Mütter können mehr

Kinderkriegen setzt ungeahnte Kräfte im Gehirn frei, das hat die Verhaltensforschung eindrucksvoll belegt. In der Debatte um die bereuenden Mütter braucht es weder Trost noch die fatale Selbstentwertung der Frauen. Martina Lenzen-Schulte sichtet für einen Beitrag in der FAZ Studien, die zeigen, dass Mutterschaft nicht ein „Verdummungsfaktor“ für Frauen ist sondern im Gegenteil neue Potentiale freisetzt.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/verhaltensforschung-muetter-koennen-mehr-14202664.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

Zur Autorin:

Dr. med. Martina Lenzen-Schulte, geboren 1961, studierte zunächst Jura, dann Medizin und Philosophie in Freiburg, Jerusalem und München. Seit ihrer Approbation als Ärztin im Jahr 1992 ist sie freie Journalistin und Buchautorin. Sie arbeitet in der Medizin-Redaktion der Online-Plattform Medscape Deutschland, schreibt regelmäßig Beiträge für die Frankfurter Allgemeine Zeitung und für medizinische Fachzeitschriften, sie moderiert Diskussionsrunden zu Gesundheitsthemen und ist Gutachterin beim Mediendoktor der Universität Dortmund. Martina Lenzen-Schulte ist verheiratet und hat drei Kinder. (amazon)

 

2 Gedanken zu „Mütter können mehr

  1. Kompliment und Dank, Frau Fischer, wegen der Einstellung dieses Artikels auf Ihre Seite!
    Die darin zitierten Ergebnisse sind plausibel, entsprechen sie doch einer Beobachtung, die seit eh und je in der ganzen belebten Natur, sogar im Pflanzenreich, gemacht werden können: Eine neue Herausforderung setzt zuvor ungeahnte Kräfte frei, nicht benötigte Fähigkeiten und die dazu vorgesehenen Organe dagegen verkümmern. Sicherlich haben sich im Laufe der Stammesgeschichte Verhaltensweisen und die dazu gehörigen organischen Dispositionen ausgeformt, welche bei Müttern ( und Vätern?) vor und mit der Geburt des Kindes aktiviert werden. Ob und wenn ja in welchem Umfang solche oder ähnliche Programme auch geweckt werden, wenn z.B. Geschwister sich umeinander kümmern, wenn Kinder adoptiert werden, wenn Großeltern tätig werden, wären weitere interessante Fragen in diesem Zusammenhang.
    Da tut sich ein ganzes Forschungsfeld auf. In Deutschland wird es gewiss nicht bearbeitet werden, hier lässt man lieber zweihundert Gender-Lehrstühle vor sich hin pfuschen.

    In den Zusammenhang passt auch wieder ein Wort des Confuzius, der sinngemäß sagte, dass nur der im Staat sinnvoll tätig werden könne, der sich in seiner Familie bewährt habe. Übrigens galt im römischen Staat und gilt heute noch beispielsweise in den Wahlkämpfen um das Amt des amerikanischen Präsidenten nur der Kandidat etwas, dem eine Familie zur Seite stand und steht. Oder man denke an die Bedeutung der Königsfamilien in Monarchien. Vielleicht ahnen die Menschen in halbwegs intakten Staaten, dass in Müttern und Vätern Verhaltenskomplexe und Kräfte freigesetzt werden, die auch für öffentliche Ämter nützlich oder gar unentbehrlich sind.

  2. Die Menschheit wäre längst ausgestorben, hätte nicht die Natur dafür gesorgt, dass MÜTTER durch Schwangerschaft, Geburt und Pflege ein enormes Potential an Stressbewältigung, Resilienz, Opferbereitschaft, Geduld, Achtsamkeit aber auch Kampfbereitschaft entwickeln. Da brüsten sich die Feministinnen mit ihrem Schlachtruf: „Mein Bauch gehört MIR“ und dünken sich erhaben über die „animale Fortpflanzung“. Sie lächeln über zurück gebliebene menschliche „Muttertiere“, die sich anscheinend für nichts mehr interessieren als für ihre Babies. Dass in ihrem feministischen Gehirn ganze Areale verkümmern, die eigentlich hätten aktiviert werden wollen, das entzieht sich ihrer Kenntnis. Trotz dieser offensichtlichen Unterentwicklung bestehen sie darauf , gesellschaftlich als vollwertig anerkannt zu werden und ihren MANN zu stehen, vorzugsweise in Politik und Wirtschaft. Nichts gegen tüchtige Frauen! Aber Mütter zu denunzieren – das geht inzwischen gar nicht mehr!

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