Experten völlig ahnungslos!

Kindergeld, Ehegattensplitting – Experten zerpflücken die Familienpolitik der Bundesregierung, kritisieren viele Förderinstrumente als wirkungslos und sogar teil kontraproduktiv.
http://www.gmx.net/themen/finanzen/wirtschaft/84a6css-regierungsberater-ueben-kritik-familienleistungen

http://www.bild.de/politik/inland/bundesministerium-familie/experten-zerreissen-deutsche-familienpolitik-ehegattensplitting-kindergeld-28371010.bild.html

 

 

 

7 Gedanken zu „Experten völlig ahnungslos!

  1. Es ist doch klar, dass das Ergebnis einer „Studie“, die die Bundesregierung anfordert, deren Erwartungen entsprechen muss. Das oberste Ziel der BR ist, Geld einzusparen, um es in Krippen zu stecken. Dann sind die Störfaktoren (Kinder) beseitigt und die Mütter stehen Schlange vor den wenigen miesen Stellen. Dass bei dieser Studie die simpelsten steuerlichen Gesetze missachtet werden, scheint die „Experten“ nicht zu stören. War zu der Expertengruppe überhaupt ein Steuerfachmann eingeladen? Wie kann dieser „vergessen“, dass das Kindergeld zu 2/3 die Rückerstattung jener Steuern ist, die den Eltern zu Unrecht auf die Existenzminima der Kinder bereits einbehalten wurden? Mit der 19% -igen Steuer auf den Unterhalt der Kinder zahlen Eltern monatlich 80 Euro pro Kind mehr Steuern an den Staat als er ihnen mit dem Kindergeld zurückgibt. „Der Staat treibt den Eltern die Sau vom Hof und gibt ihnen 2 Schnitzel zurück“ (Zitat: Dr. Jürgen Borchert, leitender Richter am Landessozialgericht Hessen) Nach Borchert ist kein Familienmitglied beitragsfrei mitversichert, weil das Einkommen des Beitragszahlers sofort geteilt werden muss (Unterhaltspflicht). Einem Vater von 3 Kindern bleiben von seinen 4000 € also nur 800 €, für die er Krankenversichreungsbeiträge zu zahlen hätte. Er zahlt aber für Frau und Kinder auch Beiträge aus jeweils 800 €. Ein Familienvater ist eben kein Single – das wird gerne vergessen! Daher ist es eine Volksverdummung, wenn immer von „Beitragsfreier Mitversicherung“ gesprochen wird. Die gibt es de facto nicht!

  2. Ja, ja und nochmals ja, die finanzielle Benachteiligung von Familien ist wahr und für alle Betroffenen wichtig.
    Noch wichtiger ist aber doch die Frage, warum Familien benachtreiligt werden, welche Interessen dahinter stehen. Hier muss in der Argumentation vor allem immer wieder nachgelegt werden, ansonsten läuft sich das Thema tot. Man ziele penetrant und unbeirrt immer wieder auf die Feinde der Familien und das Wohl der Kinder.
    Der Schrei „ungerecht!“ zieht doch kaum mehr, weil zu viele ihn von sich geben und er fast schon als modisch gilt.

    • Glauben Sie wirklich, dass das „Kindeswohl“ als Argument besser überzeugt? Das Kindeswohl ist sowohl der Wirtschaft als auch der Politik nicht nur völlig egal, sondern sie interpretieren Ganztagsbetreuung und „frühkindliche Bildung“ als Geschenk zum Kindeswohl; natürlich, denn ihr einziges Interesse gilt dem Wirtschaftswachstum. Ohne Skrupel kaufen sie den Eltern mit viel Geld ihr Recht auf die Erziehung ihrer Kinder ab und profitieren dabei. Alle Warnungen der Humanwissenschaft schlagen sie bedenkenlos in den Wind.

      Könnten Sie evtl. hier konkretisieren, welche Kräfte aus Ihrer Sicht es sind, die am Aushungern von Familien interessiert sind?

      Möglicherweise aber sind wir bereits abgeschrieben .
      Ich freue mich auf Ihre Antwort.

  3. Ja, ich glaube wirklich, dass das Kindswohl besser überzeugt.
    Sie haben zwar recht, Frau Fischer, dass es der Politik und der Wirtschaft herzlich egal ist, den Bürgern jedoch zum großen Teil noch nicht. Hier herrscht bei vielen noch ein gesundes Gespür für das, was Kinder brauchen, nämlich keine staatlichen Ghettos, in denen sie nach Einheitsmuster großgezogen werden.
    Die Politiker und Wirtschaftsangehörigen werden wir kaum überzeugen, weil sie gar nicht überzeugt werden wollen. Im Bekanntenkreis stoße ich regelmäßig auf Desinteresse, wenn ich mit Einzelheiten über die finanzielle Benachteiligung von Familien komme, auch wenn diese selbst betreffen. Wenn ich aber auf die Schäden für Krippen- oder Ganztagsbetreuungskinder verweise, entspinnt sich meist eine lebhafte Diskussion mit dem Grundtenor: ist doch klar, dass so kleine Kinder noch die Mutter und das Familienleben brauchen.
    Die Bürger sind Wähler. Ihre noch vorhandene intuitive Bereitschaft, für das Wohl der Kinder mitzudenken und zu -empfinden, sollte mehr ausgenutzt werden für die Ablehnung jener Parteien, die mit schönen Phrasen wie „Gerechtigkeit“ und „Chancengleichheit“ die Kinder in genormten Einrichtungen gleichermaßen aufwachsen und instruieren lassen wollen und aus diesem Grund die Familien gezielt „aushungern“. Ich denke da vor allem an die Grünen und die SPD. Die CDU hechelt denen nur hinterher, weil sie sich der Angst vor deren Wahlerfolgen nicht entziehen kann. Grüne und Sozialdemokraten haben m. E. nach auch ganz entscheidend die vielen Vorurteile gegen Frauen zu verantworten, die noch Hausfrau „spielen“ und damit einen wesentlichen Eckpfeiler des Familienlebens darstellen, den es nach Wunsch dieser Parteien restlos zu stürzen gilt.
    Frau Erdman hat diese sehr schön in ihrem Kommentar zu „Deutschland Schlusslicht in Europa?“ beschrieben.
    So wird die öffentliche Meinung Stück für Stück vereinnahmt und dann erst gewagt, den Hammer des „Aushungerns“ mehr und mehr schwingen.
    Vor dem Geld muss die Überzeugung für den Wert des Kindswohls und damit der Familien stehen.
    Diesen strategisch erfolgreichen Weg haben uns SPD und GRÜNE vorgemacht, leider in umgekehrter Richtung. Trotzdem können wir von ihm lernen.

  4. @ Peter L.
    Schon alleine die Tatsache, dass es offensichtlich Eltern nicht interessiert, wenn die Sprache auf die finanzielle Benachteiligung von Familien kommt macht mich fassungslos. Deshalb endet die von Ihnen noch positiv erlebte Elterndiskussion hinsichtlich kindlicher Folgeschäden durch die kollektiven Betreuungsangebote – ja oder nein – spätestens dann, wenn daraus finanzielle oder überhaupt Konsequenzen für Familien entstehen. Meine Erfahrungen sind leider dahingehend, wenn das Geld nicht reicht, hat man(n)/frau zwar ein schlechtes Gewissen aber……. das Geld ruft!

  5. Ja, Frau Erdmann, das Geld lockt.
    Wie aber, wenn nicht mit Warnungen vor den gesellschaftlichen Veränderungsplänen, die zuvorderst die Familien aufs Korn nehmen, wollen wir denn den Irrsinn stoppen? Indem wir mit Jammern und Klagen über mangelnde finanzielle Gerechtigkeit säuberlich recherchierte Gegenforderungen stellen?
    Indem wir sozusagen dem Lockruf des Geldes ein Gegengewicht gegenüberstellen?
    Wenn wir primär über diese Schiene die Familien retten wollen, dann haben wir meiner Meinung nach verloren. Die staatliche Führung sitzt am Geldhahn, und wenn sich etwas ändern soll, sind wir sowohl auf deren Wertschätzung der Familien angewiesen als auch auf die des wählenden Volkes.
    Also gilt es diese in den Mittelpunkt der Anstrengungen zu rücken.

    • @Peter L.
      Die Voraussetzung zum Gelingen einer Demokratie ist die Freiheit der Entscheidung des Individuums und die gleichwertige Unterstützung durch den Staates zum Gelingen des Lebensentwurfes, flankiert durch das Grundgesetz.
      Die zur Zeit bevorzugte ausserhäussliche Betreuung – die auch noch mit Steuergeldern massiv nur für einen geringen Teil der Bevölkerung vorangetrieben wird, ist meiner Meinung nach verfassungswidrig.

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