Teurer Pfusch – erfolgreiche Propaganda!

Nach Studie

Wissenschaftler korrigieren Angaben zum Betreuungsgeld

Das Betreuungsgeld ist schlecht für die Chancengleichheit, sagt eine neue Studie. Eine wesentliche Zahl mussten die Wissenschaftler nun aber korrigieren.

29.07.2014

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/betreuungsgeld-wissenschaftler-korrigieren-angaben-in-studie-13070428.html

und

http://www.freiewelt.net/was-nicht-passt-wird-passend-gemacht-10038108/

 

 

2 Gedanken zu „Teurer Pfusch – erfolgreiche Propaganda!

  1. Prozentrechnung wird in der Klassenstufe 7 behandelt. Wir besuchen eine solche Klasse; der Lehrer stellt eine Aufgabe. ( Im folgenden bedeutet L Lehrer und F Fritzchen; Fritzchen ist, wie man leicht errät, einer der Schüler). Zugegeben: Die Klasse ist ziemlich helle, die Kinder kommen ja auch alle aus der Ravensburger Gegend.

    L : 1,5 Hundertstel der Leute, die an einer Studie teilnehmen, haben überhaupt keinen Schulabschluss.
    F: Das sind aber wenige!
    L: Ja, aber bleib bei der Sache. 11 Hundertstel der Leute, die an der Studie teilnehmen, haben einen Hauptschulabschluss. Wie viele Hundertstel der Leute, die an der Studie teilnehmen, haben einen Hauptschulabschluss oder gar keinen Schulabschluss?

    F: 12, 5 Hundertstel.
    L: Gut. Wir runden auf 13 Hundertstel auf.
    F: Wir haben doch Taschenrechner.
    L: Herrje, meinetwegen, 12, 5 Hundertstel.

    L: Jetzt wird’s ein wenig schwierig. Passt bitte auf. 31 Hundertstel der Teilnehmer, die keinen Schulabschluss haben, zeigen Merkmal A. Wie viele Hundertstel vom Ganzen sind das?
    ( Man hört die Rechner klappern)
    F: 1,5 Hundertstel vom Ganzen mal 31/100 gleich 0,465 Hundertstel vom Ganzen.
    L: Klasse! Das halten wir fest.
    L: 22 Hundertstel der Teilnehmer, die einen Hauptschulabschluss haben, zeigen ebenfalls Merkmal A. Wie viele Hundertstel vom Ganzen sind das?
    F: 11 Hundertstel vom Ganzen mal 22/100 gleich 2,42 Hundertstel vom Ganzen.

    L: Wie viele Hundertstel der Teilnehmer der Studie haben einen Hauptschulabschluss oder gar keinen Schulabschluss und zeigen zugleich Merkmal A?

    F: 2,42 plus 0,465 gleich 2,885

    L: Und jetzt noch eine Prozentsatzaufgabe; zeigt jetzt, was ihr in den letzten Wochen gelernt habt: Wieviel Prozent der Teilnehmer, die einen Hauptschulabschluss oder gar keinen Schulabschluss haben, zeigen Merkmal A?

    F: Wir müssen ausrechnen, wie viel Prozent 2,885 von 12,5 sind!
    L: Bravo! Ja, das sind…
    F: 2,885 geteilt durch 12,5 mal Hundert gleich 23,09 Prozent.

    L: Bravo! Wollt ihr wissen, was ein Institut dazu ausgerechnet hat, das vermutlich mehr kostet als eure Väter alle zusammen verdienen?
    F: Was denn? L : 31 Prozent plus 22 Prozent gleich 53 Prozent!
    F: In welchem Land liegt dieses Institut? L: In Deutschland.
    F: Und das hat niemand gemerkt? L: Na ja, eine Woche lang niemand.
    F: Armes Deutschland.

    ( Und nun in Kurzfassung eine Lösung des Problems für Leser, die nicht aus der Ravensburger Gegend sind und daher Fritzchen nicht folgen wollen, die aber irgendwo gelernt haben, was eine bedingte Wahrscheinlichkeit ist. Zu berechnen ist die Wahrscheinlichkeit, dass Merkmal A vorliegt unter der Bedingung, dass Merkmal B erfüllt ist, wobei B hier heißt, dass kein Schulabschluss oder ein Hauptschulabschluss vorliegt.
    Gegeben sind p(A^B) = 2,855/100 und p(B) = 12,5/100 . Es folgt für gesuchte bedingte Wahrscheinlichkeit

    p(A|B) = p(A^B)/p(B) = 0,2309 )

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