Schlaft wohl – gute Nacht!

Braucht es noch einen lauteren Weckruf als den demnächst erscheinenden achten Familienbericht, um aufzuschrecken aus lethargischer Verschlafenheit?

„Familien fehlt es nicht am Geld, sondern an Zeit“, heißt es da. Daher raten die „Experten“ paradoxerweise  zur Kürzung der Elternzeit, zu mehr Krippen, mehr Ganztagsbetreuung für Schüler, zu mehr und längerer Erwerbstätigkeit für Mütter, also zu weniger Zeit  für Familie!

Und wir? Wir lassen uns an der Nase herumführen. *)

„Mehr Geld brauchen Familien nicht“- finden die „Experten“. Daher raten sie zur Abschaffung des Ehegattensplittings und der Mitversicherung erwerbsloser Ehegatten, ohne welche eine Familie mit mehreren Kindern sowieso nicht überleben kann. Mütter sollen sich gefälligst ihr Geld und ihre Altersversorgung selber verdienen, obwohl sie doch –  nach Expertenmeinung – gar kein Geld brauchen!

Und wir? Wir lassen uns an der Nase herumführen.

„Tradierte Rollenmodelle müssten aufgebrochen werden, daher soll die Berufstätigkeit der Frauen forciert werden“. Aha, da sind nun beamtete „Aufbrecher“ am Werk. Nicht die Familien selbst  bestimmen künftig über ihr Lebensmodell und ihre Organisation. Dazu sind Eltern nach Expertenmeinung zu blöd. Wer sich weigert, ein „zeitgemäßes“ Rollenmodell zu leben, dem wird einfach der Geldhahn zugedreht! Basta!

Und wir? Wir lassen uns an der Nase herumführen.

Kinder werden in dem Bericht mit keinem Wort erwähnt. Um Kinder geht es schon längst nicht mehr. Man kann sie herumschieben wie Möbelstücke. Sie haben, wie ihre Eltern, den Gesetzen der Ökonomie zu gehorchen. Eltern sollen Kinder haben, als hätten sie keine! Man macht sich nicht einmal mehr die Mühe, die Sklaverei zu beschönigen. Eiskalt verfügen die  „Experten“ über die Familie.

Und wir? Wir lassen uns an der Nase herumführen.

Wer Familienberichte aus vergangenen Jahren zum Vergleich heranzieht, dem springt der Trend zur materialistisch-sozialistischen Gesellschaft förmlich ins Auge, nur dass diese hierzulande  außer rot  auch noch  schwarz, gelb und grün schillert. Am Nasenring werden Familien in die „Arbeitsmarktverwertbarkeit“ gezerrt. Merken wir gar nicht mehr, wohin die Reise geht? Dämmern wir einfach so dahin, um schließlich in einer völlig anderen Gesellschaft aufzuwachen?

Hatten wir das nicht schon einmal in unserer Geschichte?

Bärbel Fischer

*) eine alternative Floskel für Verarschung

4 Gedanken zu „Schlaft wohl – gute Nacht!

  1. Wir brauchen eine christliche Kultur – Revolution. J e s u s i s t d e r H e r r ü b e r
    D e u t s c h l a n d u. E u r o p a. L a ß t d i e K i n d e r b e i d e n E l t e r n,
    s i e h a b e n d a s E r z i e h u n g s r e c h t.
    E r k e n n t n i s f ü r d i e P o l i t i k e r !

  2. Liebe Bärbel Fischer,
    Ihr Zorn überzeugt und steckt an, leider auch die damit empfundene Ohnmacht. Was sollen/können wir noch tun?
    In herzlicher Verbundenheit
    Ihre G. Martin
    bitte nehmen Sie mich doch in Ihren Verteiler auf

  3. Sensationelle Stellungnahme, liebe Bärbel Fischer, es ist leider alles wahr, und ich werde es sofort posten und weiter verbreiten.

    Warum die Familien sich so wenig gegen ihre Bevormundung und Vereinnahmung wehren …?! Vielleicht geht es Eltern wie den sog. „gekochten Fröschen“, die sich ohne Gegenwehr töten lassen, wenn das Wasser nur langsam genug wärmer wird. Sie erkennen dann nicht den Punkt an dem es gut wäre, das Becken zu verlassen.
    Aber der Wind dreht sich. Bitte klicken Sie hier: http://kinderrechte.familie-ist-zukunft.de/?p=104 – Da beschwert sich erstmals ein Krippenkind beim Familienministerium.

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