Proporz statt Qualifikation im Ministerium

Weil sich die CDU ein „modernes“ Image geben und ihren Erneuerungswillen demonstrieren will, hat offenbar der Spitzenkandidat Thomas Strobl dem Drängen der baden-württembergischen FrauenUnion nachgegeben und Zusagen hinsichtlich der Verteilung von Ministerposten in der neuen Landesregierung gemacht ( Schwäbische Zeitung: Grün-schwarze Zuversicht in der Region, 3. Mai 2016 ).

Leserbrief

Habe ich richtig gelesen? Herr Strobl hat der FrauenUnion bereits vorab versprochen, im Falle einer Regierungsbeteiligung die Ministerien zur Hälfte mit Frauen zu besetzen? Solche Versprechen scheinen mir demokratisch höchst fragwürdig, wenn nicht sogar illegal. Der Wähler votierte im März für eine funktionierende Regierung und nicht für Proporz!  Aber eine  Quote ist weder „modern“ noch demokratisch, sondern dumm, bleiben doch fähige Männer/Frauen nur wegen ihres Geschlechts auf der Strecke. Nicht das Geschlecht, sondern, Qualifikation, Fachwissen und Werte wie Engagement, Zuverlässigkeit, Ausdauer, Führungsgeschick etc. sind die Garanten für Kompetenz. Feministische Forderungen nach weiblicher Quote schaden der Demokratie und sind ein massiver Verstoß gegen das Gleichheitsgebot nach Art. 3 GG.

Bärbel Fischer

 

 

 

 

 

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