auswege bekannt sind, von Zeitgenossen vernehmlich benannt werden und gangbar wären. Das unbeirrbare Festhalten des Toren am einmal eingeschlagenen Weg, obwohl er über genügend Intelligenz verfügt, die Auswege, die ihm genannt werden, zu sehen und obwohl es ihm ein leichtes wäre, diese zu gehen, die schlafwandlerische Sicherheit beim Weg in den eigenen Untergang, der sogar dann noch beibehalten wird, wenn der Untergang sich unübersehbar abzeichnet, haben etwas Unheimliches, zutiefst Verstörendes an sich.

    Freilich bleibt einem nichts anderes übrig, als gegen die Torheit anzukämpfen, wohl wissend, dass es törichtes Verhalten immer schon gegeben hat und dass es oft genug bis zum bitteren Ende durchgezogen worden ist. Aber vielleicht gibt es auch genügend ermutigende Beispiele, wo die Torheit nicht gesiegt hat. Kann jemand solche Fälle nennen?

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