Wem nutzt es?

Ein Beitrag von Birgit Kelle, Frau2000plus

Das Deutsche Kinderhilfswerk hat aktuell gefordert, das Betreuungsgeld abzuschaffen und stattdessen in die Qualität der Kinderbetreuung zu investieren. Damit reiht es sich ein in die Riege all der Institutionen von Diakonie über Caritas, Unicef usw. die alle sehr bemüht um Kinder sind, aber seltsamerweise die Eltern nicht als Erziehungsfaktor sehen. Die Frage ist, wem will das Kinderhilfswerk mit solchen Forderungen helfen? Den Kindern, oder sich selbst? Es fällt ja auf, dass all diese Institutionen eines gemeinsam haben: Sie profitieren von staatlichen Geldern, die in pädagogische Arbeit in Institutionen fließen. Geld das an Eltern fließt, kommt bei ihnen nicht an, gefährdet ihre Budgets und Arbeitsplätze. Wenn Erziehung von den Eltern ausgelagert wird, verdienen all diejenigen, die die Ersatzstrukturen schaffen. Kein Wunder also, dass man beim Kinderhilfswerk selbst erziehende Eltern nicht finanziell unterstützen will.

3 Gedanken zu „Wem nutzt es?

  1. Mir ist bei obigem Artikel folgendes eingefallen: Das Hemd ist mir näher als die Jacke. Jeder denkt an sich, nur ich denke an mich.
    Dabei fällt mir auch in meiner familienpolitischen Arbeit auf, dass bei einigen Initiativen die eigenen Interessen wichtiger zu sein scheinen als das Allgemeinwohl, bzw. hier das der Kinder.
    Frage: haben Kinder wirklich eine Lobby in unserer Gesellschaft? Wenn doch (?), wie funktioniert sie?

  2. Ich stelle mal die Frage: Was bedeutet „bildungsferne Familien“?
    Ist das vielleicht ein diplomatischer Ausdruck für eine andere Aussage, die man möglicherweise meint, aber nicht sagen will, weil es sonst Ärger geben könnte?

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