1,1 Tonnen Ritalin für Sachsens Schüler

Fast jedes vierte Kind unter zwölf Jahren in Sachsen wird wegen psychischer Erkrankungen ambulant behandelt. Das geht aus dem Gesundheitsbericht 2011 der AOK hervor, den die Krankenkasse am Mittwoch in Dresden vorgestellt hat. Danach liegt die Zahl der behandelten Kinder bei knapp 59.000 – deutlich mehr als in den Vorjahren.

http://www.mdr.de/sachsen/gesundheitsreport-aok100.html

Depressionen sind auch bei Kindern und Jugendlichen auf dem Vormarsch. Psychologen machen dafür Leistungsdruck und Werteverfall, aber auch falsche( = mangelnde Erziehung ) durch die Eltern verantwortlich. Eltern rät der Psychologe, sich  Z e i t   für ihr Kind zu nehmen, Erfolgserlebnisse zu ermöglichen und zu zeigen, wie man mit Misserfolgen und Niederlagen umgeht. 

http://www.welt.de/regionales/muenchen/article106649266/Jedes-zehnte-Kind-leidet-an-depressiven-Symptomen.html

2 Gedanken zu „1,1 Tonnen Ritalin für Sachsens Schüler

  1. Mich würde brennend interessieren, wie es mit der psychischen Gesundheit von Schülern in den anderen Bundesländern aussieht, vor allem in Baden-Württemberg und in Bayern. Im Gegensatz zu den Ostländern gab es hier bisher die wenigsten Krippen, Horte und Ganztagsschulen. Eine Relation zwischen Familienferne und psychischen Erkrankungen drängt sich geradezu auf.

  2. Danke, Frau Fischer, für Ihre Frage. Sie entspricht genau dem, was mich auch „brennend interessieren“ würde, obwohl ich mir absolut sicher bin, dass „eine Relation zwischen Familienferne und psychischen Erkrankungen“ der Kinder besteht.
    Kinder müssen einfach krank in Krippen und Ganztagsbetreuungen werden, was bereits überdeutlich bewiesen wurde, offiziell aber hartnäckig geleugnet wird. Ein zusätzlicher Beweis durch einen Ländrvergleich mit hoher und relativ niedriger institutioneller Betreuung wäre da sicher hilfreich für alle Eltern, die in Gefahr sind, sich durch Falschbehauptungen übermächtiger Lobbyisten hinters Licht führen lassen.

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