Jeder siebten Familie in BW droht Armut

Abgelehnter Leserbrief zum gleichnamigen Artikel                                                          in der Schwäbischen Zeitung vom 24. 04. 2012

Da fetzen sich die Parteien, deren „Frontfrauen“ und die Arbeitgeber in einem widerlichen Showkampf um ein bisschen Betreuungsgeld, um zu verschleiern, dass es ganz woanders brennt: Familien werden immer ärmer, auch wenn die Eltern voll berufstätig sind. Andererseits verbreiten die Medien astronomische Summen, mit denen offenbar Familien üppig versorgt werden. Ja, was stimmt denn nun? Bei der Alimentierung belegt Deutschland offenbar Platz eins, gemessen am Bruttosozialprodukt jedoch fast den letzten Rang in Europa. Die strukturelle Benachteiligung von Familien erschließt sich jedoch sofort durch einen Blick in die Steuertabelle. Man braucht nur das abgesteuert frei verfügbare Einkommen eines Singles mit dem einer fünfköpfigen Familie bei
30 000 Jahresbrutto zu vergleichen. Es differiert  um monatlich 1600 Euro zugunsten des Singles (Deutscher Familienverband). Kommentar überflüssig!
Dr. Klaus Häußermann

Ein Gedanke zu „Jeder siebten Familie in BW droht Armut

  1. Ich bin als Gründungsmitglied der Landesarmutskonferenz B-W immer an diesem Thema und muss leider feststellen, dass die Medien im Ländle das Problem immer noch gern verschweigen. Eine Veröffentlichung zu dem Thema „Familienarmut in B-W“ auf unserer Seite http://www.sozin.de würde mich sehr freuen.

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