Herzlich willkommen! ?

Dr. Gerd Brosowski, Oberstudiendirektor i. R., sandte uns zum Jahreswechsel einen Denkanstoß besonderer Art:

 

Stellen wir uns vor, der Bundespräsident würde in seiner Weihnachtsansprache wieder einmal eine Willkommenskultur anmahnen, würde uns Mut zusprechen wollen, die Menschen, die im neuen Jahr zu uns kommen wollen, freundlich aufzunehmen, ihnen Wohnung und Unterhalt zu gewähren, alles Erdenklich zu tun, dass sie sich hier angenommen, ja willkommen fühlen könnten.

 

Stellen wir uns vor, die Vertreter des Handwerks würden uns wieder einmal anmahnen, diesen Menschen ein gutes Willkommen zu bereiten, da nur so genügend Ausbildungswillige in Zukunft zu finden seien.

 

Stellen wir uns vor, in einer Großstadt würden 12 000 Leute demonstrieren, um den Menschen, die im neuen Jahr zu uns kommen wollen, zu zeigen, dass sie willkommen sind und dass man alles tun werde, ihnen ein Leben in unserem Land zu ermöglichen, ja reizvoll zu verlockend erscheinen zu lassen.

 

Stellen wir uns vor, die Gemeinden überträfen sich bei dem Bemühen, diesen Menschen Wohnung und Unterkunft bereitzustellen.

 

Stellen wir uns vor, Politiker würden sich entschlossen auf die Seite derer stellen, welche diesen Menschen ein Willkommen bereiten wollen und sie würden alle jene, die sich gegen die Eingliederung dieser Menschen wenden oder auch nur ein kritisches Wort zu deren Begehren äußern wollen, hart in die Schranken weisen, als eine Schande für Deutschland oder als Schlimmeres bezeichnen.

 

Stellen wir uns schließlich vor, Hochschulleitungen, Gewerkschaftsführer, Bischöfe und Bürgermeister würden dazu aufrufen, jene Menschen, die im neuen Jahr so gerne zu uns kommen wollen, ein Willkommen zu bereiten und eben dafür zu demonstrieren, und Abertausende würden diesem Aufruf folgen.

 

Und jetzt stellen wir uns vor, mit jenen Menschen, die im neuen Jahr so gerne zu uns kommen wollen, seien dieses eine Mal nicht Erwachsene aus aller Herren Länder gemeint, sondern jene Hunderttausende, welche hierzulande im Mutterleib darauf warten, das Licht der Welt erblicken zu dürfen…

 

2 Gedanken zu „Herzlich willkommen! ?

  1. Seit zwei Jahrzehnten hoffen jährlich 120 000 Kinder vergeblich darauf, in Deutschland das Licht der Welt zu erblicken. Niemand heißt sie willkommen, schon gar nicht unsere Politik. Vielmehr gelten sie als Katastrophe. Entweder werden sie der mütterlichen Karriere geopfert oder sie bedeuten ein zu hohes Armutsrisiko für Familien mit mehr als zwei Kindern, oder die Mütter fürchten, bei weiterer Erwerbslosigkeit ( Teilzeitjob ) um ihre Altersrente, oder die Eltern wollen ihrem Kind eine Fremdbetreuung von der Wiege bis zum Abitur ersparen.

    Willkommenskultur? Was jetzt in Zuwanderung investiert wird, hat man dem eigenen Nachwuchs sträflich verwehrt.

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