Christlich-Sozial-Liberale Diskriminierung!

„Mütterrente könnte Sozialkassen teuer zu stehen kommen“, so titelt die Schwäbische Zeitung heute.

Dazu ein Leserbrief:

Die Koalitionäre fragen sich, ob die „teure Mütterrente“ aus der Steuer- oder der Rentenkasse finanziert werden soll. Dabei wird tunlichst verschwiegen, dass den Müttern, die vor 1992 entbunden haben, nicht nur ein weiterer Rentenpunkt zusteht, sondern deren zwei! Selbst wenn für diese Mütter 6,5 Milliarden vorgesehen sind, so sind sie noch immer benachteiligt. Wer füllt denn heute die Rentenkasse? Es sind mehrheitlich die Arbeitnehmer/innen, die vor 1992 geboren, und von ihren Müttern, meist unter Verzicht auf eigenes Einkommen, großgezogen wurden. Selbst nach der vorgesehenen Erhöhung fehlen damit einer Mutter von vier Kindern noch immer jährlich 1344 Euro, während  ihr Nachwuchs ( ausgehend von 30 000.- Jahresbrutto ) 11 340 Euro in die Rentenkasse spült. Diese nackten Zahlen verdeutlichen die mangelnde Wertschätzung der Mütter in unserem Land, sowie die Versäumnisse vergangener Regierungen, die ihre Politik doch so gerne als „christlich“ oder/ und „sozial“ preisen.

Bärbel Fischer

3 Gedanken zu „Christlich-Sozial-Liberale Diskriminierung!

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  2. In unserer Sächsischen Zeitung vom 30.10.2013 lautet die Überschrift eines Kommentars zum selben Thema „Renten-Murks“. Allerdings wird wieder verschwiegen, dass der Grundfehler im Sozialsystem selbst liegt, weshalb nach Meinung des Kommentators wieder der Steuertopf zur Korrektur einspringen soll. Ich halte das für grundfalsch, weil von den Ungerechtigkeiten im Rentensystem bereits alle Einkommensgruppen betroffen sind. Das kann man nicht über Steuern korrigieren, für die die Betroffenen selbst auch zahlen müssen (wäre ähnlicher Selbstbetrug wie beim Erziehungsgehalt).

    Mein Leserbrief, der erfahrungsgemäß nicht gedruckt wird, lautet daher so:
    ————————————————————————————————
    Die richtige Überschrift müsste lauten „Sozialstaat-Murks“, denn es sind die Sozialsysteme selbst, die das Gegenteil dessen bewirken, was man suggeriert. Sie schaffen die Armut dort, wo es keine gäbe. Mütter mit mehreren Kindern wären im Alter gut abgesichert, würde der Staat sich nicht dreist einmischen bzw. ein Mindestmaß an Anstand wahren. Das Geld, was hier angeblich fehlt, entzieht der Staat doch erst per „Sozialsystem“ und verteilt es unter einem bewusst falsch vermittelten Versicherungsbegriff um.

    Warum soll das über Steuern korrigiert werden, was als offene Ungerechtigkeit im Sozialsystem vom Bundesverfassungsgericht bereits benannt ist.

    Von allen Einnahmen des Staates werden zudem lediglich 16% über Lohn- und Einkommenssteuern progressiv nach Einkommen erhoben. Hingegen um die 70% der staatlichen Einnahmen zahlen die Bürger über SV-Beiträge + Umsatzsteuern + Ökosteuern + KFZ-Steuern usw. , und zwar auf so eine Art, dass umso mehr belastet wird, umso geringer das verfügbare Pro-Kopf Einkommen ist.

    Dieses Verhältnis bei den Abgaben vor allem zu Lasten von Familien muss man sich erst einmal bewusst machen! Man könnte die Einkommenssteuer glatt verdoppeln, hätte aber am System grundlegend nichts geändert.

    Die Treppe muss von oben her geputzt werden (Zitat Jürgen Borchert) – und das betrifft zuerst das Rentensystem, wo heute Eltern über die Unterhalts- und Erziehungsverpflichtungen für ihre Kinder plus v o l l e Beiträge ins System, so als hätten sie keine Kinder, von diesem Sozialstaat gleich doppelt zwangsverpflichtet werden. Eingebaut wurde dadurch eine Art Selbstzerstörungsmechanismus, verschleiert mit trügerischen Begrifflichkeiten wie „Versicherung“ oder „einzahlen“.

    Versichern kann man sich für die Ausnahme, nie für die Regel. Und eingezahlt wird überhaupt nichts. Die einzige „Einzahlungen“ sind die von Eltern erbrachten Aufwendungen für ihre Kinder.

  3. In einer Fernsehsendung wurde die Mütterrente diskutiert! Ein Punkt wurde angesprochen, der vielen Beitragszahlern der Rentenkasse nicht bekannt sein dürfte. Die Mütterrente soll aus der Rentenkasse bezahlt werden. Bezahlt wird die Mütterrente auch an Beamte, Ärzte und alle diejenigen, die keinen Cent Beitrag in die Rentenkasse bezahlt haben. Dies ist ein unglaublicher Zustand, der unbedingt verhindert werden muss! Wir Beitragszahler werden um unsere Rentenbeiträge betrogen. Wer in unserem Land kann diesen Wahnsinn stoppen? Wie können wir dagegen vorgehen, damit diese schon kriminellen Beschlüsse der Politiker verhindert werden? Wenn wir uns nicht wehren, dann werden wir die Zeche dafür zahlen mit höheren Rentenbeiträgen und noch niedrigeren Renten!

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