Konzertierte Meinungsmache – über Manipulation und Gehirnwäsche

Dass die deutsche Meinungskultur seit Jahren von wenigen Verlagen  ( Springer, Mohn etc. ) bestimmt wird, ist inzwischen bekannt. Auch die internationale Berichterstattung wird von ganz wenigen Presseagenturen bestimmt, die im Übrigen auch noch oft eng zusammenarbeiten. Diese bestimmen, was in Deutschland  berichtet oder nicht berichtet wird,  wie z. B. unser Eintreten für eine gerechte Familienpolitik. Wen wundert, dass auch wir als Kämpfer gegen die Missachtung familiärer Leistungen Opfer einer mehr oder weniger manipulierten Berichterstattung sind und das oft gar nicht merken?
 

 

Ein Gedanke zu „Konzertierte Meinungsmache – über Manipulation und Gehirnwäsche

  1. Wenn es nur die Nachrichtenagenturen wären…

    Vor ein, zwei Jahren habe ich unsere lokale Tageszeitung abbestellt. Hauptgrund waren die Kommentare im politischen Teil der Zeitung, die, wie mir schien, in der Sache oft danebenlagen – es war durchweg reine Propaganda zur Merkel-Politik – und die in der Form mich immer mehr an die Aggressivität der Nazipostille „Der Stürmer“ gemahnten. „Heute weiß doch jeder…“. „Es müsste doch inzwischen jeder begriffen haben….“ und dergleichen Publikumsbeschimpfungen mehr fanden sich darin. Nun lasse ich mich von Leuten, die meine Kinder sein könnten, nicht beschimpfen oder als ein belehrungsbedürftiger Trottel hinstellen und bestellte das Blatt ab.

    Vor ein paar Wochen las ich ausgerechnet in der deutschlandweit erscheinenden Zeitschrift des Philologenverbandes, dass der Hauptkommentator unserer Tageszeitung nicht etwa einer ihrer Mitarbeiter ist, sondern dass er in Berlin eine Agentur betreibt, die nicht weniger als zwanzig Tageszeitungen mit – wie es hieß – „Nachrichten, Meinungen, Analysen versorgt“. Ja : „versorgt“ hieß es da in aller Unschuld, als ginge es darum, hilflose Kinder oder Kranke mit dem Nötigsten auszustatten. Die Redaktion kann nicht selbst denken, sie muss sich vordenken lassen. Kommentieren kann sie nicht, sie muss sich alles vorkauen lassen.

    Die Zeitungen ersparen sich nicht nur die Kosten für eigene Nachrichtenbeschaffung, sie lassen auch Agenturen für sie analysieren, nachdenken, kommentieren. Das ist freilich weit billiger als eigene Mitarbeiter zu beschäftigen. Vielleicht hat ein Beratungsbüro den Tipp gegen gutes Geld der Redaktion gegeben, vielleicht stecken sogar Berater und Kommentarlieferfirmen unter einer Decke. Kein Wunder, wenn die Zeitungen und ihre Leser dabei Opfer schlichter Propaganda werden.

    Das Vordenken-Lassen erscheint mir viel schlimmer zu sein als das Abdrucken von Nachrichten, die aus Agenturen kommen. Denn immerhin wird die Nachrichtenagentur in jedem Artikel genannt. Aber dass die Kommentare bezahlte Massenware sind, auch wenn ein schönes Passfoto des Schreibers daneben stehen mag, darauf muss man erst einmal kommen.

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